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17.03.2026 | 04:00

Und dann plötzlich aufwärts! Ausverkaufspreise bei Oracle, Aspermont und Alibaba nutzen

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Bildquelle: pixabay.com

Verrückte Zeiten! Momentan sind die täglichen Nachrichten zu 70 % von Geopolitik geprägt. Wer verliert da nicht schon manchmal die Aktien aus dem Blick? Nachvollziehbar ist das schon, denn mit dem großen humanen Leid verschwindet ab und zu die Lust zur Gewinnmaximierung im Depot. Dennoch sollten Anleger die vielen Chancen dieser enormen Volatilität nicht aus den Augen verlieren. Der australische News-, Datenbank- und KI-Spezialist für den Rohstoffsektor, Aspermont, hat derzeit die größte Schlagzahl im Sektor Ressourcen zu bewältigen, das Geschäft brummt. Über den Tellerrand hinausblickend stehen auch die Cloudriesen Oracle und Alibaba im Rampenlicht. Die Charts zeigen langjährige Tiefststände auf. Kaufen, wenn die Kanonen donnern! Vielleicht ein guter Rat in diesen Tagen.

Lesezeit: ca. 5 Min. | Autor: André Will-Laudien
ISIN: ASPERMONT LTD. | AU0000458002 , ORACLE CORP. DL-_01 | US68389X1054 , ALIBABA GR.HLDG SP.ADR 8 | US01609W1027

Inhaltsverzeichnis:


    Oracle – Nach dem KI-Hype ist vor dem Cloud-Revival

    Nach einem ordentlichen Ritt durch den Aufbau von Künstlicher Intelligenz werden Oracle-Aktionäre von einem 60 %-Kurssturz überrollt. Zwar präsentierte der Konzern von Gründerfigur Larry Ellison starke Cloud-Zahlen, doch Milliardeninvestitionen und steigende Schulden entwickeln sich zum bilanziellen Risiko. Wesentliche Treiber des 2025er Hypes waren die steigende Nachfrage nach Cloud-Infrastruktur sowie der Hype um generative KI, also jener Form künstlicher Intelligenz, die aus gelernten Daten neue Inhalte wie Texte, Bilder, Musik oder Code selbst erzeugen kann, statt nur vorhandene Informationen auszuwerten. Oracle galt als maßgeblicher Profiteur dieser Entwicklung, da sich der Konzern als spezialisierter Anbieter für datenintensive KI-Workloads mit enger Integration zur eigenen Datenbank positioniert hat. Man bot den KI-hungrigen Kunden ein Maximum an Rechenleistung, Speicher, Netzwerke und GPU-Cluster für die intensive KI-Nutzung, alles im Kontext gut laufender Datenbanken und Unternehmensanwendungen.

    Ganze 200 % auf 345 USD konnte die Aktie bis September 2025 auf 345 USD zulegen, doch die Euphorie wich der Skepsis wegen der enormen Investitionen, die Oracle in den Ausbau seiner Cloud-Infrastruktur stecken musste. Kunden hatten mit ihren Wünschen eine Nachfrage erzeugt, die kaum zu bedienen war. Oracle war gezwungen, in modernste Rechenzentren zu investieren, die die entsprechende KI-Hardware und Hochleistungsserver bereitstellen konnten. Das waren keine Peanuts, sondern richtige Großprojekte, für die man zunächst in Vorleistung gehen musste. In 3 kumulierten Jahren betragen diese Investitionen rund 80 Mrd. USD, das ist ein Fünftel der aktuellen Marktkapitalisierung. Ein Problem wird daher auch in der aktuellen Nettoverschuldung von 125 Mrd. USD gesehen, die Credit Spreads sind respektive stark gestiegen. Analysten hatten mit großen Abstufungen für einen Abverkauf der Aktie gesorgt, aktuell beträgt das durchschnittliche 12-Monatskursziel 253,50 USD, knapp 100 USD höher als die letzte Notiz. 31 von 43 Analysten halten den Daumen wieder nach oben. Es wird also wieder ein Morgen geben für den leidenschaftlichen Segler und Großaktionär Larry Ellison! Geduld ist aber gefragt.

    Aspermont Ltd. – Mit optimierter Aktienzahl vor fulminantem Neustart

    Wir haben bereits einige Male über die Aktie von Aspermont Ltd. berichtet. Nach einigen investiven Jahren steht das Unternehmen jetzt besser da denn je. Investoren und Analysten erwarten daher einen bemerkenswerten Neustart am Kapitalmarkt. Das Unternehmen hat eine strategische Aktienzusammenlegung im Verhältnis 1:250 umgesetzt, um den bisherigen Cent-Titel strukturell neu zu positionieren. Durch diesen Reverse Split verändert sich zwar die Marktkapitalisierung von rund 23 bis 24 Mio. AUD nicht, doch der optisch höhere Kurs dürfte die Aktie für institutionelle Investoren handelbarer machen und das bisherige Penny-Image aufbrechen. Vor allem Institutionelle werden diesen Schritt begrüßen.

    Die Maßnahme steht im Kontext einer tiefgreifenden Transformation. Aspermont hat sich in den vergangenen Jahren vom klassischen Fachverlag zu einer datengetriebenen Intelligence-Plattform für den globalen Rohstoff-, Energie- und Agrarsektor entwickelt. Kern des Geschäfts ist ein einzigartiges Branchenarchiv mit rund 190 Jahren Fachpublizistik, das digital strukturiert und mit aktuellen Projektdaten kombiniert wird. Daraus entstehen datenbasierte Analyse- und Entscheidungsprodukte, die im Abonnement-Modell vermarktet werden. Ein zentrales Produkt dieser Strategie ist die Plattform Mining-IQ, welche historische Daten mit aktuellen Projektinformationen und KI-gestützten Analysemodellen verbindet. Zielgruppe sind Entscheidungsträger aus Bergbau- und Industrieunternehmen, die auf dieser Basis Investitionsrisiken, Projektentwicklungen oder ESG-Parameter systematisch analysieren können. Bislang ist das Interesse groß, selbst Rio Tinto hat schon ein größeres Ticket gelöst.

    Die Zahlen aus 2025 spiegeln noch den anstrengenden Anpassungsprozess wider. So sank der Umsatz auf rund 15,4 Mio. AUD, während auch das EBITDA mit etwa –1,06 Mio. AUD noch negativ blieb. Diese Entwicklung reflektiert vor allem Investitionen in Plattformtechnologie, Datenstrukturierung und Vertrieb sowie die strategische Bereinigung weniger profitabler Geschäftsbereiche. Nun sollten die Bücher aber sauber sein, denn mittelfristig erwarten Analysten eine deutliche operative Verbesserung. Die Umsätze sollen bis 2028 auf über 21 Mio. AUD steigen, während das EBITDA schrittweise in den positiven Bereich drehen dürfte. Treiber dieses Turnarounds sind vor allem wiederkehrende Abonnementerlöse, höhere Vertragsvolumina bei Unternehmenskunden sowie zusätzliche Daten- und Analyseprodukte. Gestern quotierte der Handel erste Taxierungen um 1,30 EUR. Das Analysehaus GBC vergibt ein „Kaufen“-Votum mit einem Kursziel von 5,00 AUD (3,03 EUR). Die Chancen für einen schnellen Verdoppler stehen gut!

    IIF-Moderatorin Lyndsay Malchuk hat den Unternehmensgründer und CEO Alex Kent zu den Zukunftsperspektiven befragt.

    https://youtu.be/w98Z4lf1dJ0

    Alibaba – Zwischen KI-Boom und politischem Druck

    Die Aktie der Alibaba Group Holding Ltd. ist in den letzten Monaten wahrlich Achterbahn gefahren! Das Unternehmen zählt zu den bedeutendsten Technologietiteln aus China und verbindet erhebliches Wachstumspotenzial mit einer dominierenden Marktposition im chinesischen E-Commerce, in dem Plattformen wie Taobao und Tmall weiterhin enorme Nutzerzahlen und stabile Handelsvolumina generieren. Zusätzlich gewinnt die Cloud-Sparte zunehmend an strategischer Bedeutung, da steigende Nachfrage nach künstlicher Intelligenz und Rechenleistung langfristig hohe Wachstumsraten ermöglichen könnte.

    Analysten sehen insbesondere im Ausbau datenbasierter Dienstleistungen und KI-Anwendungen einen wichtigen Treiber für steigende Margen. Gleichzeitig bleibt das Unternehmen jedoch stark von der wirtschaftlichen Entwicklung in China abhängig, was das Konsumgeschäft empfindlich gegenüber Konjunkturschwächen macht. Hinzu kommen politische Risiken, da regulatorische Eingriffe der Regierung in den Technologiesektor in der Vergangenheit wiederholt zu starken Kursschwankungen geführt haben. Auch hohe Investitionen in Cloud-Infrastruktur, Logistik und neue Technologien belasten kurzfristig die Profitabilität. Analysten bewerten aber die langfristigen Wachstumsfelder Cloud und KI weiterhin als sehr attraktiv. Auf der Plattform LSEG gibt es 36 Kaufempfehlungen, sie summieren sich auf ein Kursziel von 197 USD. Gestern stand der Titel auf einem 6-Monatstief bei 137 USD. Wenn die Schätzungen für 2026e stimmen, notiert der Titel gerade mit einem KGV von 8,2 – so günstig gab es den wohl bekanntesten China-Titel noch nie.

    Eine Performance von fast 170 % konnte Aspermont in den letzten 12 Monaten aufs Parkett legen. Da haben die Tech-Riesen Oracle und Alibaba mit Quasi-Nullrenditen das Nachsehen. Quelle: LSEG vom 16.03.2026

    Die Aktienmärkte bewegen sich derzeit in einer Phase mit gesteigerter Volatilität, während branchenspezifische Entwicklungen und narrative Investmentthemen weiterhin im Fokus stehen. Aspermont wirkt hervorragend aufgestellt, Oracle und Alibaba spalten hingegen die Meinungen bezüglich des nahen Kursverlaufs. Mit den letzten Abwärtsbewegungen zeigen beide nun aber ein deutlich günstigeres Chance-Risiko-Verhältnis.


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    Der Autor

    André Will-Laudien

    Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

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    Weitere Kommentare zum Thema:

    Kommentar von André Will-Laudien vom 16.03.2026 | 04:30

    Wird Gold mit Ziel 10.000 USD zur Überlebensstrategie? Achtung bei TUI, Lufthansa, DRC Gold und Porsche

    • Gold
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    Was haben Ed Yardeni, Chris Wood und Thomas Kaplan gemeinsam? Sie nahmen in den letzten Monaten das Kursziel 10.000 USD für Gold in den Mund. Herr Yardeni hat Yardeni Research gegründet und sieht eine globale Entwertung von Währungen, sein Kursziel soll 2028 bis 2029 erreicht werden. Chris Wood ist Global Head of Equity Strategy beim Analysehaus Jefferies. Er hält die fünfstellige Bewertung des gelben Metalls in etwa 5 Jahren für möglich. Gründe sind ein struktureller Bullenmarkt, geopolitische Unsicherheiten und zunehmende Notenbankkäufe. Und schließlich sieht Thomas Kaplan von der Electrum Group dieses Ziel als realistisch an, wenn Gold als monetäre Reserve wiederentdeckt wird. Alles nachvollziehbar, ob es so kommt, wissen wir aktuell nicht. Viele genannte Faktoren sind aber schon heute ersichtlich. Wir blicken über den Tellerrand und erweitern den Blick auf Tourismus und Luxus, neben dem stark gestiegenen Gold eher im Abseits aber nicht minder interessant.

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    Kommentar von Armin Schulz vom 12.03.2026 | 05:30

    KI frisst Strom und Sie ernten die Rendite: Mit Exxon Mobil, Standard Uranium und Nordex

    • Exxon Mobil
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    Die Stromnachfrage explodiert angetrieben von der Elektrifizierung und dem Kampf um die Vorherrschaft bei Künstlicher Intelligenz. Regierungen und Konzerne suchen händeringend nach Lösungen, um Rechenzentren rund um die Uhr zu versorgen. Das alte Dogma der Klimaneutralität weicht einer pragmatischen Neuausrichtung. Jede verfügbare Kilowattstunde zählt, ob fossil, nuklear oder erneuerbar. Aus diesem Spannungsfeld zwischen Versorgungssicherheit und Technologiewettbewerb ergeben sich derzeit drei vielversprechende Anlagemöglichkeiten, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Während der US-Ölriese Exxon Mobil von der Rückbesinnung auf fossile Energien profitiert setzt Standard Uranium auf die nukleare Renaissance und Nordex auf die Windkraft als unverzichtbaren Baustein im künftigen Energiemix.

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    Kommentar von Armin Schulz vom 06.03.2026 | 05:20

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    In der Welt der Batterie-Startups ist der Weg von der vielversprechenden Laborformel zum ausgelieferten Produkt gespickt mit Fallstricken. Technologieversprechen verpuffen, Produktionshochläufe stocken, Kunden springen ab. Es ist ein Geschäft des Vertrauensverlusts. Umso bemerkenswerter ist die Entwicklung, die ein kanadisches Unternehmen mit Sitz in Toronto in den letzten Monaten hingelegt hat. NEO Battery Materials scheint die übliche Fehlerliste systematisch abzuarbeiten und verwandelt dabei Schritt für Schritt ihre Forschungsergebnisse in greifbare Substanz. Wer die jüngsten Meldungen verfolgt, erkennt, dass das Management einen klaren Plan verfolgt und dabei das Risiko für Aktionäre minimiert.

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