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13.04.2022 | 05:08

Nevada Copper, Aurubis, Nordex – Treibstoff der Energiewende!

  • Energiewende
  • Kupfer
  • Elektromobilität
  • Erneuerbare Energien
Bildquelle: pixabay.com

Eine von der International Copper Association (ICA) in Auftrag gegebene Studie kommt zu dem Schluss, dass die Kupfer-Nachfrage durch den massiven Ausbau der Verkabelung für Solar-, Windkraft- und Elektrofahrzeuginfrastruktur stark angetrieben wird. Laut Schätzung der Experten werden sich die nachgefragten Mengen aus den Bereichen Solar und Wind bis 2040 vervielfachen. Durch einen prognostizierten Anstieg der Anzahl der Ladeanschlüsse für Elektrofahrzeuge von 3,2 Mio. im Jahr 2021 auf 152,3 Mio. im Jahr 2040 wird die Kupfernachfrage in diesem Sektor exponentiell ansteigen. Damit zeichnet sich eine zunehmende Angebotsverknappung ab, die zu weiteren Preissteigerungen des Industriemetalls führen sollte. Von diesen Rahmenbedingungen werden insbesondere Kupferproduzenten wie Nevada Copper oder Recyclingunternehmen wie Aurubis profitieren.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Carsten Mainitz
ISIN: NEVADA COPPER CORP. | CA64128F7039 , AURUBIS AG | DE0006766504 , NORDEX SE O.N. | DE000A0D6554

Inhaltsverzeichnis:


    Nevada Copper – Wann setzt die Neubewertung ein?

    Prädestiniert um von Steigerungen des Kupferpreises zu profitieren ist Nevada Copper. Die Gesellschaft besitzt eine der wenigen produktionsbereiten Kupferminen in den USA. Anfang des Monats konnten positive Betriebsfortschritte des Pumpkin Hollow Projekts vermeldet werden. Danach sei die monatliche Produktion auf einen neuen Rekord gestiegen. Zudem bestätigten die Kanadier die zuvor formulierten Pläne ab Q3 des laufenden Jahres eine Verarbeitung von bis zu 5.000 t pro Tag zu erreichen.

    Mit der Bestätigung voll im Plan zu liegen, könnte die Gesellschaft langsam wieder verloren gegangenes Vertrauen zurückgewinnen. Mehrere Projektverzögerungen hatten den Markt verunsichert. Auf der Management- und Kapitalseite gab es jedoch auch positive Veränderungen mit dem Amtsantritt von CEO Randy Buffington und der Gewinnung neuer Großaktionäre.

    Aktuell ist die Gesellschaft mit Kursen um die 0,60 CAD mit knapp 300 Mio. CAD bewertet. Vor drei Jahren kosteten die Anteilsscheine noch 4 CAD. Angesichts der positiven Rahmenbedingungen überwiegen die Chancen derzeit deutlich. Es scheint nur eine Frage der Zeit zu sein, wann die Neubewertung der Aktie einsetzt.

    Insgesamt verfügt die Pumpkin Hollow-Liegenschaft über eine Größe von 60qkm. Neben dem Hochlaufen der Untergrundmine Pumpkin Hollow wird auch die genehmigte Tagebaumiene in Zukunft zum Erfolg beitragen.

    Aurubis – Einstieg ins Wachstumsfeld Batterierecycling

    Um die steigende Kupfernachfrage zu befriedigen muss zweifelsohne mehr produziert werden. Aber auch Recyling wird stärker an Bedeutung gewinnen. Hier ist Aurubis als ein weltweit führender Anbieter von Nichteisenmetallen und einer der größten Kupferrecycler der Welt bestens aufgestellt. Das Unternehmen verarbeitet komplexe Metallkonzentrate, Altmetalle, organische und anorganische metallhaltige Recyclingstoffe und industrielle Rückstände zu Metallen mit höchster Qualität. Aurubis produziert jährlich mehr als 1 Mio. t Kupferkathoden und stellt daraus diverse Produkte aus Kupfer oder Kupferlegierungen her.

    Kürzlich gab der Konzern den Einstieg in das Wachstumsfeld Batterierecycling bekannt. Zuerst ist der Bau einer Pilotanlage am Standort Hamburg geplant. In spätestens fünf Jahren soll die industrielle Produktion starten. Aurubis rechnet mit Investitionen in Höhe von rund 200 Mio. EUR. Aus der Schwarzen Masse, einem pulverförmiger Reststoff, der beim Zerlegen und Schreddern von Lithium-Ionen-Batterien entsteht, werden durch einen hydrometallurgischen Prozess Metalle wie Lithium, Nickel, Kobalt, Mangan und Graphit extrahiert.

    „Batterierecycling gewinnt durch den Ausbau der E-Mobilität sowie den rasant steigenden Bedarf an Lithium-Ionen-Batterien und Rohstoffen für deren Produktion stark an Bedeutung“, unterstrich Roland Harings, Vorstandsvorsitzender des Konzerns. Weiter führte der Unternehmenslenker aus: „Der verantwortungsvolle Umgang mit Ressourcen und das Ziel, den Kreislauf wertvoller Metalle für die Elektromobilität zu schließen, sind wichtige Faktoren für unsere Investitionsentscheidung. Darüber hinaus ist Recycling für Aurubis ein zentraler, strategischer Wachstumstreiber. Wir wollen beim Batterierecycling eine führende Rolle spielen.“

    Nordex – Mittelfristig alles ok

    Zuletzt haben Branchenverbände der Energiewirtschaft die Pläne von Bundeswirtschafts- und Klimaschutzminister Robert Habeck für einen massiven Ausbau der Ökoenergien begrüßt. Jedoch gehen vielen Experten die Ziele nicht weit genug. Auch seien gesetzliche Genehmigungsverfahren und Förderungen sowie Regelungen der Einspeisevergütungen teilweise kontraproduktiv.

    In Deutschland spielt die Windenergie heute die größte Rolle. Langfristig sollte auch Nordex als einer der führenden integrierten, global aufgestellten Hersteller von Onshore-Windenergieanlagen vom Ausbau der Erneuerbaren Energien profitieren. Derzeit belasten jedoch gestiegene Rohstoffpreise und Lieferkettenprobleme, die im laufenden Jahr wie auch im vergangenen Jahr unter dem Strich zu roten Zahlen führen werden. Zuletzt bestätigten die Norddeutschen die Mittelfristziele mit einer EBITDA-Marge von 8%, worauf die Aktie positiv reagierte.


    Kupfer ist ein zentraler Rohstoff für eine erfolgreiche Energiewende. Profiteure sind eindeutig Kupferproduzenten. Nevada Copper lockt zusätzlich mit einer attraktiven Unternehmensbewertung. Recycling ist zudem ein aussichtsreiches Betätigungsfeld. Hier ist Aurubis eine gute Wahl. Der Konzern wird perspektivisch vom Einstieg ins Batterierecycling profitieren werden. Nordex wird, wenn die derzeitigen Herausforderungen bewältigt sind, im Zuge einer steigenden Nachfrage bald wieder schwarze Zahlen schreiben können.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Carsten Mainitz

    Der gebürtige Rheinland-Pfälzer ist seit mehr als 25 Jahren leidenschaftlicher Börsianer. Nach seinem BWL-Studium in Mannheim arbeitete er als Journalist, im Equity Sales und viele Jahre im Aktienresearch.

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