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26.10.2026 | 05:25

KI dominiert die Märkte: Aktien von Meta, Aspermont und SanDisk im Fokus!

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Bildquelle: KI generiert

An den US-Börsen bleibt die Volatilität extrem hoch! Vor allem die KI-Aktien stehen im Mittelpunkt, da immer mehr Anleger und Analysten nicht sehen können, wie sich die massiven Investitionen in KI-Rechenzentren langfristig auszahlen sollen. Dabei sind inzwischen die Indizes stark KI-lastig. So merkte jüngst der bekannte Fondsmanager und Vermögensverwalter Jens Ehrhardt an, dass zwei Drittel des Gewinnwachstums im S&P 500 derzeit an zwei Aktien hängen: Nvidia und Micron! So oder so bieten sich auch in schwierigen Phasen Chancen bei Hype-Aktien. Dennoch muss man als Anleger auch die Risiken sehen. Wir blicken deshalb heute auf die Aktien von Meta, Aspermont und SanDisk.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Tarik Dede
ISIN: Aspermont Ltd | AU000000ASP3 , SANDISK CORPORATION | US80004C2008 , META PLATFORMS INC | US30303M1027

Inhaltsverzeichnis:


     

    Der Autor

    Tarik Dede

    Tarik Dede

    Schon als Primaner in Norddeutschland entwickelte sich seine Begeisterung für den Neuen Markt. Small- und Midcaps standen dabei von Beginn an im Mittelpunkt. Der gelernte Bankkaufmann vertiefte sein Wirtschaftswissen später im Volkswirtschaftsstudium und in verschiedenen Stationen der Frankfurter Finanzbranche. Heute ist er seit über 25 Jahren privat wie beruflich an der Börse aktiv.

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    Meta: Der nächste KI-Fall

    KI ist die Zukunft, doch die Anleger schauen inzwischen sehr genau hin, wenn Hyperscaler wie Alphabet, Microsoft oder Meta ihre Zahlen vorlegen. Und so kam es, wie es kommen musste. Meta berichtete grundsätzlich starke Zahlen für das abgelaufene dritte Quartal. So stieg der Umsatz um 26 % gegenüber dem Vorjahr auf 64,6 Mrd. USD. Damit lag man auch über den Erwartungen des Marktes. Auf GAAP-Basis erreichte der Gewinn je Aktie immerhin 3,83 USD. Das klingt alles sehr positiv, dennoch ging die Aktie nach Bekanntgabe der Meldungen zunächst kräftig auf Talfahrt.

    Zum einen hat Meta eine einmalige Sonderrückstellung in Höhe von 9,89 Mrd. USD gebildet, um sich für entsprechende Vergleiche in Sachen Jugendschutz zu wappnen. Zum anderen rutschte das Unternehmen erstmals seit dem Börsengang beim Free Cashflow in den roten Bereich. Sprich: Hier verlor man 2,12 Mrd. USD. Und das liegt vornehmlich an den massiven Investitionen in KI-Rechenzentren. Für dieses Jahr rechnet das Management mit einer Capex-Spanne von 135 bis 145 Mrd. USD. Zudem will man die Investitionen im kommenden Jahr weiter ausbauen.

    Das sind gute Nachrichten für Chiphersteller, Bauunternehmen oder Energiekonzerne. Aber es waren schlechte Nachrichten für die Investoren von Meta. Die Analysten bleiben in einer ersten Reaktion positiv gestimmt. Wells Fargo senkte sein Kursziel nur leicht von 1.000 USD auf 995 USD und bleibt bei seiner „overweight“-Einschätzung. Die Bank of America hat ihr Kursziel sogar angehoben, und zwar von 810 USD auf 845 USD. Beide Häuser loben das starke Werbegeschäft, den Ausblick und sehen Wachstumspotenzial in Muse. 

     
    Aspermont: Auf dem Weg zum KI-Verlag!

    In der Öffentlichkeit dominieren in Sachen KI vor allem die Large-Language-Modelle (LLM) der großen Anbieter wie OpenAI, Anthropic oder Gemini. Doch selbst Branchenanalysten sind sicher, dass mit 20 USD-Abos die riesigen Investitionen nicht hereingeholt werden können. Modelle müssen angepasst werden, und dafür braucht es vor allem Daten. Wie es vielleicht besser geht, zeigt Mistral, das europäische KI-Aushängeschild aus Frankreich. Das Unternehmen richtet sich vor allem an Unternehmenskunden, die sensible Daten nicht einfach so abgeben wollen, sondern konkret den eigenen Datenschatz für Anwendungen nutzen möchten.

    Mit echten Daten kann auch Aspermont wuchern. Der bereits auf das Jahr 1835 zurückgehende Fachverlag arbeitet daran, sein riesiges Archiv digital zu veredeln. So hat sich das australische Medienhaus auf Inhalte im Bereich Bergbau spezialisiert und gibt unter anderem das Mining Journal oder das Mining Magazine heraus. Neben den reinen Fachinformationen sicherte man sich historische Berichte und technische Analyse, die wohl kaum ein Konkurrent vorweisen kann.

    Das Ziel des Managements ist es, das traditionelle Verlagsgeschäft in ein hochprofitables Content-as-a-Service (CaaS)-Modell für die gesamte Rohstoffbranche zu transformieren. Einer der Bergbau-Riesen hat bereits angebissen. So arbeitet Aspermont mit Rio Tinto zusammen – nach Börsenwert immerhin der drittgrößte Mining-Konzern der Welt. Im Rahmen der Partnerschaft wird auf die Digitalisierung und das Training der Künstlichen Intelligenz mit echten Daten gesetzt. Das System wird noch mit Daten von externen Parteien ergänzt. Aspermont kann als Lieferant von Data-Licensing-Deals und Digitalisierungsverträgen direkt profitieren. So kann der Wandel vom traditionellen Verlagsgeschäft zum modernen, KI-getriebenen Geschäftsmodell gelingen.

    Mit diesem Ansatz gelang Aspermont im dritten Quartal (per Ende Juli) der Sprung aus der Verlustzone zur schwarzen Null. Bei den Einnahmen legte das Unternehmen einen Sprung um ein Viertel auf 4,5 Mio. AUD hin. Aspermonts Börsenwert beträgt umgerechnet gut 8 Mio. EUR. Die Analysten von GBC sehen deutliches Potenzial im sich wandelnden Geschäftsmodell und haben ein Kursziel von 5,20 AUD für die Aktie ausgegeben. Das entspräche mehr als einer Vervierfachung im Vergleich zum aktuellen Aktienkurs.

    SanDisk: War das schon die Kapitulation?

    An extreme Bewegungen bei KI-Aktien haben sich viele Anleger wohl schon gewöhnt. Zuletzt ging es dabei vor allem abwärts. Hart getroffen hat es dabei auch die Papiere von SanDisk, einem der Lieblinge im KI-Sektor. Der Speichermedien-Spezialist verlor vom Allzeithoch im Juni inzwischen nahezu die Hälfte seines Börsenwerts. Es wurde viel Luft aus der Aktie gelassen.

    Dabei war die jüngste Abwärtsbewegung von Mitte September bis heute besonders drastisch. Die Frage ist, ob es das schon war und so eine Art Kapitulation eingesetzt hat. In diesem Fall könnte das Papier kurzfristig wieder drehen, wobei manches sicherlich vom Zinsentscheid der Federal Reserve in dieser Woche abhängt.

    Charttechnisch sieht es übergeordnet noch nicht dramatisch aus. Der Megarally – es ging von rund 40 USD bis auf etwa 2.350 USD hoch - folgte eine scharfe Korrektur seit Jahresmitte. Der primäre Aufwärtstrend wurde zwar nach unten durchbrochen, das aber entspricht einer Konsolidierung. Aktuell sollten Anleger den kurzfristigen Support bei etwa 1.200 USD bis 1.228 USD im Blick behalten. Die Unterkante dieser Bewegung liegt noch einmal tiefer bei der runden Marke von 1.000 USD, dem Tief aus dem Juli. Hier griffen zuletzt Käufer massiv zu. Erst wenn diese Zone nach unten durchbrochen wird, sollte man Reißaus nehmen. Ähnlich sieht das Bild nach oben aus, wo erst 200 USD über dem aktuellen Aktienkurs ein erster Widerstand wartet. Gelingt der Ausbruch darüber, gilt der Abwärtstrend charttechnisch als gebrochen.

    Spannend dürfte es am Donnerstag werden, wenn SanDisk die Q3-Zahlen nachbörslich veröffentlicht. Zuletzt gelangen stets Ergebnisse über den Erwartungen des Marktes, und dennoch wurde das Papier abverkauft. Sollte dies wieder der Fall sein, droht erst einmal der Test der großen Unterstützungszone um 1.000 USD.

     

    Fazit

    Meta bleibt selbst mega-bullisch für den KI-Boom und will seine Investitionen weiter erhöhen. Das schmeckt nicht jedem Investor und sollte ein Warnzeichen sein. Aspermont wandelt sich vom klassischen Verlag zum KI-getriebenen Digitalmedium, das seinen Datenschatz versilbern möchte. Mit SanDisk fahren Anleger einen heißen Reifen. Die Q3-Zahlen sollten kurzfristig die Richtung vorgeben.


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    Der Autor

    Tarik Dede

    Tarik Dede

    Schon als Primaner in Norddeutschland entwickelte sich seine Begeisterung für den Neuen Markt. Small- und Midcaps standen dabei von Beginn an im Mittelpunkt. Der gelernte Bankkaufmann vertiefte sein Wirtschaftswissen später im Volkswirtschaftsstudium und in verschiedenen Stationen der Frankfurter Finanzbranche. Heute ist er seit über 25 Jahren privat wie beruflich an der Börse aktiv.

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