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19.11.2025 | 05:00

Neue Entwicklung bei Drohnen – folgt ein Wachstumsschub? NEO Battery Materials, LG Chem, Albemarle

  • Drohnen
  • Batterien
  • Leistung
Bildquelle: KI

Die Kriegsrealität in der Ukraine hat einen Boom bei Kleinstdrohnen ausgelöst - und damit einen neuen Markt für Batterietechnologie geschaffen. Ukrainische Einheiten setzen vermehrt auf Schwärme günstiger Mini-Drohnen zur Abwehr größerer unbemannter Fluggeräte, etwa der iranischen Shahed-Drohnen. Für Investoren zeichnen sich hier gleich mehrere Trends ab: Die Nachfrage nach leistungsfähigen Kleindrohnenbatterien steigt sprunghaft, während zugleich stabile Lieferketten frei von geopolitischen Risiken an Bedeutung gewinnen. Das aufstrebende Unternehmen NEO Battery Materials setzt genau hier an.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Nico Popp
ISIN: NEO BATTERY MATERIALS LTD | CA62908A1003 , LG CHEM LTD | USY52758AF94 , ALBEMARLE CORP. DL-_01 | US0126531013

Inhaltsverzeichnis:


    Ukraine setzt zunehmend auf Abfangdrohnen - Lieferkette wird wichtiger

    Der Drohnen-Krieg in der Ukraine ist brutal: Russland überzieht das Land mit immer mehr Drohnen, die im Vergleich zu Raketen oder gar Marschflugkörpern deutlich günstiger sind. Die Ukraine reagiert ihrerseits mit kostengünstigen Methoden wie kleinen Abfangdrohnen, die je Stück nur rund 2.500 USD kosten. Eine Shahed-Drohne, wie sie Russland inzwischen selbst produziert, kostet dagegen rund 35.000 USD. Während Angriffswellen in jüngster Vergangenheit konnte die Ukraine auf diese Weise hunderte feindliche Drohnen neutralisieren, ohne teure Luftabwehrraketen zu verbrauchen. Das Beispiel der neuen Abfangdrohnen ist nur eines von vielen, die zeigen, dass der Markt für militärische Drohnen wächst.

    Die Analysten von Global Markets Insights gehen davon aus, dass sich der Defense-Drohnenmarkt bis 2034 auf über 21 Mrd. USD nahezu verdoppeln wird. Größte Wachstums-Segmente sollen neben Kampfdrohnen auch Abfangdrohnen sein. Dieser Boom wird begleitet von einem Umdenken in der Lieferkette: Angesichts internationaler Spannungen fordern Militärs zunehmend allianzbasierte Lieferketten ohne Abhängigkeit von potenziellen Gegnern. Beispielsweise verbannen die USA chinesische Drohnentechnik aus ihrem Militärarsenal und fördern heimische Alternativen. Das begünstigt innovative Anbieter und erhöht zugleich den Druck, genügend Batterien und Batteriematerialien aus verlässlichen Quellen bereitzustellen. Hier setzt das kanadische Unternehmen NEO Battery Materials an.

    NEO Battery Materials macht Drohnen besser - erster Auftrag

    NEO hat sich auf Silizium-Anodenmaterialien für Lithium-Ionen-Akkus spezialisiert. Das Geschäftsmodell der Kanadier zielt darauf ab, herkömmliche Graphit-Anoden in Batterien teilweise durch Silizium zu ersetzen, um Energiedichte und Ladegeschwindigkeit zu steigern. Silizium kann theoretisch die zehnfache Kapazität von Graphit speichern. NEO hat mit NBMSiDE® einen patentgeschützten, kostengünstigen Herstellungsprozess für sein Anodenmaterial entwickelt und verspricht sich damit große Chancen im Geschäft mit Drohnen, aber auch anderen Anwendungen, wie etwa Robotern.

    Im Februar 2025 kündigte das Unternehmen an, in Kanada seine erste Fabrik für Silizium-Anoden aufbauen zu wollen. Anfang November 2025 erhielt NEO dann seinen zweiten größeren Auftrag aus der Drohnenbranche: Ein südkoreanischer Hersteller unbemannter Kampfdrohnen orderte Anodenmaterial für 3 Mio. CAD und schloss zugleich ein Joint Development Agreement mit NEO. Im Projekt „David" entwickelt NEO Battery Materials komplette Batteriesysteme für verschiedene Drohnentypen - von Schwarmdrohnen über senkrecht startende VTOL-Drohnen bis hin zu ballongestützten Aufklärern. Prototypen mit NEOs siliziumverstärkten Zellen sollen zwischen 25 und 50 % längere Flugzeiten gegenüber heutigen Lithium-Polymer-Akkus bieten und zudem höhere Energiedichten erreichen. Diese Leistungssteigerung könnte bedeutende taktische Vorteile bedeuten, da leichtere Batterien die Nutzlast von Mini-Drohnen erhöhen. NEO zielt darauf ab, die elektrischen Drohnen seines Kunden so leistungsfähig zu machen, dass sie mit größeren, benzin- bzw. kerosonbetriebenen Systemen wie z. B. der türkischen Bayraktar TB2 konkurrieren können. Parallel erweitert das Unternehmen seine Produktionsbasis und will noch in diesem Monat die Übernahme einer Fertigungsstätte in Südkorea abschließen.

    Resiliente Lieferketten und einzigartige Technologie - NEO Battery Materials chancenreich

    Die Fertigung und Entwicklung von Batteriematerialien auf verschiedenen Kontinenten erinnert an das Geschäftsmodell von LG Chem. Die Koreaner beliefern in erster Linie die Autoindustrie und setzen bewusst auf regionale Diversifikation - neben Südkorea ist das Unternehmen auch in China, den USA und Europa vertreten und sieht sich selbst als resilient gegenüber Zöllen oder geopolitischen Schocks. Auch der weltgrößte Lithiumförderer Albemarle ergänzt sein Portfolio zunehmend um Förderstätten außerhalb Südamerikas, um Abhängigkeiten zu reduzieren und auch in Zukunft der bevorzugte Lieferant für Batteriefabriken für die Autoindustrie zu sein.

    Für NEO Battery Materials dürfte die Versorgung mit Rohstoffen keine so große Rolle spielen - Akkus für Drohnen sind klein und NEO punktet in erster Linie mit seiner eigenen patentierten Anoden-Technologie. Die Unternehmensmeldungen der vergangenen Monate zeigen, dass das Unternehmen seine Kommerzialisierung erfolgreich vorantreibt. Bestätigen sich die Leistungsvorteile, die Drohnen dank der Technologie von NEO ausspielen können, dürften den Kunden aus Südkorea weitere folgen. Die Aktie von NEO Battery Materials ist zuletzt im Zuge der leichten Marktkorrektur zurückgekommen und bietet allen Investoren, die an Wachstum auf dem Markt für Drohnen glauben, eine interessante Investitionsgrundlage.


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    Der Autor

    Nico Popp

    In Süddeutschland zuhause, begleitet der leidenschaftliche Börsianer die Kapitalmärkte seit rund zwanzig Jahren. Mit einem Faible für kleinere Unternehmen ausgestattet, ist er ständig auf der Suche nach spannenden Investmentstorys

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