15.07.2026 | 08:15
Die Zukunft der Ernährung: Große Chancen für MustGrow und K+S! Wie geht es nach dem Absturz bei Evotec weiter?
Erstellt und veröffentlicht im Auftrag von MustGrow Biologics Corp.
Die globale Lebensmittelversorgung steht vor einem tiefgreifenden Wandel. Eine wachsende Weltbevölkerung, die Erderwärmung und strengere Umweltauflagen stellen Herausforderungen und zugleich Chancen für Unternehmen mit den richtigen Rezepten dar. Mit biologischem Pflanzenschutz, Biostimulanzien und regenerativer Landwirtschaft adressiert MustGrow milliardenschwere Zukunftsmärkte. Analysten bescheinigen der Aktie enormes Aufwärtspotenzial. Wie sollten sich Anleger jetzt positionieren?
Lesezeit: ca. 4 Min.
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Autor:
Carsten Mainitz
ISIN:
MUSTGROW BIOLOGICS CORP. | CA62822A1030 | TSXV: MGRO , OTCQB: MGROF , K+S AG NA O.N. | DE000KSAG888 , EVOTEC SE INH O.N. | DE0005664809
Inhaltsverzeichnis:
Der Autor
Carsten Mainitz
Der gebürtige Rheinland-Pfälzer ist seit mehr als 25 Jahren leidenschaftlicher Börsianer. Nach seinem BWL-Studium in Mannheim arbeitete er als Journalist, im Equity Sales und viele Jahre im Aktienresearch.
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MustGrow – Wann zündet die Multibagger-Rakete?
Lebensmittel gehören zu den wenigen Gütern, deren Nachfrage langfristig nahezu unabhängig von Konjunkturzyklen zunimmt. Die wachsende Weltbevölkerung stellt jedoch gleichzeitig die Landwirtschaft vor eine gewaltige Aufgabe. Sie muss immer mehr Menschen ernähren, obwohl Ressourcen knapper werden und der ökologische Druck zunimmt.
Dieser Veränderungsdruck hat einen Innovationszyklus ausgelöst. Gesucht sind Lösungen, die höhere Erträge ermöglichen und gleichzeitig den Einsatz von Chemikalien, Fläche und Energie optimieren. An dieser Stelle haben sich die Kanadier mit zukunftsweisenden Produkten erfolgreich positioniert.
Der Kern des Geschäftsmodells von MustGrow Biologics liegt in der Nutzung von bekannten Eigenschaften von Senfpflanzen. Senfpflanzen produzieren von Haus aus bioaktive Verbindungen, die Schädlinge und schädliche Pilze abwehren. Aus den natürlichen Abwehrstoffen der Senfpflanze hat MustGrow eine skalierbare Technologieplattform für biologische Pflanzenschutz- und Bodenlösungen aufgebaut.
Mehr als 100 Patente und Patentanmeldungen sichern die Innovationskraft des Unternehmens dabei ab. Der adressierbare Markt ist riesig und gewinnt dynamisch an Bedeutung. Experten prognostizieren einen Anstieg des Markts für regenerative Landwirtschaft bis 2033 auf rund 50 Mrd. USD.
Im Mittelpunkt der Geschäftstätigkeit stehen zwei Produktfamilien. TerraSante, das aus Senf gewonnene organische Biofruchtbarkeitsprodukt des Unternehmens, führt dem Bodenmikrobiom Proteine und Kohlenhydrate zu. TerraSante führt nachweislich zu einer Reihe von positiven Effekten wie einer verbesserten Bodengesundheit, überlegenen Wasser- und Nährstoffeffizienz sowie deutlich höheren Ernteerträgen.
Die zweite Säule besteht aus dem vorregistrierten Produkt TerraMG. TerraMG ist eine natürliche Pflanzenschutzlösung gegen bodenbürtige Krankheiten und Schädlinge, welche Pflanzen über das Wurzelsystem angreifen. In diesem Marktsegment besitzen die Kanadier einen entscheidenden strategischen Vorteil mit ihrer Exklusivlizenz und Zusammenarbeit mit Bayer. Die Deutschen haben sich die Entwicklungs- und Vermarktungsrechte für Europa, den Nahen Osten und Afrika gesichert. Den Kanadiern winken weitere Meilensteinzahlungen und Lizenzgebühren, wenn die Kommerzialisierung startet.
Um das weitere Wachstum forciert zu finanzieren, führte die Gesellschaft zuletzt eine Kapitalerhöhung im Rahmen eines nicht vermittelten LIFE-Angebots durch. Unter dem Strich konnten mit 3,7 Mio. CAD - und damit fast doppelt so viel wie zuvor geplant - eingesammelt werden. Aktuell notieren die Anteilsscheine bei 0,40 CAD, womit sich eine Börsenbewertung von 28 Mio. CAD errechnet. Die Analysten von GBC sind in Bezug auf den Titel extrem bullish und formulieren ein Kursziel 2,70 CAD.
Matthias Greiffenberger, Analyst der GBC AG, kommentiert dazu: "MustGrow verbindet aus unserer Sicht eine klar differenzierte, senfbasierte Produktinnovation mit einem attraktiven und strukturell wachsenden Markt für biologische Agrarlösungen. Besonders TerraSante zeigt, dass die Technologie nicht mehr nur Entwicklungscharakter hat, sondern in die kommerzielle Skalierung übergeht. Entscheidend ist dabei, dass der Mehrwert für Landwirte nicht allein über Nachhaltigkeit, sondern vor allem über Produktqualität, Bodengesundheit, potenzielle Ertragsvorteile und einen wirtschaftlich nachvollziehbaren Return on Investment adressiert wird."
K+S – Hilft die Rückendeckung der EU?
Der Konzern gehört weltweit zu den bedeutendsten Produzenten von Kali- und Salzprodukten. Kalium zählt neben Stickstoff und Phosphor zu den drei wichtigsten Hauptnährstoffen für Kulturpflanzen. Es reguliert deren Wasserhaushalt und verbessert die Widerstandsfähigkeit gegenüber Trockenheit und Krankheiten.
Langfristig ist die Nachfragenach Kali stabil, kurzfristig unterliegen Düngemittelpreise jedoch hohen Schwankungen. Teilweise führen hohe Preise zu Rekordgewinnen, wenn die Nachfrage zurückgeht oder abrupt abbricht, schwingt das Pendel in die andere Richtung. Energiekosten, geopolitische Entwicklungen und Währungseffekte spielen ebenso eine Rolle.
Jüngst gab die EU bekannt, den Landwirten, die unter den gestiegenen Düngemittelpreisen leiden, den Großteil der “zusätzlichen” Kosten zu erstatten und die Gelder früher zur Verfügung zu stellen. Dies könnte zu einer leichten Nachfragebelebung führen.
Aktuell notierten die Anteilsscheine bei 14 EUR, ein Plus von rund 10 % seit dem Jahresauftakt. Die volatile Geschäftsentwicklung lässt sich auch an den Multiplikatoren ablesen. Im laufenden Geschäftsjahr ist das KGV negativ, für 2027 liegt es bei 13. Analysten formulieren im Durchschnitt ein Kursziel von 15,50 EUR, womit der Titel lediglich über ein geringes Aufwärtspotenzial verfügt.
Evotec – Kursmassaker nach großer Gewinnwarnung
Die erneute Gewinnwarnung ließ die Aktie zwischenzeitlich um über 30 % einbrechen, auf den tiefsten Stand seit 2016. Der Wirkstoffentwickler für die Pharma- und Biotech-Branche senkte wegen Umsatzverschiebungen und geringerer Erträge die Jahresziele massiv. Nun stellt die Gesellschaft einen bereinigten operativen Verlust auf EBITDA-Ebene in der Bandbreite von 70 Mio. EUR bis 105 Mio. EUR in Aussicht. Das ist erheblich weniger als die bisherige Guidance, die ein operatives Ergebnis von 0 bis 40 Mio. EUR in Aussicht gestellt hatte.
Die Umsatzprognose wurde auf 570 bis 610 Mio. EUR (zuvor: 700 bis 780 Mio. EUR) gesenkt. Laut Pressemeldung geht der Großteil (85 %) der Umsatzabweichung auf verschobene Meilensteinzahlungen ins Jahr 2027 und auf Verzögerungen bei derzeit verhandelten Partnerschaften zurück. Nach etlichen Gewinnwarnungen zweifelt der Markt momentan jedoch die Belastbarkeit aller Unternehmensprognosen an.
Da hilft es auch nicht, wenn Evotec von einer positiven Dynamik im Basisgeschäft spricht und die Umsätze dort im ersten Halbjahr um rund 28 % gesteigert werden konnten. Ebenso betonte die Gesellschaft bei dem eingeleiteten Transformationsprogramm Horizon im Plan zu sein. In Kürze werden Analysten mit neuen Kurszielen auf die massive Gewinnwarnung reagieren. Sollte es sich wirklich nur um Verschiebungen handeln, ist das aktuelle Kursniveau interessant.
Fazit
MustGrow ist in gleich mehreren milliardenschwerer Wachstumsmärkten positioniert. Das patentgeschützte Geschäftsmodell generiert eigene Umsätze und verfügt mit der strategischen Bayer-Partnerschaft über einen großen Werthebel. Analysten formulieren ein Kursziel von 2,70 CAD – Vervielfachungspotenzial! Für die volatile K+S-Aktie machen Analysten dagegen nur ein geringes Upside aus. Schock bei Evotec! Die Gesellschaft kann vielleicht im nächsten Jahr liefern. Es wird wahrscheinlich sehr viel länger dauern, um das verloren gegangene Anlegervertrauen zurückzugewinnen.
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