Menü schließen




01.02.2022 | 05:08

SAP, Kleos Space, Software AG – Großes Wachstum prognostiziert!

  • Daten
  • Big Data
  • Technologie
  • Raumfahrt
  • Satelliten
  • Cloud
  • Software
Bildquelle: pixabay.com

Daten sind in der heutigen Zeit ein extrem wichtiger Rohstoff und werden bereits als das neue Gold bezeichnet. Big Data, das Auswerten und die Aufbereitung großer Datenmengen mittels künstlicher Intelligenz, wird in den nächsten Jahren immer wichtiger, sowohl in der Gesellschaft als auch an den Kapitalmärkten. Der nächste Schritt ist das Sammeln großer Datenmengen durch satellitengestützte Erdbeobachtung. Dies soll der Menschheit zukünftig in Bezug auf Sicherheit, Umweltverschmutzung und Wirtschaft nützlich sein. Innovative Unternehmen, die auf diese Technologie setzen, befinden sich in einem enormen Wachstumsmarkt.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Carsten Mainitz
ISIN: KLEOS SPACE CDI/1/1 | AU0000015588 , SAP SE O.N. | DE0007164600 , SOFTWARE AG NA O.N. | DE000A2GS401

Inhaltsverzeichnis:


    Kleos Space – Mission Teil 3 startet

    Das in Australien gegründete Data-as-a-Service-Unternehmen Kleos Space, das seinen Hauptsitz inzwischen in Luxemburg hat, wird von Behörden auf der ganzen Welt für die Bereitstellung unabhängiger, kommerziell verfügbarer Aufklärungsdaten geschätzt, die die Sicherheit auf See und an Land verbessern. Auch private Unternehmen wie Sicherheitsdienste oder Versicherungsunternehmen gehören zur Zielgruppe, da Kleos Space Hochfrequenzübertragungen aus dem Weltall detektiert und geolokalisiert, um die Identifizierung von versteckten und illegalen Aktivitäten zu verbessern.

    Dies erreicht das Unternehmen mit Hilfe von Nanosatelliten, die pro Cluster jeweils im Viererpack ins All befördert werden, um die Erde nach Radiofrequenzsignalen für die Geolokalisierung zu scannen. Diese werden dann anhand eigenentwickelter Algorithmen verarbeitet, um Datenpakete zu erstellen. Die Pakete werden per API an staatliche und kommerzielle Analytik- und Intelligence-Einrichtungen auf der ganzen Welt geliefert und Entscheidungsträgern zur Verfügung gestellt. Bezahlt wird Kleos Space durch ein Abo-Modell, so dass wiederkehrende Zahlungen gewährleistet sind. Dadurch wird das Geschäft hochskalierbar. Mehr als 160 Kunden aus dem öffentlichen und privaten Sektor konnten bereits gewonnen werden, darunter befinden sich 30 Klienten aus dem Dunstkreis der US-Regierung.

    Bereits zwei Cluster mit je vier Satelliten befinden sich in der Erdumlaufbahn, das Dritte soll nun im April starten, bei dem die Satelliten Teil der SpaceX Transporter-4-Mission sein werden. Bereits im Juni 2022 ist das vierte Cluster, die Beobachtermission (KSF3) geplant. Mittelfristig sollen rund 20 Cluster von Kleos Space im All vorhanden sein, um die Datenqualität bis in die kleinste Ecke der Erde zu optimieren.

    Kürzlich erhielt Kleos Space einen Vertrag zur Datenauswertung von Advanced Ground Information Systems. AGIS verarbeitet gleichzeitig bis zu 200.000 Sensormeldungen in Echtzeit, um dem US-Militär, der Regierung und den Rettungskräften Kommando- und Kontrollkommunikationsmöglichkeiten zu bieten. Das C5ISR-System (Command, Control, Communications, Computers, Cyber, Intelligence, Surveillance and Reconnaissance) ermöglicht die Dateninteroperabilität zwischen den C5ISR-Systemen der USA und der NATO, um ein gemeinsames Einsatzbild zu erstellen. Im Rahmen des Vertrags erhält AGIS zu Evaluierungszwecken Zugang zum Datenprodukt Guardian Locate von Kleos.

    Kleos Space ist beeindruckend auf Expansionskurs und besitzt mit einer Marktkapitalisierung von 116 Mio. AUD bzw. umgerechnet rund 73 Mio. EUR noch reichlich Zukunftspotenzial. Der CEO von Kleos Space, Andy Bowyer, wird die Entwicklung des Unternehmens im Rahmen des International Investment Forum (IIF) www.ii-forum.com am 17.02.2022 näher erläutern. Die Anmeldung für das virtuelle Event ist kostenlos.

    SAP- Deutlich abgestraft

    Die endgültigen Zahlen zum abgelaufenen Zahlen und die Prognosen für das Jahr 2022 quittierten Anleger mit Abverkäufen. Auf den ersten Blick ist dies auch gerechtfertigt. So stellten die Walldorfer für das Jahr 2022 einen Free Cash Flow (FCF) von 4,5 Mrd. EUR als Zielmarke in Aussicht, was deutlich unter den Analystenprognosen lag. Im Vorjahr konnte noch ein FCF von 5,01 Mrd. EUR erzielt werden.

    Langfristig ist trotz des Abverkaufs dennoch festzustellen, dass das Cloud-Geschäft, auf das CEO Klein seinen Schwerpunkt legen will, in Fahrt kommt. Bis 2025 will SAP mindestens 22 Mrd. EUR Umsatz in der Cloud erzielen. Im vierten Quartal hatte sich das Wachstum hier auf 28% beschleunigt. Fast zehn Mrd. EUR Cloud-Umsatz waren es im Gesamtjahr.

    Geteilte Meinung herrschte im Lager der Analysten. Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat das Kursziel für SAP nach den Zahlen von 147 EUR auf 139 EUR gesenkt, die Einstufung jedoch auf „Buy“ belassen. Die Experten der DZ Bank senkten ebenfalls das Kursziel von 123 EUR auf 115 EUR und sehen im Softwarekonzern eine Halte-Position. SAP blickt auf ein starkes Schlussquartal, aber langfristig bleibe Geduld gefragt, schrieb Analyst Armin Kremser.

    Software AG – Wachstum soll steigen

    Beschleunigen will auch die Software AG. Sowohl Der Produktumsatz im laufenden Geschäftsjahr wird währungsbereinigt um 7 bis 11% höher prognostiziert im Vergleich zu einem Anstieg von lediglich 3% im Jahr 2021. Die bereinigte operative Marge (EBITA) soll sich im Konzern auf 20 bis 22% verbessern. Auch die Ziele für 2023, die einen Anstieg des Konzernumsatzes inklusive Service-Dienstleistungen auf eine Mrd. EUR vorsehen, wurden von den Darmstädtern beibehalten.

    Ähnlich wie bei SAP zeigen sich die Analysten verhalten. Die US-Bank JPMorgan hat das Kursziel für Software AG von 45 auf 40 EUR gesenkt und die Einstufung auf "Neutral" belassen. Warburg Research wiederholte die Einstufung „Hold“ ebenso wie das Kursziel von 38 EUR.


    Daten sind das Gold der Zukunft. Im Hinblick auf die Sicherheit der Gesellschaft dürften satellitengestützte Systeme eine immer wichtigere Rolle spielen. Kleos Space besitzt bereits eine breite Kundenbasis und dürfte durch die Expansion seiner Cluster deutliche Skalierungseffekte erreichen. Davon sollte auch der Aktienkurs deutlich profitieren. Mit der Cloud setzt SAP langfristig ebenfalls auf ein zukunftsträchtiges Geschäft.


    Interessenskonflikt

    Gemäß §85 WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH (nachfolgend „Relevante Personen“) ggf. künftig Aktien oder andere Finanzinstrumente der genannten Unternehmen halten oder auf steigende oder fallende Kurse setzen werden und somit ggf. künftig ein Interessenskonflikt entstehen kann. Die Relevanten Personen behalten sich dabei vor, jederzeit Aktien oder andere Finanzinstrumente des Unternehmens kaufen oder verkaufen zu können (nachfolgend jeweils als „Transaktion“ bezeichnet). Transaktionen können dabei unter Umständen den jeweiligen Kurs der Aktien oder der sonstigen Finanzinstrumente des Unternehmens beeinflussen.

    Die Apaton Finance GmbH behält sich im Übrigen vor, künftig entgeltliche Auftragsbeziehungen mit dem Unternehmen oder mit Dritten in Bezug auf Berichte zu dem Unternehmen, über die im Rahmen des Internetangebots der Apaton Finance GmbH sowie in den sozialen Medien, auf Partnerseiten oder in Emailaussendungen berichtet wird einzugehen. Die vorstehenden Hinweise zu vorliegenden Interessenkonflikten gelten für alle Arten und Formen der Veröffentlichung, die die Apaton Finance GmbH für Veröffentlichungen zu Unternehmen nutzt.

    Risikohinweis

    Die Apaton Finance GmbH bietet Redakteuren, Agenturen und Unternehmen die Möglichkeit, Kommentare, Interviews, Zusammenfassungen, Nachrichten u. ä. auf www.inv3st.de zu veröffentlichen. Diese Inhalte dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine Handlungsaufforderung oder Empfehlungen dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die Inhalte ersetzen keine individuelle fachkundige Anlageberatung und stellen weder ein Verkaufsangebot für die behandelte(n) Aktie(n) oder sonstigen Finanzinstrumente noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von solchen dar.

    Bei den Inhalten handelt es sich ausdrücklich nicht um eine Finanzanalyse, sondern um journalistische oder werbliche Texte. Leser oder Nutzer, die aufgrund der hier angebotenen Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln vollständig auf eigene Gefahr. Es kommt keine vertragliche Beziehung zwischen der der Apaton Finance GmbH und ihren Lesern oder den Nutzern ihrer Angebote zustande, da unsere Informationen sich nur auf das Unternehmen beziehen, nicht aber auf die Anlageentscheidung des Lesers oder Nutzers.

    Der Erwerb von Finanzinstrumenten birgt hohe Risiken, die bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die von der Apaton Finance GmbH und ihre Autoren veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältiger Recherche, dennoch wird keinerlei Haftung für Vermögensschäden oder eine inhaltliche Garantie für Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der hier angebotenen Inhalte übernommen. Bitte beachten Sie auch unsere Nutzungsbedingungen.


    Der Autor

    Carsten Mainitz

    Der gebürtige Rheinland-Pfälzer ist seit mehr als 25 Jahren leidenschaftlicher Börsianer. Nach seinem BWL-Studium in Mannheim arbeitete er als Journalist, im Equity Sales und viele Jahre im Aktienresearch.

    Mehr zum Autor



    Weitere Kommentare zum Thema:

    Kommentar von Nico Popp vom 26.02.2026 | 05:00

    Vom Pennystock zum Tech-Pionier: Wie Aspermont mit Rio Tinto den Datenmarkt der Rohstoffbranche aufrollt - Vorbild Informa

    • Bergbau
    • Daten
    • KI
    • Reverse-Split
    • Wachstum

    Daten sind der Rohstoff für die Entscheidungen von morgen. In einer Wirtschaft, in der Algorithmen und Large Language Models (LLMs) auf verifizierte und strukturierte Informationen angewiesen sind, bestimmt der Zugang zu hochwertigen Archiven die Wettbewerbsfähigkeit. Aspermont hat diese Notwendigkeit erkannt und vollzieht den Wandel von einem klassischen Medienhaus zu einem Technologieunternehmen im Bereich Data-Intelligence. Mit einem kumulierten Markenarchiv mit über 200 Jahren Bergbaugeschichte verfügt das Unternehmen über einen lückenlosen Datensatz zur globalen Rohstoffbranche. Mit der Plattform Mining-IQ digitalisiert Aspermont dieses historische Wissen und strukturiert es für KI-Anwendungen. Diese Neuausrichtung schließt die vierte technologische Entwicklungsphase des Unternehmens ab, die historisch auf den 180 Jahre langen Print-Publikationen sowie den Modellen Digital Media und Content-as-a-Service aufbaut. Die Qualität der Daten wird dabei durch mehr als 100 Fachjournalisten und Analysten gesichert, die den qualitativen Input für die Plattform liefern.

    Zum Kommentar

    Kommentar von Armin Schulz vom 24.02.2026 | 05:30

    Milliarden-Chance KI: Mit Intel, American Atomics und Super Micro Computer sichern Sie sich jetzt Ihr Stück vom Kuchen

    • Intel
    • American Atomics
    • Super Micro Computer
    • Chips
    • Künstliche Intelligenz
    • Kapazitätsausbau
    • Atomkraft
    • Uran
    • Atomenergie
    • Energiehunger
    • KI-Server
    • Cloud
    • Rechenzentren

    Künstliche Intelligenz entfaltet 2026 eine ungeahnte Breitenwirkung an den Börsen. Was als reines Tech-Phänomen begann, verwandelt sich in einen sektorübergreifenden Megatrend, der von Rekordinvestitionen in Höhe von über 450 Milliarden Dollar befeuert wird. Nicht mehr nur reine Chipentwickler, sondern auch Zulieferer spezifischer Infrastruktur und Energieversorger werden zu heimlichen Gewinnern dieser Expansion. Dieser fundamentale Wandel schafft Chancen weit jenseits der üblichen Verdächtigen und führt uns direkt zu drei interessanten Unternehmen: Dem Halbleiter-Urgestein Intel, dem Energieunternehmen American Atomics und dem Server-Spezialisten Super Micro Computer.

    Zum Kommentar

    Kommentar von Armin Schulz vom 20.02.2026 | 05:15

    Rohstoffrausch bei Almonty Industries, Ausverkauf bei SAP und Gerresheimer – wo sich jetzt ein Einstieg lohnt

    • Almonty Industries
    • SAP
    • Gerresheimer
    • Wolfram
    • Molybdän
    • Sangdong
    • kritische Rohstoffe
    • Cloud
    • KI
    • Pharmaverpackungen
    • Bilanzskandal
    • Sparmaßnahmen

    Drei Unternehmen, zwei Rückschläge – und eine strategische Chance. Während Almonty Industries sein Wolfram-Projekt in Südkorea erfolgreich hochfährt und sich als westlicher Rohstoffpfeiler positioniert, durchlebten SAP und Gerresheimer zuletzt schwierige Börsenphasen. Der Cloud-Konzern verfehlte die Quartalsziele deutlich und verlor 17 %, der Pharmaausrüster kämpft trotz boomender GLP-1-Therapien mit dem dritten Umsatzrückgang in Folge. Almonty, SAP und Gerresheimer zeigen exemplarisch, wie unterschiedlich strategische Bedeutung und Marktvolatilität derzeit ausfallen können. Wir analysieren die aktuellen Situationen.

    Zum Kommentar