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29.09.2025 | 05:10

SAP, Aspermont, AppLovin – KI-Modelle mit mächtigem Aufwärtsschub

  • KI
  • Big Data
Bildquelle: pixabay.com

Die Kombination aus Big Data und Künstlicher Intelligenz gilt als einer der größten Wachstumstreiber der kommenden Dekade. Unternehmen, die es schaffen, riesige Datenmengen effizient zu sammeln, auszuwerten und in Echtzeit nutzbar zu machen, verschaffen sich nicht nur Wettbewerbsvorteile, vielmehr definieren sie ganze Branchen neu. Ob Gesundheitswesen, Finanzen, Rohstoffe oder Industrie: Wer Daten intelligent nutzt, kann Prozesse optimieren, Kosten senken und völlig neue Geschäftsmodelle entwickeln. Anleger sollten diese Dynamik nicht unterschätzen.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: APPLOVIN CORPORATION | US03831W1080 , SAP SE O.N. | DE0007164600 , ASPERMONT LTD | AU000000ASP3

Inhaltsverzeichnis:


    SAP – Gemischte Gefühle

    Eine Achterbahnfahrt erlebten in den vergangenen Tagen die Anteilseigner des europäischen Softwaregiganten. Nachdem die SAP-Aktie Mitte September ein neues Jahrestief bei 209,70 EUR markierte, konnte sich diese seither um über 5 % auf 225,15 EUR verteuern. Der Grund lag in einer strategisch weitreichenden Kooperation.

    So schmiedeten SAP, KI-Vorreiter OpenAI und Tech-Gigant Microsoft ein historisches Bündnis. Unter dem Namen „OpenAI for Germany“ soll ab 2026 eine KI-Plattform für die deutsche Verwaltung entstehen. Die Infrastruktur liefert SAP-Tochter Delos Cloud, betrieben auf Microsofts Azure, mit Fokus auf europäische Datenschutzstandards und Cloud-Souveränität.

    Im Zentrum steht eine klare Vision: Verwaltungsprozesse effizienter gestalten, etwa bei Aktenführung, Datenanalyse und Kommunikation. Technologisch ist die Plattform hochambitioniert: SAP plant den Ausbau auf 4.000 GPUs, um die nötige Rechenleistung für KI-Anwendungen sicherzustellen. Microsoft-CEO Satya Nadella unterstreicht die Bedeutung von Azure als zuverlässige Basis: „KI-Einsatz muss datensicher, compliant und resilient sein.“

    Doch es geht um mehr als Effizienz: Das Projekt fügt sich ein in die nationale Digitalstrategie der Bundesregierung. Ziel ist ein KI-Wertschöpfungsanteil von 10 % am BIP bis 2030. Im Rahmen der Initiative „Made for Germany“ wurden Investitionen von über 631 Mrd. EUR zugesagt, allein die Walldorfer wollen über 20 Mrd. EUR investieren.

    Aspermont – Vom Fachverlag zum Daten-Champion der Rohstoffindustrie

    Die Marktkapitalisierung liegt gerade einmal bei 11,80 Mio. EUR bei einem Aktienkurs von 0,004 EUR. Die Ambitionen und Visionen des Unternehmens um den umtriebigen CEO Alex Kent sind jedoch ambitioniert, so dass in dieser Equity-Story noch massives Upside-Potenzial schlummert. Allein die Analysten der GBC AG vergaben in ihrer aktuellen Investmentstudie ein Kaufrating mit einem Kursziel in Höhe von 0,02 EUR, was eine Verfünffachung zum aktuellen Kursniveau bedeuten würde.

    Aspermont positioniert sich als unverzichtbarer Datenpartner für die globale Mining-Industrie, mit skalierbarem Modell, starkem Burggraben und wachsendem KI-Fokus. Herzstück des Geschäfts ist ein skalierbares Abo-Modell, das digitale Inhalte als Service für eine globale Community von über 3,8 Mio. Fachleuten bereitstellt. Doch dies ist nur ein Teil des Geschäftsmodell. Aspermont bietet der Mining-Industrie zusätzlich Events, digitale Marketinglösungen und datengetriebene Services, alles auf einer Plattform. Seit über neun Jahren läuft der digitale Transformationsprozess erfolgreich.

    Im Fokus steht dabei der wohl wertvollste Schatz des Unternehmens: ein einzigartiges digitales Datenarchiv, das über zwei Jahrhunderte Fachwissen umfasst. Historische Ausgaben renommierter Titel wie dem Mining Journal wurden aufbereitet und durchsuchbar gemacht. Diese exklusive Datensammlung liefert tiefgreifende Einblicke in Marktzyklen, Technologietrends und Projektentwicklungen.

    Mit der neuen Plattform Mining-IQ und einer frischen Partnerschaft mit Branchenschwergewicht Rio Tinto betritt Aspermont nun das Feld der KI-gestützten Datenanalyse. Das Ziel liegt in der Monetarisierung der Datenschätze über automatisierte Analyse-Tools.

    AppLovin – Bullishe Analysten

    Seit dem Jahrestiefstand im April konnte die Aktie von AppLovin eine spektakuläre Rally mit einer Outperformance von 234 % auf 669,86 USD aufs Parkett legen, für UBS besteht dennoch weiterhin massives Upside-Potential.

    Die Analysten der Schweizer Großbank haben ihr Kursziel massiv von 540 auf 810 USD angehoben. Im Bull-Case halten sie sogar 1.000 USD für möglich. Das wäre das bislang höchste bekannte Kursziel für AppLovin.

    Die Gründe für den Optimismus liegen vor allem die Weiterentwicklung der eigenen Vermarktungsplattform Axon 2.0, die laut UBS innerhalb der nächsten 12 Monate massiv an Effizienz gewinnen soll. Hintergrundgespräche mit Marktteilnehmern hätten zudem eine anhaltend hohe Nachfrage nach KI-gestützten Werbe- und Empfehlungsprogrammen innerhalb der Fortune-1.000-Unternehmen gezeigt.

    Auch im Segment Mobile Gaming bleibt AppLovin laut UBS marktbeherrschend. Trotz zunehmender Konkurrenz habe bislang kein anderer Anbieter ernsthaft Marktanteile streitig machen können.


    Nach Markieren eines neuen Jahrestiefs konnte die SAP-Aktie aufgrund der Verkündung einer Kooperation mit Microsoft und OpenAI den Unterstützungsbereich erfolgreich verteidigen. AppLovin besitzt laut den Analysten der UBS weiterhin großes Potenzial. Aspermont dürfte mit seiner KI-Lösung vor einem Wachstumsschub stehen.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Stefan Feulner

    Stefan Feulner besitzt rund 30 Jahre Kapitalmarkterfahrung, war unter anderem als CEO eines börsennotierten VC-Unternehmens und im Beteiligungs- und Fondsmanagement tätig.

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