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05.12.2025 | 05:30

Vom Antimon zum Kriegsschiff: Die Wertschöpfungskette nutzen mit Antimony Resources, der RENK Group und TKMS

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Bildquelle: pixabay.com

Geopolitische Spannungen befeuern einen historischen Rüstungsboom und katapultieren die Nachfrage nach Hightech und kritischen Rohstoffen. Antimon wird als strategisches Metall für Verteidigungstechnologien immer wertvoller. Diese einzigartige Konstellation schafft außergewöhnliche Wachstumspfade entlang der gesamten Wertschöpfungskette, von der Rohstoffsicherung über spezialisierte Komponenten bis hin zu komplexen Marinesystemen. Drei Schlüsselplayer sind dabei, diese neue Realität zu gestalten: Antimony Resources, die RENK Group und TKMS.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Armin Schulz
ISIN: ANTIMONY RESOURCES CORP | CA0369271014 , RENK Group AG | DE000RENK730 , TKMS AG & CO KGAA | DE000TKMS001

Inhaltsverzeichnis:


    Antimony Resources - warum ein Nischenmetall wichtig ist

    Während sich die Börse oft auf Lithium oder Kupfer stürzt entwickelt sich im Hintergrund eine interessante Story um ein weniger beachtetes Metall: Antimon. Die strategische Bedeutung dieses Elements wächst, da die globalen Lieferketten unter politischem Druck stehen. Antimony Resources rückt mit einem vielversprechenden Projekt in den Fokus, das genau diese Marktlücke bedienen könnte. Für Investoren, die auf kritische Rohstoffe setzen, lohnt ein genauerer Blick. Antimon ist kein Nischenprodukt für eine einzelne Industrie. Es ist unverzichtbar in flammhemmenden Materialien für die Verteidigungsindustrie, gewinnt in Batterietechnologien für Energiespeicher an Bedeutung und dient als kritischer Dotierstoff in der Halbleiterfertigung.

    Für das Unternehmen geht es nun darum, mit den nächsten Bohrungen den Schritt von einem vielversprechenden Explorationsprojekt hin zu einer definierten, wirtschaftlich abbaubaren Ressource zu schaffen. Das Unternehmen treibt daher die Exploration seines Flaggschiffprojekts Bald Hill in Neubraunschweig zügig voran. Das laufende Bohrprogramm hat in jeder Tiefbohrung Antimon angetroffen und die bekannte Mineralisierungszone erfolgreich nach Norden und Süden erweitert. Ein neuer technischer Bericht schätzt das enthaltene Metallpotenzial nun auf bis zu 108.000 t, das wäre etwa eine Verdopplung gegenüber früheren Einschätzungen. Die Ressource bleibt in alle Richtungen offen, was weiteres Potenzial signalisiert.

    Die Angebotsseite für Antimon ist außergewöhnlich angespannt. China kontrolliert traditionell den Großteil der Produktion und hat seine Exporte stark eingeschränkt. Gleichzeitig fehlen in Nordamerika und Europa eigene nennenswerte Förderquellen, obwohl die Nachfrage aus Schlüsselindustrien steigt. Diese massive Abhängigkeit von wenigen, politisch sensiblen Lieferländern verleiht neuen, verlässlichen Projekten in stabilen Regionen wie Kanada einen strategischen Wert, der über den reinen Rohstoffpreis hinausgeht. Um das Projekt zügig voranzutreiben hat das Unternehmen eine Privatplatzierung zu 0,45 CAD angekündigt und will damit rund 10 Mio. CAD einnehmen. Die Aktie notiert aktuell mit 0,51 CAD über dem Angebotspreis der Finanzierung, was als gutes Zeichen zu werten ist.

    RENK Group - Getriebespezialist setzt auf Rüstung

    Die RENK Group zeigt sich weiter im Höhenflug. Die aktuellen Neunmonatszahlen belegen einen ungebremsten Wachstumskurs, angetrieben vor allem vom Verteidigungsgeschäft. Der Umsatz stieg um gut 19 % auf 928 Mio. EUR, das operative Ergebnis sogar um mehr als 25 %. Entscheidend ist der prall gefüllte Auftragsbestand von 6,4 Mrd. EUR, der langfristige Sichtbarkeit schafft. Damit liegt das Unternehmen voll im Trend der globalen Rüstungshochkonjunktur und bestätigt seine Jahresprognose. Diese solide Basis gibt dem Management Planungssicherheit für die kommenden Investitionen.

    Die Strategie ist klar. RENK fokussiert sich künftig noch konsequenter auf das Defense-Geschäft, dessen Anteil bis 2030 auf rund 90 % steigen soll. Neben der starken Nachfrage in Europa und den USA zielt das Unternehmen auf Expansion in Osteuropa und baut dort lokale Servicekapazitäten aus. Parallel stärkt RENK seine Präsenz im Marinesegment, sowohl durch die Integration des US-amerikanischen Tochterunternehmens als auch mit aktuellen Aufträgen für hochmoderne Getriebe in Fähren. Dieser Zwei-Säulen-Ansatz zwischen Land- und Marinegeschäft diversifiziert die Wachstumsquellen.

    Das operative Rückgrat bildet eine effiziente Produktion. Mit einem neuen modularen Fertigungskonzept am Stammsitz in Augsburg soll die Kapazität deutlich ausgeweitet werden. Diese operative Exzellenz ist Grundlage für die ambitionierten finanziellen Ziele, einschließlich einer angestrebten EBIT-Marge von über 20 % bis zum Ende des Jahrzehnts. Für Investoren stellt sich RENK damit als klar positionierter Profiteur der aktuellen geopolitischen Lage dar. Die geplante Steigerung der Kapitalrendite auf über 20 % unterstreicht diesen wertorientierten Kurs zusätzlich. Derzeit ist die Aktie für 49,50 EUR zu haben.

    TKMS - schafft Sprung in den MDAX

    Der schnelle MDAX-Aufstieg von Thyssenkrupp Marine Systems signalisiert mehr als nur eine formale Index-Neugewichtung. Nur zwei Monate nach dem Börsengang wird der Marinespezialist am 22. Dezember in den deutschen Mittelstandsindex (MDAX) aufgenommen. Diese ungewöhnlich rasche Integration unterstreicht das starke Marktvertrauen in das eigenständig gewordene Unternehmen. Für Investoren bietet sich damit ein direkterer Zugang zu einem der führenden europäischen Anbieter im maritimen Verteidigungssektor.

    Das operative Rückgrat des Unternehmens ist ein beeindruckender Auftragsbestand von rund 18,6 Mrd. EUR. Dieser hat sich binnen 5 Jahren verdreifacht und sorgt für planbare Auslastung bis weit in die 2040er Jahre. Neben Großprojekten für die deutsche Marine, wie den neuen U-Booten der Klasse 212CD, punkten internationale Geschäfte. Nachbestellungen aus Singapur und vielversprechende Verhandlungen in Ländern wie Indien oder Kanada deuten auf weiteres Wachstumspotenzial in einem global angespannten sicherheitspolitischen Umfeld.

    Trotz der robusten Fundamentaldaten bewegt sich die Aktie deutlich unter ihrem Debüthoch. Geopolitische Unsicherheiten und eine ambitionierte Bewertung erfordern von Investoren eine nüchterne Betrachtung. Zudem könnte die aktuelle Diskussion um alternative Lösungen beim deutschen Fregattenprogramm F126 kurzfristig für Volatilität sorgen, bietet TKMS aber auch potenzielle Chancen. Entscheidend für die weitere Bewertung werden die anstehenden Jahreszahlen sein, die Einblick in Umsatz- und Gewinndynamik geben müssen. Momentan kostet eine Aktie 64,65 EUR.


    Die geopolitischen Spannungen befeuern eine einzigartige Wertschöpfungskette vom Rohstoff bis zum fertigen Kriegsschiff. Antimony Resources wird durch sein kanadisches Projekt zum strategischen Player für die kritische Rohstoffsicherung. Die RENK Group wächst ungebremst, angetrieben von der globalen Rüstungskonjunktur und einem prall gefüllten Auftragsbuch. TKMS bietet mit seinem milliardenschweren Auftragsbestand langfristige Planungssicherheit im Marinesektor. Zusammen bilden sie eine starke Kette in einer unsicheren Welt.


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    Der Autor

    Armin Schulz

    Der gebürtige Mönchengladbacher studierte Betriebswirtschaftslehre in den Niederlanden. Im Zuge des Studiums kam er erstmals mit der Börse in Kontakt. Er hat mehr als 25 Jahre Erfahrung bei Börsengeschäften.

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