Menü schließen




01.10.2025 | 06:20

Almonty Industries, Gerresheimer, BASF – Noch ist es nicht zu spät!

  • Wolfram
  • Kritische Rohstoffe
  • Produktion
Bildquelle: pixabay.com

Der Wettlauf um wichtige Güter aus der Hightechindustrie und um Rohstoffe hat längst begonnen. Die Corona Pandemie hat uns schmerzlich vor Augen geführt, was die Nachteile einer global vernetzten Wirtschaft sein können. Chinas Exportverbot für kritische Rohstoffe wirkt aktuell doppelt schwer, da die Volksrepublik den Markt dominiert. Dieser Effekt wird sich in Zukunft durch die weiter dynamisch steigende Nachfrage bei lediglich langsam steigendem Angebot verstärkt fortsetzen. Das gibt Rückenwind für Rohstoffproduzenten, stellt jedoch Vertreter anderer Branchen vor große Herausforderungen.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Carsten Mainitz
ISIN: ALMONTY INDUSTRIES INC. | CA0203987072 , GERRESHEIMER AG | DE000A0LD6E6 , BASF SE NA O.N. | DE000BASF111

Inhaltsverzeichnis:


    Almonty Industries – Der Countdown läuft!

    Es dauert nur noch wenige Wochen, dann geht die Wolfram-Mine Sangdong der Kanadier in Betrieb. Wolfram ist ein kritisches Metall und zeichnet sich durch seine extreme Härte und den höchsten Schmelzpunkt aller Metalle aus. Daher findet es in der Industrie Anwendung in Form von (Super-) Legierungen. Weitere Verwendungen sind bei Glühdrähten, beim Strahlenschutz und in der Medizintechnik auszumachen. Die Luft- und Raumfahrt sowie der Verteidigungsindustrie sind ebenso stark auf Wolfram angewiesen.
    Der Produktionsbeginn und eine weitere geplante Ausbaustufe, die den Output bis 2027 nochmals verdoppeln wird, ist ein wirkliches Highlight. Nicht nur für die Aktionäre, die sich schon seit längerer Zeit über kräftig steigende Kurse freuen können, sondern auch in geopolitischer Sicht. Mit der Sandong Mine entsteht der größte Wolfram Produzent außerhalb Chinas. Es ist schon heute glasklar, dass der Wolfram Markt über viele Jahre in einem Ungleichgewicht bleiben wird. Derzeit übersteigt die Nachfrage das Angebot um 5.570t. Die Kanadier verfügen schon jetzt über mehrere langfristige Lieferverträge.
    Zudem treibt Almonty auf der Liegenschaft in Südkorea ein zweites Projekt voran. Jüngst wurde ein großes Bohrprogramm gestartet, um die Molybdän-Mineralisierungen zu aktualisieren und zu erweitern, um dann in der Zukunft ebenfalls in Betrieb zu gehen. Molybdän verbessert die Hitzebeständigkeit von Legierungen und findet zum Beispiel in der Elektrotechnik Anwendung.
    Der Titel befindet sich momentan auf einem Allzeithoch von rund 8,50 CAD, womit ein Börsenwert von 1,9 Mrd. CAD korrespondiert. Die gute zurückliegende Performance der Aktie führte kürzlich zur Aufnahme in den TSX30™ 2025. Das ist ein Ritterschlag - denn damit gehört Almonty zu den 30 Top-Performern der Toronto Stock Exchange in den letzten 3 Jahren. Gute operative Entwicklungen und das vollzogene NASDAQ-Listing haben dem Aktienkurs in den letzten Monaten enormen Schub verliehen. Aber die Reise ist noch lange nicht zu Ende!

    Gerresheimer – Analysten sehen deutliches Aufwärtspotenzial!
    Die Aktie pendelt in den vergangenen Tagen um die Marke von 35 Euro und versucht den vorangegangenen Kursrutsch zu verdauen. Kürzlich meldete die deutsche Finanzaufsichtsbehörde BaFin, dass sie den Konzernabschluss von Gerresheimer samt Lagebericht für das Geschäftsjahr 2024 prüfen werde. Es bestehe der Verdacht, dass der Konzern Umsätze im Jahr 2024 gebucht habe, die jedoch noch nicht realisiert waren. Das könnte bedeuten, dass der Verpackungshersteller gegen geltende Rechnungslegungsvorschriften verstoßen haben könnte.
    Letztendlich geht es aber „nur“ um wenige Prozent der Konzernumsatzerlöse. Was bleibt ist aber die Verunsicherung der Anleger. Im Monatsverlauf waren die Anteilsscheine sogar kurzfristig auf ein 15-Jahrestief bei rund 26,50 Euro abgetaucht. Die Analysten von Hauck Aufhäuser IB beließen jedoch ihre Einstufung „Buy“ und das Kursziel von 65 Euro unverändert. Zudem könnten sich aus dem Verkauf des Moulded-Glass-Geschäfts positive Impulse für die Aktie ergeben, so die Experten.

    BASF - Nullsummenspiel

    Mit seinen vier Kerngeschäften Chemicals, Materials, Industrial Solutions und Nutrition & Care ist der Ludwigshafener Konzern stark von Rohstoffen, Materialien und Energie abhängig. Deren Preisschwankungen wirken sich empfindlich auf seine Margen aus. Einige Spezialchemikalien erfordern kritische Rohstoffe als Input. Deshalb steht das Thema Versorgungssicherheit auch weit oben auf der Prioritätsliste. Zudem leidet das größte Chemieunternehmen der Welt unter dem Dekarbonisierungsdruck und hohen Nachhaltigkeitsanforderungen.
    Unter dem Strich haben Anleger mit dem Titel, abgesehen von der Dividende von 2,25 Euro, in diesem Jahr nichts verdient. Vor wenigen Tagen sorgte ein negativer Branchenkommentar der Deutschen Bank für fallende Notierungen. Die Expertin der Bank geht von einem schwachen zweiten Halbjahr aus und zeichnet ein negatives Bild für die Zukunft mit steigenden Risiken, einem längeren Abschwung basierend auf dem unsicheren Handelsumfeld, Wechselkurseffekten und Wettbewerbsdruck. In Summe billigen 20 Analysten laut S&P Global Market Intelligence dem Titel ein durchschnittliches Aufwärtspotenzial von 16 % in den nächsten 12 Monaten zu.

    Es muss nicht immer „oder“ sein

    Investieren heißt entscheiden. Value, Growth, Stock Picking oder in einen Branchentrend investieren? Manchmal muss man sich aber nicht für dieses oder jenes entscheiden. Mit der Aktie von Almonty investieren Anleger in das Beste aus mehreren Welten: ein langfristiger Branchentrend plus eine herausragende Wettbewerbsposition. Die Situation von BASF ist da schon schwieriger, weil der Konzern durch seine Größe und durch viele Geschäftsfelder anfälliger ist. Anfällig wurde auch die Aktie von Gerresheimer - durch eine schlechte operative Entwicklung, die Anleger enttäuschte, und zuletzt die Verunsicherung infolge der BaFin-Untersuchung. Nun überwiegen aber wieder die Chancen.


    Interessenskonflikt

    Gemäß §85 WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH (nachfolgend „Relevante Personen“) ggf. künftig Aktien oder andere Finanzinstrumente der genannten Unternehmen halten oder auf steigende oder fallende Kurse setzen werden und somit ggf. künftig ein Interessenskonflikt entstehen kann. Die Relevanten Personen behalten sich dabei vor, jederzeit Aktien oder andere Finanzinstrumente des Unternehmens kaufen oder verkaufen zu können (nachfolgend jeweils als „Transaktion“ bezeichnet). Transaktionen können dabei unter Umständen den jeweiligen Kurs der Aktien oder der sonstigen Finanzinstrumente des Unternehmens beeinflussen.

    Die Apaton Finance GmbH ist daneben im Rahmen der Erstellung und Veröffentlichung der Berichterstattung in entgeltlichen Auftragsbeziehungen tätig.

    Es besteht aus diesem Grund ein konkreter Interessenkonflikt.

    Die vorstehenden Hinweise zu vorliegenden Interessenkonflikten gelten für alle Arten und Formen der Veröffentlichung, die die Apaton Finance GmbH für Veröffentlichungen zu Unternehmen nutzt.

    Risikohinweis

    Die Apaton Finance GmbH bietet Redakteuren, Agenturen und Unternehmen die Möglichkeit, Kommentare, Interviews, Zusammenfassungen, Nachrichten u. ä. auf www.inv3st.de zu veröffentlichen. Diese Inhalte dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine Handlungsaufforderung oder Empfehlungen dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die Inhalte ersetzen keine individuelle fachkundige Anlageberatung und stellen weder ein Verkaufsangebot für die behandelte(n) Aktie(n) oder sonstigen Finanzinstrumente noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von solchen dar.

    Bei den Inhalten handelt es sich ausdrücklich nicht um eine Finanzanalyse, sondern um journalistische oder werbliche Texte. Leser oder Nutzer, die aufgrund der hier angebotenen Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln vollständig auf eigene Gefahr. Es kommt keine vertragliche Beziehung zwischen der der Apaton Finance GmbH und ihren Lesern oder den Nutzern ihrer Angebote zustande, da unsere Informationen sich nur auf das Unternehmen beziehen, nicht aber auf die Anlageentscheidung des Lesers oder Nutzers.

    Der Erwerb von Finanzinstrumenten birgt hohe Risiken, die bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die von der Apaton Finance GmbH und ihre Autoren veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältiger Recherche, dennoch wird keinerlei Haftung für Vermögensschäden oder eine inhaltliche Garantie für Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der hier angebotenen Inhalte übernommen. Bitte beachten Sie auch unsere Nutzungsbedingungen.


    Der Autor

    Carsten Mainitz

    Der gebürtige Rheinland-Pfälzer ist seit mehr als 25 Jahren leidenschaftlicher Börsianer. Nach seinem BWL-Studium in Mannheim arbeitete er als Journalist, im Equity Sales und viele Jahre im Aktienresearch.

    Mehr zum Autor



    Weitere Kommentare zum Thema:

    Kommentar von André Will-Laudien vom 08.01.2026 | 04:00

    ACHTUNG - Hier lauert die nächste 100 % Chance: Almonty, Renk, TKMS und Infineon

    • Kritische Rohstoffe
    • HighTech
    • Defense-Sektor
    • Rüstungsindustrie
    • Künstliche Intelligenz

    Aktien rund um das Thema Künstliche Intelligenz stehen weiterhin stark im Fokus der Börse, auch wenn die anfängliche Euphorie zuletzt etwas nachgelassen hat. Zunehmend melden sich kritische Stimmen zu Wort, die vor Rückschlägen oder gar einem deutlichen Einbruch warnen. Zu diesen Skeptikern zählt auch der bekannte Investor Michael Burry, der unter anderem auf fallende Kurse bei Nvidia und anderen Branchenvertretern gesetzt haben soll. Seit dem Jahreswechsel wieder stark im Fokus sind wiederum Titel aus dem Bereich kritischer Metalle und ihre industriellen Abnehmer. Denn die Tech-Spezialisten und KI-Infrastrukturproduzenten sind in der Pflicht, die hohen Anforderungen an Energiebereitstellung, Rechenkapazität, Schnelligkeit und Verlässlichkeit umzusetzen. Für einige Titel stehen also weitere Chancen im Raum. Wir zeigen ein paar Opportunitäten auf.

    Zum Kommentar

    Kommentar von Carsten Mainitz vom 06.01.2026 | 06:00

    Großer Rückenwind für Rüstungsaktien - Neue Kaufsignale für Antimony Resources, Hensoldt und Steyr?

    • Antimon
    • Kritische Rohstoffe
    • Rohstoffe
    • Verteidigung
    • Verteidigungsindustrie
    • Geopolitik

    Rüstungsaktien stehen zu Beginn des Jahres im Fokus des Anlegerinteresses. Die Chancen stehen gut, dass Verteidigungsaktien nun schnell die Kursdelle, die durch Gewinnmitnahmen im zurückliegenden Quartal entstand, ausbügeln und in Richtung der historischen Hochs preschen. Positiv ist zudem das Umfeld für (angehende) Produzenten von kritischen und die Branche dringend benötigter Rohstoffe wie Antimony Resources. Die Eskalation des Konflikts zwischen den USA und Venezuela goss zuletzt weiteres Öl ins Feuer. Trump droht nun auch Kolumbien. Außerdem stellt sich Ernüchterung bezüglich der erhofften Friedensbemühungen zwischen Russland und der Ukraine ein. Wie können Anleger diese Konstellation ausnutzen?

    Zum Kommentar

    Kommentar von Armin Schulz vom 06.01.2026 | 05:30

    Verteidigung 2.0: Warum Almonty Industries, DroneShield und Palantir die neuen strategischen Assets im Rüstungsboom sind

    • Almonty Industries
    • DroneShield
    • Palantir
    • Wolfram
    • Lieferketten
    • Molybdän
    • Sangdong
    • Drohnen
    • Drohnenabwehr
    • Daten
    • Big Data
    • Datenanalyse

    Während sich die Aufmerksamkeit auf große Rüstungskonzerne richtet, entsteht im Schatten des Verteidigungsbooms ein weniger beachtetes, aber lukratives Ökosystem. Die wahren Gewinner der neuen Sicherheitslage sind oft Unternehmen, die die unverzichtbaren Grundlagen liefern, von kritischen Rohstoffen für Hochtechnologie über die Abwehr allgegenwärtiger Drohnenbedrohungen bis zur Analyse entscheidender Datenströme. Diese Firmen profitieren strukturell von milliardenschweren Budgets und definieren die moderne Sicherheitsarchitektur neu. Drei spezialisierte Player veranschaulichen dieses Momentum: Almonty Industries, DroneShield und Palantir.

    Zum Kommentar