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20.12.2021 | 05:08

Manganese X Energy, Allkem, Nordex – Gewinner für 2022!

  • Elektromobilität
  • Batterie
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  • Kobalt
  • Energiewende
  • Disruption
Bildquelle: pixabay.com

Elektromobilität ist ein Megatrend. Zentrale Herausforderungen sind die effiziente Speicherung emissionsfreier, also „grün“-produzierter elektrischer Energie sowie der Aufbau einer entsprechenden Infrastruktur. Wissenschaftler und Experten sind sich einig, dass mit der zunehmenden Elektrifizierung Rohstoffe wie Kupfer, Lithium, Mangan, Kobalt, Silber und Gold unverzichtbar sein werden.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Carsten Mainitz
ISIN: MANGANESE X ENERGY | CA5626783008 , NORDEX SE O.N. | DE000A0D6554 , Allkem Ltd. | AU0000193666

Inhaltsverzeichnis:


    Manganese X Energy – Disruption im Batteriemarkt?

    Der kanadische Explorer Manganese X Energy hat hochgesteckte Ziele. Die Gesellschaft widmet sich der Erforschung und Weiterentwicklung heimischer Rohstoffvorkommen, die unverzichtbar für die Produktion von Akkumulatoren sind. Im Mittepunt stehen die Elemente Nickel, Kobalt, aber hauptsächlich das Halbmetall Mangan. Der Graphitbereich wurde vor wenigen Monaten per Spin-off als Graphano Energy Ltd. abgespalten.

    „Mangan ist ein Kandidat für einen Umbruch im Bereich der Lithium-Ionen-Batterien. Mangan hat elementare Eigenschaften, die das Potenzial haben, die Dichte, Kapazität, Wiederaufladbarkeit, Sicherheit und Langlebigkeit von Batterien zu verbessern. Der Zeitpunkt für die Erschließung eines nordamerikanischen Manganvorkommens könnte nicht besser sein. Angesichts des weltweiten Strebens nach umweltfreundlicherer Technologie und der Verringerung des CO2-Fußabdrucks ist Manganese X in der Lage, eine führende Rolle bei der Bereitstellung eines heimischen Manganangebots für die wiederaufladbare Batterieindustrie einzunehmen, angefangen bei kleinen Verbraucherbatterien in elektronischen Geräten, Smartphones und Energiespeichern bis hin zur EV- und Hybrid-Elektrofahrzeugindustrie", sagte Martin Kepman, CEO von Manganese X Energy Corp vor kurzem in einem Interview.

    Die Gesellschaft betreibt u.a. das Projekt Battery Hill in Woodstock in der Provinz New Brunswick. Die 1.228 Hektar große Liegenschaft besteht aus 55 Claims mit Mangan-Eisen-Vorkommen und ist die einzige kommerziell explorierte Mangan-Lagerstätte in Nordamerika. Eine erste offizielle Ressourcenschätzung geht von 34,86 Mio. Tonnen nachgewiesenem Mangan bei einem Gehalt von 6,42% aus, die vermuteten Ressourcen liegen bei 25,91 Mio. Tonnen bei einem Gehalt von 6,66%. Das Unternehmen selbst sieht das Ressourcen-Potenzial bei einem Vielfachen.

    Über 80% der globalen Manganproduktion stammen aus Südafrika. Dieses Gewicht könnten die Kanadier mittelfristig deutlich verschieben und zusätzlich mit der geographischen Nähe zu den Absatzmärkten Nordamerikas punkten. Experten prognostizieren ein Nachfragewachstum des Halbmetalls von 30% p.a. sowie steigende Preise in den nächsten Jahren. Mit einem Börsenwert von 37 Mio. CAD ist die Gesellschaft angesichts der Potenziale moderat bewertet.

    Allkem – Neuer Name, neues Allzeit-Hoch?

    Seit Anfang des Monats heißt Orocobre Limited nun Allkem Limited. Vorausgegangen war die Fusion mit Galaxy Resources zum inzwischen fünftgrößten Lithiumproduzenten der Welt. Allkem ist ein weltweiter Anbieter von Lithiumkarbonat und ein Produzent von Bor. Das Unternehmen konzentriert sich in erster Linie auf das operative Lithiumgeschäft und die Erschließung von Lithiumlagerstätten in Argentinien.

    Die Gesellschaft ist momentan mit 5,8 Mrd. AUD bewertet. Die Aktie notiert rund 10% unter dem Allzeithoch. Aber steigende Kurse sind angesichts der exzellenten Rahmenbedingungen nur eine Frage der Zeit. Lithium bleibt auf absehbare Zeit einer der wichtigsten Rohstoffe zur Produktion von Akkus. Durch die steigende Nachfrage hat sich alleine in diesem Jahr der Preis für batterietaugliches Lithiumkarbonat bereits mehr als vervierfacht. Und es ist kein Ende in Sicht. Nach Einschätzung des Rohstoffriesen Rio Tinto werden in den nächsten zehn Jahren lediglich 15% des Angebotsdefizits von bestehenden Projekten gedeckt werden können.

    Somit verwundert es nicht, dass der Analystenkonsens die Anteilsscheine als „Kauf“ einstuft. Nach der guten Aktienperformance in den letzten Monaten beträgt das Aufwärtspotenzial derzeit lediglich rund 14%. Dem Titel werden recht hohe KGVs zugestanden, die sich aber durch dynamisches Wachstum schon bald relativieren sollten. Das 2022er KGV liegt bei 29 und sinkt für 2023 auf 23.

    Nordex – Weiterer Großauftrag erhalten

    Die politischen Rahmenbedingungen für grüne Energieerzeugung sind positiv. Von diesen Perspektiven sollte auch Nordex als einer der führenden integrierten, global aufgestellten Hersteller von innovativen Onshore-Windenergieanlagen profitieren. Jedoch ist dies in den letzten Monaten nicht am Aktienkursverlauf abzulesen. Auch der jüngst erteilte Großauftrag durch die norwegische Statkraft, Europas größtem Erzeuger erneuerbarer Energien, über die Lieferung von 19 Anlagen des Typs N163/5.X für Chile, konnte keine Impulse für höhere Kurse verleihen. Seit April haben sich die Anteilsscheine der Norddeutschen nahezu halbiert, womit der aktuelle Börsenwert nun rund 2,3 Mrd. EUR beträgt. Analysten stufen den Titel mehrheitlich als „Kauf“ ein und errechnen im Durchschnitt ein Aufwärtspotenzial von gut 30%.


    Insbesondere Batteriemetalle sind für die Elektromobilität unverzichtbar und nur schwer durch andere Materialien zu ersetzen. Die hohe Nachfrage nach bestimmten Rohstoffen bei einem begrenzten Angebot sollte mittelfristig höhere Preise bedeuten. Somit sollte Allkem als Produzent auf der Gewinnerseite stehen. Gleiches gilt für Manganese X Energy. Die Gesellschaft ist aufgrund der jungen Unternehmensphase spekulativer, verfügt aber durch die gute Projektqualität und die moderate Bewertung auf über ein hohes Potenzial. Nordex sollte vom generellen Wachstum grüner Energie profitieren.


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    Der Autor

    Carsten Mainitz

    Der gebürtige Rheinland-Pfälzer ist seit mehr als 25 Jahren leidenschaftlicher Börsianer. Nach seinem BWL-Studium in Mannheim arbeitete er als Journalist, im Equity Sales und viele Jahre im Aktienresearch.

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