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18.02.2026 | 05:10

Vergessen Sie die Autobauer: Deutsche Telekom, RE Royalties und BASF sind die neuen Anker für Ihr Einkommen 2026

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Bildquelle: pixabay.com

Die Botschaft klingt verheißungsvoll: 52,9 Mrd. EUR für Aktionäre, doch wer jetzt einfach auf altbekannte Dividendenstars setzt, könnte im Jahr 2026 böse Überraschungen erleben. Während die globalen Ausschüttungen nur noch kriechen und sich das Wachstum auf 2,7 % halbiert hat, vollzieht sich in den Depots ein stiller Machtwechsel. Einstige Dividendenkönige wie die Autobauer treten auf die Bremse, während Banken und Finanziers das Tempo vorgeben. Für Anleger heißt das, dass man genauer hinschauen muss. Ein genauer Blick auf Deutsche Telekom, RE Royalties und BASF zeigt, wo die wahren Qualitäten für 2026 liegen könnten.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Armin Schulz
ISIN: DT.TELEKOM AG NA | DE0005557508 , RE ROYALTIES LTD | CA75527Q1081 , BASF SE NA O.N. | DE000BASF111

Inhaltsverzeichnis:


    Deutsche Telekom - T-Mobile US bleibt der entscheidende Wachstumsmotor

    Wer die Dynamik der Deutschen Telekom verstehen will, blickt nach Amerika. Die US-Tochter T-Mobile hat sich zur verlässlichen Cash-Maschine entwickelt und liefert Quartal für Quartal Rekordzahlen. Für 2025 wird dort mit einem Umsatz von knapp 78 Mrd. EUR gerechnet, die Prognosen für 2026 liegen bereits über 80 Mrd.. Die operative Stärke jenseits des Atlantiks schafft den finanziellen Spielraum, den der Vorstand für seine ehrgeizigen Pläne in Europa und bei der Aktionärsvergütung benötigt.

    Die gute Kassenlage kommt direkt bei den Anteilseignern an. Für 2025 stellt der Konzern eine Rekorddividende von 1,00 EUR je Aktie in Aussicht, ein deutlicher Schritt nach oben. Hinzu kommt ein laufendes Aktienrückkaufprogramm mit einem Volumen von bis zu 2 Mrd. EUR, das bereits umgesetzt wird. Diese Kombination aus wachsender Dividende und Kapitalrückführung unterstreicht das Selbstbewusstsein des Managements. Die durchschnittliche jährliche Steigerungsrate der Dividende lag zuletzt bei fast 8 %, was die Telekom für Investoren mit Fokus auf planbare Erträge zunehmend interessant macht.

    Die entscheidende Frage ist, ob die Wachstumsfantasie trägt. Analysten trauen dem Papier langfristig Kurse um die 35 EUR zu, doch es gibt auch kritische Stimmen. Die Herausforderungen im deutschen Festnetzgeschäft und die hohen Investitionen in Glasfaser und Künstliche Intelligenz dämpfen die Euphorie. Wer auf einen stetigen Einkommensstrom setzt, findet hier einen soliden Wert. Die Dividendenpolitik ist berechenbar, und für 2026 zeichnet sich eine weitere Erhöhung ab. Für Anleger, die Wachstum suchen, bleiben die USA der entscheidende Faktor. Gleichzeitig bleibt die Unsicherheit, ob dieser Motor weiter so stark läuft. Derzeit ist die Aktie für 32,98 EUR zu haben.

    RE Royalties - baut Solar-Engagement in den USA weiter aus

    Das in Vancouver ansässige Finanzierungsunternehmen RE Royalties treibt seine Expansion im amerikanischen Solarmarkt konsequent voran. Mit einer 2. Investitionstranche in Höhe von 800.000 USD beläuft sich die bisherige Investition in die im Januar gestartete Partnerschaft mit dem Entwickler Solaris Energy auf mittlerweile 3,8 Mio. USD. Das Gesamtvolumen der Vereinbarung liegt bei bis zu 9 Mio. USD für zwei Projektportfolios mit dezentralen Solaranlagen. Die erste Tranche umfasst 15 Einzelprojekte in 5 Bundesstaaten (Kalifornien, Maine, Delaware, New Hampshire und Colorado), von denen sich 9 bereits im Bau befinden. Die strukturierte Finanzierung mit meilensteinbasierten Auszahlungen und einer über 25 Jahre angelegten Mindestrendite zeigt, wie das Unternehmen sein Royalty-Modell im Segment der kommerziellen und industriellen Solarerzeugung skaliert.

    Das Geschäftsmodell von RE Royalties kombiniert klassische Projektfinanzierung mit langfristigen Umsatzbeteiligungen. Durch die Vergabe besicherter Darlehen an Projektentwickler sichert sich das Unternehmen neben Zinseinnahmen auch Royalty-Anteile an den künftigen Erlösen. Entscheidend für die Skalierbarkeit ist der Kapitalrecycling-Effekt. Sobald die kurzfristigen Brückenfinanzierungen nach durchschnittlich 3 Jahren zurückgezahlt werden, steht das Kapital für neue Investitionen bereit. Bei einer schlanken Kostenstruktur mit nur 9 Mitarbeitern kann das bestehende Portfolio von über 100 Royalties ohne nennenswerten Personalaufbau verwaltet werden. Die interne Verzinsung der Projekte liegt bei etwa 18 %.

    Die fast vollständige Tilgung der vor 5 Jahren emittierten Series-1-Green-Bonds im Volumen von rund 10 Mio. CAD signalisiert eine solide Finanzdisziplin. Das von S&P mit "Dark Green" bewertete Rahmenwerk hatte ausschließlich klimaschonende Projekte finanziert. Die Projektpipeline umfasst derzeit Absichtserklärungen über 50 Mio. CAD für Solar-, Wind- und Speichervorhaben in Nordamerika und auf den Malediven. Das Unternehmen schüttet seit 6,5 Jahren kontinuierlich eine Dividende aus. Bei einer kürzlich auf jährliche Zahlung umgestellten Politik ergibt sich basierend auf der aktuellen Kursbasis eine Dividendenrendite im zweistelligen Prozentbereich. Dieser Wert zeigt, dass das Geschäftsmodell der vorhersehbaren Cashflows aus langfristig vertraglich gesicherten Energieprojekten profitabel ist. Aktuell notiert die Aktie bei 0,34 CAD.

    BASF - zwischen Gegenwind und Strategiewechsel

    Der Chemiekonzern aus Ludwigshafen hat die vorläufigen Zahlen für 2025 vorgelegt und die fielen gemischt aus. Der Umsatz ging auf 59,7 Mrd. EUR zurück, leicht unter Vorjahresniveau. Das operative Ergebnis blieb mit 6,6 Mrd. EUR hinter den eigenen Erwartungen zurück, was vor allem an Margendruck und Währungseffekten lag. Gleichzeitig gibt es einen klaren Lichtblick. Der Free Cashflow hat sich auf 1,3 Mrd. EUR nahezu verdoppelt und übertraf damit die Prognosen deutlich. Ermöglicht wurde das durch geringere Investitionsausgaben, ein Zeichen für mehr finanzielle Disziplin. Die operative Erholung bleibt aber vorerst aus.

    Der Konzern treibt seinen Umbau schneller voran als geplant. Rund 1,3 Mrd. EUR Sonderaufwendungen belasteten 2025 das Ergebnis. Das zeigt, wie ernst es dem Management mit dem Sparkurs ist. Gleichzeitig entstehen neue Strukturen. In Hyderabad eröffnet BASF einen globalen Digital Hub, um Dienstleistungen effizienter und kostengünstiger zu organisieren. Auch technologisch tut sich etwas. Ein vollautomatisiertes KI-Labor für Formulierungstests und die Zusammenarbeit mit ExxonMobil bei emissionsarmem Wasserstoff sind konkrete Schritte in Richtung Zukunftsmärkte. Die Weichen für profitableres Wachstum sind gestellt, die operative Umsetzung wird aber noch Zeit brauchen.

    Für 2026 erwarten Analysten eine schrittweise operative Besserung, vorausgesetzt, die Konjunktur zieht an und der Preisdruck lässt nach. Die Aktie bietet derzeit eine Dividendenrendite von gut 5 % bei einer garantierten Mindestausschüttung von 2,25 EUR je Anteil bis 2028. Dazu läuft seit November ein Aktienrückkaufprogramm über 1,5 Mrd. EUR. Ob die Dividende langfristig aus eigener Kraft finanzierbar ist, hängt von der weiteren Cashflow-Entwicklung ab. Anleger mit langem Atem und Interesse an einer laufenden Rendite finden hier eine solide Basis, solange sie die zyklischen Schwankungen des Chemiemarktes mitgehen können. Momentan kostet eine Aktie 51,00 EUR.


    Wer 2026 verlässliche Erträge sucht, muss über die klassischen Dividendenwerte hinausblicken. Die Deutsche Telekom beweist, dass ihr amerikanischer Wachstumsmotor T-Mobile die entscheidende Kraft für steigende Ausschüttungen ist. RE Royalties zeigt, wie sich mit einem schlanken Royalty-Modell im Bereich Erneuerbarer Energien zweistellige Renditen skalieren lassen. Und die BASF kämpft sich mit tiefgreifendem Umbau und garantierten Ausschüttungen durch den Margendruck.


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    Der Autor

    Armin Schulz

    Der gebürtige Mönchengladbacher studierte Betriebswirtschaftslehre in den Niederlanden. Im Zuge des Studiums kam er erstmals mit der Börse in Kontakt. Er hat mehr als 25 Jahre Erfahrung bei Börsengeschäften.

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