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17.03.2026 | 04:45

Uran und Kernkraft vor Wasserstoff! Investoren bevorzugen Stallion Uranium und lassen Nel ASA und Plug Power links liegen!

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Bildquelle: pixabay.com

Die jüngsten Militäroperationen im Iran-Konflikt kamen wegen langanhaltender Verhandlungen zum Atomprogramm ohne Ergebnis keineswegs überraschend. Eine regionale Eskalation über den gesamten Nahen Osten hätten jedoch nur wenige Prognostiker vorhergesagt. Dadurch prüfen Öl- und Gasmärkte erneut die Möglichkeiten eines Aufwärtsschubs, obwohl ein globaler Überhang durch Rezessionsängste herrschen sollte. Ungeachtet dessen treiben Trader die Energieträger immer weiter nach oben, auch gestern katapultierte es Brent-Öl wieder über die magische 100 USD-Linie. Ob der Trend hält, zeigt sich noch. Geopolitische Turbulenzen befeuern zugleich den globalen Ausbau der Kernenergie. Indien plant exemplarisch, seine Nuklearleistung bis 2047 auf rund 100 GW zu steigern, von heute knapp 10 GW ausgehend. Diese Vorhaben unterstreichen den Drang nach stabiler Basis-Versorgung in einer hyperdigitalen Welt. Auch die IT-Riesen reden kräftig mit, denn sie brauchen Strom. Die Uran-Nachfrage steigt dadurch kontinuierlich, was Blicke auf Firmen mit starken Reserven lenkt. Stallium Uranium gehört dazu. Gehen wir genauer drauf ein!

Lesezeit: ca. 5 Min. | Autor: André Will-Laudien
ISIN: STALLION URANIUM CORP | CA8529192087 , NEL ASA NK-_20 | NO0010081235 , PLUG POWER INC. DL-_01 | US72919P2020

Inhaltsverzeichnis:


    Explorationshebel im Athabasca-Becken: Stallion Uranium nimmt Fahrt auf

    Die weltweite Energiewende, beschleunigt durch den rasant steigenden Strombedarf von KI-Rechenzentren, Industrieausbau und Bevölkerungswachstum, rückt Kernenergie wieder in den Mittelpunkt langfristiger Energieplanungen. Nun erinnern sich Politiker an des „NetZero“-Credo, dass man nun braucht, um diese Investitionen nach Fukushima rechtfertigen zu können. In Nordamerika führt man solche Schattendiskussionen nicht, hier zählt die Trump Maxime „Drill Baby Drill“. Übersetzt heißt das, dass der Trump Administration alle Mittel recht sind, die US-Ökonomie auf höchster Taktung laufen zu lassen.

    Der kanadische Uranexplorer Stallion Uranium Corp. arbeitet mit dieser politischen Blickrichtung. Denn man besitzt ein großes Landpaket im äußerst aussichtsreichen Athabasca-Becken. Das gilt es nun systematisch zu erschließen, in einer Region, die weltweit für besonders hochgradige Uranvorkommen bekannt ist. 1.700 Quadratkilometer Explorationsfläche und einen starken Partner namens Atha Energy Corp. an der Seite. Der kombinierte Claim bildet eines der größten zusammenhängenden Projekte im westlichen Teil des Beckens. Im Fokus der aktuellen Arbeiten steht der sogenannte Coyote-Korridor innerhalb des Moonlite-Projekts, der sich nur wenige Kilometer von der weltbekannten Arrow-Lagerstätte entfernt befindet. Diese Lagerstätte wurde von NexGen Energy Ltd. entdeckt und gilt als eine der bedeutendsten Uranfunde der vergangenen Jahrzehnte.

    Geophysikalische Untersuchungen haben in diesem Bereich bereits komplexe strukturelle Zonen mit leitfähigen Gesteinen und Brüchen identifiziert, die als typische geologische Voraussetzungen für hochgradige Uranmineralisierung gelten. Um diese Strukturen genauer zu verstehen, hat Stallion kürzlich eine hochauflösende elektromagnetische Flugmessung über dem Zielgebiet Stone Island abgeschlossen, welche zusätzliche Daten zur Kartierung möglicher mineralisierter Korridore liefern soll. Parallel dazu läuft das erste systematische Bohrprogramm am Coyote-Ziel, bei dem aktuell mehrere Diamantbohrlöcher niedergebracht werden, um die zuvor identifizierten geophysikalischen Anomalien direkt zu testen. Die Bohrungen sind Teil einer mehrjährigen Explorationsstrategie, die darauf abzielt, das Potenzial dieses großen strukturellen Systems Schritt für Schritt zu evaluieren. Parallel werden die neuen geophysikalischen Daten mit vorhandenen Gravitäts- und Strukturmodellen kombiniert, um weitere hochprioritäre Bohrziele innerhalb des Projekts zu definieren. Das Umfeld für Uranexplorer hat sich zuletzt deutlich verbessert, da steigende Nachfrage aus Energie- und Technologiesektoren den Markt wieder stärker in den Fokus rückt. Besonders der zunehmende Strombedarf großer Rechenzentren und künstlicher Intelligenz rückt Kernenergie als stabile Grundlastquelle wieder stärker ins Blickfeld. Mit einer Börsenbewertung von etwas über 53 Mio. CAD bleibt das Unternehmen vergleichsweise klein, bietet Investoren dafür jedoch einen hohen Explorationshebel, falls sich die geologischen Hinweise im Coyote-Korridor bestätigen sollten.

    Nel ASA – Europa setzt weiterhin auf Wasserstoff

    Mit Uran hat Europa vergleichsweise wenig am Hut. Seit Jahren versucht man die Bedarfe von 750 Millionen Menschen über alternative Energiequellen zu befriedigen. Dass dies ohne eine gewisse Grundlastfähigkeit sehr schwierig werden würde, war vielleicht anfangs auch durch den Mangel an Fachkräften in der Politik wenig bekannt, doch nun ist der Weg vorgezeichnet und er wird mit allen Hürden weiterverfolgt. Brüssel zeigt sich als harter regulatorischer Pfeiler, der auch bei besonderen geopolitischen Ereignissen keinen Zentimeter von den zuvor festgelegten Prinzipien abweicht.

    So schlägt sich einer der bekanntesten, norwegischen Wasserstoff-Anbieter immer noch mehr schlecht als recht im Sturm der proklamierten Energiewende. Trotz hoher Auftragseingänge und einer globalen Nachfrage nach Elektrolyseuren kämpft Nel ASA von Quartal zu Quartal mit Lieferkettenproblemen und verzögerten Komponentenlieferungen. Engpässe bei kritischen Halbleitern und Stahlteilen haben wiederholt die Produktionsziele unter Druck gesetzt, während steigende Rohstoffpreise die Margen belasten. Hinzu kommen Währungsvolatilitäten und höhere Logistikkosten, die das operative Ergebnis zusätzlich schwächen.
    Analysten weisen zudem auf die Herausforderungen im Projektmanagement hin: Großaufträge für Kunden in Nordamerika und Asien ziehen sich teilweise über Monate hinaus, was die Umsatzrealisierung verzögert. Insgesamt zeigt sich, dass selbst technologisch führende Unternehmen wie Nel ASA nicht immun gegen die strukturellen Schwierigkeiten einer global vernetzten Energiewende sind. So wundert es nicht, dass die Analysten auf der Plattform LSEG 12-Monats-Kursziele von 202 NOK berechnen, welche unter dem aktuellen Kurs liegen. Vertrauen schafft das nicht!

    Plug Power – Neuer Wind, neue Kraft nach oben?

    Nach Jahren unter der Führung von Andy Marsh, der den US-amerikanischen Elektrolyseur-Marktführer geprägt hat, steht das Unternehmen nun vor einem Wechsel an der Spitze: Jose Luis Crespo übernimmt das Ruder als neuer CEO. Marshs Abgang markiert das Ende einer langen Phase der Neuausrichtung, in der der Konzern versuchte, seine ambitionierten Wachstumsziele mit den Realitäten des Marktes in Einklang zu bringen. Die Aktie hat in dieser Zeit eine regelrechte Achterbahnfahrt erlebt: Von Rekordständen um 60 USD im Jahr 2021 bis zu einem dramatischen Tief von unter 1 USD in 2025.

    In den darauffolgenden Jahren flossen durch mehrere Kapitalerhöhungen Milliarden in die Kasse, während Anleger mit bemerkenswerter Geduld die Schwankungen begleiteten. Offizielle Guidances hat das Unternehmen mittlerweile zurückgezogen, da Auftragseingänge zu volatil und unberechenbar geworden sind, besonders angesichts wechselnder politischer Rahmenbedingungen in den USA. Unter der aktuellen Administration Trump verschieben sich die Prioritäten wieder hin zu fossilen Energieträgern und Kernkraft, während Wasserstoffprojekte eher belächelt werden. Analysten rechnen dennoch mit einem moderaten Umsatzanstieg von rund 710 Mio. USD 2025 auf knapp 1,2 Mrd. USD bis 2028 und sehen ein positives EBIT für 2030 am Horizont aufleuchten. Für Investoren heißt es also: Nerven behalten und auf die Ernte der langfristigen Strategie warten – Geduld wird belohnt. Ein kleines Augenzwinkern sei dabei erlaubt.

    Im Rückblick der letzten 12 Monate kann Stallion Uranium mit über 150 % Zuwachs brillieren, während Nel ASA den gewohnten Weg Richtung Süden eingeschlagen hat. Plug Power versucht sich an seinem Revival nach drei großen Kapitalerhöhungen mit entsprechender Verwässerung der Aktionäre. Quelle: LSEG vom 16.03.2026

    Die Börsen müssen derzeit viele Eindrücke verarbeiten. Da ist einerseits die absolute Rohstoffknappheit, die sich seit Umschwenken der chinesischen Export-Strategie auf den Westen negativ auswirkt. Gleichzeitig erhalten Werte aus dem Energiebereich erhöhte Aufmerksamkeit. Sie müssen den enormen Sog in der KI-Nutzung energetisch auffangen. Keine leichte Aufgabe! Risikobewusste Anleger setzen auf Newcomer wie Stallion Uranium, die neu in der Lieferkette auftauchen. Rein technisch müsste es bei Nel ASA und Plug Power nach Monaten der Tristesse auch mal wieder einen Angriff nach oben geben.


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    Der Autor

    André Will-Laudien

    Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

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