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23.11.2023 | 05:10

Einschneidende Ereignisse bei TeamViewer, Power Nickel und Nordex

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Bildquelle: pixabay.com

Die Börsen rund um den Globus bewegen sich weiterhin Richtung Norden und befinden sich trotz der Unsicherheiten in der Geopolitik inmitten einer Jahresendrally. Befeuert werden dürfte diese durch die laufende Entspannung an der Zinsfront. So hält sich der deutsche Leitindex DAX weiterhin nahe an der wichtigen 16.000 Punktemarke. Zudem dürften Technologieunternehmen, die in den vergangenen Monaten stark korrigierten, vor einer scharfen Erholungswelle stehen.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: TEAMVIEWER AG INH O.N. | DE000A2YN900 , NORDEX SE O.N. | DE000A0D6554 , Power Nickel Inc. | CA7393011092

Inhaltsverzeichnis:


    Power Nickel – Abwärtstrend gebrochen

    Aufs Gaspedal drückt aktuell das Management des Juniorexplorationsunternehmens Power Nickel bei seinem Hauptprojekt Nisk, an dem das Unternehmen aktuell 50 % hält, durch eine Optionsvereinbarung jedoch auf 80 % aufstocken kann. Die letzte verbleibende Bedingung für die Ausübung dieser Stimmrechtsausübung ist die Vorlage eines technischen Berichts gemäß NI-43-101, die voraussichtlich im vierten Quartal 2023 erfolgen wird. Das Gebiet umfasst eine Liegenschaft mit 20 km Streichlänge und befindet sich in der Nähe von Nemaska in Quebec, Kanada.

    Dabei konzentriert sich Power Nickel auf die Erweiterung der historischen hochgradigen Nickel-Kupfer-Platingruppenmetall-Mineralisierung mit einer Reihe von Bohrprogrammen, die darauf abzielen, die ursprüngliche Nisk-Entdeckungszone zu testen und das Konzessionsgebiet auf angrenzende potenzielle Nickellagerstätten zu erkunden.

    Gemeinsam mit einem der global führenden Unternehmen bei der Herstellung von Nickelmaterialien und einem wichtigen Lieferanten für die Batterie-, Verteidigungs- und Luftfahrtindustrie, CVMR, arbeitet Power Nickel daran, die nächste Phase der Machbarkeitsstudie zu finalisieren. Bislang hat CVMR in den Laborversuchen technische Erfolge im Hinblick auf die Qualität der Mineralisierung verzeichnen können. Aktuell wartet Power Nickel auf die Prüfung des endgültigen Benchmarking-Berichts. Um die weiteren Prozesse einzuleiten, konnten die Kanadier mit der WCPD Group ein Konsortium bilden, das eine Erstinvestition in Höhe von 2,75 Mio. CAD in das Unternehmen einbringt.

    Damit die Verwässerung der Altaktionäre so gering wie möglich erfolgt, zeichneten die Investoren insgesamt 3.055.556 Flow-Through-Aktien zu einem Preis von 0,90 CAD pro Aktie. WCPD ist einer der führenden Exempt-Market-Händler, der effiziente Finanzierungen für die kanadische Ressourcen- und Mineralexploration anbietet. Als Teil des Prozesses wird CVMR diese Aktien von den Front-End-Käufern zu einem Preis von 0,45 CAD pro Aktie erwerben.

    Mit der Meldung der Kapitalmaßnahme konnte die Power Nickelaktie durch einen deutlichen Kurssprung von über 13 % auf 0,27 CAD ihren seit Februar 2023 etablierten Abwärtstrend verlassen. Der nächste kleinere Widerstand liegt bei 0,28 CAD. Sollten, wie von CEO Terry Lynch ausgeführt, positive Ergebnisse im Hinblick auf die gerade laufende Herbstkampagne folgen, dürfte als nächstes das Jahreshoch bei 0,355 CAD in Angriff genommen werden.

    TeamViewer AG – Permira macht den Reibach

    Mit einer riesigen Abwärtslücke startete die TeamViewer-Aktie nach der Veröffentlichung vom Verkauf von weiteren Anteilen durch Großaktionär Permira in den Handel. Durch das Brechen des vertikalen Unterstützungsbereichs bei 13,52 EUR markierte der Anteilsschein zudem ein neues Neunmonatstief. Das nächste Kursziel aus charttechnischer Perspektive ist die offene Kurslücke vom Februar 2023 bei 12,41 EUR.

    Die global tätige Beteiligungsgesellschaft mit Sitz in London veräußerte 13 Millionen TeamViewer-Aktien, wodurch ihr Anteil von knapp 21 % auf 14 % sank. Angeboten wurden die Aktien zu einem Preis von 13,90 EUR, was dem Finanzinvestor weitere 180 Mio. EUR in die Kassen spült. Bislang konnte Permira seit dem im Herbst erfolgten Börsengang 5,4 Mrd. EUR erlösen. Investiert hatten die Briten 2014 lediglich rund 870 Mio. EUR.

    Die Remotesoftware von TeamViewer war besonders während der Corona-Pandemie aufgrund der geschlossenen Büros durch die Lockdowns gefragt. Im Zuge dessen schoss die Aktie der Göppinger im Juli 2020 auf ein Allzeithoch von 54,86 EUR. Aufgrund von Rückgängen im Geschäftsbetrieb sowie hohen Sponsorenverträgen, wie zum Beispiel mit Manchester United, die stark an der Rentabilität nagen, korrigierte der Wert im Oktober 2022 auf ein Allzeittief bei 7,66 EUR. Seitdem erholte sich die Aktie um rund 100 %, befindet sich jedoch weiterhin im übergeordneten Abwärtstrend.

    Nordex SE - Neuauftrag und optimistische Analysten

    Lange war es ruhig im Hinblick auf Neuakquisitionen beim Hamburger Windanalagenbauer. Nun sicherte sich die Nordex Group einen Auftrag über 56 MW in Kroatien. Demnach orderten der größte Windparkentwickler und -Betreiber des Landes, ENCRO, und die Adris Grupa, ein führendes, unabhängiges Investmentunternehmen, acht Turbinen des Typs N163/6.X für den Windpark „Visoka”. Enthalten ist zudem ein Serviceauftrag mit einer Laufzeit von 30 Jahren.

    Die Lieferung der Turbinen und Errichtung der Anlage nahe der Stadt Split ist für das dritte Quartal des kommenden Jahres geplant. Die Inbetriebnahme soll schon Ende 2024 erfolgen. Dabei soll die Installation der Turbinen auf Stahlrohrtürmen mit einer Nabenhöhe von 113 m erfolgen.

    Optimistisch für die Entwicklung der Nordex zeigen sich in ihren neuesten Studien diverse Analystenhäuser. So sieht Jefferies weiterhin einen Kaufkandidaten mit einem Kursziel von 17 EUR. Die Analysten der Deutschen Bank senkten das Kursziel hingegen von 17 EUR auf 16 EUR, raten jedoch auch weiterhin zum Kauf der Nordex-Aktie.


    Der Verkauf von Anteilen des Großaktionärs Permira brachte die TeamViewer-Aktie deutlich unter Druck. Power Nickel besitzt großes Potenzial und treibt die Machbarkeitsstudie voran. Der Windanlagenbauer Nordex sicherte sich derweil einen weiteren Auftrag in Kroatien.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Stefan Feulner

    Stefan Feulner besitzt rund 30 Jahre Kapitalmarkterfahrung, war unter anderem als CEO eines börsennotierten VC-Unternehmens und im Beteiligungs- und Fondsmanagement tätig.

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