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30.04.2021 | 04:50

Nvidia, NSJ Gold, Coinbase - Was tun gegen Inflationsdruck?

  • Investments
Bildquelle: pixabay.com

Historisch betrachtet schneiden Sachwerte im Vergleich mit Aktieninvestments schlecht ab. Laut einer Studie der Bank of America könnte sich das nun langsam ändern.

Das stetige Gelddrucken befeuert die Inflation. Als Absicherung gegen die Inflation sind Sachwerte wie Immobilien, Edelmetalle oder Sammlerobjekte geeignet. Während die ersten beiden Kategorien selbsterklärend sind, gibt es speziell im bei den Sammlerobjekten durchaus neue Kategorien. Die bekannten Gebiete sind Wein und Kunstobjekte. Neu hinzugekommen sind die Kryptowährungen, allen voran natürlich der Bitcoin. Im Zuge dieses Hypes sind auch leistungsstarke Grafikkarten rar geworden. Diese werden mittlerweile mit mehr als dem doppelten Wert der unverbindlichen Preisempfehlung gehandelt.

Wir schauen uns daher heute Nvidia, NSJ Gold und Coinbase an.

Lesezeit: ca. 2 Min. | Autor: Armin Schulz
ISIN: CA62973P1071 , US67066G1040 , US19260Q1076

Inhaltsverzeichnis:


    Nvidia – Volldampf voraus

    Nvidia ist der Marktführer im Bereich der Graphics Processing Unit (GPU). Mittlerweile ist man aber nicht mehr nur im Bereich der Grafikkarten aktiv, sondern nutzt die Rechenkapazität der GPUs im Bereich der künstlichen Intelligenz (AI), wie z.B. beim Deep Learning. Dies wird von Firmen wie Baidu, Microsoft oder Facebook genutzt.

    Schaut man sich den Geschäftsbericht von Nvidia an, so kommen die Einnahmen zu 95% aus dem GPU Markt. 51% entfallen auf den Gaming Bereich, 27% auf Rechenzentren im Hochleistungsbereich wie AI und 11% professionelle Visualisierung. Das Unternehmen will sich auch im CPU Markt positionieren, der bisher Intel und AMD vorbehalten war. Bei erfolgreichem Verlauf ist eine weitere Einnahmequelle geschaffen.

    Die Aktie kennt seit der Corona Krise nur noch eine Richtung und die ist Norden. Einerseits nahm die Nachfrage aufgrund von Corona zu, zum anderen werden die Grafikkarten für das Mining von Kryptowährungen eingesetzt. Solange der Bitcoin einen so hohen Wert hat, werden die Grafikkarten auf dem Markt rar bleiben und Nvidia wird seine Erfolgsstory fortsetzen.

    NSJ Gold – junger Explorer mit Potential

    NSJ Gold ist erst ganz frisch an der Börse gelistet und hat mit dem Börsengang rund 9,1 Mio. Aktien zu 0,2 CAD ausgegeben. Das Unternehmen hat sich die Rechte am Golden Hills Projekt in Arizona gesichert und will dort Gold und Kupfer fördern. Das Grundstück ist 8,5 km² groß und ist von Kupfer- und Goldminen umringt. Bei historischen Bohrungen im Jahr 2010 wurde bereits Gold und Kupfer nur wenige Meter unter der Oberfläche gefunden. Das Golden Hills Projekt besitzt 7 patentierte und 94 unpatentierte Claims.

    Am 15. April veröffentlichte das Unternehmen ein erstes Update zu seinen Explorationsbohrungen. Es wurden bereits 5 Löcher rund um die identifizierten Gold- und Kupferfunde gebohrt. Das Gestein gleicht dem, der ersten Bohrungen, als die Vorkommen gefunden wurden. Die erste Bohrrunde soll Ende April abgeschlossen sein und anschließend werden die Proben zur Analyse gebracht. Ein nicht zu unterschätzender positiver Faktor ist das Management Board des Unternehmens. Es ist besetzt mit erfahrenen Leuten aus dem Mining Bereich und mit Richard Kern haben sie den Mann an Bord, der das Golden Hills Gebiet wie seine Westentasche kennt.

    Zu Beginn des Börsenstarts von NSJ Gold erreichte die Aktie ihr Allzeithoch bei 0,37 CAD und fiel dann bis auf den Ausgabepreis von 0,2 CAD zurück. Die Aktie notiert aktuell bei etwa 0,23 CAD und man kann daher fast zum Einstandspreis dabei sein. Sollte die Analyse der Proben die ersten Funde bestätigen, sollte einem steigenden Aktienkurs nichts mehr im Wege stehen.

    Coinbase – zwischen vielen Unabwägbarkeiten

    Der Börsenstart für Coinbase war mehr als gelungen. Ausgabepreis lag bei 250 USD und es ging bereits am ersten Handelstag auf bis auf über 429 USD. Seitdem gab es Gewinnmitnahmen, selbst der CEO verkaufte rund 750.000 Aktien.

    Seitdem ist einiges passiert, der Bitcoinpreis gab kräftig nach und nun mehren sich die Stimmen, dass die Kryptobörsen mehr Informationen über Kunden sammeln sollen. Laut Reuters fordert eine US Expertengruppe eine viel stärkere Regulierung der Kryptowährungen. Dadurch erhofft man sich Erpressungen aus dem Internet einzudämmen.

    Umsatz und Gewinn ergeben sich für Coinbase unter anderem aus dem hohen Bitcoinpreis. Fällt dieser, dann gehen Umsatz und Gewinn zurück. Viele Nutzer der Bitcoins gefällt die Anonymität und bei stärkerer Regulierung wird sich das sicherlich auch auf das Handelsvolumen auswirken. Das Investment in Coinbase ist also eng an den Bitcoinpreis gekoppelt. Der letzte Rücksetzer bei Bitcoin brachte 80% Kursverlust bevor er sich auf neue Allzeithochs bewegte. Der Bitcoin wird volatil bleiben.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Armin Schulz

    Der gebürtige Mönchengladbacher studierte Betriebswirtschaftslehre in den Niederlanden. Im Zuge des Studiums kam er erstmals mit der Börse in Kontakt. Er hat mehr als 25 Jahre Erfahrung bei Börsengeschäften.

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