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09.01.2026 | 05:00

Atom-Comeback: Wie KI den Sektor belebt und American Atomics neben General Electric und Siemens zum Schlüssel-Player wird

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  • Reaktoren
Bildquelle: KI

Wir schreiben das Jahr 2026 und die globalen Energiemärkte haben sich verändert: Das Narrativ der Atomkraft als Auslaufmodell ist Geschichte – heute dominiert in vielen Teilen der Welt die Erkenntnis, dass CO2-Neutralität und Energiesicherheit ohne nukleare Grundlast nicht zu erreichen sind. Treibender Faktor ist der unstillbare Energiehunger der Künstlichen Intelligenz. Hyperscaler und Rechenzentren benötigen eine stabile Stromversorgung rund um die Uhr, die Wind und Sonne allein nicht garantieren können. In diesem neuen nuklearen Zeitalter rücken Technologiegiganten wie General Electric und Siemens in den Fokus, die Reaktoren und Netze der Zukunft bauen. Doch die profitabelste Nische könnte am Anfang der Wertschöpfungskette liegen: American Atomics will mit neuen Technologien und sicheren Standorten in den USA das grundlegende Problem des Uran-Nachschubs lösen.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Nico Popp
ISIN: AMERICAN ATOMICS INC | CA0240301089 , General Electric Company | US3696043013 , SIEMENS AG NA O.N. | DE0007236101

Inhaltsverzeichnis:


    GE Vernova und Siemens: Die Architekten der Infrastruktur

    Für die neue Atomkraft exemplarisch steht GE Vernova. Nach der Abspaltung vom Mutterkonzern General Electric hat sich das Unternehmen als reiner Energie-Spezialist positioniert und treibt laut Berichten der Financial Times die Kommerzialisierung von sogenannten Small Modular Reactors (SMRs) voran. Technologien wie der BWRX-300 SMR versprechen, Atomkraftwerke schneller, günstiger und vor allem sicherer zu bauen, da sie passiv gekühlt werden können und weniger anfällig für menschliches Versagen sind. GE Vernova liefert damit die Hardware für die dezentrale Energieversorgung der Zukunft, bei der Rechenzentren ihre eigenen kleinen Kraftwerke betreiben könnten.

    Auf der anderen Seite des Atlantiks spielt Siemens und auch Siemens Energy eine entscheidende Rolle bei der Integration. Atomstrom muss über Netze verteilt werden. Marktbeobachter bezeichnen Netze bereits als das „neue Gold“ - Siemens liefert dafür unverzichtbare Technologie. Während GE die Energie erzeugt, sorgt Siemens dafür, dass sie dort ankommt, wo die KI-Prozessoren rund um die Uhr Energie benötigen. Beide Konzerne sind Basis-Investments für den Atom-Superzyklus, doch aufgrund ihrer Größe sind die prozentualen Wachstumssprünge oft begrenzt.

    American Atomics: Der integrierte Ansatz als Rendite-Hebel

    Hier kommt American Atomics ins Spiel, ein Unternehmen, das genau die Lücke füllt, die durch die jahrelange Vernachlässigung der westlichen Lieferketten im Bereich der Uranversorgung entstanden ist. Das Unternehmen verfolgt einen integrierten Ansatz, der weit über das bloße Schürfen von Gestein hinausgeht. American Atomics deckt die Wertschöpfungskette von der Exploration über die Aufbereitung bis hin zu technologischen Lösungen für Konversion und Anreicherung ab. Das Kern-Asset ist das Big-Indian-Projekt im traditionsreichen Lisbon-Valley-Distrikt im US-Bundesstaat Utah. Die Geologie spricht hier eine deutliche Sprache: Auf der Westflanke des Distrikts wurden historisch rund 78 Mio. Pfund Triurandioxid (U₃O₈) gefördert. American Atomics hat sich die geologisch vergleichbare, aber bislang kaum erkundete Ostseite gesichert und adressiert damit ein massives Entdeckungspotenzial in einer der sichersten Jurisdiktionen der Welt.

    Was American Atomics jedoch von klassischen Explorern unterscheidet, ist die Technologie-Partnerschaft. Gemeinsam mit Partnern wie der CVMR Corporation plant das Unternehmen eine zentrale Aufbereitungsanlage, die neue Maßstäbe in der umweltneutralen Metallveredelung setzen soll. Wie auf der Unternehmensseite von CVMR hervorgehoben wird, ist der Partner bekannt für seine Expertise in der Veredelung von kritischen Mineralien und der Zusammenarbeit mit dem US-Energieministerium (DOE). Diese Kooperation ermöglicht es American Atomics, sich in den margenträchtigsten Stufen der Uran-Verarbeitung zu positionieren. Ein weiterer entscheidender Hebel ist die Entwicklung eigener Brennstofftechnologien, die vom Labormaßstab bis zur Pilotphase skaliert werden sollen, was einen enormen Wertzuwachs bei kontrolliertem Kapitaleinsatz verspricht.

    Die Aktie von American Atomics hat sich beruhigt - die guten Perspektiven für den Sektor bestehen weiterhin

    Fazit: Asymmetrische Chance im Uran-Markt

    Für Investoren bietet American Atomics eine seltene Konstellation. Während GE und Siemens die ersten Adressen bei der Reaktor-Technologie sind, besitzt American Atomics den Zugriff auf den Treibstoff und die Veredelungstechnologie. Laut einer Analyse von Simply Wall St bietet die Aktie mit einer Marktkapitalisierung von lediglich rund 12 Mio. CAD ein extrem attraktives Chance-Risiko-Profil im Vergleich zu den Milliardenbewertungen der Industrieriesen. Die strategische Ausrichtung auf die US-Versorgungssicherheit, flankiert durch die Partnerschaft mit Technologie-Führern wie CVMR und die Lage in Utah, macht American Atomics zu einem potenziellen Übernahmekandidaten oder strategischen Partner für die großen Versorger, die händeringend nach sicherem Uran aus Nordamerika suchen.

    Das strukturelle Angebotsdefizit im Uranmarkt ist nach Ansicht von renommierten Investoren wie Eric Sprott auf Jahre hinaus zementiert, was Unternehmen mit guten Assets und besserer Technologie in eine Pole-Position für den kommenden Bullenmarkt bringt. Die Aktie von American Atomics trifft auf verschiedene Weise einen Nerv: Einerseits ist Uran eine strategische Ressource, die die US-Regierung im eigenen Land fördern möchte, andererseits ist Uran eng mit wichtigen Zukunftstechnologien wie KI verknüpft.


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    Der Autor

    Nico Popp

    In Süddeutschland zuhause, begleitet der leidenschaftliche Börsianer die Kapitalmärkte seit rund zwanzig Jahren. Mit einem Faible für kleinere Unternehmen ausgestattet, ist er ständig auf der Suche nach spannenden Investmentstorys

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