Menü schließen




24.05.2023 | 06:00

TUI, Manuka Resources, PayPal – Welcher Turnaround Kandidat hat das meiste Potential?

  • TUI
  • Manuka Resources
  • PayPal
  • Reisen
  • Gold
  • Silber
  • Vanadium
  • Zahlungsanbieter
  • Apple Pay
  • Energiespeicher
Bildquelle: pixabay.com

Derzeit liegt der Fokus auf der Frage, ob sich die USA im Schuldenstreit einigen können. Gelingt dies nicht, droht ein Zahlungsausfall, der die Märkte erschüttern könnte. Das könnte den Goldpreis weiter nach oben treiben, der schon von der Bankenkrise profitiert hat. Doch unabhängig von diesen Unsicherheiten gibt es Aktien, die auf ihren Turnaround warten. Aktien wie MorphoSys oder TeamViewer haben ihn bereits geschafft und sich innerhalb kürzester Zeit teilweise mehr als verdoppelt. Wir haben uns 3 Unternehmen herausgesucht, die ebenfalls das Potential dazu haben.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Armin Schulz
ISIN: TUI AG NA O.N. | DE000TUAG505 , Manuka Resources Limited | AU0000090292 , PAYPAL HDGS INC.DL-_0001 | US70450Y1038

Inhaltsverzeichnis:


    TUI – vor einem guten Sommergeschäft

    Die TUI, eines der führenden Touristikunternehmen, hat lange unter der Pandemie gelitten. Jetzt rechnet der Konzern nach den Halbjahreszahlen mit einer starken Sommersaison 2023. Die Zahlen zum 2. Quartal klettern mit 2,4 Millionen TUI Gästen deutlich nach oben und auch Umsatz und Ergebnis haben sich deutlich verbessert: Die Buchungen für diesen Sommer liegen derzeit um 13 % über dem Vorjahr und damit fast auf dem Vor-Corona-Niveau. Damit ist das Unternehmen auf dem besten Weg, profitables Wachstum und ein deutlich positiveres Ergebnis im Jahr 2023 zu erzielen.

    Im 2. Quartal 2023 erwirtschaftete die TUI Group einen Umsatz von 3,2 Mrd. EUR, nach 2,1 Mrd. EUR im Vorjahr. Das bereinigte EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) verbesserte sich um 88 Mio. EUR auf -242 Mio. EUR, ohne die Sondereffekte aus dem Vorjahr stieg es um 181 Mio. EUR. Besonders stark ist das Segment Holiday Experiences, das Hotels, Kreuzfahrten und Aktivitäten umfasst. Es erzielte ein bereinigtes EBIT von 78 Mio. EUR, während es 2022 lediglich 23,7 Mio. EUR waren. Damit liegt es über dem Niveau von 2019. Da das 2. Quartal traditionsgemäß das schwächste ist, kann man von weiteren Fortschritten in der Zukunft ausgehen.

    Mit der erfolgreich abgeschlossenen Kapitalerhöhung hat TUI die Fördermittel des Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) vollständig zurückgezahlt und konnte die Nettoverschuldung auf 3,1 Mrd. EUR senken. Nach den Zahlen empfahlen die Analysten von Bernstein und der UBS die Aktie zu "Halten" mit einem Kursziel von 6,44 EUR. Jeffries riet zum "Verkauf". Das hat die DWS nicht davon abgehalten ihren Anteil auf über 3 % aufzustocken. Die Aktie ist momentan für 6,21 EUR zu haben.

    Manuka Resources – Goldproduktion steht in den Startlöchern

    Manuka Resources, ein australisches Bergbau- und Explorationsunternehmen, verdient aufgrund seiner lukrativen Projekte in den Bereichen Edelmetalle und Vanadium bei den Anlegern mehr Aufmerksamkeit. Ein Projekt ist die Mt. Boppy-Mine, eine historisch reiche Goldmine in Australien. Das Unternehmen plant die Produktion in Kürze wiederaufzunehmen und in den kommenden drei Jahren rund 25.000 Unzen Gold jährlich zu fördern. Der zuletzt gestiegene Goldpreis macht die Förderung jetzt noch attraktiver. Hinzu kommt das Wonawinta Silberprojekt im Cobar-Becken, Australien. Die geschätzten Silberreserven an diesem Standort belaufen sich auf bis zu 51 Millionen Unzen. Das Material der Projekte kann in der firmeneigenen Mühle verarbeitet werden.

    Verarbeitungsanlage Quelle: Manuka Resources

    Das South Taranaki Bight-Vanadiumprojekt in Neuseeland ist ein großes Vorhaben mit dem Ziel, in den kommenden Jahren bis zu 15 % des weltweiten Vanadiummarktes zu bedienen. In das Projekt sind bereits 50 Mio. USD geflossen und es liegt eine Machbarkeitsstudie vor. Mit einer Bergbaulizenz, die eine jährliche Produktion von 5 Mio. Tonnen Vanadium ermöglicht, ist das Unternehmen strategisch gut positioniert, um von der wachsenden Nachfrage nach diesem wichtigen Rohstoff zu profitieren. Denn Vanadium wird vermehrt von Batterieherstellern genutzt, um mehr Energie zu speichern und deren Lebensdauer zu verlängern. Die Vanadium-Redox-Flow Batterien lassen sich bis zu 20.000 Mal aufladen.

    Damit sind sie der ideale Stromspeicher für die Erneuerbaren Energien. Dieser Markt wächst stark, wie zuletzt die Varta Umsätze belegt haben. Während sich überall Einbrüche zeigten, wuchs das Segment Stromspeicher um das 2,7-fache. Bislang konnte der Aktienkurs noch nicht vom gestiegenen Goldpreis profitieren und auch das Vanadium Projekt ist nicht ausreichend gewürdigt. Die Aktie notiert bei 0,06 AUD und kommt damit lediglich auf eine Marktkapitalisierung von rund 34 Mio. AUD. Sobald die Goldproduktion wieder beginnt, sollte es aufwärts gehen.

    PayPal – Aussichten werden besser

    Seit Juli 2021 befindet sich der Aktienkurs von PayPal im Sinkflug und spiegelt nicht die Gesamtleistung des Unternehmens wider. Zuletzt belastete der Ausblick auf die Gewinnprognose pro Aktie für das 2. Quartal und die Herabstufung der Aktie durch die Credit Suisse. Schaut man sich die Quartalszahlen genauer an, hat das Unternehmen mit 24,7 % Umsatzplus ein beeindruckendes Wachstum im Jahresvergleich erzielt und seine Gewinnprognose für das Gesamtjahr auf 4,95 USD je Aktie angehoben, was auf ein starkes Wachstum hindeutet.

    Trotz des intensiven Wettbewerbs auf dem Fintech-Markt hat PayPal strategische Maßnahmen ergriffen, um seine Zahlungsplattform durch die Übernahme von Braintree zu diversifizieren. Dieser Schritt hat es PayPal ermöglicht, sich als Dienstleister für digitale Geldbörsen und E-Commerce-Zahlungsplattformen zu positionieren. Das zahlt sich nun aus, denn Braintree hat ein deutliches Wachstum beim gesamten Zahlungsvolumen und der Transaktionseinnahmen verzeichnet. Seit neuestem ist auch Apple Pay an PayPal angebunden.

    Die langfristigen Aussichten von PayPal sind dementsprechend positiv. Werden die Gewinnziele von 4,95 USD erreicht, beträgt das Kurs-Gewinn-Verhältnis 12,7. Für einen Fintech Wert ist das als günstig anzusehen. Die Berechnungen beruhen auf dem derzeitigen Aktienkurs von 63,10 USD. Der Wert wurde in den vergangenen 90 Tagen von 47 Analysten unter die Lupe genommen. 33 rieten zum Kauf und 14 zum Halten. Es gab keine Verkaufsempfehlung. Die Kursziele lagen zwischen 58 und 200 USD. Im Schnitt lag das Ziel bei 98,20 USD.


    Alle drei vorgestellten Unternehmen haben im vergangenen Jahr ordentlich Federn lassen müssen. Dabei haben alle eins gemeinsam. Die Aussichten sind grundsätzlich positiv. TUI hat das Ergebnis bereits verbessert und rechnet mit einem sehr guten Sommergeschäft. Manuka Resources steht vor der Wiederaufnahme der Goldproduktion und besitzt ein Vanadiumprojekt, das 15 % des weltweiten Bedarfs abdecken kann. Paypal war vor 2 Jahren sicherlich zu teuer, jetzt sieht das Kurs-Gewinn-Verhältnis allerdings gut aus.


    Interessenskonflikt

    Gemäß §85 WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH (nachfolgend „Relevante Personen“) ggf. künftig Aktien oder andere Finanzinstrumente der genannten Unternehmen halten oder auf steigende oder fallende Kurse setzen werden und somit ggf. künftig ein Interessenskonflikt entstehen kann. Die Relevanten Personen behalten sich dabei vor, jederzeit Aktien oder andere Finanzinstrumente des Unternehmens kaufen oder verkaufen zu können (nachfolgend jeweils als „Transaktion“ bezeichnet). Transaktionen können dabei unter Umständen den jeweiligen Kurs der Aktien oder der sonstigen Finanzinstrumente des Unternehmens beeinflussen.

    Die Apaton Finance GmbH ist daneben im Rahmen der Erstellung und Veröffentlichung der Berichterstattung in entgeltlichen Auftragsbeziehungen tätig.

    Es besteht aus diesem Grund ein konkreter Interessenkonflikt.

    Die vorstehenden Hinweise zu vorliegenden Interessenkonflikten gelten für alle Arten und Formen der Veröffentlichung, die die Apaton Finance GmbH für Veröffentlichungen zu Unternehmen nutzt.

    Risikohinweis

    Die Apaton Finance GmbH bietet Redakteuren, Agenturen und Unternehmen die Möglichkeit, Kommentare, Interviews, Zusammenfassungen, Nachrichten u. ä. auf www.inv3st.de zu veröffentlichen. Diese Inhalte dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine Handlungsaufforderung oder Empfehlungen dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die Inhalte ersetzen keine individuelle fachkundige Anlageberatung und stellen weder ein Verkaufsangebot für die behandelte(n) Aktie(n) oder sonstigen Finanzinstrumente noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von solchen dar.

    Bei den Inhalten handelt es sich ausdrücklich nicht um eine Finanzanalyse, sondern um journalistische oder werbliche Texte. Leser oder Nutzer, die aufgrund der hier angebotenen Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln vollständig auf eigene Gefahr. Es kommt keine vertragliche Beziehung zwischen der der Apaton Finance GmbH und ihren Lesern oder den Nutzern ihrer Angebote zustande, da unsere Informationen sich nur auf das Unternehmen beziehen, nicht aber auf die Anlageentscheidung des Lesers oder Nutzers.

    Der Erwerb von Finanzinstrumenten birgt hohe Risiken, die bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die von der Apaton Finance GmbH und ihre Autoren veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältiger Recherche, dennoch wird keinerlei Haftung für Vermögensschäden oder eine inhaltliche Garantie für Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der hier angebotenen Inhalte übernommen. Bitte beachten Sie auch unsere Nutzungsbedingungen.


    Der Autor

    Armin Schulz

    Der gebürtige Mönchengladbacher studierte Betriebswirtschaftslehre in den Niederlanden. Im Zuge des Studiums kam er erstmals mit der Börse in Kontakt. Er hat mehr als 25 Jahre Erfahrung bei Börsengeschäften.

    Mehr zum Autor



    Weitere Kommentare zum Thema:

    Kommentar von Lars Winter vom 10.06.2026 | 05:00

    Neue Studie von Lahontan Gold erwartet: Der Gold-Hotstock steht vor einer Neubewertung

    • Gold
    • Goldmine
    • Silber
    • Übernahme
    • Small-Caps
    • Lahontan Gold
    • Pennystocks
    • Übernahmefantasie
    • Minensektor

    Der Goldpreis hat zuletzt zwar korrigiert, sich in den vergangenen zwei Jahren aber dennoch verdoppelt. Die starke Performance sorgt nicht nur bei den großen Minenunternehmen und Goldproduzenten für Aufschwung, sondern bringt auch kleine Explorer ins Spiel, die kurz vor dem Sprung zum Produzenten stehen. In diese Kategorie fällt Lahontan Gold. Die Kanadier besitzen unter anderem in Nevada eine ehemalige Goldmine, die wiederbelebt werden soll und der Aktie in den kommenden Monaten kräftigen Rückenwind verleihen dürfte.

    Zum Kommentar

    Kommentar von Nico Popp vom 09.06.2026 | 05:00

    Goldmarkt: Steigende Inflationssorgen zwingen Bergbaukonzerne wie Barrick zu Übernahmen – S&P Global sorgt für Rückenwind bei DRC Gold

    • DR Kongo
    • Gold
    • Reserven
    • Länderrisiken

    Eine eskalierende US-Schuldenkrise von über 39 Billionen USD, geopolitische Erschütterungen im Nahen Osten und eine inzwischen wieder steigende Teuerung prägten die Kapitalmärkte in der ersten Jahreshälfte. Während spekulativere digitale Vermögenswerte wie Bitcoin nach historischen Höchstständen deutliche Korrekturen verzeichnen, etabliert sich physisches Gold als stabiler Wert-Anker gegen die Fiat-Entwertung. Das Edelmetall markierte ein Allzeithoch von 5.589 USD pro Unze und verzeichnet hohe Zuflüsse bei Gold-ETFs. Dieser anhaltende Trend zwingt etablierte Bergbaukonzerne dazu, ihre schwindenden Ressourcen in bestehenden Minen und in deren unmittelbarem Umfeld auszuweiten. Für Anleger bietet das Chancen.

    Zum Kommentar

    Kommentar von Armin Schulz vom 08.06.2026 | 05:20

    Wie Sie mit Barrick Mining, North Arrow Minerals und B2Gold den Abverkauf in eine Goldgrube verwandeln

    • Barrick Mining
    • North Arrow Minerals
    • B2Gold
    • Gold
    • Kupfer
    • Spin-Off
    • Goldpreis
    • Botswana
    • Mali
    • CEO Wechsel

    Am 5. Juni 2026 brach der Goldpreis um 3,37 % auf 4.324 USD ein. Das ist der niedrigste Wert seit Ende März. Panikverkäufe machten die Runde, doch Analysten sprechen von einer längst überfälligen technischen Korrektur nach neun Wochen Rally. Goldminenaktien verstärken solche Bewegungen: Sie fallen etwa doppelt so stark, erholen sich aber auch doppelt so rasant. Wer jetzt nicht verkauft, sondern einsteigt, kann von diesem Hebel profitieren. Die aktuelle Schwäche ist keine Katastrophe, sondern ein opportuner Einstiegszeitpunkt für langfristig orientierte Anleger. Wir sehen uns Barrick Mining, North Arrow Minerals und B2Gold genauer an.

    Zum Kommentar