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01.02.2023 | 05:40

Altech Advanced Materials, Mercedes-Benz, Nio – Elektromobilität vor einer Revolution

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Bildquelle: pixabay.com

Elektroautos werden als nachhaltige Fortbewegungsart immer beliebter. Da die Technologie immer besser wird, wird diese Art von Fahrzeug für Investoren, die eine umweltfreundliche Option suchen, immer attraktiver. Es gibt jedoch noch einige wichtige Fragen, die geklärt werden müssen, bevor Elektroautos für die meisten Menschen eine echte Alternative werden können. Zu diesen Problemen gehören vor allem die Ladezeiten der Batterien, die begrenzte Reichweite und die Sicherheit. Wir sehen uns heute mit Altech Advanced Materials ein Unternehmen an, das eine Lösung für die Probleme entwickelt hat, und werfen einen Blick auf den aktuellen Stand von zwei Automobilherstellern.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Armin Schulz
ISIN: Altech Advanced Materials AG | DE000A31C3Y4 , MERCEDES-BENZ GROUP AG | DE0007100000 , NIO INC.A S.ADR DL-_00025 | US62914V1061

Inhaltsverzeichnis:


    Altech Advanced Materials – CERENERGY Projekt schreitet voran

    Altech Advanced Materials (AAM) beginnt damit, die Batteriewelt neu aufzumischen. Es verfolgt gleich drei Projekte in diesem Bereich. Da ist zum einen das Geschäft mit hochreinem Aluminiumoxid in Malaysia. Dort besitzt das Unternehmen die Option, 49% an dem Projekt von der Altech Chemicals Australia zu erwerben. Das Aluminiumoxid kommt bei dem Projekt der Batteriematerialbeschichtung zum Einsatz. AAM verfügt über die Technologie Anodenmaterial, wie Graphit oder auch Silizium, mit einer keramischen Nano-Beschichtung zu versehen. Der Vorteil liegt darin, dass sich Lithiumteilchen nicht mehr an der Elektrode der Batterie ablagern können. So wird die Batterie um 15% leistungsfähiger, die Lebensdauer steigt um 30% und die Sicherheit wird ebenfalls erhöht.

    Je mehr Silizium desto mehr Reichweite. Quelle: Altech Advanced Material

    Der dritte Geschäftsbereich, der langfristig Lithium-Ionen-Akkus verdrängen könnte, sind die umweltfreundlichen CERENERGY-Batterien, die gemeinsam mit dem renommierten Fraunhofer Institut entwickelt werden. Das Joint-Venture will in der Fertigungsanlage von AAM in Schwarze Pumpe CERENERGY SAS 60 KWh Batteriepakete produzieren. Die Batterien sind nicht brennbar, funktionieren in allen Klimazonen und können rund 40% billiger produziert werden als Lithium-Ionen-Akkus, da weder Lithium, Kobalt, Graphit oder Kupfer benötigt wird. Das federführende Ingenieursbüro Leadec hat bereits die Designgrundlage für die Produktionsanlage für 100 MWh fertiggestellt. Das Werk wird zu Beginn in der Lage sein, 1.500 Einheiten der CERENERGY SAS 60 KWh Batteriepakete zu fertigen.

    Erste Gespräche mit interessierten Kunden hat es bereits gegeben. Laut AAM versucht man Abnahmevereinbarungen schon im Vorfeld der Machbarkeitsstudie an Land zu ziehen. Wer mehr zum Unternehmen erfahren möchte sollte sich die Studie auf researchanalyst.com ansehen. Alternativ kann man sich die Unternehmenspräsentation auf dem International Investmentforum am 15. Februar um 17:30Uhr ansehen und dem CEO direkt Fragen stellen. Bei diesen Aussichten ist es nicht verwunderlich, dass die Aktie seit Jahresanfang in der Spitze über 70% zulegen konnte. Aktuell notiert die Aktie bei 5,40 EUR und bringt damit eine Marktkapitalisierung von gerade einmal rund 38 Mio. EUR auf die Waage.

    Mercedes-Benz – ordentliche Absatzzahlen in schwierigem Umfeld

    Auch die Mercedes-Benz Group setzt mittlerweile auf Silizium als Anondenmaterial. Der Mercedes EQXX ist ein neues Elektrofahrzeug, das mit innovativen Technologien ausgestattet ist. Es verwendet fortschrittliche Siliziumtechnologie, um seine Leistung zu optimieren. Das erklärt auch, weshalb der EQXX in der Lage war mit einer Ladung über 1.000 km zurückzulegen. Dabei benötigte das Konzeptfahrzeug lediglich 8,3 kWh pro 100 km. Zusätzlich verfügt es über ein Solardach, dass auf Langstrecken für eine zusätzliche Reichweite von bis zu 25 km sorgt. Die verbaute Batterie ist leichter und findet selbst in Kleinwagen Platz.

    Das Konzeptfahrzeug wird wohl nicht in Serienproduktion gehen, aber Teile der verbauten Technologien könnten ihren Platz in bekannten Fahrzeugen finden. So ist auch das autonome Fahren scheinbar in Reichweite. Als erster Hersteller weltweit erhielt Mercedes-Benz die Zertifizierung nach SAE Level 3 für hochautomatisiertes Fahren im US-Bundesstaat Nevada. Ab 2024 soll der sogenannte Drive Pilot als Sonderausstattung für die S-Klasse und den EQS verfügbar sein. Die Absatzzahlen im E-Mobility Segment steigen, wie man an den Auslieferungszahlen 2022 ablesen kann. Während insgesamt 1 % weniger Fahrzeuge abgesetzt wurden legten die Elektrofahrzeuge um 19% zu. Auch im Premium Segment gab es 14 % Zuwächse.

    Diese Zahlen erklären auch die 6 Kaufempfehlungen die im Januar herauskamen. Dabei lagen die Kursziele zwischen 79 EUR und 90 EUR. Laut einer Berenberg Studie rechnet die Automobilbranche in diesem Jahr mit einer Abschwächung der Nachfrage. Im Premium Segment ist ein Nachfragerückgang eher unwahrscheinlich. Vor diesem Hintergrund hat Mercedes-Benz mit seiner S-Klasse und EQS gute Karten. Am Jahresanfang starte die Aktie bei rund 62 EUR und schnellte bis 69 EUR nach oben. Aktuell kostet ein Anteilsschein 67,75 EUR.

    Nio – Rekorde in November und Dezember

    Während bei Mercedes-Benz die Absatzzahlen leicht zurückgingen konnte Nio 34 % zulegen. Das Unternehmen ist ein chinesischer Hersteller von Elektrofahrzeugen (EV) und hat im Geschäftsjahr 2022 mit 122.486 Auslieferungen ein starkes Jahr hinter sich. Die Auslieferungen in den Monaten November und Dezember haben einen neuen Rekord aufgestellt und lagen bei fast 30.000 Einheiten. Die China Passenger Car Association erwartet ein Wachstum von rund 2 Millionen Fahrzeugen auf 8,5 Millionen Verkäufe für dieses Jahr, was einem Wachstum von 31% entspricht.

    In China ist ein Kampf um Marktanteile ausgebrochen. Feierte Nio im Dezember neue Rekorde, so brach der Absatz von Tesla ein. Das könnte mit Nio’s Modell ET5 zusammenhängen, der das Tesla Model 3 direkt angreift. Auch Nio versucht seine Akkus zu optimieren und unterzeichnete am 17. Januar einen Vertrag über eine strategische Partnerschaft mit dem Batterieriesen CATL. Das Ziel ist der Aufbau eines Batterieliefersystems. Davon wollen am Ende beide Parteien profitieren und die Wettbewerbsfähigkeit der chinesischen E-Mobility Branche steigern.

    Die Aktie hat sich seit Lockerung der Covid-Maßnahmen noch nicht stark erholt. Das kann auch mit einer Preissenkung von Tesla in China zu tun haben. Am 24. Januar wollte die Aktie ihren Aufwärtstrend fortsetzen, scheiterte aber am vorherigen Hoch und verläuft damit seitwärts zwischen 9,50 USD und 14,36. Aktuell steht der Wert bei 12,02 USD. Die Produktion liegt mittlerweile bei 15.000 Fahrzeugen im Monat. Somit kann der Absatz im kommenden Jahr weiterwachsen.


    Die Forschung im Bereich der Akkus läuft auf Hochtouren. Wem es gelingt, ein Produkt als Standard zu etablieren, wird sich eine goldene Nase verdienen. Altech Advanced Materials hat gleich mehrere heiße Eisen im Feuer. Gelingt der Durchbruch muss die Aktie neu bewertet werden. Mercedes-Benz ist im Premium Segment sehr gut aufgestellt und holt auch im Elektrofahrzeugbereich auf. Sobald die Lieferkettenprobleme erledigt sind besteht Aufwärtspotential. Lieferschwierigkeiten hatte Nio im vergangenen Jahr nicht. 34 % mehr Fahrzeuge konnten abgesetzt werden. Man sollte die Absatzzahlen des ET5 Models im Blick behalten.


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    Der Autor

    Armin Schulz

    Der gebürtige Mönchengladbacher studierte Betriebswirtschaftslehre in den Niederlanden. Im Zuge des Studiums kam er erstmals mit der Börse in Kontakt. Er hat mehr als 25 Jahre Erfahrung bei Börsengeschäften.

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