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02.09.2021 | 05:10

Siemens, Barsele Minerals, Lufthansa - Aktien zum Abheben

  • Märkte
  • Gold
Bildquelle: pixabay.com

Die Aktienindizes sind weiter im Aufwind. Enttäuschende Arbeitsmarktdaten sowie steigende Infektionszahlen aufgrund der Delta-Variante lassen mögliche Zinserhöhungen und ein Ende des Anleihekaufprogrammes durch die Notenbanken in weite Ferne rücken. Die ultralockere Geldpolitik mit weiteren Konjunkturhilfen der FED dürfte somit fortgesetzt werden und öffnet die Tür für ein weiteres Haussieren des Aktienmarktes.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: BARSELE MINERALS | CA0688921083 , LUFTHANSA AG VNA O.N. | DE0008232125 , SIEMENS AG NA O.N. | DE0007236101

Inhaltsverzeichnis:


    Barsele Minerals – Frist verlängert

    Neben Aktien profitieren auch die Edelmetallmärkte von der Strategie der Währungshüter. Diese lassen die steigende Inflation aufgrund von Wachstum und Arbeitsplätzen aktuell außer Acht und bieten somit für Gold langfristig exzellente Rahmenbedingungen. Durch die Korrektur des gelben Edelmetalls ergeben sich bei Minenaktien auf lange Sicht durchaus attraktive Einstiegsmöglichkeiten. Ein interessanter Deal geht im Moment in Skandinavien über die Bühne.

    In Nordschweden, rund 500km von Stockholm entfernt, liegt das 47.000 Hektar große Barsele-Projekt, das zu 55% Agnico Eagle und zu 45% Barsele Minerals gehört. Geht man nach den Aussagen des Managements von Barsele Minerals, hat das Projekt ein Potenzial von über 5 Mio. Unzen Gold. Nebenbei stößt man in der Lagerstätte zusätzlich auf förderfähige Rohstoffe wie Silber, Blei, Zink oder Nickel.

    Agnico Eagle waren es auch, die in den vergangenen Jahren die Bohrarbeiten über 160 km und insgesamt über 400 vorantrieben. Aufgrund der Verlegung des Fokus auf Nordamerika soll die Lagerstätte nun zu 100% an Barsele Minerals übergehen. Ursprünglich wurde eine Absichtserklärung bis zum Ende des vergangenen Monats unterschrieben, die nun noch einmal bis zum 31. Oktober prolongiert wurde. Der Kaufpreis liegt bei 45 Mio. USD. Zusätzlich gewährt Barsele Minerals dem Vertragspartner eigene Aktien im Volumen von 14,9% sowie 6 Mio. Warrants. Neben der Auflage eines Convertible Bonds ist zur Finanzierung eine Kapitalerhöhung geplant, um das Eigenkapital weiter zu stärken.

    Kapital benötigen die Kanadier vor allem für die ehrgeizigen Ziele. In Summe 30.000 Bohrmeter sind in den nächsten 24 Monaten geplant, die die Ressourcenschätzung dann auf 3,5 Mio. Unzen Gold hochschrauben dürften. Die Schallmauer von 5 Mio. Unzen soll dann durch tiefere Bohrungen, aktuell gehen diese nur bis zu 450m, erreichen. Das Barsele-Projekt bietet auf aktuellem Stand langfristig enormes Potenzial. Die Belcarra Group, die in der Führungsriege von Barsele Minerals sitzt, plant die Projektierung bis zur vorläufigen Machbarkeitsstufe und schließt einen Weiterverkauf an größere Produzenten nicht aus. Der Börsenwert von aktuell 47,36 Mio. EUR dürfte dann jedoch bei Weitem nicht ausreichen.

    Siemens – Milliarden aus Ägypten

    Bereits Anfang des Jahres unterzeichnete Siemens eine Absichtserklärung gemeinsam mit seinen Partnern Orascom Development und The Arab Contractors. Nun wurde der Vertrag für den ersten Teil eines milliardenschweren Eisenbahnprojekts in Ägypten unterzeichnet, der das Rote Meer und das Mittelmeer verbinden soll. Das Segment beinhaltet über 650 km eines Bahnnetzes und hat einen Auftragswert von rund 4,5 Mio. USD. Dabei sollen rund 3 Mrd. USD an Siemens Mobility gehen. Siemens wird Hochgeschwindigkeits- und Regionalzüge, Lokomotiven und Bahninfrastruktur sowie zugehörige Dienstleistungen bieten.

    Die Bauzeit für den Abschnitt läuft über 2 Jahre, bis spätestens Ende 2023 sollen die ersten Fahrzeuge geliefert werden. Die komplette Fertigstellung ist für das Jahr 2027 geplant. Trotz des 'Monstervertrages' präsentiert sich die Aktie mit einem Minus von rund 1,20% schwächer und notiert bei 139,20 EUR. Aus charttechnischer Sicht würde sich bei einem Überwinden der Marke von 140,50 EUR ein Kaufsignal generieren.

    Lufthansa – Ab in den Süden

    Steigende Zahlen aufgrund der Delta-Variante und die Verkündung der Europäischen Kommission, dass sie den Mitgliedsländern wieder schärfere Einschränkungen für Reisende aus den USA empfiehlt, lassen Fluglinien weiter im Ungewissen. Der Aktienkurs der Lufthansa spricht eine deutliche Sprache. Nach einer zwischenzeitlichen Erholung, die bis knapp 13 EUR lief, fliegt die Airline inzwischen wieder Richtung Süden und notiert bei 8,50 EUR auf einem neuen Jahrestief. Nächster Zwischenstopp ist der Unterstützungsbereich bei 8 EUR. Ein Einstieg drängt sich auf aktuellem Niveau nicht auf.


    Die Corona-Pandemie mit immer neuen Mutationen lässt die Wirtschaft weiterhin im Ungewissen. Ein Investment in Airlines ist aktuell mehr als riskant. Durch weitere Konjunkturpakete und eine ultralockere Geldpolitik sind die Voraussetzungen für Aktien und auch Edelmetalle bestens. Die Aktie des Minenexplorers Barsele Minerals bietet durch das gleichnamige Projekt enorme Entwicklungsmöglichkeiten.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Stefan Feulner

    Stefan Feulner

    Stefan Feulner besitzt rund 30 Jahre Kapitalmarkterfahrung, war unter anderem als CEO eines börsennotierten VC-Unternehmens und im Beteiligungs- und Fondsmanagement tätig.

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