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06.03.2026 | 04:45

Jetzt schlägt´s 13 – Iran feuert aus allen Rohren! Investoren setzen auf Antimony Resources

  • Kritische Rohstoffe
  • Antimon
  • Iran-Konflikt
  • Strategische Metalle
  • Knappheit
  • Lieferketten
Bildquelle: pixabay.com

Wer hätte das gedacht? US-Präsident Donald Trump bereinigt das Thema Iran zusammen mit Israel. Dass die islamische Welt das nicht gutheißen wird, war Auguren längst klar. Nun wird spekuliert, wie viel Kriegsmaterial auf beiden Seiten zur Verfügung steht, um den vermeintlichen Gegner in die Knie zu zwingen. Für Investoren ist das ebenso wie für alle Zaungäste ein humanitärer Wahnsinn, doch die Militärstrategen ticken anders. Sie denken in Nachschub, Produktion und Beschaffung. Dass hierbei die eh schon knappen Ressourcen der letzten Monate nochmals einen Lieferketten-Ritt durchmachen, ist in einem solchen Umfeld normal. Seit Montag gab es drei Ölpreis-Schocks hintereinander. Auf dem Radar haben sollten Investoren neben Öl aber auch strategische Metalle allen voran Antimon. Das kanadische Unternehmen Antimony Resources hat seit dem Jahreswechsel ein Plus von 100 % auf der Uhr – darf es noch ein Nachschlag sein, Herr Oberst?

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: André Will-Laudien
ISIN: ANTIMONY RESOURCES CORP | CA0369271014

Inhaltsverzeichnis:


    Konfliktgetriebene Nachfrage aus der Region

    Der Bedarf lässt sich fühlen! Denn der eskalierende Konflikt rund um den Iran, der angrenzenden Golfstaaten und Israel sowie die verstärkte US‑Präsenz im Raum führt zu einem kräftigen Nachfrageschub bei Munition, Lenkflugkörpern und Luftverteidigungssystemen, welche in der Produktion alle auf kritische Mineralien wie Antimon, Wolfram, Tantal und bestimmte Seltene Erden angewiesen sind. Szenarien mit hohen Abschussraten von ballistischen Raketen und Abfangsystemen z. B. Patriot‑Batterien in den Golfstaaten, implizieren einen gigantischen Verbrauch von „Missile‑Grade“‑Materialien in Größenordnungen, die in keinem zivilen Rohstoffmodell einkalkuliert sind. Für eine Rakete werden mehrere Kilo wichtiger Metallkomponenten verbaut. Eins davon ist Antimon!

    Maritime Knackpunkte im Visier: Hormus und Suez

    Parallel dazu verschärft der Konflikt die Verwundbarkeit zentraler Seewege: Reedereien meiden zunehmend die Straße von Hormus und Suez, verlagern Routen um das Kap der Guten Hoffnung und lösen damit massive Verzögerungen, Kapazitätsengpässe und Kostensteigerungen im Container‑ und Rohstoffverkehr aus. Auch wenn Antimon nur selten als eigene Fracht im Fokus der Berichterstattung steht, trifft diese Störung genau jene Containerrouten, über welche die Zwischenprodukte, Chemikalien und Rüstungsgüter zwischen Asien, Nahost und Europa und die USA fließen. Die logistische „Zeitachse“ der kritischen Mineralien wird durch nötige Umwege deutlich verlängert.

    Geopolitische Instrumentalisierung von Rohstoffen

    China hat seit 2025 bereits gezeigt, dass es kritische Rohstoffe offen als geopolitisches Druckmittel nutzt, etwa über Exportkontrollen bis hin zu de‑facto‑Verboten für bestimmte Länder bei Gallium, Germanium und jüngst Antimon. In einer Lage, in der westliche Staaten gleichzeitig die Rüstungsausgaben hochfahren, müssen sie die Lieferketten in Richtung „Friend‑Shoring“ umbauen. Gerade im Kontext „Naher Osten“ steigt der Anreiz für Peking, Rohstoffe als Antwort auf westliche Sanktionen und Sicherheitsbündnisse einzusetzen. Klingt alles nach „auf Kante genäht“!

    Lang übersehen – jetzt im brennenden Fokus

    Lange Zeit wurde Antimon lediglich als Nebenprodukt anderer Metallförderungen betrachtet und erhielt kaum eigenständige Aufmerksamkeit. Diese Phase ist jedoch vorbei, da die Nachfrage nach strategischen Rohstoffen für sicherheits- und technologieorientierte Anwendungen deutlich zugenommen hat. Das chemische Element Sb ist ein Halbmetall, das heute als unverzichtbar für moderne Technologien wie Elektronik, Energiespeicher und Speziallegierungen gilt. Die globale Produktion ist stark konzentriert, was Antimon zu einem kritisch bewerteten Rohstoff macht. Vor diesem Hintergrund erfährt das Metall nun eine umfassende Neubewertung im strategischen Rohstoffkontext. Die Preise galoppieren bereits seit dem Jahreswechsel. Zurück in den Trab? Eher unwahrscheinlich!

    Bald Hill: Ein Projekt zur richtigen Zeit

    Für Investoren rückt ein aussichtsreiches Projekt in New Brunswick in den Fokus. Bisherige Bohrungen zeigen eine mineralisierte Struktur mit Antimongehalten von rund 700 Metern Länge und mindestens 350 Metern Tiefe. Erste Ergebnisse bestätigen die gute Kontinuität dieser Stibnit-Mineralisierung, damit könnte Bald Hill ein bedeutendes geologisches System darstellen. Der Optionsbesitzer Antimony Resources hat das Projektgebiet rund um Bald Hill zuletzt auf über 2.000 Hektar erweitert. Denn man weiß um dessen Relevanz im westlichen Rohstoff-Universum. Erste Untersuchungen deuten darauf hin, dass die Mineralisierung nicht nur auf die Hauptstruktur beschränkt ist, denn mehrere separate Zonen wurden bereits entdeckt. Die Arbeiten gehen nun zügig weiter. Mit rund 7 Mio. CAD in der Kasse erhält sich die Schlagkraft über Monate.

    Butter bei die Fische - Jetzt Fakten schaffen!

    Die Bewertung von Antimony Resources erscheint vor dem Hintergrund der strategischen Bedeutung von Antimon moderat, denn die Zahl potenzieller Explorationsziele wächst kontinuierlich. Ein älterer NI 43-101-Bericht beschreibt ein exploratives Potenzial von rund 2,7 Mio. Tonnen Erz mit 3 bis 4 % Antimon. Das Management hat jüngst klargestellt, dass der technische Bericht zum Bald Hill-Projekt vom November 2025 keine offiziell definierte Mineralressource enthält und derzeit nicht den NI 43-101-Standards entspricht. Ein überarbeiteter technischer Bericht wird aber derzeit erstellt und nach Überprüfung durch die British Columbia Securities Commission (BCSC) auf SEDAR+ veröffentlicht.

    CEO James R. Atkinson gibt einen Überblick zu den neuesten Fortschritten in New Brunswick. Hier im Interview mit IIF-Moderatorin Lyndsay Malchuk.

    https://youtu.be/6bjeA5Be2F0

    Fazit: Kritische Rohstoffe im Zentrum globaler Machtpolitik

    Investoren sind heute mehr getrieben als noch in der aktiven Rolle. Viele Verunsicherungen und unkalkulierbare Variablen prägen das Anlagegeschäft. Der Grundtrend einer massiven Aufwertung seltener Ressourcen läuft nun aber schon einige Monate. Antimony Resources hat den Startknopf noch nicht mal voll durchgedrückt, doch die Flugbahn ist schon sichtbar. Wer ein Händchen für Frühphasen hat und ein bisschen Risikobereitschaft mitbringt, könnte hier eine Story erleben, die später kaum noch zu Einstiegskursen zu haben ist. Die Uhr tickt, und der Markt richtet erst jetzt seinen Blick auf dieses Potenzial. In Kanada pendelt der Kurs der Antimony-Aktie zwischen 0,90 und 1,10 CAD, beachtliche Millionenumsätze derzeit auch auf Tradegate. Wer strategisch und mit Weitblick agiert, hat hier eine attraktive Gelegenheit für mittel- bis langfristige Positionierungen. Höchst spannend!

    Der Chart von Antimony Resources gibt einen Vorgeschmack auf das, was im Aktienkurs weiter passieren kann. Materialisiert sich die Knappheit ähnlich wie bei Wolfram, dann wäre wohl noch eine multiple Rally zu erwarten. Quelle: LSEG vom 05.03.2026

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    Der Autor

    André Will-Laudien

    Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

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    Europas Weg zur Rohstoff-Souveränität: Schlüsselrollen für Lundin Mining, Boliden und Avrupa Minerals

    • Europa
    • Rohstoffe
    • Kritische Rohstoffe
    • Verarbeitung
    • Minen
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    Wegen der geopolitischen Entwicklung ist Europa mehr denn je gezwungen, seine Abhängigkeit von globalen Lieferketten durch mehr eigene Basismetall-Produktion zu verringern. Die Europäische Union (EU) hat mit dem Critical Raw Materials Act (CRMA) ehrgeizige Ziele vorgegeben, um bis 2030 mindestens 10 % des Bedarfs an strategischen Rohstoffen im Inland zu fördern und 40 % selbst zu verarbeiten. Diese Dringlichkeit wird durch Prognosen der Internationalen Energie Agentur (IEA) und von McKinsey unterstrichen, die bis 2035 ein deutliches Angebotsdefizit bei Kupfer von bis zu 30 % erwarten. Getrieben ist dieses Defizit laut der Experten durch die globale Energiewende und den Bau von Rechenzentren für Künstliche Intelligenz. Laut Analysen von S&P Global erfordert die Transformation nicht nur Kapital, sondern auch eine radikale Neuausrichtung der Industriepolitik weg von globalen Just-in-time-Lieferketten hin zu resilienten, heimischen Clustern. In dieser Gemengelage formiert sich die Wertschöpfungskette neu, wobei Unternehmen wie Lundin Mining, Boliden und Avrupa Minerals jeweils spezifische Bereiche besetzen. Wir skizzieren Unternehmen und Geschäftsmodelle und gehen auf Chancen für Investoren ein.

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