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26.10.2021 | 06:27

Nel, BYD, Brainchip: Das sieht richtig gut aus

  • Nel ASA
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  • brainchip
Bildquelle: pixabay.com

Während sich Aktien aus dem Technologiesektor in den vergangenen Wochen sehr volatil gezeigt haben, ist bei BYD der Knoten geplatzt und die Aktie auf ein neues Rekordhoch gestiegen. Dazu haben Gerüchte um Tesla und Apple beigetragen. Beide sollen sich in Gesprächen mit dem chinesischen Spezialisten rund um Elektromobilität befinden. Sehr freundlich haben sich zuletzt auch die Aktien von Nel und Brainchip entwickelt. Beide haben kräftig investiert und könnten jetzt die Früchte dieser Investitionen ernten. Alle drei Aktien haben weiter Luft nach oben. Warum lesen Sie hier.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Fabian Lorenz
ISIN: BRAINCHIP HOLDINGS LTD | AU000000BRN8 , BYD CO. LTD H YC 1 | CNE100000296 , APPLE INC. | US0378331005 , NEL ASA NK-_20 | NO0010081235

Inhaltsverzeichnis:


    Brainchip vor dem Durchbruch?

    Für ein Ausrufezeichen sorgte in den letzten Tagen Brainchip. Zum einen machte die Aktie des australischen Chip-Entwicklers einen Kurssprung von 0,25 EUR auf 0,30 EUR. Dies könnte der Startschuss für eine Jahresendrally sein, denn Pitt Street Research sieht im Vergleich zur Peergroup noch deutliches Aufwärtspotenzial und empfiehlt die Brainchip-Aktie mit einem Kursziel von 0,94 EUR zum Kauf. Dafür gibt es auch operative Gründe.

    Zunächst hatte sich Ken Scarince, CFO des Spezialisten für Künstliche Intelligenz (KI), auf dem International Investment Forum (IIF) optimistisch geäußert: “Wir orientieren uns mit unseren Chips am menschlichen Gehirn und bieten so die effizienteste KI-Lösung, die jemals produziert wurde.“ Der Akida-Chip funktioniere völlig autark und sei nicht auf andere Komponenten angewiesen. Auch deswegen benötige der Chip im Vergleich zur Konkurrenz nur die Hälfte der Energie. Die von Brainchip entwickelte Neuheit arbeitet impuls- und ereignisbasiert, funktioniert komplett autark und verarbeitet sogenannte Spikes anstelle von traditionellen Computerdaten. Dabei lernt Akida selbstständig mittels Künstlicher Intelligenz, die Arbeit wird direkt auf dem Chip und nicht im Rechenzentrum erledigt. Die Einsatzgebiete sieht das Führungsteam beim autonomen Fahren, IoT-Geräten, in der Robotik, der medizinischen Diagnostik oder der Sicherheitstechnik.

    Vergangene Woche dann die lang ersehnte Nachricht: Die Entwickler-Kits können ab sofort bei Brainchip bestellt werden. Dazu gehören das X86 Shuttle PC Entwicklungskit sowie ein ARM-basiertes Raspberry Pi Entwicklungskit. Beide Kits verwenden den AKD1000-Chip auf einem Mini-PCI-Board. Das Angebot von Brainchip ermöglicht es Kunden, mit internen Tests und Evaluierungen von Akidas "hochleistungsfähigen und extrem stromsparenden KI-Chip" zu beginnen. Halten die beiden Produkte beim Kunden, was Brainchip verspricht, dürften größere Bestellungen nur eine Frage der Zeit sein und damit auch das Erreichen des Pitt Street-Kursziels. Dies wäre ein neues Allzeithoch.

    BYD: Tesla und Apple interessiert?

    Ein neues Allzeithoch hat die Aktie von BYD in der vergangenen Woche bereits erreicht. Für Kauflaune bei Anlegern sorgten diesmal nicht Absatzzahlen im Auto-Bereich oder Aufträge für elektrifizierte Nutzfahrzeuge, sondern Gerüchte bezüglich der Batteriesparte. Demnach sind gleich zwei US-Tech-Giganten an den Zellen der Chinesen interessiert. Zunächst hatten chinesische Medien berichtet, dass Tesla ab dem zweiten Quartal 2022 auch Blade-Batterien von BYD mit LFP-Zellen nutzen will. Eine erste Bestellung im Volumen von 10 GWh soll bereits erteilt worden sein. Die Blade-Batterien sollen für die Standard-Range-Varianten der in China gebauten Model 3 und Model Y vorgesehen sein. Es gibt zwar keine Bestätigung, aber Tesla hatte bereits angekündigt, seine Standard-Range-Modelle auf LFP-Batterien umzustellen. Und die BYD-Batterien haben offenbar auch das Interesse von Apple geweckt. Verschiedene Medien haben berichtet, dass BYD in den Kreis möglicher Batterielieferanten für das iCar gelangt ist. Aufgrund von Kapazitätsengpässen im Entwicklungsbereich sollen die Gespräche derzeit jedoch ruhen. Die Batterie-Sparte von BYD wurde von Investoren bislang wenig beachtet, dies scheint sich derzeit zu ändern.

    Nel: Wasserstoff bald wettbewerbsfähig?

    Über zu wenig Beachtung kann sich Nel sicher nicht beschweren. Und zuletzt häuften sich auch wieder die positiven Kommentare zum Wasserstoff-Spezialisten. So konnte die Nel-Aktie in der letzten Woche immerhin über 10% zulegen. Zuletzt hatte Nel berichtet, dass man bei der Erweiterung des Heroya-Werks im Plan sei. Mehr als 500 Megawatt sollen dort künftig automatisiert produziert werden können. Zudem sei die Erweiterung auf 2 Gigawatt möglich. Noch im vierten Quartal soll die Belieferung der Kunden Everfuel und Nikola starten. Mit der Erweiterung und Automatisierung der Anlage will Nel Skaleneffekte nutzen und Wasserstoff zu weniger als 1,50 USD je KG produzieren. Gemäß Nel wäre Wasserstoff damit wettbewerbsfähig zu fossilen Treibstoffen.


    Auch in volatilen Zeiten entwickeln sich einzelne Aktien positiv. Bei Brainchip spekulieren Anleger darauf, dass die Auslieferung der Testkits der Beginn des Durchbruchs ist. Nel könnte mit der Werkserweiterung einen wichtigen Schritt zur Wettbewerbsfähigkeit von Wasserstoff gemacht haben. Sollte an den Gerüchten um Lieferungen an Tesla und/oder Apple etwas dran sein, sollte die BYD-Aktie noch deutlich Luft nach oben haben.


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    Der Autor

    Fabian Lorenz

    Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.

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