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16.12.2024 | 05:10

Ballard Power, F3 Uranium, Nordex – Alternative Energien mit sauberem Rebound

  • Kernenergie
  • CO2
  • Energiewende
Bildquelle: pixabay.com

Während an der Börse noch die Sonne scheint, ist es dunkel in Deutschland. Damit ist nicht die sich noch im Amt befindliche Regierung gemeint, sondern das Wetter. Neben der Tatsache, dass sich die Sonne kaum zeigt, weht auch der Wind noch schwächer als gewohnt. Dadurch wird in der Dunkelflaute deutlich weniger Energie erzeugt. Einspringen müssen hier Gas- und Kohlekraftwerke, deren Produktion von Strom jedoch deutlich teurer ist. Eine brauchbare Alternative, auf die ein Großteil der restlichen Länder der Erde setzen, ist die Atomenergie. Während die Ampel die letzten Meiler vom Netz nahm, wird dort der Ausbau der Uranproduktion stark forciert.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: F3 URANIUM CORP | CA30336Y1079 , NORDEX SE O.N. | DE000A0D6554 , BALLARD PWR SYS | CA0585861085

Inhaltsverzeichnis:


    Ballard Power – Rebound im Blick

    Das kanadische Unternehmen, das sich auf die Entwicklung und Herstellung von Brennstoffzellen spezialisiert hat, konnte nach einer langen Durststrecke, der Ballard-Kurs fiel seit dem Hoch im Februar 2021 um knapp 97 %, einen Boden erreichen und einen ersten Impuls nach oben starten. So stieg die Aktie, nachdem der Unterstützungsbereich aus dem Jahr 2016 bei 1,70 CAD erfolgreich verteidigt werden konnte, um rund 50 % auf 2,64 CAD, befindet sich aktuell jedoch erneut in einer Konsolidierungsphase bei 2,29 CAD.

    Um die Bodenbildungsphase langfristig abzuschließen, wäre ein nachhaltiger Ausbruch über den Bereich von 2,64 CAD elementar. Die weiteren Kursziele lägen dann kurzfristig bei 3,03 CAD. Hier verläuft zum einen der EMA 200, zum anderen würde in diesem Bereich die aufgerissene Kurslücke aus dem September 2024 geschlossen werden.

    Fundamental konnte Ballard Power mit einem neuen langfristigen Liefervertrag mit Canadian Pacific Kansas City glänzen, der die Erstlieferung von 98 Brennstoffzellenmotoren für den Einsatz auf dem nordamerikanischen Güterbahnmarkt umfasst. Jeder Motor hat eine Nennleistung von 200 Kilowatt, was insgesamt etwa 20 Megawatt Brennstoffzellenleistung entspricht. Die Lieferung aller 98 Motoren wird für 2025 erwartet.

    Der Vertrag baut auf einer bestehenden Partnerschaft zwischen Ballard und CPKC auf, die 2021 begann und bisher die Lieferung von etwa 10 Megawatt an Brennstoffzellenmotoren sowie die erfolgreiche Integration von Ballard-Brennstoffzellenmotoren in wasserstoffbetriebenen Lokomotiven für den regulären Rangier- und Güterverkehr in Alberta, Kanada, umfasst.

    F3 Uranium – Analysten sehen Vervielfachungschance

    Äußerst optimistisch zeigen sich die Research-Häuser Red Cloud und SCP in Bezug auf die Aktienkursentwicklung des Uranexplorationsunternehmens F3 Uranium. Kursziele von 0,60 CAD und 0,75 CAD standen in den aktuellen Analysen, der Aktienkurs bietet hier mit 0,25 CAD noch deutlich Spielraum nach oben.

    Zu Bedenken gilt außerdem, dass die Kaufstudien bereits vor der kürzlich vermeldeten Analyse für das Bohrloch PLN24-176 des laufenden Bohrprogramms 2024 auf dem Patterson Lake North-Grundstück entstanden sind, die 7,5 m mit 30,9 % Uranoxid ergab, einschließlich eines ultrahochgradigen Kerns mit 4,5 m mit 50,1 % Uranoxid. Die Mächtigkeit des Gehalts war bislang noch in keinem Bohrloch auf der 4.078 Hektar großen Liegenschaft erzielt worden. Das sich zu 100 % im Besitz befindliche Patterson Lake North befindet sich am südwestlichen Rand des Athabasca-Beckens in der Nähe der hochgradigen Uranvorkommen Triple R von Fission Uranium und Arrow von NexGen Energy.

    Insgesamt hält das Unternehmen im Rahmen des PLN-Projekts drei uranhaltige Liegenschaften auf einer Gesamtfläche von 42.961 Hektar. Ein weiteres Asset von F3 Uranium ist das erfahrene Management unter der Leitung von Dev Randhawa als CEO und Chairman, Raymond Ashley als Präsident und Sam Hartmann als VP-Exploration. Genau dieses Team gründete Fission Uranium im Jahr 2012 und machte die Entdeckung am Patterson Lake. Zudem waren die gleichen Personen die Gründer von Fission Energy und bauten das Unternehmen nach der Entdeckung der J-Zone zu einem TSX Venture 50-Unternehmen auf. Aktuell wird F3 Uranium mit einer Marktkapitalisierung von 126,66 Mio. CAD bewertet.

    Nordex – Auftrag aus dem Kriegsgebiet

    Im Unterschied zu vielen anderen Unternehmen aus dem Sektor der erneuerbaren Energien konnte die Aktie des Windkraftanlagenbauers seit Jahresbeginn eine positive Performance von bis dato 13 % aufs Parkett legen. Nach Zwischenhochs im Mai und September bei 15,07 EUR prallte der Titel jedoch zum zweiten Mal am Widerstand ab und befindet sich aktuell erneut in der Korrekturschleife bei 11,52 EUR. Um einen weiteren Abfall zu stoppen, ist das Verteidigen des seit 2019 etablierten Aufwärtstrend bei 10,20 EUR von Bedeutung. Nach oben würde sich ein markantes Kaufsignal durch den nachhaltigen Ausbruch über das Doppel-Top bei 15,07 EUR generieren.

    Mitten im Konflikt mit Russland leistet Nordex einen entscheidenden Beitrag zur Energieunabhängigkeit der Ukraine. Die Hamburger erhielten von Eco-Optima einen Auftrag mit einem eingeschränkten und maßgeschneiderten Logistik- und Installationsumfang über 40 Megawatt.

    Das Unternehmen, das sich mit der Entwicklung und Umsetzung erneuerbarer umweltfreundlicher Energiequellen beschäftigt, hat sieben Turbinen des Typs N163/5.X bestellt. Der Vertrag umfasst auch den Service für die Wartung der Anlagen.

    Die Turbinen für den 40-Megawatt-Windpark Sokal nördlich von Lwiw im Westen des Landes werden auf 118 m hohen Stahlrohrtürmen installiert und mit einer Nennleistung von 5,7 Megawatt betrieben.


    Nach einer jahrelangen Korrektur zeichnet sich bei Unternehmen aus dem Brennstoffzellen-Wasserstoffsektor eine Bodenbildung ab. Ballard Power konnte einen Großauftrag an Land ziehen. Der Windkraftanlagenbauer Nordex erhielt eine Order aus der Ukraine. F3 Uranium erzielte beim laufenden Bohrprogramm Rekordwerte.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Stefan Feulner

    Stefan Feulner besitzt rund 30 Jahre Kapitalmarkterfahrung, war unter anderem als CEO eines börsennotierten VC-Unternehmens und im Beteiligungs- und Fondsmanagement tätig.

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