Menü schließen




07.10.2025 | 05:10

AMD, NetraMark, Adobe – KI-Nachzügler mit deutlichem Aufholpotenzial

  • KI
  • Halbleiter
Bildquelle: pixabay.com

Aktuell wird am Markt heiß diskutiert, wann die KI-Bubble endlich platzen wird. Die Nervosität der Anleger nimmt zu, schließlich liegen die Bewertungen vieler Unternehmen wie Palantir oder Nvidia auf einem Niveau vor dem Beginn der Dotcom-Blase Anfang der 2000er Jahre. Doch nicht alle Unternehmen mit Bezug zu Künstlicher Intelligenz sind überbewertet. Gerade in Nischenthemen finden sich noch Perlen, die das Fundament für eine Vervielfachung besitzen.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: NETRAMARK HOLDINGS INC | CA64119M1059 , ADVANCED MIC.DEV. DL-_01 | US0079031078 , ADOBE INC. | US00724F1012

Inhaltsverzeichnis:


    AMD– Paukenschlag und Kursexplosion

    Satte 25 % explodierte die AMD-Aktie vorbörslich nach Bekanntgabe eines neuen Milliardendeals in der Halbleiterbranche. Demnach sicherte sich der US-Chiphersteller AMD einen Megaauftrag des KI-Vorreiters OpenAI. Ab der zweiten Jahreshälfte 2026 wird AMD hunderttausende Hochleistungs-GPUs an OpenAI liefern. Die Chips sollen eine Gesamtleistung von sechs Gigawatt bereitstellen und über mehrere Jahre hinweg das Rückgrat neuer Rechenzentren bilden. Den Auftakt macht eine 1 GW-Anlage auf Basis der kommenden MI450-Chipserie, mit der OpenAI ab 2026 Umsätze generieren will.

    AMD-Finanzchefin Jean Hu spricht von einem „strategischen Meilenstein“, der den Non-GAAP-Gewinn pro Aktie deutlich steigern und die Position im KI-Markt nachhaltig stärken soll. Auch CEO Lisa Su zeigt sich euphorisch: „Diese Partnerschaft ist eine echte Win-Win-Situation und bringt das weltweite KI-Ökosystem auf ein neues Level.“

    Interessant ist zudem die Tatsache, dass OpenAI über ein Optionsprogramm die Möglichkeit erhält, sich mit bis zu 10 % an AMD zu beteiligen. Konkret kann der ChatGPT-Entwickler im Zuge des Deals bis zu 160 Mio. AMD-Aktien für nur 0,01 USD je Stück erwerben, vorausgesetzt, vereinbarte Meilensteine werden erreicht. Der erste Schritt erfolgt nach Auslieferung der MI450-Chips, weitere Tranchen hängen von ambitionierten Kurszielen ab, von bis zu 600 USD je Aktie.

    „Diese Partnerschaft ist ein wichtiger Schritt zum Aufbau der Rechenkapazität, die erforderlich ist, um das volle Potenzial von KI auszuschöpfen", kommentierte Sam Altman, Mitbegründer und CEO von OpenAI, die Zusammenarbeit auf Reuters. „AMDs führende Position bei Hochleistungschips ermöglicht es uns, den Fortschritt zu beschleunigen und die Vorteile fortschrittlicher KI schneller allen zugänglich zu machen."

    NetraMark – Starke Kooperation

    Beim Innovator im Einsatz erklärbarer Künstlicher Intelligenz für die Pharma- und Biotech-Branche, NetraMark, ergibt sich nach dem ersten Aufwärtsimpuls eine zweite Einkaufsmöglichkeit. Nachdem die Aktie zwischen Ende April und August um über 65 % auf 1,11 EUR haussierte, findet aktuell eine Konsolidierung statt. Im Bereich von 0,80 EUR liegt eine markante Unterstützungszone, die erfolgreich verteidigt werden konnte. Rückenwind dürfte der Impuls aufgrund der positiven Indikatorenlage erhalten. So stehen sowohl der RSI als auch der MACD kurz vor neuen Kaufsignalen.

    Betrachtet man die Entwicklungen der letzten Monate, dürfte das mit rund 70 Mio. EUR bewertete Unternehmen vor dem nächsten Quantensprung stehen. Mit dem Launch von NetraAI 2.0 macht NetraMark den nächsten großen Schritt in Richtung Präzisionsmedizin. Die Plattform unterstützt bereits in einer Phase-III-Studie von Asclepion Pharmaceuticals im Bereich pädiatrischer Herzoperationen die zielgenaue Identifikation von Kindergruppen, die besonders auf den Wirkstoff L-Citrullin ansprechen.

    Jetzt wagt das Unternehmen den Vorstoß in ein extrem komplexes Feld: Glioblastomforschung. Gemeinsam mit einem führenden US-Forschungszentrum, der Mayo Clinic, entwickelt NetraMark ein KI-gestütztes Analyse- und Entscheidungstool, um neue Therapieansätze gegen einen der aggressivsten Hirntumoren zu ermöglichen. Über 90 % aller Studien in diesem Bereich scheitern bislang, unter anderem wegen unpräziser Patientenselektion und fehlender Biomarker.

    Mithilfe sogenannter NetraPersonas werden erklärbare Patientensubgruppen gebildet, die detaillierte Einblicke in Krankheitsverläufe und Therapieansprechen liefern. Grundlage sind hochkomplexe Longitudinaldaten aus dem Nervenwasser, ergänzt durch modernste Proteomikdaten der SomaLogic-Plattform. Analysiert werden unter anderem Tumorentwicklung bei Rückfällen, molekulare Effekte operativer Eingriffe sowie Reaktionen auf Chemo- und Immuntherapien.

    Adobe – Fundamental günstig

    Während Anleger der KI-Welle trotz der teilweise exorbitanten Bewertungen hinterherhecheln und Aktien wie Nvidia oder Palantir ihren Börsenwert vervielfachen konnten, gilt Adobe als die Enttäuschung in diesem Sektor schlechthin. Seit Jahresbeginn verlor das Papier des Entwicklers für Kreativ-, Design- und Marketinganwendungen, darunter bekannte Programme wie Photoshop, Illustrator, Premiere Pro und Acrobat, rund 20% an Wert und notiert aktuell bei 347,25 USD. Sollte der Kurs unter das aktuelle Jahrestief bei 332,01 USD kippen, dürfte dies einen weiteren Ausverkauf in Richtung der Marke von 275 USD, dem Tief aus dem Jahr 2022 zur Folge haben.

    Gegen einen weiteren Ausverkauf und ein höheres Kurspotenzial spricht dagegen die Bewertung, vor allem nach den kürzlich veröffentlichten Zahlen, die sowohl einen Umsatz- als auch Ergebnissprung beinhalteten. Die Adobe-Aktie notiert derzeit mit einem deutlichen Bewertungsabschlag. So liegt das Kurs-Gewinn-Verhältnis mit 17,5 nicht nur rund 25 % unter dem Branchenschnitt von 24,0, sondern sogar 45 % unter dem eigenen 5-Jahres-Durchschnitt. Auch beim Kurs-Cashflow-Verhältnis zeigt sich das gleiche Bild. Die US-Amerikaner kommen aktuell auf einen Wert von 15,6, verglichen mit 18,4 in der Branche und 28,2 im historischen Schnitt des Unternehmens.

    Gleichzeitig zeigen sie aber auch die hohe Cash-Conversion-Qualität von Adobe. Dank starker Mittelzuflüsse kann das Unternehmen regelmäßig Aktienrückkäufe in Milliardenhöhe durchführen. Allein im letzten Quartal wurden 8 Mio. Aktien im Gesamtwert von über 2,5 Mrd. USD eingezogen, ein deutliches Zeichen von finanzieller Stärke und Vertrauen in die eigene Bewertung.


    Die KI-Welle wird von Anlegern weiter geritten. Der bisherige Branchenverlierer Adobe ist im Vergleich zur Peer Group massiv unterbewertet. Die Kooperation mit OpenAI verleiht der AMD-Aktie Flügel. NetraMark brachte eine weitreichende Kooperation unter Dach und Fach.


    Interessenskonflikt

    Gemäß §85 WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH (nachfolgend „Relevante Personen“) ggf. künftig Aktien oder andere Finanzinstrumente der genannten Unternehmen halten oder auf steigende oder fallende Kurse setzen werden und somit ggf. künftig ein Interessenskonflikt entstehen kann. Die Relevanten Personen behalten sich dabei vor, jederzeit Aktien oder andere Finanzinstrumente des Unternehmens kaufen oder verkaufen zu können (nachfolgend jeweils als „Transaktion“ bezeichnet). Transaktionen können dabei unter Umständen den jeweiligen Kurs der Aktien oder der sonstigen Finanzinstrumente des Unternehmens beeinflussen.

    Die Apaton Finance GmbH ist daneben im Rahmen der Erstellung und Veröffentlichung der Berichterstattung in entgeltlichen Auftragsbeziehungen tätig.

    Es besteht aus diesem Grund ein konkreter Interessenkonflikt.

    Die vorstehenden Hinweise zu vorliegenden Interessenkonflikten gelten für alle Arten und Formen der Veröffentlichung, die die Apaton Finance GmbH für Veröffentlichungen zu Unternehmen nutzt.

    Risikohinweis

    Die Apaton Finance GmbH bietet Redakteuren, Agenturen und Unternehmen die Möglichkeit, Kommentare, Interviews, Zusammenfassungen, Nachrichten u. ä. auf www.inv3st.de zu veröffentlichen. Diese Inhalte dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine Handlungsaufforderung oder Empfehlungen dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die Inhalte ersetzen keine individuelle fachkundige Anlageberatung und stellen weder ein Verkaufsangebot für die behandelte(n) Aktie(n) oder sonstigen Finanzinstrumente noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von solchen dar.

    Bei den Inhalten handelt es sich ausdrücklich nicht um eine Finanzanalyse, sondern um journalistische oder werbliche Texte. Leser oder Nutzer, die aufgrund der hier angebotenen Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln vollständig auf eigene Gefahr. Es kommt keine vertragliche Beziehung zwischen der der Apaton Finance GmbH und ihren Lesern oder den Nutzern ihrer Angebote zustande, da unsere Informationen sich nur auf das Unternehmen beziehen, nicht aber auf die Anlageentscheidung des Lesers oder Nutzers.

    Der Erwerb von Finanzinstrumenten birgt hohe Risiken, die bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die von der Apaton Finance GmbH und ihre Autoren veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältiger Recherche, dennoch wird keinerlei Haftung für Vermögensschäden oder eine inhaltliche Garantie für Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der hier angebotenen Inhalte übernommen. Bitte beachten Sie auch unsere Nutzungsbedingungen.


    Der Autor

    Stefan Feulner

    Stefan Feulner besitzt rund 30 Jahre Kapitalmarkterfahrung, war unter anderem als CEO eines börsennotierten VC-Unternehmens und im Beteiligungs- und Fondsmanagement tätig.

    Mehr zum Autor



    Weitere Kommentare zum Thema:

    Kommentar von Armin Schulz vom 26.02.2026 | 05:30

    Von Software über Energie bis zum Chip: Warum SAP, Standard Uranium und AMD in keinem KI-Depot fehlen dürfen

    • SAP
    • Standard Uranium
    • AMD
    • Unternehmenssoftware
    • Künstliche Intelligenz
    • Uran
    • Atomkraft
    • Grundlast
    • Atomenergie
    • Chips
    • Halbleiter

    Die ökonomische Landschaft durchläuft derzeit eine ihrer tiefgreifendsten Metamorphosen: Künstliche Intelligenz ist 2026 vom Hype-Thema zum harten Wettbewerbsfaktor geworden. Während erste Übertreibungen verblassen, zeichnet sich ein massiver Investitionszyklus ab, der ganze Branchen neu formt. Von der Neuausrichtung globaler Unternehmenssoftware über die Energieversorgung bis hin zur Halbleiterfertigung entstehen derzeit die Fundamente einer neuen Wirtschaftsordnung. Wer frühzeitig die strategischen Positionierungen erkennt, kann an dieser historischen Verschiebung partizipieren. Drei Unternehmen stehen dabei exemplarisch für unterschiedliche Facetten dieser Transformation: SAP, Standard Uranium und AMD.

    Zum Kommentar

    Kommentar von Nico Popp vom 26.02.2026 | 05:00

    Vom Pennystock zum Tech-Pionier: Wie Aspermont mit Rio Tinto den Datenmarkt der Rohstoffbranche aufrollt - Vorbild Informa

    • Bergbau
    • Daten
    • KI
    • Reverse-Split
    • Wachstum

    Daten sind der Rohstoff für die Entscheidungen von morgen. In einer Wirtschaft, in der Algorithmen und Large Language Models (LLMs) auf verifizierte und strukturierte Informationen angewiesen sind, bestimmt der Zugang zu hochwertigen Archiven die Wettbewerbsfähigkeit. Aspermont hat diese Notwendigkeit erkannt und vollzieht den Wandel von einem klassischen Medienhaus zu einem Technologieunternehmen im Bereich Data-Intelligence. Mit einem kumulierten Markenarchiv mit über 200 Jahren Bergbaugeschichte verfügt das Unternehmen über einen lückenlosen Datensatz zur globalen Rohstoffbranche. Mit der Plattform Mining-IQ digitalisiert Aspermont dieses historische Wissen und strukturiert es für KI-Anwendungen. Diese Neuausrichtung schließt die vierte technologische Entwicklungsphase des Unternehmens ab, die historisch auf den 180 Jahre langen Print-Publikationen sowie den Modellen Digital Media und Content-as-a-Service aufbaut. Die Qualität der Daten wird dabei durch mehr als 100 Fachjournalisten und Analysten gesichert, die den qualitativen Input für die Plattform liefern.

    Zum Kommentar

    Kommentar von Tarik Dede vom 25.02.2026 | 04:45

    KI treibt die Nachfrage: Drei Kupferaktien für den Boom: Freeport McMoran, Power Metallic Mines und Aurubis!

    • Kupfer
    • FreeportMcMoran
    • Power Metallic Mines
    • Aurubis
    • KI
    • Bergbau
    • Mining
    • Nickel
    • Aktien
    • Kanada
    • MDAX
    • Lieferketten
    • Geopolitik
    • China
    • Solartechnologie
    • Energiewende

    Vor einigen Jahren war Kupfer eines der langweiligsten Metalle. Die Nachfrage wuchs stetig, aber nicht gewaltig. Das rote Metall wurde zwar überall eingesetzt, vom Bau bis zu Stromleitungen, doch Sex-Appeal war nicht da. Und der Preis dümpelte auf solch niedrigem Niveau vor sich hin, dass es in der vergangenen Dekade kaum Investments in die Entwicklung neuer Vorkommen gab. Mit der KI-Revolution und der globalen Elektrifizierung hat sich dies massiv geändert. Kupfer ist der effizienteste elektrische Leiter nach Silber und spielt nun eine große Rolle. So benötigt ein Elektroauto drei- bis viermal mehr Kupfer als ein Verbrenner. Hinzu kommen Windräder, Solarparks und der massive Ausbau und die Modernisierung der Stromnetze. Analysten schätzen, dass die Welt bis 2040 mehr Kupfer fördern muss, als die Menschheit bisher in ihrer gesamten Geschichte verbraucht hat. Nach den Elektroautos hat die Künstliche Intelligenz aufgrund des enormen Strombedarfs der Datacenter die nächste Nachfragewelle ausgelöst. Für die riesigen Serverfarmen von NVIDIA, Google, Amazon und Co. werden kilometerweise Kupferkabel und massive Kupferschienen zur Stromverteilung benötigt. Dementsprechend gibt es nun wieder verstärkt Investitionen in neue Kupfervorkommen. Anleger sollten sich breit aufstellen, um langfristig von dieser Entwicklung zu profitieren.

    Zum Kommentar