22.07.2026 | 04:29
Hohe Energiekosten: Hedge mit den Aktien von TotalEnergy, dynaCERT und Nordex!
Der Krieg am Golf hat die Energiepreise wieder nach oben getrieben. Diesel kostet in Deutschland schon wieder deutlich mehr als 2 EUR pro Liter. Selbst erste Vertreter der CDU sprechen sich inzwischen dafür aus, mehr auf Erneuerbare Energien zu setzen. Für Unternehmer ist die Situation nicht leicht. Egal ob Industriebetrieb oder die Spedition um die Ecke: Die Kosten nehmen zu und das schwache wirtschaftliche Umfeld macht es nicht gerade leichter. Doch der Wandel ist spürbar: So melden Elektroautoanbieter vielerorts in Europa steigende Absatzzahlen. Auch Solar auf dem Dach oder das Balkonkraftwerk werden wieder beliebter. Anleger haben die Chance, die Energiekosten mit Investments in Aktien zu hedgen. Wir blicken deshalb auf die Papiere von TotalEnergies, dynaCERT und Nordex!
Lesezeit: ca. 5 Min.
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Autor:
Tarik Dede
ISIN:
DYNACERT INC. | CA26780A1084 | TSX: DYA , OTCQB: DYFSF , TOTAL ENERGY SERVS INC. | CA89154B1022 , NORDEX SE O.N. | DE000A0D6554
Inhaltsverzeichnis:
Der Autor
Tarik Dede
Schon als Primaner in Norddeutschland entwickelte sich seine Begeisterung für den Neuen Markt. Small- und Midcaps standen dabei von Beginn an im Mittelpunkt. Der gelernte Bankkaufmann vertiefte sein Wirtschaftswissen später im Volkswirtschaftsstudium und in verschiedenen Stationen der Frankfurter Finanzbranche. Heute ist er seit über 25 Jahren privat wie beruflich an der Börse aktiv.
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TotalEnergies: Der nationale Champion boomt!
TotalEnergies ist nicht nur der größte Ölkonzern Frankreichs, sondern auch ein globaler Champion. Das Unternehmen mit Hauptsitz im Großraum Paris kommt inzwischen auf einen Börsenwert von rund 159 Mrd. EUR und spielt damit in der Liga der zehn größten, börsennotierten Ölproduzenten der Welt. Im ersten Quartal hatte das Unternehmen extrem von den hohen Ölpreisen profitiert. Der Nettogewinn (+51 % auf 4,96 Mrd. EUR) und der Umsatz legten deutlich zu und schlugen die Markterwartungen. Infolgedessen wurde die Dividende für die ersten drei Monate 2026 auf 0,90 EUR je Aktie angehoben. Annualisiert entspricht dies eine Ausschüttungsrendite von mehr als 4 %. Die sprudelnden Gewinne nutzte TotalEnergies zudem, um das Volumen des laufenden Aktienrückkaufprogramms auf 1,5 Mrd. EUR zu verdoppeln.
Die aktuell nun wieder aufgeflammten Kämpfe am Persischen Golf führten zu einer Erholung der Aktie. Sie war im Zuge der Waffenstillstandsverhandlungen vom Jahreshoch zurückgekommen. Es scheint so, als müssten die Märkte länger mit höheren Ölpreisen leben, was Total in die Karten spielt.
Charttechnisch befindet sich die Aktie trotz der Korrektur weiterhin in einem langfristigen Aufwärtstrend. Die Erholungsbewegung der vergangenen Wochen hat klare Marken identifiziert. Widerstände befinden sich rund 5 % über dem aktuellen Kurs im Bereich von 74,50 EUR bis 75,00 EUR. Ein nachhaltiges Überschreiten würde den Weg für einen erneuten Test der Höchststände um 81 EUR ebnen. Nach unten hin befindet sich die Hauptunterstützung im Bereich von 66,30 EUR bis 67,00 EUR. Hier wurde im Juli wieder gekauft. Hält diese Marke nicht, droht eine Topformation.
In einem bullischen Szenario würde die Aktie den Widerstand nehmen und dann das Allzeithoch testen. Dies gilt vor allem dann, wenn der Ölpreis wie in den vergangenen Tagen weiter steigt. Kommt es zu einem – zugegebenermaßen aktuell unwahrscheinlichen Friedensschluss - dürfte Total zügig die Unterstützung bei 66,30 EUR anlaufen.
dynaCERT: Die schnelle Lösung für Spediteure!
Logistikfirmen und Speditionen befinden sich insbesondere in Europa in einem herausfordernden Umfeld. Der Kostendruck durch Billig-Konkurrenz ist groß, dazu kommen nun auch noch die hohen Energiekosten aufgrund des Kriegs am Persischen Golf. Einfach so die Flotte auf E-Antrieb umstellen geht nicht, denn das kostet viel Geld und zahlt sich erst in vielen Jahren aus. Große Spediteure nutzen dabei neue Lkw oft über mehrere Jahre, bis Leasingverträge ausgelaufen und auch die Abschreibungen erfolgt sind. Danach kommen diese Gebrauchten oft noch 10 Jahre und länger bei kleineren Firmen zum Einsatz. Kurzfristig kann man also kaum auf die hohen Energiekosten reagieren.
Doch es gibt auch Lösungen für diesen Fall. So hat das deutsch-kanadische Unternehmen dynaCERT eine Alternative entwickelt, die relativ schnell Geld einspart. Das Management will nicht gleich den Verbrennungsmotor in schweren Lkw ersetzen, sondern durch Nachrüstung verbessern. Das soll nicht nur Diesel sparen, sondern auch den Motor sauberer und effizienter arbeiten lassen. Das Hauptprodukt ist die HydraGEN-Technologie. Dabei werden Wasserstoff und Sauerstoff während des laufenden Betriebs direkt im Fahrzeug produziert und dem Verbrennungsprozess im Dieselmotor zugeführt. Die Verbrennung des Kraftstoffs wird auf diese Weise optimiert, der Verbrauch sinkt und der Ausstoß von Abgasen reduziert. Die patentierte Technik ist einfach zu handhaben. Es wird kein separatere Wasserstofftank benötigt, ein koffergroßes Aggregat reicht. Die Abnehmer können direkt von der Nachrüstung profitieren und die Investitionskosten abhängig von der Laufleistung relativ schnell amortisieren.
Auf dem International Investment Forum erklärten President Bernd Krüper und CEO Kevin Unrath die außerordentliche Positionierung des Unternehmens im Transportmarkt.
https://www.youtube.com/watch?v=hE7EHsgouoE
Der globale Markt für dynaCERT ist gewaltig. Weltweit sind laut Schätzungen rund 75 Mio. Lastwagen und andere schwere Nutzfahrzeuge mit Dieselmotoren unterwegs. Die Analysten trauen dem Unternehmen viel zu. So hat GBC Research ein Kursziel von 0,75 CAD für die in Kanada und Deutschland gelistete Aktie ausgegeben. Das entspricht der Chance auf eine Verfünffachung, denn aktuell steht das Papier bei etwa 0,12 CAD. Operativ erwarten die Marktbeobachter dieses Jahr den Sprung in die Gewinnzone. Als Ziel wurden 0,01 CAD beim EPS ausgegeben. Die Einnahmen sollen um gewaltige 75 % auf rund 21 Mio. CAD steigen. Der Krieg am Golf mit hohen Dieselpreisen als Folge sollte dynaCERT im Laufe des Jahres weiter Rückenwind geben. Die Aktie bildet derzeit einen Boden aus. Auf dem aktuellen Niveau beträgt der Börsenwert rund 60 Mio. CAD.
Nordex: Höheres Tief macht Hoffnung!
Wir hatten schon im Juli spekuliert, dass die Analysten nun bei der Aktie von Nordex nachziehen werden. Das Papier war bis Anfang Mai den Kurszielen der Experten einfach davongelaufen! Nun aber holen sie ihre Arbeit nach und haben zum Teil optimistische Kursziele ausgegeben. So empfiehlt die Hamburger Berenberg Bank die Aktie mit einem Kursziel von 57,00 EUR zum Kauf. Ins gleiche Horn blasen auch Jefferies (58,00 EUR) und die Deutsche Bank (61,00 EUR). Weitere Kaufempfehlungen kamen im Juni von HSBC und BNP Paribas. Pessimistisch sind nur noch wenige, wobei RBC mit 38 EUR das niedrigste Kursziel ausweist und das Lager der Bären anführt.
Operativ hatte Nordex zuletzt überzeugt. Schon 2025 gelang nach schwierigen Jahren die Rückkehr zu schwarzen Zahlen. Der Trend setzte sich auch im ersten Quartal fort. So stieg der Umsatz um 10,6 % auf 1,59 Mrd. EUR. Das EBITDA konnte sogar überproportional um 64,3 % auf 130,7 Mio. EUR verbessert werden. Derzeit können sich die Norddeutschen nicht nur auf dem Heimatmarkt, sondern auch in der Türkei und Schweden gut behaupten. Der Auftragsbestand liegt bei 17 Mrd. EUR, was fast dem Doppelten des Börsenwerts entspricht. Das Management strebt dieses Jahr eine EBITDA-Marge von 8 % bis 11 % an. In den kommenden Jahren soll diese sich noch weiter erhöhen. Die Aktie von Nordex konnte in den vergangenen Tagen wieder Boden gut machen. Charttechnische Hoffnung gibt der Fakt, dass das Papier nun ein höheres Tief markiert hat.
Fazit: Mit der Aktie von TotalEnergies können Anleger bei anhaltend hohen Ölpreisen diese hedgen. Es lockt zudem eine Dividende von mehr als 4 %. Mit dynaCERTs Technologie können Logistiker und Spediteure ihre Kosten senken, ohne gleich bestehende Flotten einzumotten. Bei Nordex sind die Analysten nun wieder bullisch. Mehr Windkraft senkt ebenfalls die Abhängigkeit von Öl und Gas.
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