Menü schließen




11.08.2021 | 05:08

Deutsche Rohstoff, Robinhood, Kuka – Aufgepasst: Hier geht die Post ab!

  • Rohstoffe
  • Öl
  • Gas
Bildquelle: pixabay.com

Ein positives Börsenumfeld, eine gute Unternehmensentwicklung samt positivem Newsflow und eine günstige Unternehmensbewertung bilden die perfekte Grundlage, um in eine Aktie zu investieren. Manchmal dauert es ein wenig länger, bis der Markt eins und eins zusammenzählen kann – das ist die Chance für vorausschauende und informierte Investoren. In welcher Aktie steckt das größte Potenzial?

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Carsten Mainitz
ISIN: DT.ROHSTOFF AG NA O.N. | DE000A0XYG76 , KUKA AG | DE0006204407 , US7707001027

Inhaltsverzeichnis:


    DEUTSCHE ROHSTOFF AG – Analysten: Aktie hat Aufwärtspotenzial von rund 45%

    Kürzlich wurden mit der Vorlage der endgültigen Halbjahreszahlen die zuvor veröffentlichten Eckdaten bestätigt. Die Deutsche Rohstoff AG identifiziert, entwickelt und veräußert Rohstoffvorkommen in Nordamerika, Australien und Europa. Seit längerer Zeit bildet die Erschließung von Öl- und Gaslagerstätten in den USA den Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit.

    Die Experten des Researchunternehmens First Berlin erhöhten das Kursziel der Aktie deutlich von 17 EUR auf 24 EUR. Grund seien die stark gestiegenen Öl- und Gaspreise. Diese Entwicklung spiegelten sich nicht im Aktienkurs wider, so die Analysten. Der Konzern ist derzeit mit knapp 85 Mio. EUR bewertet.

    Im ersten Halbjahr konnten die Mannheimer den Konzerngewinn auf hohe 17,5 Mio. EUR steigern. Umso beeindruckender ist diese Zahl, da im Vorjahr noch ein Konzernfehlbetrag von 13,4 Mio. EUR verbucht werden musste. Das EBITDA stieg um mehr als das Doppelte auf 39,9 Mio. EUR (Vorjahr: 15,8 Mio. EUR). Angesichts eines anhaltend guten Ausblicks, erhöhte die Gesellschaft zudem die Guidance für das laufende und das nächste Geschäftsjahr deutlich. Dabei liegen die unterstellten Ölpreise in beiden Jahren unter dem aktuellen Preisniveau.

    Angesichts der hohen Profitabilität sank zudem die Nettoverschuldung deutlich und die Eigenkapitalquote legte merklich zu. Zwar ist das Öl- und Gasgeschäft Kern der Geschäftstätigkeit und somit Kern der Unternehmensbewertung, Anleger sollten aber nicht aus den Augen verlieren, dass der Konzern über ein attraktives Mining-Portfolio verfügt und zudem hohe Gewinne durch ein Trading-Portfolio generierte. Die Aktie ist extrem günstig bewertet.

    ROBINHOOD MARKETS INC – einfach zu teuer

    Erst wenige Wochen ist die Börsengeschichte des Unternehmens alt. Der Kurs hat sich seit dem IPO sehr volatil gezeigt. Der US-Neobroker, der eine ganze Branche prägte und auch in Deutschland als Vorbild für viele Gesellschaften gesehen werden kann, besitzt momentan eine Unternehmensbewertung von 47 Mrd. USD. Egal wie man es dreht und wendet, die Aktie ist hoffnungslos überteuert. Selbst die größten Optimisten sollten Schwierigkeiten haben, die Potenziale zu erkennen, die den Neobroker in Zukunft in diese Bewertung „hineinwachsen“ lassen.

    Im abgelaufenen Geschäftsjahr erzielte das Fintech einen Umsatz in Höhe von 959 Mio. USD, bei einem kleinen Gewinn von 7 Mio. USD. Per Ende März konnte Robinhood 18 Mio. Kunden zählen, wodurch ein Vermögen von 81 Mrd. USD verwaltete wurde. Das ist immerhin eine Vervierfachung der Assets gegenüber dem Vorjahreswert. Erst 2022 rechnen Analysten mit einem winzigen Unternehmensgewinn. In Summe stufen die Experten die Papiere mit dem Votum „Verkaufen“ ein. Zudem steht im Raum, dass bald mehrere Altgesellschafter sich von ihren Positionen trennen könnten.

    KUKA AG – stark steigende Kundennachfrage beschert exzellentes Quartalsergebnis

    In den letzten Tagen spurtete die Kuka-Aktie über 70 EUR. Die Deutschen gehören zu den weltweit führenden Anbietern von intelligenten Automatisierungslösungen. Gute Halbjahreszahlen verliehen dem Titel Rückenwind. Der Konzern verzeichnete eine steigende Nachfrage nach Robotik- und Automatisierungslösungen im zweiten Quartal. Im Berichtszeitraum legte der Umsatz um 48,5% auf 808,2 Mio. EUR zu. Das operative Ergebnis (EBIT) drehte enorm und lag bei 25,6 Mio. EUR nach einem Verlust in Höhe von 43,9 Mio. EUR im Vorjahr. Der Auftragseingang kletterte um 80,9% auf knapp 1 Mrd. EUR. Somit konnte in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres ein Auftragseingang von knapp 1,9 Mrd. EUR erzielt werden. Damit verzeichnete der Konzern den zweithöchsten Auftragseingang der Unternehmensgeschichte in einem ersten Halbjahr. „Unsere Fokusbereiche Robotik und Automatisierung sind gefragter denn je“, kommentierte Peter Mohnen, CEO der Kuka die Entwicklungen. „Dabei profitieren wir von KUKAs globaler Ausrichtung, mit starkem Wachstum in Asien und Nordamerika“, so der Unternehmenslenker weiter. Eine wirklich beeindruckende Leistung. Leider ist der Free Float ziemlich gering. Analysten halten den Titel für überbewertet. Die Börse sieht das jedoch offensichtlich anders. Der Markt hat bekanntlich ja immer recht.


    Ein gut laufendes Geschäft und eine moderate Unternehmensbewertung laden bei den Aktien von Deutsche Rohstoff und Kuka zum Kauf ein. Das KGV der Aktie der Deutsche Rohstoff dürfte im laufenden Geschäftsjahr auf rund 4 sinken. Unter den drei vorgestellten Titel ist die Gesellschaft unser Favorit. Robinhood sollten Anleger dagegen meiden.


    Interessenskonflikt

    Gemäß §85 WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH (nachfolgend „Relevante Personen“) ggf. künftig Aktien oder andere Finanzinstrumente der genannten Unternehmen halten oder auf steigende oder fallende Kurse setzen werden und somit ggf. künftig ein Interessenskonflikt entstehen kann. Die Relevanten Personen behalten sich dabei vor, jederzeit Aktien oder andere Finanzinstrumente des Unternehmens kaufen oder verkaufen zu können (nachfolgend jeweils als „Transaktion“ bezeichnet). Transaktionen können dabei unter Umständen den jeweiligen Kurs der Aktien oder der sonstigen Finanzinstrumente des Unternehmens beeinflussen.

    Die Apaton Finance GmbH behält sich im Übrigen vor, künftig entgeltliche Auftragsbeziehungen mit dem Unternehmen oder mit Dritten in Bezug auf Berichte zu dem Unternehmen, über die im Rahmen des Internetangebots der Apaton Finance GmbH sowie in den sozialen Medien, auf Partnerseiten oder in Emailaussendungen berichtet wird einzugehen. Die vorstehenden Hinweise zu vorliegenden Interessenkonflikten gelten für alle Arten und Formen der Veröffentlichung, die die Apaton Finance GmbH für Veröffentlichungen zu Unternehmen nutzt.

    Risikohinweis

    Die Apaton Finance GmbH bietet Redakteuren, Agenturen und Unternehmen die Möglichkeit, Kommentare, Interviews, Zusammenfassungen, Nachrichten u. ä. auf www.inv3st.de zu veröffentlichen. Diese Inhalte dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine Handlungsaufforderung oder Empfehlungen dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die Inhalte ersetzen keine individuelle fachkundige Anlageberatung und stellen weder ein Verkaufsangebot für die behandelte(n) Aktie(n) oder sonstigen Finanzinstrumente noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von solchen dar.

    Bei den Inhalten handelt es sich ausdrücklich nicht um eine Finanzanalyse, sondern um journalistische oder werbliche Texte. Leser oder Nutzer, die aufgrund der hier angebotenen Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln vollständig auf eigene Gefahr. Es kommt keine vertragliche Beziehung zwischen der der Apaton Finance GmbH und ihren Lesern oder den Nutzern ihrer Angebote zustande, da unsere Informationen sich nur auf das Unternehmen beziehen, nicht aber auf die Anlageentscheidung des Lesers oder Nutzers.

    Der Erwerb von Finanzinstrumenten birgt hohe Risiken, die bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die von der Apaton Finance GmbH und ihre Autoren veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältiger Recherche, dennoch wird keinerlei Haftung für Vermögensschäden oder eine inhaltliche Garantie für Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der hier angebotenen Inhalte übernommen. Bitte beachten Sie auch unsere Nutzungsbedingungen.


    Der Autor

    Carsten Mainitz

    Der gebürtige Rheinland-Pfälzer ist seit mehr als 25 Jahren leidenschaftlicher Börsianer. Nach seinem BWL-Studium in Mannheim arbeitete er als Journalist, im Equity Sales und viele Jahre im Aktienresearch.

    Mehr zum Autor



    Weitere Kommentare zum Thema:

    Kommentar von Tarik Dede vom 04.06.2026 | 04:48

    Chancen am Ölmarkt: Die Aktien von BP, Zefiro Methane und Chevron im Fokus!

    • Erdöl
    • BP
    • Zefiro Methane
    • Chevron
    • Öl

    Der Ölpreis zieht wieder an, nachdem die Waffenstillstands-Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran wohl gescheitert sind. Allerdings wird derzeit mehr sporadisch gekämpft, die Intensität ist eine andere als vor einigen Wochen noch. Dennoch: Öl bleibt auf einem hohen Niveau und die Analysten gehen davon aus, dass die Preise aufgrund des Angebotsausfalls vorerst nicht auf Vorkriegslevel zurückfallen werden. So sieht Barclays den Markt durch den Hormus-Engpass in einem rechnerischen Defizit von bis zu 6,6 Mio. Barrel pro Tag – was etwa 7 % des Weltmarktes entspricht. Bei anhaltender Blockade wird ein Peak von 110 USD für möglich gehalten. Als Preisziel gab die Bank 100 USD für das vierte Quartal 2026 aus. JPMorgan sieht bereits Nachfrageeinbrüche in Asien, die den Ausfall teilweise kompensieren. Dennoch ist das Kursziel hier mit 96 USD je Barrell weiterhin hoch. Sollte sich der Schiffsverkehr im Persischen Golf normalisieren, rechnet die Investmentbank mit Preisen von 75 USD für das schwarze Gold im kommenden Jahr. Klar ist, dass Ölfirmen von dieser Entwicklung profitieren. Wir nehmen deshalb die Aktien von BP und Chevron in den Fokus. Zudem lohnt sich ein Blick auf Zefiro Methane, die als “Aufräumer“ der Branche aktiv sind.

    Zum Kommentar

    Kommentar von André Will-Laudien vom 04.06.2026 | 04:00

    Kritische Metalle im Nachfragesog der Industrie! NASDAQ auf 30.000 und Almonty macht sich bereit für den Russell 1.000 Index

    • Kritische Metalle
    • Rohstoffe
    • Defense-Sektor
    • Rüstungsindustrie

    Ein weiterer Feiertag für CEO Lewis Black von Almonty Industries. Während die Tech-Hausse den NASDAQ 100-Index über 30.000 hievt, wird der Wolfram-Hersteller aufgrund umsatz- und bewertungsrelevanter Größen nach dem Juni-Verfall in den Russell 1000 Index aufgenommen. Verbunden damit ist auch die Mitgliedschaft im etwas breiteren Russell 3000-Index, wie aus der Liste von FTSE Russell hervorgeht. Das hat weitreichende Komplikationen! Indexbasierte ETFs müssen innerhalb einer gewissen Zeit die Gewichtungen ihrer Assets nach den abzubildenden Indices adjustieren. Meint für die bislang nicht vertretene Almonty-Aktie eine zusätzliche Nachfrage von institutioneller Seite. Als wäre der Sturm um den einzig relevanten, börsennotierten Wolfram-Titel nicht schon groß genug. Die Party dürfte also munter weitergehen!

    Zum Kommentar

    Kommentar von Tarik Dede vom 03.06.2026 | 04:31

    Almonty Industries: Jetzt kommen die Cashflows

    • Wolfram
    • Almonty Industries
    • Rohstoffe
    • Geopolitik
    • Sangdong

    Noch 2024 gab es die Aktie von Almonty Industries für unter 1 USD das Stück. Inzwischen wird der Titel für rund 19 USD gehandelt, wobei die runde Marke von 20 USD zeitweise bereits genommen wurde. Nun befindet sich das Unternehmen nach dieser fulminanten Wachstumsphase vor dem nächsten Schritt. Zum einen wurde Mitte März in Südkorea die Sangdong-Mine offiziell eröffnet, die nun künftig die westliche Welt mit dem wichtigen Rohstoff Wolfram versorgen kann. Zum anderen aber steht in wenigen Tagen der Börsengang von SpaceX mit einer Bewertung von 1,75 Bio. USD an – eine Zahl, wie von einem anderen Stern. Dann könnte so manchem Anleger aufgehen, dass Wolfram, dessen Weltmarkt klar von China dominiert wird, auch für die Raumfahrt unentbehrlich ist. Und genau dieses Produkt gibt es in großen Mengen eigentlich nur von Almonty Industries.

    Zum Kommentar