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27.09.2022 | 06:00

Kodiak Copper, Nordex, BYD – Kupferpreis zeigt Erholung der Wirtschaft an!

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Bildquelle: pixabay.com

Kupfer gilt als Frühindikator der Wirtschaft, da das Metall in nahezu allen elektrischen Produkten verbaut ist und in vielen Industriebereichen benötigt wird. Vergleicht man die Kassakurse von Kupfer mit dem Future, so zeigt sich, dass die Prämie je metrische Tonne deutlich angestiegen ist. Dazu passt, dass China bis August 8,1% mehr Kupfer importiert hat, trotz der Zero-Covid Strategie des Landes. Dagegen exportiere Chile, einer der größten Kupferproduzenten, weniger als im vergangenen Jahr. Das Angebot bleibt also knapp, auch aufgrund der Nachfrage aus Europa, die die Erneuerbaren Energien deutlich ausbauen. Wir sehen uns daher heute drei Unternehmen rund um Kupfer an.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Armin Schulz
ISIN: KODIAK COPPER CORP. | CA50012K1066 , NORDEX SE O.N. | DE000A0D6554 , BYD CO. LTD H YC 1 | CNE100000296

Inhaltsverzeichnis:


    Kodiak Copper – Bohrergebnisse in Kürze erwartet

    Neben der Energiewende in Europa, benötigt auch China mehr Kupfer, um seine Dekarbonisierung voranzutreiben. Laut Goldman Sachs wird die Nachfrage das Angebot ab 2026 deutlich übersteigen. Doch der Bau einer Kupfermine erfordert Zeit und große Kupferminen wurden in den vergangenen Jahren kaum noch gefunden. Das sind ideale Voraussetzungen für den kanadischen Kupfer-Explorer Kodiak Copper, der von Chris Taylor gegründet wurde. Chris Taylor hat bereits bei Great Bear gezeigt, wie man ein Unternehmen groß macht und verkauft. Kodiak Copper nutzt das erprobte Great Bear Vorgehen jetzt erfolgreich auf seiner Kupfer-Gold Porphyr-Liegenschaft. Das Flaggschiff-Projekt hört auf den Namen MPD, ist 14.716 Hektar groß und liegt in British Columbia.

    Seit März läuft das Bohrprogramm über 25.000m auf dem MPD-Grundstück. Am 13. September gab das Unternehmen ein Update zum Explorationsprogramm bekannt. Insgesamt wurden 29 Bohrlöcher mit einer Gesamtlänge von 19.150m niedergebracht. Der Fokus lag dabei auf der hochgradigen Gate Zone und daran angrenzenden Zielen, die ähnliche geophysikalische Eigenschaften aufweisen. Die Bohrkerne wurden zur Analyse versendet und man erwartet die nächsten Ergebnisse noch im September. Ein Bohrgerät ist mittlerweile in der Dillard Zone in Betrieb genommen worden. Noch bis zum Winter wird das Explorationsprogramm laufen und 3D-IP identifizierte geophysikalische Anomalien untersuchen.

    CEO Claudia Tornquist wird am27. September auf dem International Investment Forum ein Update präsentieren. Gelingen weitere hochgradige Entdeckungen, dürfte das dem Aktienkurs die Wende bringen. Zuletzt gab die Aktie bis auf 0,68 CAD nach und ist damit wieder auf dem Ausgangsniveau vor der hochgradigen Gate Zone Entdeckung angekommen. Dabei wurden mittlerweile die Liegenschaften vergrößert, die Gate Zone Entdeckung auf über einen Kilometer ausgedehnt, und jetzt werden neue Ziele getestet, die ähnliches Entdeckungs- und Wertschaffungspotential wie die Gate Zone haben. Finanzierungsbedarf gibt es aktuell ebenfalls nicht. Die Aktie sollte aufgrund der Entwicklungen beim Kupferpreis bald zum Rebound ansetzen.

    Nordex – Auftrag aus Deutschland

    Kupfer spielt auch bei den Erneuerbaren Energien eine entscheidende Rolle, denn wenn man die Netze ausbauen will, benötigt man entsprechende Rohstoffe. In einem Windrad mit 1 Megawatt Leistung sind rund 8.000 kg Kupfer verbaut. Daher sind die steigenden Kosten bei den Rohstoffen ein Problem für die Windradhersteller. Nordex ist seiner Konkurrenz zwar teilweise voraus, aber auch das deutsche Unternehmen kämpft mit seinen geringen Margen. Kommen unvorhergesehene Kostensteigerungen, fressen diese den Profit auf. Trotz der Schwierigkeiten sind die Auftragsbücher voll und das gibt Hoffnung auf bessere Zeiten.

    Positiv ist auch die Rückkehr des Unternehmens in den SDAX. Damit gewinnt man institutionelle Käufer zurück, die man aufgrund des Ausschlusses verloren hatte. Zudem sollte man in Zukunft von der Energiepolitik in Europa profitieren, die den Ausbau der Erneuerbaren Energien forcieren möchte. Am 20. September vermeldete das Unternehmen einen Auftrag über 31,5 Megawatt aus Deutschland. Dabei werden insgesamt sieben Turbinen der Delta4000-Serie an den Windpark Kantow geliefert. Zusätzlich wurde ein 15-jähriger Premium Service Vertrag abgeschlossen mit der Option der Verlängerung um weitere fünf Jahre.

    Auch die Entwicklung verbesserter Windenergieanlagen schreitet voran. Am 15. September wurde die N175/6.X Turbine vorgestellt, die sich speziell bei Mittel- und Schwachwindstandorten auszahlt. Insgesamt bringt der neue Typ einen Mehrertrag von 7-14% im Vergleich zum Vorgänger. Die Aktie konnte sich dem Gesamtmarkt nicht entziehen, erreichte aber seit Anfang Juli keine neuen Tiefs. Aktuell zahlt man für einen Anteilsschein 8,68 EUR. Die jüngste Analystenmeinung von Jeffries sieht die Aktie als Kauf mit einem Kursziel von 13 EUR an.

    BYD – stellt sich breit auf

    Wie bereits oben beschrieben, hat China seine Kupfer-Importe erhöht. Das Ziel ist die Dekarbonisierung. Einen großen Beitrag dazu leistet BYD, der Marktführer in China im Bereich der Elektromobilität ist. Die neuen Elektroautos verbrauchen deutlich mehr Kupfer als die alten Autos mit Verbrennermotor. Es überrascht daher nicht, dass China trotz Zero-Covid einen erhöhten Bedarf an Kupfer hat. Als ursprünglicher Batteriehersteller war das Unternehmen schon vor der Autoproduktion auf Kupfer angewiesen.

    Das Unternehmen arbeitet darauf hin, möglichst autark agieren zu können. So produziert man die Blade Batterien selbst und auch die Mikrochips werden von der Tochtergesellschaft hergestellt. Um den Ausbau der Produktion zu sichern, hat das Unternehmen zuletzt immer wieder investiert, wie in die Shenzhen Chengxin Lithium Group, Shanshan Lithium Battery Material Technology, Zhongrun Chemical sowie weitere Investitionen in die Zukunft. Damit sichert man sich entlang der Wertschöpfungskette ab. Das ist auch dringend nötig, denn das Wachstum ist bemerkenswert. Jüngst schloss man einen Rahmenvertrag mit Castrosua, um in Spanien Elektrobusse zu produzieren.

    Der E-Auto Absatz lieferte in den vergangenen Monaten laufend neue Rekorde. Man darf auf die Zahlen für den September gespannt sein. Genauso interessant ist der Aktienkurs, der nach Verkäufen von Warren Buffet zuletzt deutlich unter Druck war. Die Aktie steht aktuell bei 28,05 EUR und versucht einen Boden auszubilden. Der Aufwärtstrend der Aktie ist nach wie vor intakt, was man zuletzt über wenige Wertpapiere sagen konnte. Erst unterhalb von 18,35 EUR wäre der Trend gebrochen.


    Kupfer ist ein kritischer Rohstoff, wenn es um Erneuerbare Energien und Dekarbonisierung geht. Sowohl Europa als auch China haben erhöhten Bedarf und auch in den USA könnte die Nachfrage aufgrund des Subventionspakets deutlich anspringen. Kodiak Copper hat somit optimale Rahmenbedingungen. Bringen die Bohrergebnisse weitere hochgradige Entdeckungen, wird die Aktie schnell anspringen. Nordex hat zwar volle Auftragsbücher, aber zu kleine Margen. Bekommt das Unternehmen die Profitspanne vergrößert, winken Kursgewinne. BYD ist in vielen Bereichen führend und hat sich von vielen äußeren Faktoren unabhängig gemacht. Das verschafft dem Konzern definitiv einen Vorsprung vor der Konkurrenz.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Armin Schulz

    Der gebürtige Mönchengladbacher studierte Betriebswirtschaftslehre in den Niederlanden. Im Zuge des Studiums kam er erstmals mit der Börse in Kontakt. Er hat mehr als 25 Jahre Erfahrung bei Börsengeschäften.

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