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19.12.2025 | 05:45

Die kritische Quelle: Wie Antimony Resources Rheinmetall und BASF vor Engpässen schützt und warum das Kurspotenzial birgt

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Bildquelle: pixabay.com

Ohne Antimon gäbe es keine Flammschutzmittel, moderne Elektronik oder präzise Munition. Die globale Verfügbarkeit dieses kritischen Metalls ist jedoch zunehmend gefährdet. Ein weiteres Zeichen für die umfassende Rohstoffkrise, die ganze Industriezweige zwingt, ihre Lieferketten radikal neu zu ordnen. Genau hier entsteht ein Dreiklang mit enormem Potenzial: Der Zugang zur Quelle durch Antimony Resources sichert die Versorgung für Abnehmer wie Rheinmetall und BASF, die auf das unverzichtbare Material angewiesen sind. Wir analysieren die drei Unternehmen genauer.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Armin Schulz
ISIN: ANTIMONY RESOURCES CORP | CA0369271014 , RHEINMETALL AG | DE0007030009 , BASF SE NA O.N. | DE000BASF111

Inhaltsverzeichnis:


    Antimony Resources - Explorationsdynamik in New Brunswick

    Bei Antimony Resources drehen sich aktuell die Bohrer. Das Unternehmen arbeitet sich auf seinem Flaggschiffprojekt Bald Hill in New Brunswick systematisch durch den Untergrund. Jüngst wurde ein neuer technischer Bericht vorgelegt, der das Potenzial der Lagerstätte neu beziffert. Das Modell deutet auf ein erhebliches Volumen antimonhaltigen Gesteins hin. Entscheidend ist aber, dass es noch nicht um eine wirtschaftliche Ressource geht, sondern um ein rein geologisches Potenzial. Die laufende Bohrkampagne zielt darauf ab, Lücken im Modell zu schließen und das Verständnis der Mineralisierung zu vertiefen. Erste Meldungen vom Feld deuten auf konsistente Erfolge hin.

    Was Bald Hill wirklich interessant macht, ist die außergewöhnliche Güte des Vorkommens. Die durchschnittlichen Antimon-Gehalte liegen laut dem Modell deutlich über den Werten, die von anderen vielbeachteten Projekten in Nordamerika gemeldet werden. Einzelne Bohrergebnisse aus der Vergangenheit zeigten sogar extrem hohe Werte. In einem künftigen Bergbau wäre ein solch hoher Antimongehalt ein entscheidender Kostenvorteil, da weniger Gestein bewegt und verarbeitet werden müsste, um die gleiche Menge Halbmetall zu produzieren. Das Projekt positioniert sich damit als potenziell hochgradigste Antimon-Lagerstätte.

    Die nächsten Schritte sind klar umrissen. Die aktuelle Bohrphase soll bis Ende des Jahres abgeschlossen sein. Ihr Ziel ist es, genügend Daten für die Definition einer ersten Ressource nach internationalem Standard im 1. Quartal 2026 zu liefern. Parallel laufen bereits frühe Umweltstudien, um später Zeit zu sparen. Eine Produktionsentscheidung liegt damit realistisch noch etwa 3 Jahre in der Zukunft. Vor dem Hintergrund der strategischen Bedeutung Antimons, einem für Verteidigung und Energiewende wichtigen Metall mit angespannter Lieferkette, beobachtet der Markt solche methodischen Fortschritte mit besonderem Interesse. Die Aktie notiert aktuell bei 0,445 CAD.

    Rheinmetall - strategischer Fokus und operative Stärke

    Rheinmetall vollzieht einen klaren strategischen Schwenk. Im Dezember fiel die Entscheidung, den zivilen Power-Systems-Bereich zu veräußern, um sich vollständig auf das Verteidigungsgeschäft zu konzentrieren. Dieser Schritt unterstreicht den Willen, zum reinen Rüstungskonzern zu werden. Obwohl die Buchung mit einer Wertberichtigung von 350 Mio. EUR einhergeht, stärkt sie langfristig das Profil. Verhandlungen mit zwei Interessenten laufen bereits, der geplante Abschluss im 1. Quartal 2026 würde diesen Fokus besiegeln. Damit reagiert das Unternehmen auf die anhaltend hohe Nachfrage nach wehrtechnischen Lösungen.

    Die operative Nachfrage bleibt ungebrochen, wie jüngste Großaufträge zeigen. Die Bundeswehr rief weitere 50.000 Sätze Spezialgehörschutz im Wert von über 130 Mio. EUR ab. Ebenfalls im Dezember orderten die Niederlande Skyranger-30-Luftverteidigungssysteme im hohen dreistelligen Millionenbereich. Diese einzigartige, flexible Konfiguration stößt bereits auf Interesse weiterer NATO-Partner. Zudem demonstrierte Rheinmetall in Finnland erfolgreich sein Drohnenabwehrsystem Skyspotter unter realistischen Bedingungen, was die Technologieführerschaft unterstreicht.

    Die finanziellen Fundamentaldaten bieten Rückhalt. Nach 9 Monaten 2025 verzeichnete das Unternehmen ein Umsatzplus von 19,9 % auf 7,5 Mrd. EUR. Das bereinigte operative Ergebnis stieg um 18,4 % auf 835 Mio. EUR. Für das Gesamtjahr wird nun ein pro-forma-Umsatzwachstum von 30 - 35 % erwartet, bei einer operativen Marge zwischen 18,5 und 19,0 %. Der freie Cashflow im Defence-Bereich übertrifft die Erwartungen. Dieses solide Fundament stützt die langfristige Wachstumsstrategie des Konzerns. Derzeit ist die Aktie für 1.516,50 EUR zu haben.

    BASF - schärft sein Portfolio mit gezieltem Verkauf

    BASF konsolidiert sein Portfolio weiter. Diesmal hat er den Verkauf seines Geschäfts mit optischen Aufhellern eingefädelt. Käufer ist das Spezialchemieunternehmen Catexel. Diese Nische war bisher Teil des Unternehmensbereichs Care Chemicals und beschäftigte rund 80 Mitarbeiter an einer Produktionsstätte in der Schweiz. Voraussichtlich im 1. Quartal des nächsten Jahres soll der Deal über die Bühne gehen. Für Aktionäre sendet das ein klares Signal, dass BASF konsequent sein Profil schärft und Aktivitäten abstößt, die nicht mehr zur langfristigen Strategie passen. Solche gezielten Verkäufe sorgen letztlich für eine schlankere Kapitalallokation.

    Gleichzeitig hat BASF für seinen größten Produktionsstandort eine wichtige Hürde genommen. In Ludwigshafen hat sich das Management mit dem Betriebsrat auf einen neuen Pakt geeinigt, der betriebsbedingte Kündigungen bis Ende 2028 ausschließt. Erreicht der Standort vereinbarte Profitabilitätsziele, kann die Vereinbarung sogar um zwei Jahre verlängert werden. In den vergangenen Jahren war der Stammsitz mit über 30.000 Beschäftigten operativ tief in den roten Zahlen. Die neue Regelung soll die Wettbewerbsfähigkeit zurückbringen und setzt dabei vor allem auf natürliche Fluktuation und gezielte Qualifizierung. Für Investoren nimmt diese Einigung spürbar Druck von den Schultern, denn sie sichert den Arbeitsfrieden und reduziert ein wesentliches Unsicherheitsrisiko.

    Die Innovationskraft bleibt ein zentraler Pfeiler für die Zukunft von BASF. Bei einer Forschungskonferenz betonte der Konzern, dass rund 80 % seiner klassifizierbaren F&E-Aktivitäten den Nachhaltigkeitszielen dienen. Konkrete Projekte umfassen „loopamid“ für recycelte Polyamide, die Entwicklung der Methanpyrolyse zur emissionsfreien Wasserstoffherstellung mit ExxonMobil und herbizidtolerante Baumwollsorten. Zudem treiben digitale Tools wie eine KI-gestützte Wissensplattform und automatische Reaktorexperimente die Effizienz in der Forschung deutlich voran. Diese Fokussierung sichert die langfristige Wettbewerbsfähigkeit in einem transformierenden Markt. Momentan kostet eine Aktie 43,93 EUR.


    Der strategische Zugang zu kritischen Rohstoffen wird zum entscheidenden Wettbewerbsvorteil. Antimony Resources treibt die Exploration einer potenziell hochgradigen Lagerstätte voran und positioniert sich als künftiger Versorger in einer angespannten Lieferkette. Rheinmetall schärft sein Profil durch den geplanten Verkauf des zivilen Geschäftszweigs und profitiert operativ von einer anhaltend robusten Rüstungsnachfrage. BASF demonstriert trotz Marktturbulenzen Widerstandsfähigkeit, strafft sein Portfolio und signalisiert mit umfangreichen Kapitalrückführungen Zuversicht. Das Zusammenspiel von Ressourcensicherung, strategischer Fokussierung und finanzieller Stabilität bildet ein starkes Dreieck mit Zukunftspotenzial.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Armin Schulz

    Der gebürtige Mönchengladbacher studierte Betriebswirtschaftslehre in den Niederlanden. Im Zuge des Studiums kam er erstmals mit der Börse in Kontakt. Er hat mehr als 25 Jahre Erfahrung bei Börsengeschäften.

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