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17.09.2026 | 05:30

Barrick Mining, DRC Gold und B2Gold: Drei Goldhebel, mit denen Anleger jetzt vom nächsten Preisanstieg profitieren könnten

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Bildquelle: Pixabay

Gold ist längst mehr als ein Krisenschutz. Die Notenbanken kaufen weiter zu, während neue Minen Jahre brauchen, bis sie überhaupt etwas liefern. Dieses Missverhältnis spielt dem Goldpreis in die Karten. Doch wie profitiert man am besten davon? Wer physisches Gold hält, ist direkt am Preis beteiligt. Minenaktien können je nach Entwicklungsstufe deutlich stärker ausschlagen. Ob eine große laufende Produktion, neue Ressourcen oder eine ausbaufähige Förderung der bessere Weg ist, hängt vom einzelnen Unternehmen ab. Wir sehen uns daher an, wie unterschiedlich dieser Hebel bei Barrick Mining, DRC Gold und B2Gold ausfällt.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Armin Schulz
ISIN: BARRICK MINING CORPORATION | CA06849F1080 | NYSE: B , TSX: ABX , DRC GOLD CORP. | CA23347H1064 | CSE: DRC , B2GOLD CORP. | CA11777Q2099

Inhaltsverzeichnis:


    Barrick Mining – kräftiger Gewinnsprung, aber steigende Kosten

    Wer auf eine große laufende Förderung setzen will, braucht einen Produzenten, der heute zu den größten Produzenten der Welt gehört. Der heißt Barrick Mining. Der Konzern mit Sitz im kanadischen Toronto betreibt gemeinsam mit Newmont die Minen in Nevada. Hinzu kommen Pueblo Viejo in der Dominikanischen Republik und die Kupfermine Lumwana in Sambia. Für 2026 plant man die Förderung von 2,90 bis 3,25 Mio. Unzen Gold. In Mali ist zudem der Knoten geplatzt. Seit Ende 2025 führen die Kanadier die Mine Loulo-Gounkoto wieder selbst. Die Förderung steht. Die Probleme vor Ort sind gelöst.

    Am 10. August hat Barrick die Zahlen für das 2. Quartal vorgelegt. Je Unze erlöste man 4.417 USD. Zum Vergleich waren es ein Jahr zuvor 3.295 USD. Das ist ein Plus von 34 %. Der Umsatz wuchs um 44 % auf 5,29 Mrd. USD, der Nettogewinn um 50 % auf 1,22 Mrd. USD. Genau hier spielt der Goldpreis dem Unternehmen in die Karten. Doch als freier Cashflow blieben gerade einmal 141 Mio. USD, nach 212 Mio. USD. Mittlerweile einigte man sich mit Newmont im Streit um das Nevada Joint-Venture. Newmont zahlt 1,95 Mrd. USD in bar und bringt zusätzlich die Projekte Fiberline und Mike ein.

    Der Goldhebel wird durch die Kosten gebremst. Die All-in-Kosten je Unze Gold stiegen auf 1.866 USD, nach 1.684 USD im Vorjahr. Belastet haben höhere Treibstoffpreise und rückwirkende Abgaben samt Strafen in Mali. Bis der Konzern neue Goldvorkommen erschließt, vergeht auch hier Zeit. Für das Projekt Fourmile in Nevada ist der Abschluss der Vormachbarkeitsstudie erst für 2028 geplant. Ein nächster Prüfstein ist der Börsengang der nordamerikanischen Minen bis Jahresende. Am 2. September berichtete Bloomberg allerdings, Barrick erwäge eine Verschiebung auf 2027. Gelingt die Abspaltung noch 2026, wäre das ein großer Wurf, aber der Zeitplan wackelt.

    DRC Gold – Optionsvertrag für Giro und Nizi steht

    Am 1. September hat DRC Gold den nächsten Schritt im Kongo gemeldet. Die Kanadier haben einen Optionsvertrag unterzeichnet, der auf den 25. August datiert ist und die Vereinbarung vom Februar ersetzt. Damit können sie sich 55 % an Giro Goldfields sichern. Diese Projektgesellschaft hält das Giro-Projekt und soll zusätzlich die Lizenz für Nizi übernehmen. Bezahlt wird mit Aktien. 25 Mio. Stück wurden bereits im Mai ausgegeben, weitere 325 Mio. folgen nach Zustimmung der Aktionäre und der Börse CSE. Beide Seiten haben ihre Due Diligence abgeschlossen. Jetzt sind die Aktionäre am Zug.

    Das Giro-Projekt liegt rund 35 km westlich von Kibali. Die Kibali-Mine liefert nach Angaben von DRC Gold jedes Jahr mehr als 600.000 Unzen Gold. Für die Lagerstätte Kebigada gibt es eine historische Schätzung aus dem Jahr 2020 über 4,10 Mio. Unzen bei 1,03 g/t Gold. Mit neuen Bohrungen ließe sich diese Zahl auf einen aktuellen Standard heben. Nizi hat eine lange Geschichte. In der King Leopold Mine wurde zwischen 1913 und 1931 Gold gefördert. Abgebaut wurden aber lediglich zwei von bis zu sieben bekannten Quarzadern. Der Rest liegt seitdem im Dornröschenschlaf.

    Für einen Goldkonzern mit mehreren Minen sind ein paar Millionen Unzen mehr ein Posten unter vielen. Bei einem Explorer wie DRC Gold hängt dagegen fast die gesamte Bewertung an den Unzen, die sich bestätigen lassen. Gelingt die Bestätigung der Kebigada-Ressource nach dem kanadischen Standard NI 43-101 und treffen moderne Bohrungen auf Nizi auf Gold, könnte das Unternehmen in eine andere Liga aufsteigen. Zudem gibt der Vertrag DRC Gold Rechte, den Anteil an Giro Goldfields aufzustocken. Bei Moto Goldmines, einer früheren Station von CEO Klaus Eckhof, wurde innerhalb von vier Jahren eine Ressource von über 20 Mio. Unzen definiert. Auf der Liegenschaft von Moto Goldmines entstand die Kibali-Mine. Das zeigt, wie groß der Hebel ist.

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    B2Gold – mehr Umsatz, aber weniger Gold

    Die Goldproduktion von B2Gold verteilt sich auf mehrere Kontinente. Der Konzern betreibt Minen in Mali, auf den Philippinen, in Namibia und seit Kurzem auch im kanadischen Nunavut. Wichtigstes Standbein ist Fekola im Westen Malis, nach eigenen Angaben der größte Goldproduzent des Landes. Seit 2014 haben die Kanadier dort über 2,0 Mrd. USD investiert und beschäftigen mehr als 3.300 Mitarbeiter, rund 98 % davon aus Mali. Die Goose Mine in der Arktis wird dagegen noch hochgefahren. Der gestiegene Goldpreis spielt dem Unternehmen in die Karten. Das Fundament steht aber in Westafrika.

    Am 6. August legte B2Gold Zahlen zum 2. Quartal vor. Produziert wurden 203.648 Unzen Gold. Im Vorjahresquartal wurden noch 229.454 Unzen gefördert. Weil der erzielte Goldpreis von 3.290 auf 3.767 USD je Unze stieg, wuchs der Goldumsatz trotzdem auf 789,4 Mio. USD nach 692,2 Mio. USD. Doch auch die Gesamtkosten kletterten auf 2.356 USD je Unze nach 1.519 USD. Das bereinigte Ergebnis lag bei lediglich 41 Mio. USD. Zum Vergleich: im Vorjahr waren es 162,8 Mio. USD. Der große Wurf war das nicht. Parallel flossen 92 Mio. USD in Aktienrückkäufe.

    Am 7. August erteilte Mali die Abbaugenehmigung für Menankoto. Das Gebiet gehört zu Fekola Regional, das ab 2028 bis Mitte der 2030er Jahre über 150.000 Unzen jährlich liefern soll. Allerdings hält der Staat dort 35 %. Für 2026 grenzten die Kanadier ihre Prognose auf 820.000 bis 920.000 Unzen ein, zuvor lag die Obergrenze bei 970.000. Hauptgrund ist die Goose-Mine, die nach einem Brand im Brecher nur noch 170.000 bis 200.000 Unzen beitragen kann. Gelingt die Reparatur wie geplant im 3. Quartal, könnte bei Goose der Knoten platzen.


    Gold bleibt ein starker Hebel, doch die drei Titel stehen für ganz unterschiedliche Risikoprofile. Barrick Mining überzeugt mit Größe und Gewinnsprung, kämpft aber mit steigenden Kosten und wackelndem Börsenplan. DRC Gold bietet den größten Explorationshebel im Kongo, dessen Bewertung an der Bestätigung der großen Ressourcen hängt. B2Gold steigert den Umsatz, produziert aber weniger Gold und muss Goose sowie Mali im Griff behalten.


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    Der Autor

    Armin Schulz

    Armin Schulz

    Der gebürtige Mönchengladbacher studierte Betriebswirtschaftslehre in den Niederlanden. Im Zuge des Studiums kam er erstmals mit der Börse in Kontakt. Er hat mehr als 25 Jahre Erfahrung bei Börsengeschäften.

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