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13.03.2026 | 05:00

Wasserstoff-Wende in der Industrie: Satte Renditen mit Pure One, Nel und Ballard Power

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  • Komplettlösung
Bildquelle: KI

Die Wasserstoffwirtschaft wird erwachsen. Nach Jahren der politischen Weichenstellungen und unzähligen Prototypen und Visionen der Industrie tritt der Sektor jetzt in die Phase der industriellen Reife ein. Branchenexperten bezeichnen das laufende Jahr als entscheidend, da sich Projekte mit soliden ökonomischen Eckdaten von rein politisch motivierten Ambitionen abkoppeln. Während der norwegische Pionier Nel durch die Massenproduktion hocheffizienter Elektrolyseure die Infrastruktur für grünen Wasserstoff im Gigawatt-Bereich bietet, liefert Ballard Power Systems mit bewährten Brennstoffzellenmodulen Lösungen für den emissionsfreien Schwerlast- und Personentransport. Die gesamte Wertschöpfungskette bildet die australische Pure One Corporation ab. Das Unternehmen schlägt durch sein "End-to-End-Ökosystem“ die Brücke zwischen Produktion und Anwendung und ermöglicht Betrieben einen nahtlosen Übergang zu einer CO2-freien Logistik. Investoren befinden sich in einer spannenden Phase, in der Wasserstoff als Energieträger für die Industrie neu bewertet wird.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Nico Popp
ISIN: PURE ONE CORPORATION LIMITED | AU0000442865 , NEL ASA NK-_20 | NO0010081235 , BALLARD PWR SYS | CA0585861085

Inhaltsverzeichnis:


    Nel ASA liefert Infrastruktur im Gigawatt-Maßstab

    Der norwegische Konzern Nel hat sich durch konsequente Skalierung als unverzichtbarer Partner für die Grundstoffindustrie positioniert. Das Unternehmen bietet die zwingend benötigte technische Infrastruktur, um grünen Wasserstoff wirtschaftlich herzustellen. Nach einer Phase der strategischen Bereinigung im abgelaufenen Jahr, die auch Abschreibungen von rund 800 Mio. NOK für alte Technologiegenerationen zur Folge hatte, fokussiert sich Nel nun voll auf seine vielversprechendsten Innovationen. Die Maßnahmen greifen bereits: So sank die Cash-Burn-Rate um satte 41 %. Ein zentraler Treiber für künftiges Wachstum ist die geplante kommerzielle Einführung der nächsten Generation von druckfesten alkalischen Elektrolyseuren im Mai dieses Jahres. Prototypentests zeigten, dass diese neue Plattform den Platzbedarf um bis zu 80 % reduziert und die Gesamtsystemkosten um 40 bis 60 % senkt. Diese Innovation versetzt Nel in die Lage, preislich mit asiatischen Wettbewerbern zu konkurrieren und Großprojekte im Gigawatt-Maßstab effizient umzusetzen. Flankiert wird diese Skalierung durch außergewöhnlich starke Auftragseingänge im Segment der PEM-Elektrolyse und prestigeträchtige Partnerschaften mit globalen Schwergewichten wie Samsung E&A.

    Ballard Power punktet mit kommerzieller Reife

    Während Nel die Infrastruktur für die Erzeugung bereitstellt, treibt Ballard Power Systems die Anwendung auf der Straße voran. Der kanadische Spezialist konzentriert sich mit großem Erfolg auf den emissionsfreien Schwerlast- und Personentransport. Wie weit diese Technologie in der Praxis bereits gereift ist, zeigt ein historischer Meilenstein: Erst kürzlich sicherte sich Ballard einen Großauftrag des langjährigen Partners New Flyer über die Lieferung von 500 Brennstoffzellenmotoren mit einer Gesamtkapazität von 50 Megawatt. Diese hochmodernen Antriebssysteme werden in wasserstoffbetriebenen Bussen eingesetzt, die bereits heute in verschiedensten Klimazonen als vollwertiger Ersatz für klassische Dieselbusse fungieren. Die von Ballard betriebenen Busse weisen weltweit eine dokumentierte Verfügbarkeit von starken 98 % auf und haben zusammen über 250 Mio. km auf der Straße zurückgelegt. Der aktuelle Rekordauftrag untermauert die kommerzielle Reife von Ballards Produkten und sichert dem Unternehmen Umsatzströme für die kommenden Jahre. Ergänzt wird das reine Hardware-Geschäft zunehmend durch die Service-Plattform "Ballard Fleet Services", über die das Unternehmen lukrative, wiederkehrende Einnahmen durch Wartung, Training und digitales Flotten-Monitoring generiert.

    Pure One als ganzheitlicher Integrator für den Mittelstand

    Inmitten der bekannten Branchengrößen hat sich die Pure One Corporation eine lukrative Nische geschaffen. Als strategischer Integrator verfolgt das Unternehmen einen ganzheitlichen "End-to-End-Ansatz“, der besonders für gewerbliche Flottenbetreiber und den Mittelstand attraktiv ist. Statt Kunden nur einzelne Komponenten zu liefern, schlägt Pure One die Brücke zwischen der Wasserstoff-Produktion und der Endanwendung und bietet das komplette Ökosystem aus einer Hand. Über eine Beteiligung von 70 % an HDrive International offeriert das Unternehmen eine breite Palette wasserstoffbetriebener Nutzfahrzeuge wie Lkw, Busse und Müllsammelfahrzeuge. Das Problem der fehlenden Tank-Infrastruktur löst der Konzern durch modulare "Micro-Hubs", die grünen Wasserstoff via Elektrolyse direkt auf den Betriebshöfen der Kunden produzieren und teure Transportwege auf diese Weise schlichtweg eliminieren. Zudem setzt der Integrator auf die smarte Methan-Pyrolyse, bei der als wertvolles festes Nebenprodukt Graphen oder Graphit für die Batterieproduktion und Elektronikindustrie anfällt, was die Nettoproduktionskosten für Wasserstoff merklich drückt. Ein aktueller Testlauf mit PepsiCo in Australien sowie erste Aufträge für Minibusse aus Vietnam belegen die erfolgreiche Internationalisierung dieses robusten Geschäftsmodells.

    Attraktives Wachstumspotenzial lockt Anleger

    Für Investoren bietet die aktuelle Konsolidierungsphase an den Märkten Chancen. Der Sektor hat den durch Regulatorik getriebenen Hype hinter sich gelassen und präsentiert sich jetzt mit wirtschaftlich tragfähigen Lösungen. Die Branchen-Pioniere Nel ASA und Ballard Power Systems gelten zwar als naheliegende Kerninvestments, dürften jedoch aufgrund ihres Wachstums noch weiteres Kapital benötigen. Für spekulativer ausgerichtete Investoren bietet die Pure One Corporation derzeit größeres Wachstumspotenzial. Mit einem Umsatzsprung von 155 % auf 4,55 Mio. AUD im vergangenen Geschäftsjahr und einer absolut schuldenfreien Bilanz hebt sich das Unternehmen deutlich von den etablierten Wasserstoff-Peers ab. Die geplante Ausgliederung des konventionellen Gasgeschäfts in die Eastern Gas Corporation schärft das Firmenprofil zudem zum begehrten reinen Cleantech-Wert. Da das „End-to-End-Ökosystem“ den direkten Zugang zum äußerst profitablen Mittelstand bietet, finden Anleger in Pure One angesichts der skizzierten Rahmenbedingungen eine vielversprechende Aktie.

    Immer wieder für Ausschläge nach oben gut - die Aktie von Pure One.

    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Nico Popp

    In Süddeutschland zuhause, begleitet der leidenschaftliche Börsianer die Kapitalmärkte seit rund zwanzig Jahren. Mit einem Faible für kleinere Unternehmen ausgestattet, ist er ständig auf der Suche nach spannenden Investmentstorys

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