11.06.2026 | 05:00
Sichere Lieferketten für BASF und Co.: Antimon-Mangel gefährdet Produktion – Antimony Resources macht's wie Lynas Rare Earths
Erstellt und veröffentlicht im Auftrag von Antimony Resources
Eskalierende Handelskriege, ein weltweites Angebotsdefizit und historische Preisschocks – der Markt für kritische Industriemetalle befindet sich in einer tiefgreifenden Zäsur. Nach weitreichenden Exportbeschränkungen durch die Volksrepublik China und einem vollständigen Exportverbot in die USA Ende 2024 explodierten die Preise für Antimon außerhalb Chinas auf ein Allzeithoch von 59.750 USD pro t. Das starke Ungleichgewicht zwischen westlicher Nachfrage und verfügbarem Angebot außerhalb Chinas führte 2025 zu erheblichen Versorgungsengpässen – Fastmarkets registrierte für 2025 die schärfste Preisrally in der Geschichte des Antimonmarkts. Da autokratische Staaten rund 80 % der weltweiten Minenproduktion kontrollieren, droht der westlichen High-Tech- und Rüstungsindustrie ein existenzieller Versorgungsengpass bei Elektronikkomponenten und industriellen Brandschutzanwendungen. Wir erklären die Situation und stellen einen Problemlöser vor.
Lesezeit: ca. 3 Min.
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Autor:
Nico Popp
ISIN:
ANTIMONY RESOURCES CORP | CA0369271014 | CSE: ATMY , OTCQB: ATMYF
Inhaltsverzeichnis:
Der Autor
Nico Popp
In Süddeutschland zuhause, begleitet der leidenschaftliche Börsianer die Kapitalmärkte seit rund zwanzig Jahren. Mit einem Faible für kleinere Unternehmen ausgestattet, ist er ständig auf der Suche nach spannenden Investmentstorys
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BASF: Flammschutz als Flaschenhals in der Chemieproduktion
Der deutsche Chemiekonzern BASF betreibt ein integriertes Verbundmodell, das Synergien nutzt und komplexe Vorprodukte für die Automobil- und Luftfahrtindustrie herstellt. In der industriellen Kette ist das Unternehmen zwingend auf Antimontrioxid (ATO) angewiesen, das beim Flammschutz für Kunststoffe ein unverzichtbarer Synergist ist. Diese Kunststoffe werden in elektrischen Steckverbindern, Kabelisolierungen sowie hochsensiblen Komponenten der Luft- und Raumfahrt verbaut. Das globale Angebotsdefizit bei ATO führt bereits heute zu Lieferverzögerungen, Preisaufschlägen und Produktionsunterbrechungen bei zahlreichen Kunststoffverarbeitern. Trotz hoher Energiekosten erwirtschaftete BASF im Geschäftsjahr 2025 bei einer Marktkapitalisierung von knapp 40 Mrd. EUR einen Umsatz von 59,70 Mrd. EUR sowie ein Nettoergebnis von 1,62 Mrd. EUR. Um die Erträge hoch zu halten, treibt das Management den Verkauf von Randbereichen wie dem Lackbereich voran.
Lynas Rare Earths: Das westliche Vorbild bei Seltenen Erden
Das australische Bergbauunternehmen Lynas Rare Earths zeigt als weltweit größter Produzent seltener Erden außerhalb Chinas, wie die Emanzipation von asiatischen Monopolen gelingt. Das Unternehmen baut hochgradiges Erz in der Mt-Weld-Lagerstätte in Westaustralien ab, die mit Gehalten von durchschnittlich 4,1 % TREO zu den reichhaltigsten Karbonatit-Lagerstätten weltweit zählt. Im Geschäftsjahr 2025 erzielte der Konzern bei einem Umsatz von 556,51 Mio. AUD ein Nettoergebnis von 7,99 Mio. AUD. Die wirtschaftliche Stabilität des Unternehmens wird durch eine langfristige Abnahmevereinbarung mit dem japanischen Unternehmen JARE gesichert, die bis zum Jahr 2038 eine jährliche Lieferung von bis zu 5.000 t NdPr zu einer festen Preisuntergrenze von 110 USD pro Kilogramm garantiert. Im Juni 2026 vollzieht das Unternehmen zudem einen planmäßigen Führungswechsel, bei dem der erfahrene Trennungschemiker Pol Le Roux die operative Leitung als Interim-CEO übernimmt. Das kann man auch als Signal werten – in der weiteren Verarbeitung Seltener Erden liegt Wertschöpfung.
Antimony Resources: Hochgradige Bohrergebnisse in Nordamerika
Im von geopolitischen Risiken geprägten Marktumfeld fokussiert sich das kanadische Junior-Explorationsunternehmen Antimony Resources auf die Erschließung der Bald-Hill-Lagerstätte in New Brunswick. Ein NI 43-101-Bericht definiert für das Projekt ein Explorationsziel von 2,7 Mio. t Mineralisierung mit einem Antimongehalt von 3,0 % bis 4,0 % Sb. Die jüngsten Definitionsbohrungen vom Frühjahr untermauern diese Annahmen, wobei das Schlüsselbohrloch BH-25-34 einen hervorragenden Gehalt von 4,38 % Antimon über 7,05 m aufweist, welcher sogar eine Zone von 9,76 % Antimon über 3,15 m einschließt. Schürfgrabungen (Grab Samples) in der neu entdeckten „South Zone“ lieferten zudem Handproben mit rekordverdächtigen Antimongehalten von bis zu 44,2 % Sb über eine Streichlänge von mehr als 200 m. Das Unternehmen erwirtschaftet im aktuellen Entwicklungsstadium noch keine operativen Umsätze, der Fokus liegt also komplett auf der Zukunft. Da aussichtsreiche Lagerstätten in sicheren Jurisdiktionen rar sind, ist Antimony Resources gut positioniert.

Antimony Resources hat mehr zu bieten: Dobie-Lake-Projekt
Die nordamerikanische Projektpipeline des Juniors umfasst neben dem Bald-Hill-Projekt die Dobie-Lake-Kupferliegenschaft in Ontario, die als strategisches Nebenprojekt das Portfolio noch breiter aufstellt. Das vorrangige Ziel des Managements unter James Atkinson bleibt jedoch die zügige Überführung von Bald Hill in die Produktion im Rahmen eines konventionellen Tagebauverfahrens. Zur Absicherung der behördlichen Genehmigung hat man bereits das Umweltberatungsunternehmen GEMTEC mit der Erstellung der formalen Umweltverträglichkeitsprüfung beauftragt.
Fazit: Enormes Ressourcen-Potenzial trifft auf Knappheit
Der drastische Angebotsengpass außerhalb Asiens führt am europäischen Spotmarkt Rotterdam bereits zu Preisen von bis zu 40.000 USD je t Antimonmetall, während für sofort verfügbare ex-China-Ware teilweise extreme Aufschläge gezahlt werden. Als Blaupause für künftige Konsolidierungen im Antimon-Sektor kann etwa die Rüstungs-Allianz zwischen dem US-Verteidigungsministerium und MP Materials bei Seltenen Erden dienen. Da die Aktie von Antimony Resources nach einem starken Frühjahr konsolidiert, kann die aktuelle Marktkapitalisierung von rund 60 Mio. CAD eine vielversprechende Ausgangslage sein. Antimony wird auf dem Weg zur Produktion weiteres Kapital benötigen, doch bleibt die Perspektive angesichts der skizzierten Eckdaten vielversprechend.
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