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26.05.2025 | 05:10

Cameco, Energy Fuels, Almonty Industries, Vonovia – Trump-Entscheidung lässt Aktien explodieren

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Bildquelle: pixabay.com

US-Präsident Donald Trump lässt wieder einmal die Muskeln spielen und schickt die Börsen zum Wochenschluss weltweit auf Talfahrt. Dieses Mal lautet sein ausgewähltes Ziel nicht China oder Russland, vielmehr schlägt der Republikaner mit seinem Zollhammer auf Europa und droht mit Einfuhrzöllen in Höhe von 50 %. Ein weiterer Plan, der in den Vereinigten Staaten kurzfristig per Dekret durchgesetzt werden soll, ist die beschleunigte Reaktorgenehmigungen, wodurch Uranaktien zweistellige Kursgewinne verbuchen konnten. Dadurch soll die Abhängigkeit im Hinblick auf die Energiegewinnung minimiert werden.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: CAMECO CORP. | CA13321L1085 , ENERGY FUELS INC. | CA2926717083 , ALMONTY INDUSTRIES INC. | CA0203981034 , VONOVIA SE NA O.N. | DE000A1ML7J1

Inhaltsverzeichnis:


    Cameco und Energy Fuels explodieren

    Der Zollhammer und die Androhung, Einfuhren aus der EU ab Juni mit Zöllen von 50 % zu belegen, war die beherrschende Meldung am Freitagnachmittag, die den deutschen Leitindex DAX in der Spitze mit einem Minus von über 3,40 % in die Tiefe riss. Kurz davor vermeldete die Nachrichtenagentur Reuters eine nicht minder einschneidende Meldung, die Uranaktien wie Cameco, Uranium Energy oder Energy Fuels zweistellige Kursgewinne sicherte.

    Demnach berichteten Insider, dass Donald Trump aufgrund des gestiegenen Strombedarfs durch KI-Zentren eine weitreichende energiepolitische Offensive plane. Durch Dekrete soll die amerikanische Atomindustrie deutlich gestärkt werden. Ein zentraler Bestandteil des geplanten Maßnahmenpakets ist die Beschleunigung der Genehmigungsverfahren für neue Reaktoren sowie die Sicherung der Lieferketten für kritische Brennstoffe wie angereichertes Uran. Dabei sollen laut einem Entwurf auch Kreditgarantien und Direktkredite eingesetzt werden, um Investitionen in den Bau neuer Atomkraftwerke abzusichern.

    Zur Begründung der geplanten Maßnahmen will sich Trump auf das Verteidigungsproduktionsgesetz aus dem Kalten Krieg berufen. Dieses soll die rechtliche Grundlage liefern, um einen nationalen Notstand auszurufen – vor dem Hintergrund der hohen US-Abhängigkeit von Russland und China bei der Uranversorgung, der Brennstoffverarbeitung und bei zentralen Reaktorkomponenten.
    Darüber hinaus sollen das US-Energieministerium und das Verteidigungsministerium damit beauftragt werden, geeignete Bundesflächen für neue Atomkraftwerke zu identifizieren und bestehende Verwaltungsprozesse zu straffen.

    Almonty Industries – Trump-Aussagen beflügeln

    Die Sicherung der Energieversorgung ist nur ein zentraler Bestandteil des Planes durch den umtriebigen US-Präsidenten. Ebenso wichtig ist das Schaffen der Unabhängigkeit und die Sicherung der Lieferketten von kritischen Rohstoffen wie seltenen Erdmetallen oder Wolfram. Besonders bei Wolfram ist die Lage als dramatisch zu bezeichnen, kontrolliert doch hier das Reich der Mitte knapp 90 % des weltweiten Wolframhandels, teils durch die Eigenproduktion, teilweise durch die Weiterverarbeitung importierter Rohstoffe. Der Westen braucht dingend Alternativen, um hier nicht vom Angebot abgeschnitten zu werden.

    Das kritische Metall findet in vielen Sektoren der Wirtschaft Anwendung. Durch die herausragenden physikalischen Eigenschaften wie hoher Dichte, Härte und Hitzebeständigkeit benötigt man Tungsten bei Batterieanoden in der Elektroautoindustrie, in der Leistungselektronik sowie bei Hartmetallen. Das nationale Interesse angeheizt hat zudem die Zeitenwende. Denn durch die Aufrüstung ist Wolfram essenziell bei der Herstellung von panzerbrechender Munition, ballistischen Schutzsystemen oder Raketentriebwerken.

    Almonty Industries ist aufgrund dieser Umstände eines der heißesten Unternehmen am Aktienmarkt. Durch den baldigen Start der Sangdong-Mine in Südkorea, Insider gehen noch in diesem Sommer vom Start der Produktion aus, soll das Mega-Projekt rund 30 % der Wolframproduktion außerhalb von China und Russland abdecken. Die anfängliche Jahresproduktion von 5.000 t pro Jahr soll zudem zukünftig Schritt für Schritt nach oben gefahren werden.

    Rund 678 Mio. CAD bei einem Aktienkurs von 2,37 CAD beträgt die Marktkapitalisierung des kanadischen Unternehmens, das bereits seit Jahren erfolgreich die produzierende Panasqueira-Mine in Portugal betreibt und mit der Los Santos-Mine in Spanien zum europäischen Marktführer reifte.
    Die Analysten von Sphen Capital sehen den fairen Wert der Almonty-Aktie bei 5,40 CAD. Ebenfalls bullish zeigten sich die Experten der GBC AG und stuften das Almonty-Papier in ihrer initialen Studie auf „Kaufen“ mit einem Kursziel in Höhe von 4,20 CAD.

    Vonovia – Optimistische Aussagen

    Ebenfalls gegen den Trend lief zum Wochenschluss die Aktie des größten Wohnimmobilienkonzerns Deutschlands. So verbuchte die Vonovia-Aktie ein Plus von über 1,2 % auf 28,99 EUR und überwand den seit Oktober 2024 etablierten Abwärtstrend. Die nächste wichtige Hürde stellt der horizontale Widerstand bei 33,93 EUR, dem Hoch aus dem Jahr 2024, dar.

    Der Grund für das starke Momentum lag in Aussagen des Firmenlenkers Rolf Buch, der Vonovia „den Beginn einer neuen, langen Wachstumsphase“ voraussagte. Im online veröffentlichten Text für die Rede zur Hauptversammlung am 28. Mai könne das Bochumer Unternehmen die Vorzüge ihrer Plattform und die Vorteile durch die Integration der Deutsche Wohnen nun erstmals voll nutzen.

    So habe das erste Quartal des laufenden Geschäftsjahres bewiesen, dass die eingeläutete Wachstumsinitiative gut anlaufe. Vonovia wolle den Gewinnbeitrag der wohnungsnahen Dienstleistungen, aus Projektentwicklung und aus dem Verkauf von Wohnungen am operativen Gesamt-EBITDA steigern. Bis Ende 2028 sollen sie 20 bis 25 % zum operativen Gewinn beitragen. Der bereinigte operative Gewinn soll nach den erneuerten Prognosen bis 2028 um 30 % höher liegen als 2024.


    Trump packt erneut den Zollhammer gegen Europa aus, die Börsen wanken. Dagegen profitieren durch ein mögliches Dekret Uranaktien sowie Aktien von kritischen Rohstoffen, wie z. B. Almonty Industries. Vonovia geht optimistisch in die Zukunft.


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    Der Autor

    Stefan Feulner

    Stefan Feulner besitzt rund 30 Jahre Kapitalmarkterfahrung, war unter anderem als CEO eines börsennotierten VC-Unternehmens und im Beteiligungs- und Fondsmanagement tätig.

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