08.05.2026 | 05:20
Verdienen Sie an der Kupfer-Knappheit: BYD, Power Metallic Mines und Intel im Fokus der Versorgungskrise
Die jüngste Kupferhausse ist kein kurzfristiger Hype, sondern ein fundamentaler Wandel. Autobauer, Rohstofffirmen und Chipkonzerne stecken plötzlich im selben Sog. Denn die Energiewende und der KI-Boom verschlingen Unmengen des roten Metalls. Während BYD als Elektroautoriese riesige Kupfermengen verbaut sichert Power Metallic Mines als Rohstofflieferant polymetallische Vorkommen. Intel wiederum benötigt das Metall für die Kühlinfrastruktur seiner KI-Datenzentren. Versorgungsknappheit und geopolitische Risiken verschärfen den Wettlauf. In diesem Spannungsfeld rücken wir drei Unternehmen in den Fokus: BYD, Power Metallic Mines und Intel.
Lesezeit: ca. 4 Min.
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Autor:
Armin Schulz
ISIN:
BYD CO. LTD H YC 1 | CNE100000296 , POWER METALLIC MINES INC. | CA73929R1055 | TSXV: PNPN , OTCBB: PNPNF , INTEL CORP. DL-_001 | US4581401001
Inhaltsverzeichnis:
Der Autor
Armin Schulz
Der gebürtige Mönchengladbacher studierte Betriebswirtschaftslehre in den Niederlanden. Im Zuge des Studiums kam er erstmals mit der Börse in Kontakt. Er hat mehr als 25 Jahre Erfahrung bei Börsengeschäften.
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BYD - zwischen lokalem Preiskampf und Internationalisierung
Warum ist BYD so abhängig von rotem Metall? Ganz einfach, Elektroautos sind Kupferfresser. Ein einzelnes Fahrzeug des chinesischen Herstellers benötigt bis zu 80 kg, hauptsächlich für die Batterie, den Motor und die gesamte Bordelektronik. Kein anderer Werkstoff leitet bei hohen Strömen so verlustarm. Bei jährlichen Stückzahlen im Millionenbereich summiert sich das schnell auf Hunderttausende Tonnen. Damit gehört BYD zu den größten industriellen Kupferabnehmern weltweit, ein strategischer Hebel, der bei Rohstoffpreisrallys schnell zur Margenfalle werden kann.
Der Heimatmarkt China wird zum Minenfeld. Der Preiskampf im Massensegment hat sich dramatisch verschärft, vor allem durch aggressive Newcomer. Die Auslieferungen fallen bereits den achten Monat in Folge. Das 1. Quartal brachte einen Gewinneinbruch von 55 % auf umgerechnet 4,1 Mrd. CNY bei knapp 12 % weniger Umsatz. Zwar hält BYD die Krone bei reinen E-Autos, in der Gesamtliste der Autoverkäufer rutschte der Konzern aber auf Rang vier ab. Das ist ein klares Signal für Anleger.
Entscheidend ist, dass die Exporte nun erstmals die heimischen Verkäufe überflügeln. Das 2026er Ziel liegt bei 1,5 Mio. Fahrzeugen außerhalb Chinas, ein Plus von 40 %. In Deutschland peilt man 50.000 Neuzulassungen an, das Händlernetz wächst auf 300 Standorte. Die Schweiz verzeichnet Zuwächse im dreistelligen Prozentbereich. Eigene Werke in Ungarn und Brasilien federn Zollrisiken ab. Langfristig orientierte Investoren sehen hier das eigentliche Wachstum, während der Druck im Inland als temporärer Preis für Marktanteile gilt. Derzeit ist die Aktie für 10,898 EUR zu haben.
Power Metallic Mines – mit starken Bohrergebnissen
Ein kanadischer Rohstoffexplorer hat im Mai bereits 2 Bohrergebnisse veröffentlicht, die selbst Branchenkenner aufhorchen lassen. Die Ergebnisse aus Quebec zeigen auf kurzen Längen außergewöhnlich hohe Kupferäquivalent-Gehalte. Ein Bohrloch traf auf 22 m mit umgerechnet 11,5 % Kupfer, darunter 6 m mit fast 19 %. Ein weiteres Bohrloch lieferte über 39 m Länge 5,7 %. Diese Werte liegen um ein Vielfaches über dem weltweiten Durchschnitt förderwürdiger Kupferlagerstätten von etwa 0,4 %. Entscheidend ist nicht die absolute Tonnage, sondern die Kombination aus Gehalt und Mächtigkeit. Das Unternehmen hat inzwischen über 90 Bohrabschnitte mit mehr als 11 m Länge und über 4,25 % Kupferäquivalent verbucht.
Die hohen Gehalte bedeuten weniger Gestein, das bewegt, zerkleinert und verarbeitet werden muss. Das senkt den Dieselverbrauch, Personalaufwand und die Investitionskosten massiv. Eine metallurgische Studie des Weltmarktführers SGS bescheinigt dem Projekt Wiederfindungsraten von durchschnittlich 95 %. Das liegt deutlich über den ursprünglich angenommenen 80 %. Hinzu kommt der Standortvorteil Quebec. Eine ganzjährig befahrbare Straße führt direkt zur Bohrstelle, das Stromnetz von Hydro-Quebec verläuft auf der anderen Straßenseite. Genehmigungsprozesse laufen hier schneller als in vielen anderen Jurisdiktionen, die Zusammenarbeit mit der First Nation ist über ein Royalty-Modell geregelt.
Ursprünglich war die Mineralressourcenschätzung (MRE) erst für nächstes Jahr geplant. Das Management hat den Fahrplan vorgezogen. Die MRE wird bereits für diesen Sommer erwartet, die vorläufige wirtschaftliche Bewertung soll im 4. Quartal folgen. Für Investoren bedeutet das, dass die entscheidenden Bewertungsgrundlagen früher kommen als gedacht. Wer auf vollständige Gewissheit wartet riskiert, die Bewegung zu verpassen. Die Diskrepanz zwischen dem was bereits nachgewiesen wurde, und dem, was der Markt aktuell einpreist, ist nach Einschätzung des Managements erheblich. Je mehr positive Bohrergebnisse kommen, umso kleiner sollte diese Lücke werden. Aktuell notiert die Aktie bei 1,37 CAD.
Intel - Kupfer, KI und ein Comeback
Kupfer ist für Intel kein nebensächlicher Rohstoff. Die Chips selbst nutzen das Metall für leitende Verbindungen zwischen Transistoren. Es leitet Strom besser als Aluminium und reduziert Wärmeverluste. Gleichzeitig fließt Kupfer in Kühlsysteme und die Stromversorgung von Rechenzentren, wo immer mehr KI-Chips enorme Leistungsdichten erzeugen. Das Frühjahr 2026 brachte die Wende für Intel. Das Unternehmen lieferte starke Quartalszahlen, übertraf Analystenerwartungen deutlich und stellte die Weichen für ein ernsthaftes KI-Comeback.
Der Umsatz kletterte auf 13,6 Mrd. USD, 7 % mehr als im Vorjahr. Das Data-Center- und AI-Geschäft wuchs um 22 % auf 5,1 Mrd. USD, angetrieben von hoher Nachfrage nach Xeon-Prozessoren für KI-Anwendungen. Auch das Client-Computing lag mit 7,5 Mrd. USD im grünen Bereich, während das Foundry-Geschäft um 16 % zulegte. Die Bruttomarge verbesserte sich auf 41 %. Klare Signale operativer Effizienz, auch wenn der Konkurrenzdruck von Nvidia und AMD weiterhin hoch bleibt.
Intel setzt auf gezielte Kooperationen. Eine Mehrjahresvereinbarung mit Google umfasst Xeon-Prozessoren für Cloud-Instanzen sowie gemeinsame Entwicklung von IPUs. Mit SambaNova plant das Unternehmen hybride Lösungen aus GPUs und Xeon 6. Die Fertigungs-Roadmap gewinnt Tempo. Panther-Lake-CPUs stehen an, die 18A-Technologie soll 2026 in Massenproduktion gehen. Für das 2. Quartal erwartet Intel Umsätze zwischen 13,8 und 14,8 Mrd. USD. Die Transformation vom reinen Prozessorhersteller zum Foundry-Player ist in vollem Gang. Momentan kostet die Aktie 113,01 USD.

Die strukturelle Kupferknappheit verschärft den Wettlauf um das rote Metall. BYD, ein großer Kupferverbraucher, kämpft mit sinkenden Margen im chinesischen Preiskampf, während die Exporte erstmals die Heimatverkäufe überflügeln. Power Metallic Mines liefert mit Bohrergebnissen von bis zu 18,62 % Kupferäquivalentgehalt über 4 m den Beweis für eines der reichsten Projekte weltweit, zusätzlich begünstigt durch die hervorragende Infrastruktur in Quebec. Intel überrascht mit starken Quartalszahlen und einem KI-Comeback, wobei Kupfer für die Kühlinfrastruktur der Datenzentren unverzichtbar bleibt. Drei völlig unterschiedliche Unternehmen, die sich alle im Sog der Versorgungskrise befinden.
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