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21.03.2022 | 05:10

BYD, First Hydrogen, Continental – Wasserstoff und E-Mobilität: Aktien mit Riesenpotenzial

  • Wasserstoff
  • Elektromobilität
Bildquelle: pixabay.com

Deutschland muss in Hinblick auf die Energieversorgung in Zukunft unabhängiger werden. Der Krieg mitten in Europa zwischen Russland und der Ukraine zeigt gnadenlos auf, wie ausgeliefert die Bundesrepublik in Hinblick auf die Beschaffung von fossilen Energieträgern ist. Spätestens jetzt dürfte jedem Skeptiker klar werden, dass der Ausbau von Erneuerbaren Energien und die Transformation im Verkehrssektor umso schneller vonstatten gehen muss. Die Chancen für die betroffenen Unternehmen sind dabei riesig.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: First Hydrogen Corp. | CA32057N1042 , BYD ELECTRONIC | HK0285041858 , CONTINENTAL AG O.N. | DE0005439004

Inhaltsverzeichnis:


    First Hydrogen – Nur vom Feinsten

    In einem Report Ende des vergangenen Jahres wurden die Vorteile der „Best of-Strategie“ des kanadischen Unternehmens mit Sitz in Vancouver ausführlich beleuchtet. First Hydrogen entwickelt mit seinem „Utility Van“ ein leichtes Nutzfahrzeug und setzt auf die Integration von bestehenden Technologien und eines bewährten Fahrgestells. Zudem holte man zwei Weltmarktführer an Bord.

    Ballard Power, einer der weltweit führenden Anbieter von innovativer sauberer Energie mit einer Wasserstoff-Brennstoffzellenflotte, die weltweit über 50 Mio. km zurückgelegt hat, wurde für die Entwicklung der Technologie gewonnen. Für das Design konnte mit AVL Powertrain Limited, dem weltweit größten unabhängigen Unternehmen für Entwicklung, Simulation und Tests in der Automobilbranche, eine endgültige Vereinbarung geschlossen werden.

    Dabei kommen die Partner mit der Entwicklung der beiden Demonstrationsfahrzeuge, die mit grünem Wasserstoff betrieben werden, gut voran. Bereits im Juni soll der erste Utility Van für Demonstrationstests bereitstehen. Der erste von zwei Brennstoffzellenstapeln, die von Ballard bereitgestellt werden, wurde bereits gebaut und um alle erforderlichen Komponenten ergänzt, einschließlich Luftsystem, Wärmemanagement- und Kühlungssystem sowie Wasserstoffversorgung. Tests auf der Straße werden voraussichtlich planmäßig im Juni 2022 stattfinden, wobei die abschließende Auslieferung für den Straßenbetrieb im September 2022 erfolgen soll.

    Steve Gill, CEO Automotive von First Hydrogen, erklärte: „Durch unsere gemeinsame Entwicklung dieses Wasserstoff-Brennstoffzellenfahrzeugs werden wir uns als Marktführer für Brennstoffzellenfahrzeuge im Bereich leichter Nutzfahrzeuge etablieren und uns in eine gute Position für unsere nächste Generation maßgeschneiderter Wasserstoff-Brennstoffzellenfahrzeuge bringen, die alle von uns bisher erreichten technischen Entwicklungen einbinden wird." Die Aktie von First Hydrogen konnte sich nach einer Korrektur aufgrund des schwachen Gesamtmarktes erneut über dem Widerstand von 1,80 EUR behaupten, ein Bruch des Widerstandes bei 2,00 EUR würde ein markantes Kaufsignal generieren.

    Continental – Interessante Konstellation

    Eine interessante Einstiegsmöglichkeit dürfte sich aktuell beim Automobilzulieferer Continental ergeben. Zum einen konnten die Hannoveraner erfolgreich den Unterstützungsbereich bei rund 60 EUR testen, zum anderen veröffentlichte Continental starke Geschäftszahlen, die noch Luft nach oben ergeben könnten. Dabei trotzte das Unternehmen sowohl den löchrigen Lieferketten wie auch den Verzögerungen hinsichtlich der Corona-Pandemie. Auch mögliche Auswirkungen durch den Krieg zwischen Russland und der Ukraine sind weniger schwerwiegend, denn die Geschäfte in Russland tragen weniger als 1% zum Gesamtumsatz bei.

    Insgesamt stieg das bereinigte Vorsteuerergebnis um knapp 38% auf 1,9 Mrd. EUR. Gegenüber einem Verlust in 2020 ging Continental im abgelaufenen Geschäftsjahr mit 1,5 Mrd. EUR Nettogewinn aus dem Ring. Für 2022 erwartet Continental einen Konzernumsatz von 38 bis 40 Mrd. EUR, die bereinigte EBIT-Marge soll zwischen 5,5 und 6,5% liegen. Nach dem erfolgreichen 2021 soll zudem eine Dividende in Höhe von 2,20 EUR je Aktie an die Aktionäre ausgeschüttet werden.

    Trotz des guten Zahlenwerks senkte die Schweizer Großbank UBS das Kursziel von 136 EUR auf 110 EUR, das Urteil wurde auf „buy“ belassen. Analyst David Lesne kürzte in einer am Donnerstag vorliegenden Branchenstudie zu europäischen Autozulieferern seine diesjährigen Schätzungen um bis zu 25% wegen Produktions- und Inflationsrisiken.

    BYD – Erfolgreicher Turnaround

    Nach dem starken Abverkauf der vergangenen Wochen konnte das Elektromobilitäts-Unternehmen BYD die wichtige charttechnische Unterstützung bei 20 EUR halten und dynamisch nach oben drehen. Wichtig ist aktuell das Überwinden des Widerstandes bei 27,70 EUR, um weiteres Potenzial bis in den Bereich von 30 EUR generieren zu können.

    Fundamental konnte das von Warren Buffett mitfinanzierte Unternehmen die Lieferung von weiteren 21 Elektrobussen nach Kopenhagen vermelden, die an den dänischen Busbetreiber Anchersen übergeben wurden. Es handelt sich um 13m lange Low-Entry-Elektrobusse der neuen Generation, die auf mehreren Linien des ÖPNV-Betreibers Movia in Kopenhagen fahren sollen. Es ist bereits der zweite Auftrag für BYD von Anchersen.

    „Wir legen seit vielen Jahren großen Wert auf umweltfreundlichen Transport, und es sind die Innovationen und die Unterstützung unserer Lieferanten, die uns dabei helfen, die grüne Transformation in Kopenhagen anzuführen“, sagt Anchersen-CEO Poul Anchersen. „Die diesmal bestellten reinen Elektrobusse sind bereits im täglichen Einsatz und wir versprechen, in den nächsten 12 Jahren weitere innovative Elektrobusse für Kopenhagen bereitzustellen.“


    Durch die Krise in der Ukraine und laufende Sanktionen gegen Russland wird die Abhängigkeit Deutschlands deutlich aufgezeigt. Die Beschleunigung des Ausbaus von Erneuerbaren Energien und alternativen Antrieben in Hinblick auf die Elektromobilität ist enorm wichtig. First Hydrogen als auch BYD sind attraktive Produzenten, Continental ist auf aktuellem Niveau ebenfalls einen näheren Blick wert.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Stefan Feulner

    Stefan Feulner besitzt rund 30 Jahre Kapitalmarkterfahrung, war unter anderem als CEO eines börsennotierten VC-Unternehmens und im Beteiligungs- und Fondsmanagement tätig.

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