Menü schließen




24.03.2026 | 05:30

Von Silver North Resources über Volkswagen bis Super Micro Computer: Welche Aktien sollten jetzt ins Depot?

  • Silver North Resources
  • Volkswagen
  • Super Micro Computer
  • Silber
  • Silberpreis
  • Rücksetzer
  • Elektromobilität
  • Sparprogramm
  • Skandal
  • Ermittlungen
  • KI
Bildquelle: pixabay.com

An den Märkten herrscht Nervosität. Zinsängste und geopolitische Risiken setzen die Indizes unter Druck. Während die einen angesichts der Volatilität die Nerven verlieren, offenbaren drei Unternehmen aus völlig unterschiedlichen Branchen die strategischen Verschiebungen im Hintergrund. Neben den zuletzt gefallenen Aktienkursen gibt es eine weitere Gemeinsamkeit. Ob im Bohrloch von Silver North Resources, im Elektroauto von Volkswagen oder im KI-Server von Super Micro Computer – Silber erweist sich als das verbindende Element einer Transformation, die durch alle Branchen geht. Welche Aktie jetzt das Zeug zum Turnaround hat, analysieren wir heute.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Armin Schulz
ISIN: SILVER NORTH RESOURCES LTD | CA8280611010 | TSXV: SNAG , OTCQB: TARSF , VOLKSWAGEN AG VZO O.N. | DE0007664039 , SUPER MICRO COMPUT.DL-_01 | US86800U1043

Inhaltsverzeichnis:


    Silver North Resources - Verträge für großes Bohrprogramm gesichert

    Silver North hat frühzeitig die Weichen für das Arbeitsjahr gestellt. Mit einem zweijährigen Vertrag für zwei Diamantbohranlagen von Boart Longyear ist die operative Kapazität für die Saison 2026 und 2027 bis weit in den Herbst hinein gesichert. Hinzu kommen hochauflösende geophysikalische Vermessungen per Hubschrauber über den Projekten Haldane und Veronica. Dieser Schritt ist nicht nur logistisch klug, er sichert dem Unternehmen die notwendigen Dienstleister, bevor die Branchenhochsaison startet. Die eigentlichen Bohrarbeiten sollen Anfang Juni beginnen, vorausgesetzt, der diesjährige, besonders schneereiche Winter lässt es zu.

    Die finanzielle Basis für die ambitionierten Pläne steht. Mit einer im Februar 2026 abgeschlossenen Finanzierung von rund 11,6 Mio. CAD ist das Unternehmen für die nächsten 2 Jahre vollständig ausgestattet, ohne absehbare weitere Kapitalmaßnahmen. Parallel wurde der Verwaltungsrat gestärkt. Nancy Curry, eine erfahrene Branchenkennerin aus dem Bereich Investor Relations, verstärkt das Gremium. Ihre langjährige Expertise an den Kapitalmärkten kommt zu einem Zeitpunkt, an dem das Unternehmen seine vielversprechende Silberprojekt-Pipeline im renommierten Keno Hill District systematisch abarbeitet.

    Die strategischen Vorbereitungen zahlen auf eine klare geologische Zielsetzung ein. Im Fokus steht die "Main Fault", in der im vergangenen Jahr eine der besten Bohrungen der Firmengeschichte gelang, bei der 13,15 m mit über 818 g/t Silber inklusive signifikanter Gold-, Blei- und Zinkanteile gefunden wurde. Zwei Bohranlagen werden parallel arbeiten, um diese Mineralisation systematisch in der Tiefe und entlang des Streichens zu erweitern. Ergänzt wird dies durch die Erkundung weiterer vielversprechender Strukturen wie Bighorn. Mit der gesicherten Infrastruktur und einem klaren Fahrplan hat sich Silver North für die kommenden Monate eine gute Ausgangsposition geschaffen. Aktuell notiert die Aktie bei 0,26 CAD.

    Volkswagen – mit Kostendruck

    Elektroautos benötigen im Schnitt doppelt so viel Silber wie Verbrenner. Vom Elektromobilitätstrend wollte Volkswagen eigentlich profitieren. Doch beim Wolfsburger Konzern überlagern derzeit massive Probleme diesen langfristigen Trend. Das operative Ergebnis fiel 2025 um mehr als die Hälfte, die Marge sank auf mickrige 2,8 %. Neben den US-Zöllen und einem schwachen China-Geschäft belastet vor allem die Porsche-Tochter. Ein verfehlter Elektro-Kurs zwang die Tochter zur Kehrtwende, was milliardenschwere Abschreibungen nach sich zog.

    Um gegenzusteuern, setzt Konzernchef Blume auf eine beispiellose Kostensenkung. Bis 2030 sollen in Deutschland 50.000 Stellen wegfallen, die Produktionskapazitäten wurden um hundertetaausende Einheiten zurückgefahren. Gleichzeitig läuft ein verstecktes Sparprogramm, das Branchenkreisen zufolge bis zu 60 Mrd. EUR umfassen könnte. Der Sparkurs trifft nicht nur die Kernmarke, sondern auch Audi, Porsche und die angeschlagene Softwaretochter Cariad. Die Botschaft lautet, dass das alte, exportgetriebene Geschäftsmodell nicht mehr funktioniert.

    Positiv stimmt, dass VW trotz aller Einschnitte eine solide Liquidität von über 34 Mrd. EUR hält und die Produkterneuerung an Fahrt gewinnt. In China setzt man verstärkt auf lokale Chip-Partnerschaften, in Salzgitter wird eine große Batteriespeicher-Sparte aufgebaut, ein neues Standbein jenseits des klassischen Autogeschäfts. Ob die ambitionierte Renditespanne von 4,0-5,5 % für 2026 erreichbar ist, hängt nun von der Disziplin bei der Umsetzung ab. Die Struktur ist schlanker, die Richtung stimmt. Derzeit ist die Aktie für 83,72 EUR zu haben.

    Super Micro Computer - zwischen Skandal und Wachstum

    Die jüngsten Anklagen gegen drei mit Super Micro verbundene Personen, darunter Mitgründer Wally Liaw, haben das Unternehmen in eine tiefe Glaubwürdigkeitskrise gestürzt. Der Vorwurf: Illegale Umleitung von Nvidia-GPUs im Wert von 2,5 Mrd. USD nach China über ein komplexes System mit Scheinservern und manipulierten Seriennummern. Das Unternehmen selbst wurde nicht angeklagt, doch die Governance-Probleme reißen nicht ab. Nach Bilanzierungsskandalen 2024 und dem Rückzug des Wirtschaftsprüfers Ernst & Young folgt nun der nächste Schlag.

    Trotz der Turbulenzen läuft das operative Geschäft. Im 2. Quartal hat sich der Umsatz verdreifacht, auf satte 12,7 Mrd. USD. Entsprechend kräftig fiel auch die Jahresprognose aus. Sie wurde auf mindestens 40 Mrd. USD angehoben. Die Nachfrage nach KI-Infrastruktur reißt nicht ab. Mit den sogenannten Data Center Building Blocks bringt sich das Unternehmen außerdem für margenstärkere Geschäfte in Stellung, ein kluger Schachzug. CEO Charles Liang spricht von einer Kapazität, die perspektivisch 100 Mrd. USD Jahresumsatz ermöglichen könnte. Das Potenzial ist unbestreitbar vorhanden.

    Die entscheidende Frage ist, ob das Vertrauen von Kunden und Partnern nachhaltig beschädigt ist. Nvidia als wichtigster Zulieferer könnte die Zusammenarbeit überdenken, und Großkunden könnten Aufträge umverteilen. Das Unternehmen reagierte mit der Beförderung einer neuen Compliance-Chefin und betont seine Kooperation mit den Ermittlern. Für Investoren ergibt sich ein Hochrisiko-Szenario. Das operative Fundament stimmt, doch die wiederholten Skandale könnten den KI-Liebling langfristig ausbremsen. Momentan kostet die Aktie 20,53 USD.


    Silber verbindet drei unterschiedliche Geschäftsmodelle. Silver North Resources hat mit gesicherter Finanzierung und Bohrkontingent die Basis für operative Fortschritte gelegt. Volkswagen stemmt sich mit einem harten Kostensenkungsprogramm gegen strukturelle Margenprobleme und eine angespannte E-Mobilitätsbilanz. Super Micro Computer bleibt operativ stark, kämpft aber mit wiederholten Governance-Skandalen, die das Vertrauen belasten. Während sich im Rohstoffsektor klare Entwicklungspfade abzeichnen, stehen die beiden Industrieunternehmen vor fundamentalen Bewährungsproben.


    Interessenskonflikt

    Gemäß §85 WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH (nachfolgend „Relevante Personen“) derzeit Aktien oder andere Finanzinstrumente der genannten Unternehmen hält bzw. halten und auf deren Kursentwicklungen spekulieren. Sie beabsichtigen insofern Aktien oder andere Finanzinstrumente der Unternehmen zu veräußern bzw. zu erwerben (nachfolgend jeweils als „Transaktion“ bezeichnet). Transaktionen können dabei den jeweiligen Kurs der Aktien oder der sonstigen Finanzinstrumente des Unternehmens beeinflussen.
    Es besteht insofern ein konkreter Interessenkonflikt bei der Berichterstattung zu den Unternehmen.

    Die Apaton Finance GmbH ist daneben im Rahmen der Erstellung und Veröffentlichung der Berichterstattung in entgeltlichen Auftragsbeziehungen tätig.
    Es besteht auch aus diesem Grund ein konkreter Interessenkonflikt.
    Die vorstehenden Hinweise zu vorliegenden Interessenkonflikten gelten für alle Arten und Formen der Veröffentlichung, die die Apaton Finance GmbH für Veröffentlichungen zu Unternehmen nutzt.

    Risikohinweis

    Die Apaton Finance GmbH bietet Redakteuren, Agenturen und Unternehmen die Möglichkeit, Kommentare, Interviews, Zusammenfassungen, Nachrichten u. ä. auf www.inv3st.de zu veröffentlichen. Diese Inhalte dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine Handlungsaufforderung oder Empfehlungen dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die Inhalte ersetzen keine individuelle fachkundige Anlageberatung und stellen weder ein Verkaufsangebot für die behandelte(n) Aktie(n) oder sonstigen Finanzinstrumente noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von solchen dar.

    Bei den Inhalten handelt es sich ausdrücklich nicht um eine Finanzanalyse, sondern um journalistische oder werbliche Texte. Leser oder Nutzer, die aufgrund der hier angebotenen Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln vollständig auf eigene Gefahr. Es kommt keine vertragliche Beziehung zwischen der der Apaton Finance GmbH und ihren Lesern oder den Nutzern ihrer Angebote zustande, da unsere Informationen sich nur auf das Unternehmen beziehen, nicht aber auf die Anlageentscheidung des Lesers oder Nutzers.

    Der Erwerb von Finanzinstrumenten birgt hohe Risiken, die bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die von der Apaton Finance GmbH und ihre Autoren veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältiger Recherche, dennoch wird keinerlei Haftung für Vermögensschäden oder eine inhaltliche Garantie für Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der hier angebotenen Inhalte übernommen. Bitte beachten Sie auch unsere Nutzungsbedingungen.


    Der Autor

    Armin Schulz

    Der gebürtige Mönchengladbacher studierte Betriebswirtschaftslehre in den Niederlanden. Im Zuge des Studiums kam er erstmals mit der Börse in Kontakt. Er hat mehr als 25 Jahre Erfahrung bei Börsengeschäften.

    Mehr zum Autor



    Weitere Kommentare zum Thema:

    Kommentar von Armin Schulz vom 08.05.2026 | 05:30

    In Europa tickt die Uhr: Wie Group Eleven Resources, Volkswagen und thyssenkrupp sich aufgestellt haben

    • Group Eleven Resources
    • Volkswagen
    • thyssenkrupp
    • Zink
    • Silber
    • Kupfer
    • Irland
    • Elektromobilität
    • Batteriefabrik
    • Stahl
    • grüner Stahl
    • Aufzugsgeschäft

    Die globale Wirtschaft wird von drei Megakräften durchgeschüttelt: dem Zwang zur Dekarbonisierung, geopolitischen Zerwürfnissen und dem Wettlauf um Elektromobilität. Für die Stahlindustrie in Europa bedeutet das einen harten Umbau – immerhin verursacht sie sieben Prozent der Treibhausgase. Gleichzeitig schreibt die EU vor, dass bis 2030 ein Zehntel der strategischen Rohstoffe aus heimischen Quellen stammen muss. Autobauer wiederum kämpfen mit Scope-3-Emissionen ihrer Lieferketten. Die Energiepreise explodieren, Lieferketten brechen – doch genau darin liegen Chancen. Wir sehen uns die aktuelle Situation von Group Eleven Resources, Volkswagen und thyssenkrupp an.

    Zum Kommentar

    Kommentar von Armin Schulz vom 08.05.2026 | 05:20

    Verdienen Sie an der Kupfer-Knappheit: BYD, Power Metallic Mines und Intel im Fokus der Versorgungskrise

    • BYD
    • Power Metallic Mines
    • Intel
    • Elektromobilität
    • Internationalisierung
    • Kupfer
    • NISK
    • Elektrifizierung
    • Kupferknappheit
    • Chips
    • Künstliche Intelligenz

    Die jüngste Kupferhausse ist kein kurzfristiger Hype, sondern ein fundamentaler Wandel. Autobauer, Rohstofffirmen und Chipkonzerne stecken plötzlich im selben Sog. Denn die Energiewende und der KI-Boom verschlingen Unmengen des roten Metalls. Während BYD als Elektroautoriese riesige Kupfermengen verbaut sichert Power Metallic Mines als Rohstofflieferant polymetallische Vorkommen. Intel wiederum benötigt das Metall für die Kühlinfrastruktur seiner KI-Datenzentren. Versorgungsknappheit und geopolitische Risiken verschärfen den Wettlauf. In diesem Spannungsfeld rücken wir drei Unternehmen in den Fokus: BYD, Power Metallic Mines und Intel.

    Zum Kommentar

    Kommentar von Jens Castner vom 05.05.2026 | 05:45

    Silver Viper Minerals, Vizsla Silver und Discovery Silver: Drei Rennpferde aus dem Stall von Kanadas Superinvestor Eric Sprott

    • Silber
    • Eric Sprott
    • Bergbau
    • Silver Viper Minerals
    • Vizsla Silver
    • Discovery Silver

    Einer der bekanntesten Edelmetallexperten der Welt setzt auf drei Unternehmen, die unterschiedlicher kaum sein könnten: einen aufstrebenden Junior-Explorer, einen Silberproduzenten kurz vor dem Produktionsstart und ein bereits profitables Schwergewicht mit Milliardenbewertung. Was die Aktien von Silver Viper Minerals, Vizsla Silver und Discovery Silver verbindet? Außergewöhnliche Ressourcen, kanadische Wurzeln – und Superinvestor Eric Sprott selbst. Ein Blick hinter seine Schatzkarte.

    Zum Kommentar