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14.09.2021 | 05:10

Nvidia, BrainChip Holdings, Palantir – To the moon

  • Chips
  • KI
Bildquelle: pixabay.com

Geht es nach der Meinung hochrangiger Manager der größten Chiphersteller wie Intel oder Nvidia, ist ein Ende der Halbleiterkrise vor Ende 2022 nicht in Sicht. Neben der steigenden Nachfrage nach Unterhaltungselektronik, Computern und Zubehör seit Beginn der Corona-Krise macht der Branche zusätzlich der stark wachsende Bedarf aus der zunehmend auf Elektronik setzenden Automobilindustrie zu schaffen. Durch Markttreiber, wie Künstliche Intelligenz, 5G und Internet of Things wird die Nachfrage in den nächsten Jahren noch zusätzlich befeuert.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: BRAINCHIP HOLDINGS LTD | AU000000BRN8 , NVIDIA CORP. DL-_001 | US67066G1040 , PALANTIR TECHNOLOGIES INC | US69608A1088

Inhaltsverzeichnis:


    BrainChip Holdings – Willkommen in der Revolution

    Bereits 1950 stellte Alan Turing erstmals die Frage, ob Maschinen denken können. Seitdem wurden im Bereich der künstlichen Intelligenz gewaltige Fortschritte erzielt. Heute verändert die künstliche Intelligenz sowohl die Gesellschaft als auch die Wirtschaft. KI ermöglicht Produktivitätssteigerungen, kann die Lebensqualität erhöhen und sogar bei der Bewältigung globaler Herausforderungen wie Klimawandel, Ressourcenknappheit und Gesundheitskrisen helfen.

    Eines der größten Probleme heutiger KI-Systeme ist jedoch der hohe Stromverbrauch. Im Gegensatz zu Allzweck-Chips wie den bekannten CPUs, die regelmäßig mit dem Rechenzentrum kommunizieren müssen und dadurch Unmengen an kostbarerer Energie vergeuden, entwickelte das australische Unternehmen BrainChip Holdings mit Akida einen revolutionären ereignisbasierten Prozessor. Dieser auf die gleiche Weise, wie das menschliche Gehirn, das heißt, er verarbeitet sogenannte Spikes anstelle von herkömmlichen Computerdaten.

    Der Akida-Prozessor kann selbständig lernen und verrichtet den größten Teil seiner Arbeit auf dem Chip und nicht im Rechenzentrum, wodurch sowohl die Internet-Bandbreite als auch die Latenzzeit deutlich gesenkt werden. Damit erfüllt Akida die Anforderungen moderner Edge-Geräte und soll beim autonomen Fahren, IoT-Geräten, in der Robotik, der medizinischen Diagnostik oder der Sicherheitstechnik zum Einsatz kommen.

    In Zusammenarbeit mit SocioNext, einem führenden Unternehmen für anwendungsspezifische integrierte Schaltung, wurden die Muster entwickelt. Hergestellt wurde die erste Generation von Taiwan Semiconductor, die im vergangenen Monat ausgeliefert wurden. Somit dürfte es eine Frage der Zeit sein, bis sowohl die großen Namen der Halbleiterindustrie als auch der Elektrobranche auf die Weltneuheit aufmerksam werden.

    Der Chipgigant Intel kaufte 2019 den israelischen Entwickler von programmierbaren Deep-Learning-Beschleunigern für das Rechenzentrum, Habana Labs, für eine Summe von 2 Mrd. USD. Diese Akquisition nehmen die Analysten von Pitt Street Research als Peer Group-Vergleich und sehen deswegen für die Aktie von BrainChip Holdings einen fairen Wert in Höhe von 1,50 AUD, umgerechnet 0,94 EUR. Der aktuelle Kurs in Frankfurt liegt bei 0,32 EUR, somit ergibt sich laut den Experten eine 200%-Chance.

    Nvidia – Unaufhaltsam

    Quartal für Quartal stellt der Marktführer der Chip-Produzenten, Nvidia, seine Vormachtstellung unter Beweis. Besonders in Spielesegment hat das Unternehmen einen Goldstandard gesetzt. Mehr als 40% trägt das Geschäft mit den Gamern am Gesamtumsatz bei. Neben dem Spielesektor ist Nvidia auch in den Bereichen KI, Rechenzentren und Automobil erfolgreich.

    Der strategisch clevere Merger mit ARM könnte die Aktie zukünftig auf komplett neue Bewertungsniveaus hieven. ARM liefert IP-Technologien an Halbleiterhersteller und Zentraleinheiten in aller Welt. Die Anbieter verwenden das geistige Eigentum, um Halbleiterchips für ihre Produkte und Anwendungen herzustellen. Laut Insidern plant das US-Unternehmen, im Laufe des Septembers einen Antrag für die 54 Mrd. USD schwere Übernahme des britischen Chipentwicklers ARM bei der Europäischen Kommission zu stellen. Wie die Nachrichtenagentur Reuters meldete, wird erwartet, dass die Kartellbehörde eine mehrmonatige Untersuchung beginnen wird. Bis März läuft die Frist für die Akquisition, somit könnte es mit der Elefantenhochzeit eng werden. Bereits bei den britischen Kartellwächtern kam erste Kritik auf, wonach der Deal den Wettbewerb schädigen könnte.

    Die Aktie von Nvidia konnte sich seit Anfang des Jahres 2020 mehr als verfünffachen und notiert bei 228 USD nahe ihres Allzeit-Hochs bei 230 USD. Ein weiterer Ausbruch würde ein Kursziel Richtung 260 USD generieren. Jedoch kommt das Papier langsam in den überkauften Bereich, weshalb Anleger unbedingt Stopp-Loss-Orders setzen sollten. Sollte die geplante Transaktion mit Arm abgesagt werden, drohen größere Rückschläge.

    Palantir – Zusammenarbeit beendet

    Die Kritik von Datenschützern an der mangelnden Transparenz bei Auftragsvergabe an den US-Datenriesen veranlasste Großbritanniens Gesundheitsministerium, einen bestehenden Vertrag mit Palantir zu kündigen. Das Ministerium für Gesundheit und Soziales hatte im August eine Ausschreibung veröffentlicht, um sein Adult Social Care Dashboard von Drittanbietern auf ein eigenes System umzustellen, das von BAE Systems Plc, Europas größtem Verteidigungsunternehmen, gebaut wurde. Der Nachfolger ist die britische IT-Beratung Mozaic Services, die bereits Kunden wie Aviva, BP und den britischen National Health Service betreut.

    Für das Datenanalyseunternehmen aus Palo Alto ist der Verlust des relativ kleinen Auftrages zu verschmerzen. Aus technischer Sicht bieten Kurse um den Unterstützungsbereich von 25 USD langfristig gute Einstiegschancen.


    Die Chip-Knappheit wird uns in nächster Zeit weiter begleiten. Durch neue Systeme wird die Nachfrage eher noch steigen. BrainChip Holdings entwickelte einen revolutionären Chip, der wie das menschliche Gehirn arbeitet und gegenüber Konkurrenzprodukten erhebliche Vorteile bietet. Nvidia ist in der Halbleiterindustrie das Maß aller Dinge, auf aktuellem Niveau wird die Luft nach oben jedoch dünner. Dagegen bietet Palantir langfristig eine Kaufchance.


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    Der Autor

    Stefan Feulner

    Stefan Feulner besitzt rund 30 Jahre Kapitalmarkterfahrung, war unter anderem als CEO eines börsennotierten VC-Unternehmens und im Beteiligungs- und Fondsmanagement tätig.

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