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02.02.2026 | 05:00

Uran-Rausch im Athabasca-Becken: Stallion Uranium wandelt auf den Spuren von NexGen Energy – Chance auch für Cameco?

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Bildquelle: KI

Die globale Energiewirtschaft erlebt derzeit eine Renaissance, die noch vor wenigen Jahren undenkbar schien. Getrieben vom unstillbaren Stromhunger der KI-Rechenzentren und dem geopolitischen Zwang zur Unabhängigkeit von fossilen Importen, kehrt die Kernkraft als kaum verzichtbare Grundlastquelle zurück. Doch dem Atomkraft-Comeback steht die harte Realität entgegen: Die Versorgung mit nuklearem Brennstoff hinkt dem Bedarf hinterher. Während die Reaktoren länger laufen und neue ans Netz gehen, leeren sich die Lagerbestände der Versorger. In diesem strukturellen Angebotsdefizit beginnt der Wettlauf um die wenigen verbliebenen Weltklasse-Lagerstätten. Das Zentrum dieser Suche liegt im kanadischen Saskatchewan, genauer gesagt im südwestlichen Athabasca-Becken. Hier hat sich eine klare Hierarchie herausgebildet: Der Branchenriese Cameco muss produzieren, der Entwickler NexGen Energy hat das geologische Potenzial bewiesen und der Explorer Stallion Uranium hat sich das strategisch entscheidende Landpaket gesichert, um mit der nächsten großen Entdeckung für Furore zu sorgen. Wir gehen den Details auf den Grund.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Nico Popp
ISIN: NEXGEN ENERGY LTD | CA65340P1062 , CAMECO CORP. | CA13321L1085 , STALLION URANIUM CORP | CA8529192087

Inhaltsverzeichnis:


    Der Nachfrage-Druck: Wieso Cameco neues Uran braucht

    Um die Brisanz der Lage zu verstehen, muss man auf Cameco blicken. Der kanadische Marktführer ist das Rückgrat der westlichen Uranversorgung. Doch selbst Riesen haben im aktuellen Umfeld ihre Probleme: Die legendären Minen wie Cigar Lake haben eine endliche Lebensdauer und die Produktionskosten steigen. Um seine langfristigen Lieferverträge zu erfüllen, kann Cameco nicht nur auf interne Optimierung setzen - der Konzern muss langfristig zusätzliche Reserven akquirieren.

    Der Markt hat sich gewandelt. Es reicht nicht mehr, irgendwo Uran zu finden. Benötigt werden hochgradige Vorkommen in sicheren Jurisdiktionen, die wirtschaftlich auch bei volatilen Preisen gefördert werden können. Cameco ist damit in der Rolle des naheliegenden Käufers dieser Projekte: Wer in Kanada neues, hochreines Uran findet, hat im Branchenprimus einen potenziellen Abnehmer, der aufgrund der Umstände am Uranmarkt unter Zugzwang steht.

    NexGen Energy: Der Beweis, dass Geologie keine Grenzen kennt

    Lange Zeit galt der südwestliche Teil des Athabasca-Beckens als uninteressant. NexGen Energy hat dieses Dogma pulverisiert. Mit der Entdeckung der Arrow-Lagerstätte – einem massiven, hochgradigen Uranerzkörper – hat das Unternehmen bewiesen, dass genau in dieser Region die großen Potenziale liegen. Arrow gilt als eines der wichtigsten Bergbauprojekte der Welt und hat NexGen eine Milliardenbewertung eingebracht.

    Für Geologen war dies der Startschuss für einen neuen Goldrausch – oder besser gesagt: Uranrausch. NexGen hat gezeigt, dass die leitfähigen Korridore im Gestein auch im Südwesten hochgradig sein können. Diese Erkenntnis ist die Basis für die Bewertung aller Liegenschaften in der Nachbarschaft. Wer hier Land besitzt, besitzt ein Los in der geologischen Lotterie mit den höchsten Gewinnquoten der Branche.

    Stallion Uranium: Der Nachbar mit dem riesigen Potenzial

    Genau hier positioniert sich Stallion Uranium. Das Unternehmen hat nicht einfach nur Land gekauft, sondern eine aggressive Konsolidierungsstrategie umgesetzt. Mit über 3.000 km² hält Stallion das größte zusammenhängende Explorationsgebiet im südwestlichen Athabasca-Becken. Besonders brisant: Die Claims liegen in direkter Nachbarschaft zu NexGens Arrow-Projekt und der vielversprechenden PLN-Lagerstätte von F3 Uranium.

    Doch Stallion verlässt sich nicht nur auf die Lage. Das Unternehmen wendet systematisch moderne Geophysik an, um genau jene Strukturen zu identifizieren, die NexGen groß gemacht haben. Aktuell läuft ein Bohrprogramm über 5.500 m, das sich unter anderem auf das Explorationsziel „Coyote“ konzentriert. Dieses Ziel liegt nur etwa 12 km östlich von Arrow und weist geophysikalische Signaturen auf, die Experten aufhorchen lassen.

    Uran-Aktien sind gefragt - wie geht es bei Stallion Uranium weiter?

    Ein entscheidender Vorteil für Investoren ist das Finanzierungsmodell. Durch ein Joint Venture mit Atherton Resources (das unter anderem von der renommierten ATHA Energy finanziert wird) kann Stallion das teure Bohrprogramm vorantreiben, ohne die eigenen Aktionäre übermäßig zu verwässern. Das ist ein starkes Vertrauensvotum von Brancheninsidern, die bereit sind, Millionen in die Exploration von Stallions Boden zu stecken.

    Stallion Uranium: Uran-Chance im Bullenmarkt

    Die Investment-Logik bei Stallion Uranium ist schnell erklärt: Anleger investieren hier nicht in eine vage Hoffnung in der Wüste, sondern in das dominanteste Landpaket in der heißesten Uran-Region der westlichen Hemisphäre. Während Cameco die Probleme von Produktion und Nachschub lösen muss und NexGen bereits mit einer Milliardenbewertung gehandelt wird, bietet Stallion Uranium noch den klassischen Hebel eines Frühphasen-Explorers. Zwar bleiben typische Explorationsrisiken, doch die Kombination aus der direkten Nähe zu Weltklasse-Funden, einem vollständig finanzierten Bohrprogramm und der Partnerschaft mit kapitalkräftigen Akteuren maximiert die Wahrscheinlichkeit eines Treffers. Sollte Stallion auf seinem riesigen Areal auch nur einen Bruchteil dessen finden, was NexGen bei Arrow entdeckt hat, könnte die Aktie eine Neubewertung erfahren, die weit über den aktuellen Kurs hinausgeht. Für risikobewusste Anleger ist Stallion Uranium eine naheliegende Wette auf die nächste große Entdeckung im Athabasca-Becken.


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    Der Autor

    Nico Popp

    In Süddeutschland zuhause, begleitet der leidenschaftliche Börsianer die Kapitalmärkte seit rund zwanzig Jahren. Mit einem Faible für kleinere Unternehmen ausgestattet, ist er ständig auf der Suche nach spannenden Investmentstorys

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