Menü schließen




04.08.2026 | 05:10

Eldorado Gold, Lahontan Gold, Alamos – Goldanleger stehen vor einer Jahrhundertchance

  • Gold
  • Silber
  • Kupfer
Bildquelle: pixabay.com

Der Goldpreis gönnt sich nach seiner beeindruckenden Rally eine Verschnaufpause. Gewinnmitnahmen, ein festerer US-Dollar und Hoffnungen auf eine weniger expansive Geldpolitik sorgen kurzfristig für Gegenwind. An den langfristigen Kurstreibern hat sich jedoch kaum etwas geändert. Die hohe Staatsverschuldung, anhaltende geopolitische Spannungen, starke Käufe der Notenbanken und die Aussicht auf sinkende Realzinsen sprechen weiterhin für das Edelmetall. Genau solche Konsolidierungen haben in der Vergangenheit häufig attraktive Einstiegsgelegenheiten eröffnet, insbesondere bei aussichtsreichen Goldunternehmen mit bevorstehenden Kurstreibern.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: ELDORADO GOLD CORP. | CA2849025093 , ALAMOS GOLD (NEW) | CA0115321089 , LAHONTAN GOLD CORP | CA50732M1014 | TSXV: LG , OTCQB: LGCXF

Inhaltsverzeichnis:


    Lahontan Gold – Weiteres Puzzlestück

    Lahontan Gold hat mit den ersten Ergebnissen seines Sonic-Bohrprogramms einen weiteren Beleg für das Potenzial des Santa-Fe-Projekts geliefert. Die Bohrungen auf einer historischen Halde mit niedriggradigem Material lieferten deutlich höhere Edelmetallgehalte als ursprünglich erwartet. Zu den Highlights zählen unter anderem 9,9 m mit 2,40 g/t Gold und 50,7 g/t Silber. Da das Material bereits in der Vergangenheit abgebaut wurde und unmittelbar neben den historischen Heap-Leach-Anlagen liegt, könnte es künftig zu wesentlich geringeren Kosten als frisches Gestein erneut verarbeitet werden. CEO Kimberly Ann sprach von einer potenziell wertvollen Quelle für kostengünstiges Fördermaterial und betonte, dass das nahezu abgeschlossene Programm mit knapp 100 Bohrlöchern auf den vier historischen Halden weitere Ergebnisse erwarten lässt.

    Diese Entwicklung fügt sich nahtlos in die Wachstumsstrategie des Unternehmens ein. Lahontan treibt die Wiederinbetriebnahme seiner historischen Santa Fe-Mine im US-Bundesstaat Nevada konsequent voran. In Kürze wird die aktualisierte Mineralressourcenschätzung erwartet, anschließend soll die neue Wirtschaftlichkeitsstudie (PEA) folgen. Parallel laufen die Genehmigungsverfahren für den geplanten Baubeginn im Jahr 2027. Als Brownfield-Projekt profitiert Santa Fe von vorhandener Infrastruktur wie Straßen, Wasserrechten und Stromanschlüssen, wodurch Investitionskosten, Entwicklungszeit und Projektrisiken deutlich reduziert werden.

    Die historische Mine produzierte bereits 359.202 Unzen Gold und 702.067 Unzen Silber. Heute umfasst die Ressource 1,95 Mio. Unzen Goldäquivalent. Zusätzlich besitzt das nahegelegene Satellitenprojekt West Santa Fe erhebliches Potenzial. Frühere Bohrungen lieferten unter anderem 36,6 m mit 3,11 g/t Goldäquivalent ab Oberfläche, darunter 10,7 m mit 5,75 g/t Goldäquivalent. Metallurgische Tests erreichten Goldausbeuten von durchschnittlich 81 %, weshalb Branchenexperten zusätzliches Ressourcenpotenzial von bis zu 1 Mio. Unzen Gold für realistisch halten.

    Eine Finanzierung über 13,6 Mio. CAD sichert die geplanten Arbeiten zudem bis 2027 und verschafft dem Management den nötigen Spielraum, die nächsten Meilensteine konsequent umzusetzen. Mit den überraschend starken Bohrergebnissen der historischen Halden, der bevorstehenden Ressourcenaktualisierung, der neuen PEA und den Fortschritten im Genehmigungsprozess verfügt Lahontan Gold über mehrere potenzielle Kurstreiber.

    Eldorado Gold - Jahresprognose gesteigert

    Die steigende Nachfrage nach der Krisenwährung und der angestiegene Goldpreis bescherten dem Goldproduzenten Eldorado Gold im zweiten Quartal des Jahres 2026 herausragende Zahlen.
    In diesem Zeitraum förderte das Unternehmen rund 104.600 Unzen Gold und veräußerte etwa 102.700 Unzen. Der durchschnittliche Verkaufspreis betrug 4.379 USD je Unze, was zu einem Gesamtumsatz von 487,5 Mio. USD führte. Die Produktionserhaltungskosten lagen bei 1.926 USD pro verkaufte Unze.

    Bedingt durch die anlaufende Produktion des kanadischen McIlvenna-Bay-Projekts hob das Unternehmen seine Gesamtprognose an. Für das gesamte Jahr 2026 wird nun ein Abbauvolumen zwischen 495.000 und 600.000 Unzen Gold erwartet. Neben den wirtschaftlichen Kennzahlen kündigte Eldorado Gold auch personelle Veränderungen in der Chefetage an. Der Geschäftsführer George Burns wird Ende September 2026 in den Ruhestand gehen und seine operativen Aufgaben an Christian Milau übergeben. Burns wechselt im Anschluss in den Aufsichtsrat des Unternehmens.

    Ein zentrales Vorhaben von Eldorado Gold ist das Kupfer-Gold-Projekt Skouries in Nordgriechenland, welches mittlerweile in die Inbetriebnahme-Phase übergegangen ist. Die Bauarbeiten sind zu 97 % abgeschlossen. Erste Funktionstests der Zerkleinerungsanlagen waren erfolgreich, und das erste Roherz wurde bereits maschinell verarbeitet.

    Der aktuelle Plan sieht vor, im dritten Quartal 2026 das erste Kupfer-Gold-Konzentrat herzustellen, bevor im vierten Quartal der reguläre kommerzielle Betrieb startet. Derzeit wartet das Unternehmen noch auf die abschließende Prüfung und Freigabe durch die griechischen Behörden, um die Anlage vollständig an das örtliche Stromnetz anzuschließen. Um bis dahin keine Verzögerungen entstehen zu lassen, werden die Maschinen provisorisch durch zusätzliche Generatoren mit Energie versorgt.

    Die Materialversorgung für den anstehenden Betriebsstart ist bereits gesichert. Da der Abbau im Tagebau deutlich schneller als geplant voranschreitet, lagern auf dem Gelände bereits rund 3,9 Mio. t Erz. Dieser Vorrat wird voraussichtlich ausreichen, um den gesamten Bedarf der Verarbeitungsanlage im ersten Produktionsjahr kontinuierlich zu decken.

    Alamos Gold – Neuer Goldfund

    Auch Almos Gold hat jüngst die Zahlen für das zweite Quartal offengelegt. So leistet das Unternehmen im zweiten Quartal 2026 eine Goldproduktion von 130.600 Unzen. Dies entspricht einer Steigerung von 5 % im Vergleich zum ersten Quartal. Hauptverantwortlich für dieses Ergebnis war der Bereich Island Gold, wo sowohl bei der täglich geförderten Gesteinsmenge als auch bei der Goldausbeute Höchstwerte erzielt wurden.

    Aufgrund eines leichten Erdbebens in der Anlage Young-Davidson musste das Unternehmen die Produktionsprognose für das Gesamtjahr jedoch nach unten korrigieren. Die Zielmarke liegt nun zwischen 510.000 und 560.000 Unzen. Diese geringere Fördermenge sowie anfallende Instandsetzungsarbeiten und allgemeine Preissteigerungen bei Löhnen und Dienstleistungen führen gleichzeitig zu einer Erhöhung der erwarteten Produktionskosten. Die Kosten pro Unze werden voraussichtlich auf 1.775 bis 1.875 USD ansteigen.
    Die Erlöse stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 36 % auf 594,1 Mio. USD. Der bereinigte Nettogewinn belief sich auf 247,6 Mio. USD. Zudem kaufte das Unternehmen eigene Aktien im Wert von 50 Mio. USD.

    Im Juni 2026 gab das Unternehmen zudem bekannt, dass im Gebiet Island Gold neue Gesteinsschichten mit einem hohen Goldanteil entdeckt wurden. Diese neu erschlossenen Vorkommen sollen künftig in der erweiterten Magino-Anlage verarbeitet werden.
    Ein neu definierter Bereich befindet sich etwa 250 m westlich der bisher bekannten unterirdischen Reserven, wo Testbohrungen gute Goldgehalte ergaben. Ein weiterer Fundort liegt nah an der Oberfläche und ist über eine bereits vorhandene Rampe erreichbar. Das Unternehmen sieht hierdurch das Potenzial, die tägliche Abbaumenge in Zukunft auf über 3.000 t zu erhöhen.

    Während der Bohrarbeiten wurde auf bisher unbekannte Zonen gestoßen, die ebenfalls hohe Goldkonzentrationen aufweisen. Um die Vorkommen in der Region noch umfassender zu untersuchen, plant Alamos Gold weitere Bohrungen mit einer Gesamtlänge von 16.000 m.


    Die aktuelle Konsolidierung am Goldmarkt könnte sich im Rückblick als ideale Einstiegsphase erweisen. Während Eldorado Gold mit steigender Produktion und dem bevorstehenden Hochlauf von Skouries überzeugt und Alamos Gold seine Reserven durch neue Entdeckungen weiter ausbaut, könnte Lahontan Gold mit mehreren bevorstehenden Meilensteinen vor einer Neubewertung stehen. Sollte der Goldpreis seinen langfristigen Aufwärtstrend fortsetzen, besitzen alle drei Unternehmen das Potenzial, überdurchschnittlich von der nächsten Goldhausse zu profitieren.


    Interessenskonflikt

    Gemäß §85 WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH (nachfolgend „Relevante Personen“) ggf. künftig Aktien oder andere Finanzinstrumente der genannten Unternehmen halten oder auf steigende oder fallende Kurse setzen werden und somit ggf. künftig ein Interessenskonflikt entstehen kann. Die Relevanten Personen behalten sich dabei vor, jederzeit Aktien oder andere Finanzinstrumente des Unternehmens kaufen oder verkaufen zu können (nachfolgend jeweils als „Transaktion“ bezeichnet). Transaktionen können dabei unter Umständen den jeweiligen Kurs der Aktien oder der sonstigen Finanzinstrumente des Unternehmens beeinflussen.

    Die Apaton Finance GmbH ist daneben im Rahmen der Erstellung und Veröffentlichung der Berichterstattung in entgeltlichen Auftragsbeziehungen tätig.

    Es besteht aus diesem Grund ein konkreter Interessenkonflikt.

    Die vorstehenden Hinweise zu vorliegenden Interessenkonflikten gelten für alle Arten und Formen der Veröffentlichung, die die Apaton Finance GmbH für Veröffentlichungen zu Unternehmen nutzt.

    Risikohinweis

    Die Apaton Finance GmbH bietet Redakteuren, Agenturen und Unternehmen die Möglichkeit, Kommentare, Interviews, Zusammenfassungen, Nachrichten u. ä. auf www.inv3st.de zu veröffentlichen. Diese Inhalte dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine Handlungsaufforderung oder Empfehlungen dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die Inhalte ersetzen keine individuelle fachkundige Anlageberatung und stellen weder ein Verkaufsangebot für die behandelte(n) Aktie(n) oder sonstigen Finanzinstrumente noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von solchen dar.

    Bei den Inhalten handelt es sich ausdrücklich nicht um eine Finanzanalyse, sondern um journalistische oder werbliche Texte. Leser oder Nutzer, die aufgrund der hier angebotenen Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln vollständig auf eigene Gefahr. Es kommt keine vertragliche Beziehung zwischen der der Apaton Finance GmbH und ihren Lesern oder den Nutzern ihrer Angebote zustande, da unsere Informationen sich nur auf das Unternehmen beziehen, nicht aber auf die Anlageentscheidung des Lesers oder Nutzers.

    Der Erwerb von Finanzinstrumenten birgt hohe Risiken, die bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die von der Apaton Finance GmbH und ihre Autoren veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältiger Recherche, dennoch wird keinerlei Haftung für Vermögensschäden oder eine inhaltliche Garantie für Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der hier angebotenen Inhalte übernommen. Bitte beachten Sie auch unsere Nutzungsbedingungen.


    Der Autor

    Stefan Feulner

    Stefan Feulner besitzt rund 30 Jahre Kapitalmarkterfahrung, war unter anderem als CEO eines börsennotierten VC-Unternehmens und im Beteiligungs- und Fondsmanagement tätig.

    Mehr zum Autor



    Weitere Kommentare zum Thema:

    Kommentar von Tarik Dede vom 04.08.2026 | 04:26

    Rohstoffaktien mit Potenzial: Endeavour Silver, Almonty Industries und Agnico Eagle im Fokus!

    • Gold
    • Silber
    • Wolfram
    • Endeavour Silver
    • Agnico Eagle
    • Almonty Industries

    Zinsen, Anleiherenditen und der Ölpreis: Gerade wird vieles an den Kapitalmärkten ganz schön in Bewegung gebracht. Die Federal Reserve hat zwar vergangene Woche die Zinsen nicht erhöht. Dennoch ist der Druck vom Markt groß. Diese Woche startete mit steigenden Anleiherenditen für die Märkte. Das verteuert die Refinanzierung des US-Schuldenbergs, der in diesen Tagen die Marke von 40 Billionen USD überschritten hat! Die USA können sich höhere Zinsen grundsätzlich nicht leisten. Für die Metalle ist das eine angenehme Situation und eine Chance für Anleger. Denn viele Rohstofftitel haben mit der Korrektur seit Jahresanfang deutlich verloren. Wir blicken deshalb auf die Aktien von Agnico Eagle, Almonty Industries und Endeavour Silver!

    Zum Kommentar

    Kommentar von Armin Schulz vom 30.07.2026 | 05:30

    Verpassen Sie nicht den nächsten Sprung nach oben bei Gold: Setzen Sie auf Newmont, Desert Gold und Agnico Eagle

    • Newmont
    • Desert Gold
    • Agnico Eagle
    • Gold
    • Goldpreis
    • Goldproduktion
    • Mali
    • Elfenbeinküste
    • Zinsen
    • Zentralbanken

    Anleger blicken gebannt auf das gelbe Edelmetall, dessen Kurs zuletzt unter Druck war, sich aber oberhalb von 4.000 USD stabilisieren konnte. Der fundamentale Nährboden für weiter steigende Notierungen bleibt intakt. Zentralbanken kaufen weiter lieber Gold als USD, geopolitische Verwerfungen treiben den Sicherheitsbedarf und die Aussicht auf sinkende Leitzinsen ist traditionell gut für den Goldpreis. Gleichzeitig sorgt eine robuste physische Nachfrage bei stagnierender Förderung für Angebotsverknappung. Dieses Umfeld sorgt für eine positive Stimmung, insbesondere bei den Produzenten. Ein Blick auf die aktuelle Situation von Newmont, Desert Gold und Agnico Eagle zeigt, wer von diesem Rückenwind am stärksten profitieren könnte.

    Zum Kommentar

    Kommentar von André Will-Laudien vom 30.07.2026 | 04:15

    Chip-Crash mit Ansage, Gold-Revival im Anflug! AMD, Infineon und Sandisk im Ausverkauf, Lahontan Gold im Aufwärtsmodus

    • Halbleiterindustrie
    • HighTech
    • Gold
    • Edelmetalle
    • KI-Rechenzentren
    • Cloud

    Was für ein Paukenschlag im Tech-Sektor! Der abrupte Kursrutsch bei Halbleiter-Aktien hat die Branche unerwartet durchgeschüttelt und die NASDAQ in eine Korrektur gezwungen. Nach einer mehrmonatigen Rallye wirkten die Bewertungen auch langsam ambitioniert, während sich zugleich eine konjunkturelle Abkühlung abzeichnet. Eine neue fundamentale Analyse scheint gegeben, denn in einem Umfeld hartnäckiger Inflation und hoher Volatilität rückt für Investoren wieder der Wunsch nach Stabilität und Werterhalt in den Vordergrund. Gold hat diese Rolle historisch vielfach ausgefüllt, als klassischer „sicherer Hafen“, der die reale Kaufkraft über Krisen hinweg sichern kann. Die taktische Idee lautet: Gewinne aus überhitzten, zyklischen Technologie- und Halbleitertiteln teilweise oder ganz realisieren und in Edelmetalle plus zugehöriger Instrumente umschichten. Denn während Chip- und Speicherwerte stark stimmungsgetrieben reagieren, bildet ein Engagement im Goldsektor einen Ruhepol mit Langfristchancen. Jetzt ist ein guter Zeitpunkt, um zu handeln!

    Zum Kommentar