Menü schließen




25.05.2023 | 05:05

Vorsicht bei TUI und Varta! Aktie von Smartbroker Holding mit 85 % Kurspotenzial!

  • Technologie
  • Online Brokerage
  • Wachstum
  • Elektromobilität
  • Tourismus
Bildquelle: pixabay.com

Mit rund 6 EUR notiert die TUI-Aktie auf einem Allzeittief. Ist jetzt der Zeitpunkt zum Einstieg beim Touristikkonzern gekommen? Ein Analyst warnt davor und hält eine nochmalige Kursdrittelung für möglich. Vorsicht auch bei Varta. Die einstige deutsche Batteriehoffnung kämpft ums Überleben. Analysten halbieren das Kursziel und raten zum Verkaufen der Aktie. Und auch die Aktionärsvereinigung SdK schlägt Alarm. Ein Totalverlust könne nicht ausgeschlossen werden. Statt ins fallende Messer zu greifen, lohnt sich der Fokus auf Aktien im Aufwärtstrend wie beispielsweise bei der Smartbroker Holding. Die Aktie gehört zu den Highflyern des laufenden Jahres und Analysten halten weitere Kurssteigerungen von über 80 % für möglich. Dank der neuen App könnte sich das EBITDA mehr als verzehnfachen.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Fabian Lorenz
ISIN: SMARTBROKER HOLDING AG | DE000A2GS609 , TUI AG NA O.N. | DE000TUAG505 , VARTA AG O.N. | DE000A0TGJ55

Inhaltsverzeichnis:


    Smartbroker Holding: 10x beim EBITDA?

    Die Aktie der Smartbroker Holding AG gehört zu den Highflyern des laufenden Jahres am deutschen Aktienmarkt. Die Gruppe betreibt den Smartbroker – einen mehrfach ausgezeichneten Online-Broker – und reichweitenstarke Börsenportale. Seit dem Jahreswechsel legte das Wertpapier fast 60 % zu. Und es ist noch mehr drin. Gleich mehrere Analystenhäuser empfehlen die Aktie zum Kauf. Am optimistischsten ist GBC Research mit einem Kursziel von 17,70 EUR. Die Analysten von Montega halten 14 EUR für realistisch – immerhin auch über 50 % Kurspotenzial. Beim Kurstrigger sind sich die Analysten einig: Der Relaunch des Smartbrokers Mitte 2023. Dieser soll neue Kunden anlocken und neue Einnahmequellen erschließen.

    Dass man den Veröffentlichungstermin der App halten kann, bestätigte das Management des Smartbrokers auf den Investorenkonferenzen der vergangenen Wochen in Frankfurt und München. Im Juli soll der Beta-Test erfolgen und im August dann der offizielle Launch. Mit der neuen App sind große Hoffnungen verbunden. Zum einen soll es die modernste, einfachste und intuitivste Broker-App am Markt sein. Außerdem können Kunden auch neue Anlageklassen handeln wie beispielsweise Kryptowährungen wie Bitcoin & Co. Durch den Wechsel der im Hintergrund abwickelnden Bank von der BNP Paribas zur Baader Bank erschließt der Smartbroker auch zusätzlich Einnahmequellen. So wird man unter anderem an den Zinseinnahmen durch das „Parken“ der Kundenguthaben bei der EZB beteiligt. In der Summe soll dies zu einem deutlichen Umsatz- und Ertragswachstum in den kommenden Jahren führen. GBC Research erwartet schon 2024 einen Umsatz von 66,75 Mio. EUR (2023: 52,70 Mio. EUR). Das EBITDA soll sich in 2024 im Vergleich zu 2023 von 1,04 Mio. EUR auf 13,97 Mio. EUR mehr als verzehnfachen und dann in 2025 nochmals auf 20,68 Mio. EUR klettern. Das KGV soll von 35,77 in 2024 auf 15,18 in 2025 sinken. zum Research

    Laut GBC wird Smartbroker 2024 und 2025 bei Umsatz und Gewinn deutlich zulegen. Quelle: GBC Research

    Varta: SdK mit Horrorszenario

    Von solchen Wachstumsperspektiven können Varta-Aktionäre derzeit nur träumen. Der Batterie-Pionier kämpft mit einem erodierenden Kerngeschäft und Liquiditätsproblemen. Gestern hat die Aktie noch mal über 9 % an Wert verloren und notiert inzwischen unter 17 EUR. Aus Sicht von Goldman Sachs ist der Kurs immer noch zu hoch. Die Analysten haben gestern das Kursziel von 30 EUR auf 15 EUR halbiert. Die Empfehlung wurde von "Neutral" auf "Sell" angepasst. Die ehemalige deutsche Batterie-Hoffnung kämpfe im Kerngeschäft mit Lithium-Ionen-Knopfzellen mit Überkapazitäten. Daher sei es alles andere als ausgeschlossen, dass das Unternehmen die eigenen Prognosen verfehlen könnte. Noch kritischer sieht die Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK) die Zukunftsperspektiven. In einem Youtube-Beitrag wurde Varta kritisch durchleuchtet und auf zahlreiche Probleme hingewiesen. Neben den bereits erwähnten Problemen im Kerngeschäft wären das beispielsweise die massiven Aktienverkäufe des Großaktionärs. Auch die letzte Kapitalerhöhung sei eher ein Tropfen auf den heißen Stein. Schon der negative Cashflow im ersten Quartal übersteige den Mittelzufluss aus der Kapitalerhöhung. Eine Insolvenz und damit der Totalverlust für Aktionäre könne zumindest nicht ausgeschlossen werden zum Youtube-Beitrag.

    TUI-Aktie: Kursziel 2,10 EUR?

    Wie Varta gehört auch die TUI-Aktie zu den beliebtesten deutschen Aktien und gleichzeitig zu den Sorgenkindern. Nach dem Absturz der vergangenen Monate fragen sich viele Anleger: Ist die TUI-Aktie bei 6 EUR nicht ein Schnäppchen? Immerhin schießen die Preise für Urlaubsreisen in der jetzt beginnenden Sommersaison nach oben. Und die TUI-Aktie stand noch vor wenigen Monaten bei 20 EUR. Dennoch sind zumindest Analysten weiter skeptisch. Für Bernstein Research ist TUI derzeit ein "Market-Perform". Das Kursziel liegt bei 5,90 GBP und damit etwa auf dem aktuellen Kursniveau. Deutlich kritischer ist Jefferies. Nach den Quartalszahlen stufen die Analysten die TUI-Aktie weiterhin mit "Underperform" ein. Das Kursziel liegt bei 2,10 EUR. Damit könnte sich die Aktie nochmals fast dritteln. Mit Blick auf den Sommer sind die Analysten durchaus optimistisch, was die operative Entwicklung des Reisekonzerns angeht. Die Liquidität im Konzern sei aber weiterhin ein nicht zu unterschätzendes Risiko.


    Bei TUI und Varta kann man vom Griff ins fallende Messer eigentlich nur abraten. Eine Gegenbewegung ist zwar jederzeit möglich und für Zocker interessant, aber insbesondere die Liquiditätsschwierigkeiten müssen von beiden Unternehmen gelöst werden. Da erscheint die Smartbroker-Aktie attraktiver. Sie befindet sich in einem Aufwärtstrend, die Probleme bei der Entwicklung der neuen App scheinen gelöst zu sein und in den kommenden Jahren winken deutliche Umsatz- und Ertragssprünge.


    Interessenskonflikt

    Gemäß §85 WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH (nachfolgend „Relevante Personen“) ggf. künftig Aktien oder andere Finanzinstrumente der genannten Unternehmen halten oder auf steigende oder fallende Kurse setzen werden und somit ggf. künftig ein Interessenskonflikt entstehen kann. Die Relevanten Personen behalten sich dabei vor, jederzeit Aktien oder andere Finanzinstrumente des Unternehmens kaufen oder verkaufen zu können (nachfolgend jeweils als „Transaktion“ bezeichnet). Transaktionen können dabei unter Umständen den jeweiligen Kurs der Aktien oder der sonstigen Finanzinstrumente des Unternehmens beeinflussen.

    Die Apaton Finance GmbH ist daneben im Rahmen der Erstellung und Veröffentlichung der Berichterstattung in entgeltlichen Auftragsbeziehungen tätig.

    Es besteht aus diesem Grund ein konkreter Interessenkonflikt.

    Die vorstehenden Hinweise zu vorliegenden Interessenkonflikten gelten für alle Arten und Formen der Veröffentlichung, die die Apaton Finance GmbH für Veröffentlichungen zu Unternehmen nutzt.

    Risikohinweis

    Die Apaton Finance GmbH bietet Redakteuren, Agenturen und Unternehmen die Möglichkeit, Kommentare, Interviews, Zusammenfassungen, Nachrichten u. ä. auf www.inv3st.de zu veröffentlichen. Diese Inhalte dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine Handlungsaufforderung oder Empfehlungen dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die Inhalte ersetzen keine individuelle fachkundige Anlageberatung und stellen weder ein Verkaufsangebot für die behandelte(n) Aktie(n) oder sonstigen Finanzinstrumente noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von solchen dar.

    Bei den Inhalten handelt es sich ausdrücklich nicht um eine Finanzanalyse, sondern um journalistische oder werbliche Texte. Leser oder Nutzer, die aufgrund der hier angebotenen Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln vollständig auf eigene Gefahr. Es kommt keine vertragliche Beziehung zwischen der der Apaton Finance GmbH und ihren Lesern oder den Nutzern ihrer Angebote zustande, da unsere Informationen sich nur auf das Unternehmen beziehen, nicht aber auf die Anlageentscheidung des Lesers oder Nutzers.

    Der Erwerb von Finanzinstrumenten birgt hohe Risiken, die bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die von der Apaton Finance GmbH und ihre Autoren veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältiger Recherche, dennoch wird keinerlei Haftung für Vermögensschäden oder eine inhaltliche Garantie für Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der hier angebotenen Inhalte übernommen. Bitte beachten Sie auch unsere Nutzungsbedingungen.


    Der Autor

    Fabian Lorenz

    Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.

    Mehr zum Autor



    Weitere Kommentare zum Thema:

    Kommentar von André Will-Laudien vom 21.05.2026 | 04:45

    150 % Chance und Risiko zugleich! Kobo Resources goldgerändert, TUI, Easyjet und Lufthansa attraktiv bewertet

    • Gold
    • Edelmetalle
    • Reisen
    • Tourismus
    • Rohstoffe

    Mit extremen Volatilitäten in 2026 bleibt eine Sache klar: Gold dient als Depot-Stabilisator. Denn in einem Umfeld steigender Inflation, anziehender Zinsen und galoppierender Rohstoffpreise haben sich Edelmetalle bislang hervorragend geschlagen. Mit dem Iran-Konflikt mussten vor allem Reise- und Touristiktitel abgeben, denn sie litten unter sinkender Reiselust, kleinerer Haushaltsbudgets und letztlich unter den hohen Treibstoffpreisen. Wer aber über den Tellerrand hinausblickt, erkennt: Krisen sind eine temporäre Erscheinung, die angstgetriebenen Bewertungsabschläge somit mittelfristige Kaufanreize. Für risikobewusste Anleger ergeben sich in diesen Szenarien Investitionsmöglichkeiten, die man unter normalen Umständen nicht erwarten darf. So notiert die Deutsche Lufthansa rund 30 % unter ihrem Buchwert und TUI wird mit einem KGV von etwa 5 gehandelt. Alles irrational? In aktueller Sicht nicht, langfristig aber definitiv. Hier gilt wohl das Motto: Kaufen, wenn die Kanonen donnern!

    Zum Kommentar

    Kommentar von Armin Schulz vom 20.05.2026 | 05:20

    Verpassen Sie nicht den Einstiegspunkt: BYD, dynaCERT und Plug Power – drei Hebel für emissionsfreie Mobilität ab 2026

    • BYD
    • dynaCERT
    • Plug Power
    • Elektromobilität
    • Blade Batterie
    • Wasserstoff
    • Dieselmotoren
    • CO2-Zertifikate
    • Elektrolyseure
    • grüner Wasserstoff

    Die zweite, reifere Wasserstoff-Welle ist keine Spekulation mehr. 2026 läuten Politik und Industrie die Ära der emissionsfreien Mobilität ein mit massiven Milliarden-Förderungen für Elektroautos, fallenden Elektrolysekosten und serienreifen Brennstoffzellen-Lkw. Nach den ernüchternden Rückschlägen des frühen Hypes fließt Kapital jetzt in profitable Wertschöpfungsketten. Der Transportsektor wird zum größten Abnehmer. Wer frühzeitig auf die Gewinner dieser Transformation setzt, partizipiert direkt an einem strukturellen Aufschwung. Drei Vorreiter an vorderster Front, die unterschiedliche Hebel bedienen: der Elektrogigant BYD, der Nachrüstungsspezialist dynaCERT und der Wasserstoff-Vollversorger Plug Power.

    Zum Kommentar

    Kommentar von Armin Schulz vom 12.05.2026 | 05:30

    Verpassen Sie nicht die Rückkehr der industriellen Revolution: Mercedes-Benz, First Hydrogen und Rockwell Automation führen an

    • Mercedes-Benz
    • First Hydrogen
    • Rockwell Automation
    • autonomes Fahren
    • Elektromobilität
    • Wasserstoff
    • Robotik
    • SMRs
    • Automatisierung

    Die nächste Stufe der grünen Transformation erfasst zwei hartnäckige Emissionsquellen: den Schwerlastverkehr und die energieintensive Industrie. Grüner Wasserstoff ersetzt dort Diesel und Kohle, während fahrerlose Transportsysteme sowie autonome Roboter die Logistik und Fertigung revolutionieren. Entscheidend ist jedoch die intelligente Verknüpfung beider Technologien – erst sie schafft den Durchbruch zu emissionsfreien, effizienten Wertschöpfungsketten. Wer dieses Zusammenspiel früh erkennt, kann von milliardenschweren Zukunftsmärkten profitieren. Genau diese Vorreiterrolle beanspruchen sowohl Mercedes-Benz mit ihren autonomen Fahrkonzepten als auch First Hydrogen mit unbemannten Wasserstoff-Fahrzeugen sowie Rockwell Automation mit ihrer datengesteuerten Produktionsautomatisierung.

    Zum Kommentar