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04.08.2026 | 11:00

Agrar-Sektor wird heiß: BASF, MustGrow Biologics und Corteva – wo skaliert wird, was Analysten raten

  • Pflanzenschutz
  • Agrarsektor
  • Nahrungsmittel
  • Biologicals
Bildquelle: KI

Erstellt und veröffentlicht im Auftrag von MustGrow Biologics Corp.

Investments in den Agrarsektor gelten als stabile Wetten – schließlich sorgt die Demografie für eine konstant wachsende Nachfrage. Doch so einfach ist es nicht – Unternehmen aus der Branche erhalten auch Gegenwind. Klimawandel und Gesetzgeber sorgen dafür, dass Unternehmen aus dem Agrarwesen unter ständigem Anpassungsdruck stehen. Um die Versorgung von etwa 9,7 Mrd. Menschen mit Nahrungsmitteln bis zum Jahr 2050 sicherzustellen, fordern Experten eine deutliche Steigerung der Nahrungsmittelproduktion bei zugleich schrumpfender Ackerfläche. Gleichzeitig drängen Regulierungsbehörden weltweit auf das Verbot klassischer Pflanzenschutzmittel. Die EU peilt bis 2030 25 % ökologische Landwirtschaft an und hat viele konventionelle Pflanzenschutz-Produkte bereits verboten. Das eröffnet Potenzial für biologische Alternativen. Wir beleuchten den Markt und stellen Unternehmen vor.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Nico Popp
ISIN: MUSTGROW BIOLOGICS CORP. | CA62822A1030 | TSXV: MGRO , OTCQB: MGROF , CORTEVA INC. DL -_01 | US22052L1044 , BASF SE NA O.N. | DE000BASF111

Inhaltsverzeichnis:


    BASF setzt auf Eigenentwicklung und Fermentation

    Der deutsche Chemiekonzern BASF richtet seine Agrarsparte strikt an den Nachhaltigkeitszielen für 2030 aus und will so seinen Marktanteil für umweltfreundliche Produkte gezielt ausbauen. Statt wie andere Branchengrößen vorrangig auf den Zukauf pflanzlicher Lösungen zu setzen, konzentriert sich BASF auf die Entdeckung biologischer Mikrobenstämme und setzt auf eigene Fermentationsanlagen für die industrielle Produktion. Weiterhin geht der Konzern gezielt Allianzen auch rund um Hardware ein: Zusammen mit dem Partner AMVAC integriert BASF das Granulat Rhizo-Flo in das Präzisionsapplikationssystem SIMPAS. BASF legt einzelne Schwerpunkte im Bereich der Biologicals, will in der vielversprechenden Nische aber noch weiter wachsen.

    Corteva steuert nach Wirkstoff-Aus gegen

    Nach dem regulatorisch bedingten Ausstieg aus der Produktion des Insektizids Chlorpyrifos strebt die US-amerikanische Gesellschaft Corteva eine führende Rolle im Markt für nachhaltige Agrarlösungen an. Das Management gründete dazu eine eigene Sparte und stärkte diese durch den Kauf von Spezialisten wie Symborg. Durch diese Übernahme sicherte sich Corteva weltweit die Rechte an dem Mikroorganismus Methylobacterium symbioticum, der auf Blättern angesiedelt wird und Stickstoff direkt aus der Luft bindet, was den Düngerbedarf senkt. Darüber hinaus ergänzt Corteva sein Portfolio mittels Kooperationen sowie Lizenzverträge mit Mitbewerbern. Cortevas Fokus liegt damit in erster Linie auf Mikrobiomen und Zukäufen.

    MustGrow Biologics revolutioniert den Bio-Pflanzenschutz dank Senfsamen

    Das kanadische AgTech-Unternehmen MustGrow Biologics setzt auf die Gewinnung natürlicher Wirkstoffe aus Senfkörnern und seine Produkte liefern bemerkenswerte Ergebnisse. Mithilfe enzymatischer Verfahren extrahiert MustGrow biologisch aktive Verbindungen aus Senf, die in situ Allylisothiocyanat bilden – jene Schärfe, die wir schmecken, wenn wir Senfprodukte verzehren. Dank seiner firmeneigenen flüssigen Formulierung TerraMG™ ist es MustGrow Biologics gelungen, den flüchtigen Wirkstoff bis zur Ausbringung stabil zu halten; danach baut sich das Produkt innerhalb von 48 bis 72 Stunden im Boden rasch ab. Zahlreiche Feldversuche belegen, dass das Biopestizid den Befall in den meisten Fällen deutlich reduziert und im Vergleich zu synthetischen Wirkstoffen wie Chlorpikrin hochwirksam ist. Die Anwendungsbereiche von TerraMG™ reichen von der Bodenbehandlung gegen Pilze wie Fusarium oder Verticillium bis hin zur Nacherntebehandlung von Kartoffeln. Darüber hinaus vertreibt das Unternehmen TerraSante™, ein biologisches Produkt zur Förderung der Bodenfruchtbarkeit, das die Aktivität des Bodenmikrobioms steigern soll.

    Aktie von MustGrow Biologics mit Fortschritten - wann zieht die Aktie nach?

    Weltweite Lizenzen und gezielte Kooperationen für mehr Skalierung

    Um das volle Potenzial der Technologie zu heben, setzt MustGrow Biologics auf die globale Lizenzierung und die Zusammenarbeit mit Partnern. Ein wichtiges Fundament bildet eine exklusive Lizenzvereinbarung mit Bayer, die seit 2023 für die Regionen Europa, Naher Osten und Afrika besteht. Bayer übernimmt dabei sämtliche Kosten für Zulassungsdossiers, Feldentwicklungen sowie Versuche. Das Management von MustGrow Biologics taxiert den Gesamtwert aus Vorab- und Meilensteinzahlungen sowie marktbezogenen Entwicklungsleistungen durch Bayer auf 35 Mio. bis 40 Mio. USD über einen Zeitraum von 5 bis 7 Jahren, exklusive künftiger Umsatzbeteiligungen. Die Nachfrage nach den Lösungen von MustGrow scheint groß zu sein: Das Unternehmen schloss Anfang 2026 seine Vertriebsgesellschaft und kündigte an, sich verstärkt auf die Skalierung der Produktion von TerraSante fokussieren zu wollen – den Vertrieb übernehmen stattdessen externe Partner.

    Fazit: MustGrow Biologics überzeugt Analysten

    Auch die Aktie von MustGrow könnte angesichts dieser Eckdaten interessant sein. Die Analysten der GBC AG prognostizieren für die Aktie von MustGrow Biologics im Rahmen einer Auftragsstudie einen dynamischen Umsatzanstieg von 4,5 Mio. CAD im Jahr 2026 auf über 31,5 Mio. CAD bis 2028. Als Kursziel nennen die Marktkenner 2,70 CAD und empfehlen die Aktie zum Kauf. Mögliche Treiber für das weitere Wachstum bleiben die Skalierung des Vertriebs in Nordamerika sowie anstehende Meilensteine in der Lizenzpartnerschaft mit Bayer. Risiken liegen in möglichen Verzögerungen sowie in potenziellen Schwankungen der Preise von Grundstoffen, wie etwa Senfsamen. Die Aktie ist in den vergangenen Monaten deutlich zurückgekommen und die Marktkapitalisierung beträgt nunmehr nur noch rund 22 Mio. CAD. Für spekulativ denkende Investoren kann die Aktie von MustGrow eine Chance sein, um von den Entwicklungen bei innovativen Agrarprodukten zu profitieren.


    Interessenskonflikt

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    Es besteht aus diesem Grund ein konkreter Interessenkonflikt.

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    Der Autor

    Nico Popp

    In Süddeutschland zuhause, begleitet der leidenschaftliche Börsianer die Kapitalmärkte seit rund zwanzig Jahren. Mit einem Faible für kleinere Unternehmen ausgestattet, ist er ständig auf der Suche nach spannenden Investmentstorys

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