Menü schließen




10.04.2026 | 05:10

Strategy, Aspermont, Redcare Pharmacy – Massive Turnaround-Chancen

  • Bitcoin
  • Data
  • KI
Bildquelle: pixabay.com

Der Markt wittert Comeback-Chancen. Während die größte Kryptowährung wieder über 70.000 USD klettert und institutionelle Zuflüsse für Rückenwind sorgen, setzen einige Player trotz Milliardenverlusten unbeirrt auf Expansion. Parallel rückt ein datengetriebenes Plattformmodell im Rohstoffsektor mit über 180 % Kurspotenzial in den Fokus, getragen von skalierbaren Erlösen und wachsender Nachfrage. Auch im E-Commerce-Gesundheitsmarkt sorgt eine operative Trendwende nach langer Schwächephase für zweistellige Kursreaktionen. Die Mischung aus Turnaround-Fantasie, überverkauften Charts und strukturellem Wachstum könnte jetzt explosive Rebounds auslösen.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: REDCARE PHARMACY NV | NL0012044747 , ASPERMONT LTD. | AU000000ASP3 | ASX: ASP , STRATEGY INC | US5949724083 | NASDAQ: MSTR

Inhaltsverzeichnis:


    Strategy – Riskante Milliardenwette

    Der Krypto-Markt atmet, zumindest kurzfristig, auf. Zuletzt konnte der Bitcoin zeitweise wieder die psychologisch wichtige Marke von 70.000 USD knacken. Angetrieben von anhaltenden ETF-Zuflüssen, die das knappe Angebot absorbieren, und der Hoffnung auf eine geopolitische Entspannung, scheint die größte Kryptowährung der Welt einen stabilen Boden zu finden. Michael Saylor, der Mastermind hinter der aggressiven Krypto-Taktik von Strategy, dass der Markt bereits im Februar bei rund 60.000 USD sein tief gesehen hat und der Verkaufsdruck der Bären mittlerweile völlig erschöpft sei.

    Passend zu dieser extrem bullishen Grundhaltung drückt Strategy aufs Gaspedal. Völlig unbeeindruckt von einem gigantischen Buchverlust von über 14 Mrd. USD im Auftaktquartal, welcher zumindest bilanziell durch lukrative Steuervorteile abgefedert wird, ging der Softwarekonzern Anfang April erneut auf große Einkaufstour. Für knapp 330 Mio. USD wanderten fast 5.000 weitere Coins in die Firmen-Wallets. Clever ist dabei die gewählte Finanzierung. Statt bestehende Assets anzugreifen, emittierte das Unternehmen sehr erfolgreich neue Vorzugsaktien. Saylor wischt theoretische Risiken, wie etwa eine Bedrohung durch Quantencomputer, als maßlos übertrieben beiseite.

    Vielmehr transformiert er den Konzern visionär in ein Vehikel für künftige krypto-basierte Kreditmärkte. Diese unerschütterliche Überzeugung schürt bei Anlegern zunehmend Fantasien für einen nachhaltigen Turnaround der zuletzt stark gebeutelten Aktie, die auf die jüngsten Kauftransaktionen sofort mit spürbaren Kursgewinnen reagierte.

    Auch die Analysten der Wall Street applaudieren dieser konsequenten Strategie.
    Analysehäuser wie Mizuho, Texas Capital und B. Riley bestätigen reihenweise ihre
    Kaufempfehlungen. Mizuho ruft weiterhin ein ambitioniertes Kursziel von 320 USD aus und lobt den gewaltigen finanziellen Spielraum für kommende Investments. Einzig Krypto-Veteranen wie Willy Woo mahnen noch zur Besonnenheit. Denn ein finales, marktbreites Kaufsignal stehe erst dann bevor, wenn sich die gegenwärtig abwartende Haltung der Investoren in eine wirkliche Kaufbereitschaft entwickelt.

    Aspermont – Daten-Gold im Rohstoffboom

    Ein Kurspotenzial von über 180 % auf einen Zielwert von 3,03 EUR sehen die Analysten der GBC AG bei Aspermont. Das Unternehmen habe sich in den vergangenen Jahren grundlegend gewandelt und präsentiert sich heute als moderner, abonnementgetriebener Anbieter für Daten, Analysen und Intelligence-Lösungen im globalen Rohstoffsektor. Aus einem traditionsreichen Fachverlag mit Gründung im Jahr 1835 ist ein spezialisierter B2B-Datenplayer entstanden, der Entscheidungsträger in Bergbauunternehmen, bei Investoren sowie in Regierungen erreicht. Der Fokus auf wiederkehrende Abo-Erlöse sorgt für eine deutlich verbesserte Planbarkeit der Einnahmen, höhere Visibilität und eine wachsende Preissetzungsmacht.

    Mit der Plattform Mining IQ vollzieht Aspermont nun den entscheidenden Schritt in Richtung datenbasierter Entscheidungsunterstützung und erschließt damit deutlich margenstärkere Erlösquellen. Erste Tier-1-Kunden bestätigen bereits das Potenzial dieses Ansatzes, da proprietäre Datenbestände und umfangreiche Archivinhalte auf ein neues Monetarisierungsniveau gehoben werden können.

    Das zugrunde liegende Plattformmodell ist kapitalarm und hoch skalierbar, sodass zusätzliche Umsätze mit vergleichsweise geringen Mehrkosten erzielt werden können, was mittelfristig zu einem deutlichen operativen Hebel führen dürfte. Für die kommenden Jahre wird daher ein klarer Wachstumspfad erwartet. Der Umsatz soll von 16,90 Mio. AUD im Jahr 2026 auf 21,30 Mio. AUD im Jahr 2028 steigen. Parallel dazu dürfte sich das EBITDA von 0,15 Mio. AUD im Jahr 2026 auf 2,93 Mio. AUD im Jahr 2028 verbessern, während beim Nettoergebnis nach -0,95 Mio. AUD im Jahr 2026 bereits 2027 mit 0,53 Mio. AUD die Gewinnzone erreicht werden soll.

    Getrieben wird diese Entwicklung insbesondere durch steigende durchschnittliche Erlöse pro Kunde, eine intensivere Nutzung der Plattform innerhalb bestehender Unternehmenskunden sowie durch Cross-Selling zwischen Abonnements, Datenprodukten, Events und Marketingservices. Gleichzeitig bietet die solide Bilanz mit verbesserter Liquidität und geringer Verschuldung ausreichend Spielraum, um weiteres Wachstum ohne kurzfristigen Finanzierungsdruck voranzutreiben. In Summe vereint Aspermont ein etabliertes Netzwerk, hochwertige Datenbestände und ein klar skalierbares Geschäftsmodell, das in einem zunehmend datengetriebenen Rohstoffsektor auf steigende Nachfrage trifft und das Potenzial hat, sich als Hidden Champion im Bereich B2B-Datenintelligenz zu etablieren.

    Redcare Pharmacy - Befreiungsschlag nach langer Talfahrt

    Die Versandapotheke hatte zuletzt einen extrem schweren Stand am Kapitalmarkt. Aktionäre mussten seit Jahresbeginn starke Kursverluste verkraften, da dem MDax-Konzern trotz stetiger Expansion ein echter Profit fehlte. Zwar profitiert der Internethändler vom fortschreitenden Sterben lokaler Apotheken, doch gleichzeitig wächst der Wettbewerbsdruck durch etablierte Drogeriemarktketten, die zunehmend in den digitalen Gesundheitssektor drängen. Die Papiere zählten folglich lange zu den schwächsten Werten auf dem hiesigen Kurszettel.

    Nun lieferten die vorläufigen Quartalsdaten einen kräftigen Impuls. Die Konzernerlöse
    stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 18,3 % auf 848 Mio EUR. Haupttreiber dieser positiven Entwicklung war das Segment der verschreibungspflichtigen Arzneien, welches um mehr als ein Drittel zulegte. Auch der margenträchtigere Verkauf frei verkäuflicher Produkte florierte wieder stärker. Zugleich baute das Unternehmen seine Reichweite signifikant aus und bedient mittlerweile über 14 Mio. aktive Käufer.

    Die Führungsetage sieht sich dadurch auf Kurs und bekräftigte die bisherigen Jahresprognosen. Auf dem Handelsparkett lösten die Resultate Euphorie aus, denn die Notierungen schossen zeitweise zweistellig in die Höhe. Charttechnisch betrachtet wiesen Indikatoren zuvor auf eine massiv überverkaufte Situation hin. Das lockte antizyklische Akteure an und befeuerte, womöglich unterstützt durch Deckungskäufe von Leerverkäufern, einen dynamischen Rebound. Dennoch mahnen Chart-Spezialisten zur Vorsicht, da die übergeordnete Abwärtsdynamik noch nicht endgültig gebrochen sei.


    Die konsequente Krypto-Strategie und institutionelle Zuflüsse treiben bei Strategy die Turnaround-Fantasie. Aspermont punktet mit skalierbarem Datenmodell, steigenden Margen und über 180 % Kurspotenzial. Redcare Pharmacy überzeugt mit starkem Umsatzwachstum, wachsender Kundenbasis und erster Rebound-Dynamik.


    Interessenskonflikt

    Gemäß §85 WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH (nachfolgend „Relevante Personen“) ggf. künftig Aktien oder andere Finanzinstrumente der genannten Unternehmen halten oder auf steigende oder fallende Kurse setzen werden und somit ggf. künftig ein Interessenskonflikt entstehen kann. Die Relevanten Personen behalten sich dabei vor, jederzeit Aktien oder andere Finanzinstrumente des Unternehmens kaufen oder verkaufen zu können (nachfolgend jeweils als „Transaktion“ bezeichnet). Transaktionen können dabei unter Umständen den jeweiligen Kurs der Aktien oder der sonstigen Finanzinstrumente des Unternehmens beeinflussen.

    Die Apaton Finance GmbH ist daneben im Rahmen der Erstellung und Veröffentlichung der Berichterstattung in entgeltlichen Auftragsbeziehungen tätig.

    Es besteht aus diesem Grund ein konkreter Interessenkonflikt.

    Die vorstehenden Hinweise zu vorliegenden Interessenkonflikten gelten für alle Arten und Formen der Veröffentlichung, die die Apaton Finance GmbH für Veröffentlichungen zu Unternehmen nutzt.

    Risikohinweis

    Die Apaton Finance GmbH bietet Redakteuren, Agenturen und Unternehmen die Möglichkeit, Kommentare, Interviews, Zusammenfassungen, Nachrichten u. ä. auf www.inv3st.de zu veröffentlichen. Diese Inhalte dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine Handlungsaufforderung oder Empfehlungen dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die Inhalte ersetzen keine individuelle fachkundige Anlageberatung und stellen weder ein Verkaufsangebot für die behandelte(n) Aktie(n) oder sonstigen Finanzinstrumente noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von solchen dar.

    Bei den Inhalten handelt es sich ausdrücklich nicht um eine Finanzanalyse, sondern um journalistische oder werbliche Texte. Leser oder Nutzer, die aufgrund der hier angebotenen Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln vollständig auf eigene Gefahr. Es kommt keine vertragliche Beziehung zwischen der der Apaton Finance GmbH und ihren Lesern oder den Nutzern ihrer Angebote zustande, da unsere Informationen sich nur auf das Unternehmen beziehen, nicht aber auf die Anlageentscheidung des Lesers oder Nutzers.

    Der Erwerb von Finanzinstrumenten birgt hohe Risiken, die bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die von der Apaton Finance GmbH und ihre Autoren veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältiger Recherche, dennoch wird keinerlei Haftung für Vermögensschäden oder eine inhaltliche Garantie für Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der hier angebotenen Inhalte übernommen. Bitte beachten Sie auch unsere Nutzungsbedingungen.


    Der Autor

    Stefan Feulner

    Stefan Feulner besitzt rund 30 Jahre Kapitalmarkterfahrung, war unter anderem als CEO eines börsennotierten VC-Unternehmens und im Beteiligungs- und Fondsmanagement tätig.

    Mehr zum Autor



    Weitere Kommentare zum Thema:

    Kommentar von Nico Popp vom 08.07.2026 | 05:00

    Weg mit dem Reichweiten-Engpass: SpaceX denkt groß, Siemens Energy glaubt an KI und First Hydrogen löst irdische Probleme

    • Wasserstoff
    • KI
    • Energie
    • Atomkraft

    Wenn am Samstagmorgen in deutschen Großstädten die Kehrmaschinen ihre Runden drehen, haben wir meist noch immer ein monotones Dieselbrummen im Ohr. Doch hinter den Kulissen vollzieht sich längst ein Wandel. Die Klimaneutralität zwingt Flottenbetreiber zum Umdenken. Das Credo: Weg vom Diesel und hin zu neuen Technologien. Reine Batterie-Transporter stoßen im Mehrschichtbetrieb aufgrund unzureichender Reichweiten und stundenlanger Ladezeiten jedoch oft an ihre Grenzen. Hier schlägt die Stunde innovativer Technologien wie Wasserstoff. Wir stellen drei spannende Unternehmen vor und zeigen Investoren Chancen auf.

    Zum Kommentar

    Kommentar von Jens Castner vom 02.07.2026 | 05:35

    Drei Highflyer im Korrekturmodus: Lohnt sich der Einstieg bei Almonty, Friedrich Vorwerk und Applied Digital?

    • Infrastruktur
    • Bergbau
    • Rechenzentren
    • Energiewende
    • Kritische Rohstoffe
    • KI
    • Almonty Industries
    • Friedrich Vorwerk
    • Applied Digital
    • Wolfram

    Drei Branchen, drei Bewertungsrealitäten, ein Muster: Friedrich Vorwerk, Almonty Industries und Applied Digital zeigen, wie schnell aus Kursraketen Konsolidierungskandidaten werden. Für Investoren kann das auch eine Chance sein. Alle drei haben innerhalb weniger Quartale den Sprung vom unbeachteten Nebenwert zum milliardenschweren Konzern vollzogen. Alle drei befinden sich aktuell in einer Korrekturphase. Und bei allen dreien lohnt sich ein genauer Blick auf das Warum. Wo Anleger auf dem ermäßigten Niveau jetzt zugreifen können, wo Vorsicht geboten ist.

    Zum Kommentar

    Kommentar von Jens Castner vom 22.06.2026 | 05:50

    RBC, Volatus Aerospace und Shopify: Kanadas unterschätzte Weltklasse

    • Banken
    • Drohnen
    • E-Commerce
    • KI
    • Royal Bank of Canda
    • Volatus Aerospace
    • Shopify

    Kanadas Börse bietet eine hochattraktive Mischung aus ultrastabiler, streng regulierter Dividendenstärke und dynamischer Tech-Moderne. Drei Beispiele unterstreichen, warum die Weltöffentlichkeit nicht nur die Fußball-Nationalmannschaft des Landes, sondern auch den Aktienmarkt in Toronto auf dem Zettel haben sollte: vom defensiven Banken-Pionier RBC über den aufstrebenden Rüstungskonzern Volatus Aerospace bis hin zum globalen Tech-Stürmer Shopify. Alle drei Unternehmen verbindet, dass sie gezielt Künstliche Intelligenz einsetzen, um ihren Kunden echten Mehrwert zu bieten.

    Zum Kommentar