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28.05.2026 | 05:52

Rohstoffkrieg im Wartemodus: Wie die Aktien von MP Materials, Antimony Resources und Aya Gold & Silver davon profitieren!

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  • Seltene Erden
Bildquelle: AI

Erstellt und veröffentlicht im Auftrag von Antimony Resources Corp.

Der Krieg am Persischen Golf scheint in seine finale Phase gegangen zu sein. Offenbar stehen die USA und der Iran kurz vor dem Abschluss eines Pfads zum Frieden. So melden es jedenfalls US-Medien. Die Kampfhandlungen haben abgesehen von Kupfer, dass sich derzeit auf Allzeithoch befindet, fast alle Metallpreise und damit auch die Aktien belastet. Doch der geopolitische Wettstreit um Seltene Erden, Antimon oder Silber dürfte in den kommenden Monaten in die nächste Runde gehen. Westliche Unternehmen treiben ihre Projekte voran, um von den Plänen der USA zum Aufbau einer Lieferkette außerhalb des chinesischen Machtbereichs zu profitieren. Wir blicken deshalb auf die Gewinner von Morgen, die auch kurzfristig reüssieren können: MP Materials, Antimony Resources und Aya Gold & Silver!

Lesezeit: ca. 7 Min. | Autor: Tarik Dede
ISIN: AYA GOLD + SILVER INC. | CA05466C1095 , ANTIMONY RESOURCES CORP | CA0369271014 | CSE: ATMY , OTCQB: ATMYF , MP MATERIALS CORP | US5533681012 | NYSE: MP

Inhaltsverzeichnis:


    MP Materials: Der Platzhirsch in den USA

    Zu dreckig, zu laut, zu gefährlich und nicht mehr wirtschaftlich! Das sind kurz und knapp zusammengefasst die Gründe, warum China heute den Markt für Seltene Erden dominiert. In westlichen Ländern hat sich der Abbau nicht mehr gelohnt, zudem gab und gibt es erhebliche Risiken für Mensch und Umwelt. Doch die Zeiten haben sich geändert und auch in den Vereinigten Staaten werden inzwischen wieder Seltene Erden abgebaut und verarbeitet. Auch wenn China den Weltmarkt weiterhin klar dominiert, arbeiten Unternehmen daran, eine eigene Lieferkette aufzubauen, um Abhängigkeiten zu reduzieren!
    Zukünftige Kriege werden maßgeblich von Seltenerdmagneten getragen werden. Sie werden für Roboter und Drohnen unabdingbar sein, sagte jüngst James Litinsky, Vorstandsvorsitzender von MP Materials, bei der Präsentation der Quartalszahlen. Das Unternehmen ist derzeit der einzige nennenswerte Produzent von Seltene Erden in den USA. Der aktuelle Krieg am Golf hat das Ausmaß der Abhängigkeit von China noch einmal drastisch vor Augen geführt. Entsprechende Zeitpläne werden möglicherweise sogar nach vorne gezogen, so Litinsky. MP Materials erhielt im vergangenen Jahr eine Eigenkapitalinvestition in Höhe von 400 Mio. US-Dollar vom US-Kriegsministerium. Daneben will man zu jenen Akteuren gehören, die in der Zukunft Fabriken für Magnete betreiben – mehr als ein Bergbaukonzern sozusagen. Die erste kleinere Magnetanlage wurde in Texas bereits in Betrieb genommen. Vor Kurzem erfolgte dann der Spatenstich für den Bau einer zehnmal größeren Anlage in der Nähe.
    MP Materials scheint hier in den USA einen klaren Vorsprung zu haben. Vorsprung ist hier aber ein sehr relativer Begriff, denn der Markt außerhalb Chinas lässt Raum für viele Mitspieler. Im ersten Quartal übertraf das Unternehmen die Gewinnprognosen mit einem bereinigten Ergebnis (EBITDA) von 36,6 Mio. USD. Die Produktion von separierten „schweren“ Seltenen Erden – die zu den teuersten gehören – werde in Kürze anlaufen, hieß es.
    Die Aktie von MP Materials ist einer der Blue Chips im Bereich Seltene Erden. Sie hatte sich im Boom 2024/25 in der Spitze verachtfacht. Aktuell notiert sie rund 30 % unter dem Hoch aus dem Oktober 2025. Momentan kommt MP Materials auf einen Börsenwert von rund 12 Mrd. USD. Die Aktie ist hoch bewertet, das spiegelt aber die starke Position in den USA wider.

    Antimony Resources: Top-Bohrergebnisse vom Antimon-Projekt Bald Hill

    Antimon ist eines der gefragtesten Metalle der Welt. China, das den Weltmarkt zu mindestens 60 % kontrolliert, sitzt hier in einer starken Position! Die Volksrepublik hat für dieses und andere Metalle die Exportkontrollen in den vergangenen Jahren drastisch verschärft. Dies war vor allem eine Reaktion auf den von den USA angezettelten Handelskrieg. Inzwischen dürfte das Land kaum noch etwas in westliche Länder exportieren, was mit dem Krieg am Persischen Golf zu tun hat, aber auch den Anwendungsbereichen geschuldet ist. Denn neben Flammschutzmitteln und Halbleitern wird Antimon vor allem als Legierungselement (3 – 5 %) in Bleigeschossen eingesetzt und ist dort praktisch unersetzlich. Denn das seltene, silberweiße Halbmetall ist spröde, leitet schlecht Strom und Wärme und hilft dabei, der Munition eine höhere Präzision und Durchschlagskraft zu verleihen.

    Bald Hill: Der kommende Antimon-Lieferant!

    Da es heute keine relevante Antimon-Mine in den USA gibt, läuft das Rennen um den Aufbau einer Lieferkette außerhalb des chinesischen Machtgebiets auf Hochtouren. Antimony Resources Corp. hat sich hier eine der vordersten Plätze gesichert. Denn das Unternehmen entwickelt die Lagerstätte Bald Hill in Kanada, direkt in der Nachbarschaft der früheren Lake George Mine. Sie war einst die einzige, primäre Antimon-Mine ganz Nordamerikas. Schon seit dem Jahr 2008 finden auf Bald Hill moderne Erkundungen statt. Und es ist klar, dass sich dort ein Vorkommen mit einem hochgradigen Stibnit-Gehalt (Antimon-Sulfid) befindet. Die historische Ressourcenschätzung (NI 43 101) zeigt zudem, dass das Vorkommen mit 81.000 bis 108.000 Tonnen Antimon relativ groß sein muss. Das ist deutlich mehr als die Jahresproduktion Chinas (60.000 Tonnen).

    Bohrergebnisse überzeugen mit hohen Graden

    Antimony Resources baut auf diesem historischen Datenschatz auf und will so die Entwicklung der Lagerstätte zügig vorantreiben. Aktuell läuft ein Bohrprogramm auf dem Projekt, gleich drei Bohrgeräte sind im Einsatz. Nun hat das Unternehmen die ersten Ergebnisse vorgelegt. Demnach wurden Mächtigkeiten von bis zu 15 Metern festgestellt. Absolutes Highlight war ein Abschnitt im Bohrloch BH-26-10, wo zwei breite Mineralisierungszonen (13,85 Meter und 14,15 Meter) durchteuft wurden, die hochgradige Zonen mit 26,7 % und 6,4 % Antimon enthalten. Dies bestätigt im Prinzip die Vermutung, dass es sich um eine hochgradige Mineralisierung handelt und die Bohrlöcher zeigen, dass die Erweiterungen der Hauptzone von Bald Hill in die Tiefe reichen. CEO James Atkinson betonte, dass „diese Antimonwerte den zuvor veröffentlichten Ergebnissen ähneln und dass einige Abschnitte aus Tiefen von fast 400 Metern stammen.“ … Dies deute das „erhebliche Tiefenpotenzial der Mineralisierung“ an. Das geschätzte Ausmaß des durchbohrten Gebiets aus dem technischen Bericht von 2025 beläuft sich auf ca. 2,7 Millionen Tonnen mit einem Gehalt zwischen 3 % und 4 % Antimon. Nun muss das Unternehmen weitere Explorationsarbeiten betreiben, um diese historische Schätzung als aktuelle Mineralressource einstufen zu können.
    Eine aktuelle Einschätzung von CEO Atkinson finden Sie in diesem Video von der IIF!
    https://www.youtube.com/watch?v=AcaRJnRlx_8

    Die Aktie von Antimony Resources rückte mit den Verschärfungen im Handelskrieg im vergangenen Jahr in den Fokus der Märkte. In der Spitze konnte sich der Titel mehr als versechsfachen. Ab Ende März kam es jedoch zu Gewinnmitnahmen und der Krieg am Persischen Golf verdrängte die Themen des Rohstoffkriegs in den Hintergrund. Vom Top haben sich die Papiere inzwischen nahezu halbiert. Seither arbeitet Antimony Resources an einer Bodenbildung. Trotz dieser heftigen Korrektur notiert der Wert immer noch mehr als 20 % über seiner langfristigen 200-Tage-Linie. Der übergeordnete Aufwärtstrend ist damit zwar angeknackst, aber rein technisch noch nicht vollständig gebrochen. Das Momentum signalisiert derzeit die Nähe zum überverkauften Bereich. Ein Ende der Korrektur und eine technische Gegenreaktion rücken somit langsam näher. Risikobewusste Anleger können kurzfristig Stücke auf dem aktuellen Niveau einsammeln und auf diese Bewegung nach oben setzen. Mittel- und langfristig sind die geopolitischen Faktoren für die Entwicklung entscheidend. Da die Aktie mit einem Börsenwert von rund 77 Mio. CAD zu den Small Caps zählt, könnten weitere Bohrergebnisse für volatile Bewegungen sorgen!

    Aya Gold & Silver: Silber für Raketen

    Es gibt immer Menschen, die an den Börsen „dreckig“ Geld verdienen wollen. Aya Gold & Silver wurde im September Opfer einer Shortattacke. Die Vorwürfe stellten sich zwar als haltlos heraus, doch die Aktie verlor binnen weniger Tage prozentual zweistellig. Offenbart verfielen manche Anleger in Panik. Es dauerte dann nur wenige Woche, bis die Aktie die alten Hochs erreichte. Sie setzte ihren langfristigen Aufwärtstrend dann bis zum Kriegsbeginn am Golf fort. Abgesehen von diesem Ereignis sehen wir aber Aya auch so als Gewinner der Geopolitik. Denn bei Silber herrscht Knappheit und die Kanadier sind einer der größten primären Silberproduzenten der Welt. Wie entscheidend das Metall im Spiel der Weltmächte sein kann, zeigt ein Beispiel: Silber spielt in der Rüstungsindustrie eine kritische, meist unterschätzte Rolle. Denn wegen seiner unübertroffenen elektrischen und thermischen Leitfähigkeit sowie seiner extremen Korrosionsbeständigkeit ist es für die hochempfindliche Elektronik, die Lenksysteme und die Batterien von High-Tech-Waffen unverzichtbar. Dies machte der Krieg am Golf deutlich. So befinden sich Schätzungen zufolge in einer einzigen Tomahawk-Lenkwaffe zwischen 15 und 20 Kilogramm Silber (ca. 480 bis 640 Unzen). Bei Patriot-Abfangraketen (PAC-2 / PAC-3) sind es 5 bis 10 Kilogramm Silber pro Rakete. Entscheidend ist, dass abgefeuerte Raketen vollständig zerstört werden, so dass das Silber unwiederbringlich verloren ist und nicht recycelt werden kann.
    Da am Silbermarkt ohnehin physische Angebotsknappheit besteht, befinden sich Unternehmen wie Aya Gold & Silver in einer angenehmen Position. Das zeigt auch das erste Quartal. So stieg der Umsatz um 244 % auf 117 Mio. CAD. Aya konnte Silber zu durchschnittlich 82,22 USD je Unze verkaufen. Der Nettogewinn wuchs sogar um 600 % auf 49 Mio. CAD. Aya schafft es derzeit auch strategisch zu punkten. So konnte die Produktion auf 1,49 Mio. Unzen Silber-Äquivalent im Jahresvergleich um 49 % erhöht werden. Die hohen Gewinne sind eine Folge des Kostenmanagements. So produzieren die Kanadier in ihrer Mine in Marokko zu Cash-Kosten von 18,40 CAD pro Unze (AgEq). Das weitere Wachstum wird wohl aus der Mine Boumadine kommen. Hier läuft derzeit ein gigantisches 240.000-Meter-Bohrprogramm. Der Produktionsstart wird 2028/29 erwartet.


    Fazit: MP Materials ist der Blue Chip unter den Seltene Erden-Produzenten mit der einzigen großen Mine in den USA. Die hohe Bewertung der Aktie ist eine direkte Folge dieser starken Position. Mit Bald Hill könnte in Zukunft Entspannung auf den Antimon-Markt kommen. Die Lagerstätte von Antimony Resources wäre ein Puzzlestück auf dem Weg zu unabhängigen Lieferketten. Die Aktie könnte technisch vor einer Gegenbewegung stehen. Aya Gold & Silver ist einer der attraktivsten und größten Silberproduzenten. Die Kanadier wachsen stark und fahren hohe Gewinnmargen ein.


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    Der Autor

    Tarik Dede

    Schon als Primaner in Norddeutschland entwickelte sich seine Begeisterung für den Neuen Markt. Small- und Midcaps standen dabei von Beginn an im Mittelpunkt. Der gelernte Bankkaufmann vertiefte sein Wirtschaftswissen später im Volkswirtschaftsstudium und in verschiedenen Stationen der Frankfurter Finanzbranche. Heute ist er seit über 25 Jahren privat wie beruflich an der Börse aktiv.

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