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07.10.2025 | 05:00

Indonesien-Schock für Autobauer – Hoffnungsträger NISK: Mercedes-Benz, Ford, Power Metallic Mines

  • Nickel
  • Batteriemetalle
  • Lieferketten
Bildquelle: KI

Indonesien ist der Hot-Spot für Nickel. Rund 50 % des weltweiten Angebots stammen laut dem Institute for Energy Economics and Financial Analysis aus dem asiatischen Land. Doch zuletzt haben Medien und NGOs das „schmutzige" Nickel des Landes ins Rampenlicht gerückt. Umweltverbände schlagen Alarm: In den Abbaugebieten Sulawesis und den Molukken seien Böden und Küstengewässer verseucht, stellenweise verfärbe sich das Meer rot durch Bergbaurückstände. Wie das ZDF vor einigen Wochen berichtete, bezieht auch Mercedes-Benz indirekt Nickel aus Indonesien. Welche Folgen die Vorwürfe haben und wieso ein aussichtsreicher Nickel-Standort jetzt wieder in den Fokus der Industrie rücken dürfte.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Nico Popp
ISIN: POWER METALLIC MINES INC. | CA73929R1055 , MERCEDES-BENZ GROUP AG | DE0007100000 , FORD MOTOR DL-_01 | US3453708600

Inhaltsverzeichnis:


    China dominiert selbst in Indonesien

    Der Aufruhr war groß nach den Medienberichten über Indonesiens Nickel-Industrie: Neben verseuchten Böden und dem verfärbten Meer sorgten auch Berichte über riesige illegale Deponien im Regenwald sowie soziale Missstände für Kritik. So seien im Regenwald rund 12 Mio. t giftige Abfälle entdeckt und für Bergbau-Projekte Menschen enteignet oder ohne ausreichenden Arbeitsschutz in Minen beschäftigt worden. Zusätzlich zu diesen ESG-Verfehlungen sorgt die Dominanz Chinas auf dem indonesischen Markt für Verunsicherung - chinesischen Unternehmen dominieren rund 75 % der Nickel-Raffinerien in Indonesien. Autobauer, wie Mercedes-Benz oder auch Ford, die erst 2023 gemeinsam mit Partnern in einer indonesischen Verarbeitungsanlage für Nickel investierten, werden umdenken oder sich zumindest breiter aufstellen müssen.

    Ford und Mercedes-Benz: Fokus auf Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit

    Liest man Geschäftsberichte oder Webseiten großer Autobauer, geht es dort oft um Nachhaltigkeit und eine grüne Zukunft. Die Realität ist jedoch nicht so makellos, wie das PR-Sprech. Ford versucht mit vielen kleinen Maßnahmen, das eigene Geschäft nachhaltiger aufzustellen. Dazu gehört etwa die Verwendung von Lithium-Eisen-Phosphat-Batterien, die ohne Nickel und Kobalt auskommen, dafür aber schwerer sind, ebenso, wie Investments in Recycling. Zusammen mit Redwood Materials investiert Ford in den USA in Programme, um Altbatterien zu verwerten. Gemeinsam mit CATL ist zudem im US-Bundesstaat Michigan eine Batteriefabrik geplant.

    Auch Mercedes-Benz achtet auf nachhaltige Lieferketten, investiert in Recycling und setzt wie Ford zunehmend auf direkte Investitionen in aussichtsreiche Rohstoff-Projekte. 2022 schloss Mercedes im Zuge einer deutschen Delegationsreise nach Kanada ein Abkommen, um gemeinsam mit der kanadischen Regierung und lokalen Bergbaupartnern den Zugang zu kritischen Mineralien zu sichern. So wurde etwa mit der deutsch-kanadischen Firma Rock Tech Lithium ein Liefervertrag über 10.000 Tonnen Lithiumhydroxid pro Jahr ab 2026 vereinbart. Auch bei Nickel könnte Kanada für Autohersteller zu einer Alternative werden.

    NISK-Projekt in Kanada will Batteriemetalle fast CO2-neutral liefern

    Zwar hat die indonesische Regierung angekündigt, die Vorwürfe aufklären und die Situation rund um den Nickel-Abbau in Indonesien verbessern zu wollen, doch sollten sich Autohersteller allein wegen der großen Abhängigkeit von China breiter aufstellen. Das NISK-Projekt in der kanadischen Provinz Quebec beherbergt eine hochgradige polymetallische Lagerstätte mit Nickel, Kupfer, Kobalt sowie Platin- und Palladium - und das laut unabhängigen Rankings in einer der sichersten und bergbaufreundlichsten Jurisdiktionen der Welt. NISK liegt nahe der Ortschaft Nemaska im James-Bay-Gebiet und verfügt über exzellente Infrastruktur: Straßenanbindung, einen Flughafen in Reichweite und unmittelbaren Zugang zu günstiger Wasserkraft dank eines Hydro-Québec-Umspannwerks in Sichtweite. Diese Faktoren sind entscheidend, denn sie erlauben eine Stromversorgung des Bergwerks mit nahezu CO2-freiem Strom. Darüber hinaus ist das Nickelerz in vergleichsweise geringen Tiefen lagernd, was den Tagebau erleichtert. Der besondere Clou bei NISK ist das umliegende Ultramafitisches-Gestein, das CO2 aus der Luft binden kann, wodurch anfallende Rückstände als natürlicher „CO2-Schwamm" dienen.

    Auch aus geologischer Sicht kann NISK überzeugen: 2024 gelang im Teilgebiet Lion eine Bohrung mit durchschnittlich 7 % Kupfer-Äquivalent über eine Strecke von 32 Metern - ein Gehalt, den man sonst eher aus den legendären Lagerstätten von Norilsk in Russland kennt. Auch ein weiteres Detail lässt Geologen eher Parallelen zu diesen Weltklasse-Vorkommen als zu indonesischen Minen ziehen: NISK ist, anders als die indonesischen Laterit-Nickelminen, eine Sulfid-Lagerstätte. Das bietet bei einer möglichen späteren Verarbeitung Kostenvorteile. Hinzu kommt die Lage des Projekts im stabilen Kanada, das neben hoher Umweltauflagen auch gute Bedingungen für Bergbauunternehmen bietet. All diese Eckdaten positionieren NISK als klimaneutrale, geopolitisch stabile und zugleich äußerst rentable Nickelquelle - ein starkes Alleinstellungsmerkmal gegenüber der Konkurrenz aus Indonesien.

    Power Metallic Mines und NISK haben gleich mehrere Milliardäre überzeugt

    Hinter dem NISK-Projekt steht das Unternehmen Power Metallic Mines. Erst im vergangenen Februar gelang es dem Unternehmen, eine Finanzierung über 50 Mio. CAD abzuschließen. Unter den Geldgebern finden sich mit Robert Friedland, Rob McEwen und Gina Rinehart allesamt Milliardäre mit Weitsicht und Rohstoff-Know-how. Die Aktie von Power Metallic Mines legte in den vergangenen sechs Monaten um knapp 29 % zu und bewertet das Unternehmen aktuell mit rund 214 Mio. EUR. In Zeiten, in denen es bei Rohstoffen auf die Versorgungssicherheit ankommt und auch ESG eine anhaltend große Rolle spielt, sollten Anleger die Aktie von Power Metallic Mines auf dem Radar haben - hier entsteht eine der aussichtsreichsten Minen für Batteriemetalle in westlichen Industrieländern.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Nico Popp

    In Süddeutschland zuhause, begleitet der leidenschaftliche Börsianer die Kapitalmärkte seit rund zwanzig Jahren. Mit einem Faible für kleinere Unternehmen ausgestattet, ist er ständig auf der Suche nach spannenden Investmentstorys

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