08.07.2026 | 04:50
Der Himmel wird zum Datenraum! Drohnen, Sensoren und 5G wachsen zusammen – große Chancen für Volatus Aerospace, Hensoldt und Deutsche Telekom!
Kritische Infrastruktur, Energieversorgung, öffentliche Sicherheit und Verteidigung verändern sich grundlegend. Vernetzte Drohnen werden dabei zu einem wichtigen Werkzeug. Für Anleger lohnt der Blick auf ein Technologie-Ökosystem, welches weit über den klassischen Drohnenbau hinausgeht. Während die Deutsche Telekom die digitale Infrastruktur bereitstellt und Hensoldt die modernsten Sensortechnologien entwickelt, wandelt sich Volatus Aerospace zu einem bedeutenden integrierten Defense-Tech-Unternehmen mit wiederkehrenden Software- und Trainingsumsätzen. Wer macht das Rennen?
Lesezeit: ca. 4 Min.
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Autor:
Carsten Mainitz
ISIN:
VOLATUS AEROSPACE INC | CA92865M1023 | TSXV: FLT , OTCQB: TAKOF , HENSOLDT AG INH O.N. | DE000HAG0005 , DT.TELEKOM AG NA | DE0005557508
Inhaltsverzeichnis:
Der Autor
Carsten Mainitz
Der gebürtige Rheinland-Pfälzer ist seit mehr als 25 Jahren leidenschaftlicher Börsianer. Nach seinem BWL-Studium in Mannheim arbeitete er als Journalist, im Equity Sales und viele Jahre im Aktienresearch.
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Volatus Aerospace – Wachstum auf mehreren Ebenen
Volatus Aerospace hat erfolgreich eine integrierte Technologieplattform für unbemannte Luftfahrtsysteme aufgebaut. Neben Drohnenoperationen und Luftdatendiensten umfasst das Portfolio Softwarelösungen, KI-Anwendungen sowie Ausbildungsprogramme für den Verteidigungssektor. Mit dieser Positionierung adressiert das Unternehmen mehrere strukturelle Wachstumsmärkte zugleich, wie z. B. die Überwachung kritischer Infrastruktur, militärische Anwendungen sowie die industrielle Inspektion.
Historische Basis und noch Schwerpunkt des operativen Geschäfts ist der kommerzielle (zivile) Sektor. Energieversorger, Infrastrukturbetreiber und öffentliche Einrichtungen nutzen Drohnen zur Inspektion von Stromleitungen, Pipelines oder Windparks. Diese ermöglichen schnellere, kostengünstigere und sicherere Einsätze als konventionelle Verfahren und liefern zugleich wertvolle Daten für Wartung, Risikobewertung und Instandhaltung.
Zuletzt meldete die Gesellschaft einen entscheidenden Schritt in Bezug auf die industrielle Skalierung mit der Inbetriebnahme des fast 5.000 Quadratmeter großen Produktions- und Systemintegrationszentrums am kanadischen Standort Mirabel.
Wachstumstreiber ist mittlerweile eindeutig das Verteidigungsgeschäft. Zunehmende Aufträge aus dem NATO-Umfeld, darunter zuletzt ein ISR-Ausbildungsprogramm mit einem Volumen von bis zu 9 Mio. CAD sowie weitere Trainingsaufträge von NATO-Organisationen und Regierungsstellen charakterisieren diese Dynamik. Gerade mit ihren etablierten Ausbildungsprogrammen für Militär, Behörden und NATO-Partner positionieren sich die Kanadier in einem stark wachsenden Markt, der durch wiederkehrende Erlöse und Markteintrittsbarrieren gekennzeichnet ist.
Als ein weiterer Wachstumsfaktor etabliert sich die eigene, patentgeschützte SaaS-Plattform „SKYDRA“, die Lösungen für die Planung und das Training im Bereich der Drohnenabwehr anbietet. Angesichts der weltweit zunehmenden Bedeutung des Schutzes vor Drohnen, konzentriert sich Volatus somit auf einen Markt, der sich zwar gerade erst entwickelt aber langfristig ein erhebliches Potenzial eröffnet. Zudem ist der Geschäftsbereich mit sehr hohen Bruttomargen von 80 % bis 85 % verbunden.
Parallel entwickelt die Gesellschaft mit V-Cortex eine eigene Technologieplattform für autonome Systeme. Diese verbindet Flugsteuerung, Missionsmanagement, KI-gestützte Software und Sensorintegration in einer modularen Architektur, welche sich auf Drohnen aber auch auf unbemannte Boden- und Wasserfahrzeuge übertragen lässt.
Zudem bauen die Kanadier ihr internationales Netzwerk weiter strategisch aus. Kürzlich wurde die Zusammenarbeit mit dem kanadisch-ukrainischen Ucan Brave Tech Centre bekannt gegeben. Ziel der Partnerschaft ist es, den Zugang zu praxiserprobten Technologien aus der Ukraine zu beschleunigen und deren Markteinführung in den westlichen Verteidigungs- und Sicherheitsmärkten voranzutreiben.
Ebenso bedeutsam ist, dass sich die Kanadier für die zweite Phase des U.S. Drone Dominance Program qualifiziert haben. Dieses Programm ist einer der wichtigsten Initiativen Nordamerikas und steht für ein Volumen von 1,1 Mrd. USD.
Um das dynamische Wachstum zu finanzieren, warb Volatus jüngst mehr als 30 Mio. CAD im Rahmen einer Kapitalerhöhung ein. Die Gesellschaft ist bei Kursen um 0,60 CAD mit rund 430 Mio. CAD bewertet.
Deutsche Telekom – Kommt die Fusion mit T-Mobile?
Wie dynamisch sich der Drohnenmarkt entwickelt, zeigt die jüngst angekündigte Zusammenarbeit zwischen dem Telekomriesen und dem Verteidigungsunternehmen Rheinmetall. Beide Unternehmen wollen gemeinsam Lösungen zum Schutz kritischer Infrastruktur gegen Drohnen und hybride Bedrohungen entwickeln. Ziel ist ein integrierter Sicherheitsansatz, der Kommunikationsnetze, Sensorik, Cyber Security und Drohnenabwehr miteinander verbindet. Der Part, den die Deutsche Telekom dabei abdeckt, umfasst die Bereiche 5G-Konnektivität, Cloud, Datenanalyse und digitale Netzinfrastruktur.
Die Aktie der Telekom und der US-Tochter T-Mobile sind in den letzten Wochen unter Druck geraten. Grund hierfür sind am Markt kursierende Gerüchte, dass der Konzern mit T-Mobile fusionieren will. Ein solcher Schritt hätte historischen Charakter, es würde die weltweit größte Telekomgesellschaft entstehen.
Die Bewertung der Aktie ist mit einem KGV von 12,7 für 2026 und 11,3 für 2027 moderat. Zudem winkt eine attraktive Dividendenrendite von über 4 %. Analysten formulieren im Durchschnitt ein Kursziel von knapp 38 EUR. Dies signalisiert ein Upside von rund 50 % vom aktuellen Niveau aus.
Hensoldt – Ende der Fahnenstange?
Die Gesellschaft zählt zu den führenden europäischen Anbietern von Sensor- und Verteidigungstechnologien. Hensoldt entwickelt Radar-, Aufklärungs-, Wärmebild- und elektronische Schutzsysteme, die in Flugzeugen, Schiffen, Fahrzeugen sowie bei der Überwachung des Luftraums und kritischer Infrastruktur zum Einsatz kommen.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr erzielte der Konzern mit rund 9.500 Beschäftigten einen Umsatz von 2,46 Mrd. EUR. 2026 erwarten Analysten einen Anstieg auf 2,76 Mrd. EUR gefolgt von 3,23 Mrd. EUR in 2027. Wesentlich entscheidender als der Erlöszuwachs ist jedoch der prognostizierte überproportionale Gewinnanstieg von 166 Mio. EUR auf 243 Mio. EUR. Dennoch kommen Analysten mehrheitlich zu dem Ergebnis, dass der Titel lediglich über ein moderates Aufwärtspotenzial von 12 % auf Jahressicht verfügt.
Fazit
Der Markt für Drohnen und unbemannte Systeme entwickelt sich zunehmend zu einem weitreichenden Ökosystem. Der Schutz kritischer Infrastruktur mit Energieanlagen, Verkehrsnetzten und Kommunikationssystem gewinnt größere Bedeutung. Wachstumstreiber ist dennoch unverändert der Verteidigungsbereich. Volatus Aerospace positioniert sich erfolgreich als eine integrierte Plattform für unbemannte Luftfahrtsysteme, Datenanalyse, Verteidigungstechnologie, Ausbildung und Softwarelösungen und verfügt damit über großes Potenzial. Deutsche Telekom und Hensoldt sind ebenfalls vorteilhaft aufgestellt, um von den Marktentwicklungen zu profitieren. Analysten bescheinigen beiden Titeln Aufwärtspotenzial.
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