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04.05.2022 | 06:00

K+S, Globex Mining, BHP Group – Rohstoff Aktien für den nächsten Superzyklus

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Die Dekarbonisierung fordert ihren Tribut. Will man aus den fossilen Brennstoffen aussteigen benötigt man Alternativen. Diese Alternativen aber erfordern Rohstoffe, die teilweise nicht ausreichend vorhanden sind. Die Folge sind steigende Preise. Goldman Sachs und Wells Fargo sehen die Rohstoffe am Beginn eines Superzyklus, was bedeutet, dass die Rallye bei den Rohstoffen länger als zehn Jahre dauern wird. Das knappe Angebot wird nun noch zusätzlich von der Ukraine Krise und Lieferkettenproblemen, die in Chinas Häfen sichtbar sind, torpediert. Das ist schlecht für die Industrie, aber gut für die Produzenten von Rohstoffen. Wir sehen uns heute drei Unternehmen an, die von einem Superzyklus profitieren könnten.

Lesezeit: ca. 5 Min. | Autor: Armin Schulz
ISIN: K+S AG NA O.N. | DE000KSAG888 , BHP GROUP LTD. DL -_50 | AU000000BHP4 , GLOBEX MINING ENTPRS INC. | CA3799005093

Inhaltsverzeichnis:


    K+S – Konkurrenten haben vorgelegt

    Auch bei den Agrarrohstoffen sind die Preise bereits im vergangenen Jahr deutlich gestiegen und erreichten beim Kalipreis ein neues 13 Jahreshoch. Grund dafür sind die nach wie vor anhaltenden Sanktionen gegen Belaruskali, die ursprünglich 20% des Weltmarktes bedienten. Aktuell befeuert die Ukraine Krise die Preise. Denn mit Wegfall der Weizenproduktion von Russland und der Ukraine ist man mehr denn je auf eine gute Ernte angewiesen. Davon profitiert der Kasseler Düngemittelhersteller K+S, der seit 2021 einen beeindruckenden Turnaround hingelegt hat. Zudem hat das Unternehmen keine nennenswerten Berührungspunkte mit Russland bzw. der Ukraine, so dass das Geschäft weiter florieren kann.

    Das vergangene Geschäftsjahr war herausragend und das EBITDA kletterte um 262% auf 969 Mio. EUR. Ob auch das neue Jahr so gut läuft, werden die ersten Quartalszahlen am 11. Mai zeigen. Es gibt erste Anzeichen, dass es ähnlich positiv weiterläuft, denn die Konkurrenten Nutrien und Mosaic haben bereits ihre Zahlen veröffentlicht und die waren gut. Der Ausblick ist ebenfalls positiv ausgefallen, da aufgrund des Ukraine Konflikts weiter hohe Preise erwartet werden. Außerdem ist auffällig, dass sich das Verhältnis von Lagerbeständen zum Verbrauch auf einem mehrjährigen Jahrestief befindet.

    Das Sentiment könnte also nicht besser sein und nach dem starken Schuldenabbau und Kostenreduktion in 2021 sind die Kasseler operativ sehr gut aufgestellt. Nachdem die Aktie schon 2021 der Top-Performer im MDAX war und auch in diesem Jahr schon mehr als 140% zulegen konnte, stellt sich die Frage, ob man noch einsteigen sollte. Bei einem aktuellen Kurs von 32,04 EUR liegt die Marktkapitalisierung bei rund 6,1 Mrd. EUR. Dem gegenüber steht ein geplantes EBITDA von 2,3-2,6 Mrd. EUR. Damit wäre die Aktie fundamental günstig. Mutige Anleger nutzen den aktuellen Rücksetzer für einen ersten Einstieg.

    Globex Mining – Geschäfte laufen gut

    Globex Mining (Globex) sieht sich selbst als eine Bank für Bodenschätze. Das kanadische Unternehmen hat es in den letzten Jahrzehnten geschafft ein Portfolio von 207 Projekten aufzubauen, was seinesgleichen sucht. Von Basismetallen wie Kupfer, Nickel, Zink, Blei über Edelmetalle wie Gold, Silber, Platin, Palladium sowie Spezialmetalle und Mineralien wie Mangan, Antimon, Titan, Eisen, Feldspat, Talkum, Magnesiumoxid, Molybdän, Wismut, Kieselerde, Lithium, Kobalt, Uran, Diamanten und Seltene Erden ist alles dabei. Die Projekte befinden sich in Kanada, den USA und Deutschland und weisen von daher ein geringes politisches Risiko auf. Die Spezialität des Unternehmens ist es, günstige und erfolgsversprechende Projekte zu erwerben und diese dann mit eigenen Explorationen zu erweitern.

    Im Anschluss werden die Projekte an interessierte Unternehmen lizensiert oder verkauft und Globex erhält neben Cash Aktien und / oder Lizenzeinnahmen. Dass dieses Modell gut funktioniert, sieht man an den Unternehmensmeldungen aus April. Am 4. April meldete Troilus Gold neue Bohrergebnisse mit bis zu 7,12 g/t Gold. Die Liegenschaft wurde 2020 von Globex verkauft und Troilus zahlte dafür mit 350.000 eigenen Aktien und einer Lizenzgebühr von 2%. Am 6. April meldete Orford Mining Ergebnisse von einem Globex Projekt mit bis zu 6,4 g/t Gold. Orford hat sich im November die Option gesichert, 100% des Projekts erwerben zu können und zahlt dafür 1,65 Mio. Kanadische Dollar (CAD) in Aktien und Cash sowie rund 2,8 Mio. CAD für die Exploration innerhalb von fünf Jahren. Die Lizenzgebühren betragen 3,5%. Werden die Voraussetzungen nicht erfüllt, erhält Globex das Projekt zurück.

    Am 13. April gab Labyrinth Resources ein Update zu seinem Bohrprogramm auf dem Globex Lizenzgrundstück heraus, an dem Globex eine 5%ige Bruttometall-Lizenzgebühr auf die ersten 25.000 Unzen Gold erhält, danach sind 3% fällig. Auch wenn es bei den Unternehmensupdates lediglich um Goldprojekte ging, so funktioniert es bei den anderen Rohstoffen genauso. Das Unternehmen hält 20 Mio. CAD Cash und ist schuldenfrei und die gesamte Infrastruktur des Unternehmens ist bezahlt. Mit diesen finanziellen Mitteln ist es möglich, weitere Akquisitionen durchzuführen. Die Aktie notiert nach einer Konsolidierung bei 1,36 CAD und bringt es damit auf eine Marktkapitalisierung von 75,4 Mio. CAD. Wichtig ist hierbei hervorzuheben, dass es nie eine Verwässerung der Aktionäre gegeben hat.

    BHP Group – schwächeres 3. Quartal

    Die BHP Group mit Sitz in Australien ist das größte Rohstoffunternehmen der Welt. Die Hauptgeschäftsfelder sind Erdöl, Kupfer, Eisenerz und Kohle. Das Unternehmen beschäftigt sich mit der Exploration, Erschließung und Produktion von Öl- und Gasvorkommen sowie mit dem Abbau von Kupfer, Silber, Zink, Molybdän, Uran, Gold, Eisenerz und metallurgischer Energiekohle. Zusätzlich verfügt man über Expertise im Bergbau, in der Verhüttung und Veredelung von Nickel sowie in der Entwicklung von Kali. Die Produkte des Konzerns sind der Schlüssel zur Energiewende und können dabei helfen, die Welt emissionsfreier zu machen.

    Die Halbjahreszahlen, das Geschäftsjahr der Australier geht vom 01. Juli bis 30. Juni, konnten sich sehen lassen. Am Ende stand ein Gewinn von 9,44 Mrd. EUR, was einem Plus von 144% entspricht. Haupttreiber waren die gestiegenen Preise für Eisenerz und Kupfer. Die Zahlen zum 3. Quartal waren dagegen eher gemischt. Bei Öl ging die Produktion 2% nach oben im Vorjahresvergleich, doch speziell die Kupfer Sparte verlor 10% ihrer Produktion. Am 3. Mai wurde der Verkauf der BHP Mitsui Coal an Standmore für 1,1 Mrd. USD bekannt gegeben. 250 Mio. USD sollen später fließen.

    Interessierte Anleger können den jüngsten Rücksetzer für einen Kauf nutzen. Die Aktie ist vom 1. April von 79,66 USD bis auf 63,86 USD gefallen, auch aufgrund schwächerer Produktionsdaten und notiert aktuell bei 67,40 USD. Die Dividendenrendite liegt bei etwa 10%, was an einer Zwischendividende von 1,50 USD liegt, die aber bereits gezahlt wurde. Klar ist auch, dass die Energiekosten gestiegen sind, doch das sollte der Konzern Dank der hohen Rohstoffpreise auffangen können.


    Wer sein Geld vor der Inflation schützen möchte, kommt kaum um Aktien herum. Die Rohstoffproduzenten profitieren von der steigenden Nachfrage und können die gestiegenen Kosten weitergeben. K+S profitiert nach wie vor von den Sanktionen in Belarus und den Unsicherheiten aufgrund des Ukraine Konflikts. Globex Mining hat ein sehr diversifiziertes Portfolio und aufgrund der Lokation der über 200 Projekte keine politischen Risiken. Die BHP Group ist das größte Rohstoffunternehmen der Welt mit einer Marktkapitalisierung von rund 181 Mrd. USD. Rohstoffaktien gehören in jedes Portfolio.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Armin Schulz

    Der gebürtige Mönchengladbacher studierte Betriebswirtschaftslehre in den Niederlanden. Im Zuge des Studiums kam er erstmals mit der Börse in Kontakt. Er hat mehr als 25 Jahre Erfahrung bei Börsengeschäften.

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    • Westafrika
    • Mali
    • Reserven
    • Produktion

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