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19.08.2026 | 08:30

Energie- und Rechenpower! Vier heiße Eisen im Feuer mit Nel ASA, Nordex, NU E Power und JinkoSolar

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Bildquelle: Pixabay

Erstellt und veröffentlicht im Auftrag von NU E Power

Das smarte Energienetz von morgen entwickelt sich rasant zum ultimativen Megatrend für zukunftsorientierte Investoren. Wenn künstliche Intelligenz und gigantische Rechenzentren auf eine elektrifizierte Industrie treffen, explodiert der globale Strombedarf förmlich und zwingt die veraltete Infrastruktur in die Knie. Wer hier die Fäden in der Hand hält, sei es durch den milliardenschweren Ausbau hochmoderner Verteilnetze oder als globaler Systemintegrator für maximale Netzstabilität, sitzt auf einer waschechten Goldader. Flankiert wird diese digitale Stromrevolution von einem ungebrochenen Boom bei hocheffizienten Solarkapazitäten sowie bahnbrechenden, softwaregesteuerten Wasserstofftechnologien der nächsten Generation. Für den Kapitalmarkt entsteht so ein hochkarätiges Ökosystem, das die gesamte Wertschöpfung von der intelligenten Erzeugung bis zur Millisekunden-genauen Verteilung abdeckt. Unsere Analyse trennt die Spreu vom Weizen und zeigt ungeschminkt, welche technologischen Ansätze das Spielfeld künftig dominieren und wo die unkalkulierbaren Risiken lauern.

Lesezeit: ca. 5 Min. | Autor: André Will-Laudien
ISIN: NU E POWER CORP | CA6699882065 | CSE: NUE , NORDEX SE O.N. | DE000A0D6554 , JINKOSOLAR ADR/4 DL-00002 | US47759T1007 , NEL ASA NK-_20 | NO0010081235

Inhaltsverzeichnis:


    Nel ASA - Der norwegische Pionier kommt nicht auf die Beine

    Beim norwegischen Wasserstoff-Spezialisten geht es derzeit drunter und drüber. Der völlig überraschende Abgang des Kapitäns, der nach nur vier Jahren dem Sektor komplett den Rücken kehrt, hat das ohnehin schon nervöse Papier an der Börse eiskalt erwischt. Diese Führungskrise trifft die Skandinavier mitten in einer kritischen Umbauphase, während man operativ noch mit einem tiefroten EBITDA-Minus von 155 Mio. NOK kämpft. Doch Totgesagte leben länger: Ein phänomenaler Lichtblick im operativen Geschäft ist der jüngste Auftragseingang, der im zweiten Quartal um sage und schreibe 224 % auf 230 Mio. NOK in die Höhe geschossen ist. Zudem sitzt das Unternehmen auf einer komfortablen Cash-Position von gut 1,33 Mrd. NOK, ist praktisch schuldenfrei und bringt damit genügend finanziellen Atemzug mit, um die aktuelle Durststrecke aus eigener Kraft auszusitzen. Die fulminante Kursverdopplung vom Frühjahr hat sich erst mal als Strohfeuer entpuppt, und der Titel ist wieder exakt dort gelandet, wo die Rally im April bei rund 0,19 EUR ihren Ausgang nahm. Ob die nachhaltige Trendwende gelingt, entscheidet sich jetzt an zwei Fronten: Es braucht blitzschnell einen charismatischen Nachfolger an der Spitze und die neue, hocheffiziente Elektrolyseur-Generation muss jetzt im Eiltempo echte kommerzielle Großaufträge an Land ziehen. Sehr spekulativ, aber technisch wohl eher unten!

    Nordex – Super Zahlen beflügeln Bewertungsphantasie

    Besser macht es der Hamburger Windkraft-Spezialist Nordex. Er verpasst der Konkurrenz im MDAX derzeit ein echtes Lehrstück in Sachen Rentabilität. Mit einem zweistelligen Umsatzplus von 16,3 % auf stolze 2,2 Mrd. EUR in Q2 zeigt die Wachstumskurve steil nach oben. Der eigentliche Paukenschlag der Norddeutschen hallte jedoch beim operativen Ergebnis nach: Das EBITDA verdoppelte sich spektakulär auf 223,8 Mio. EUR und katapultierte die vielbeachtete Marge auf ein starkes, zweistelliges Niveau von 10,3 %. Unter dem Strich explodierte der Netto-Konzerngewinn im Vorjahresvergleich förmlich von mageren 31 auf satte 111,5 Mio. EUR. Angetrieben von einer globalen Dynamik im Projektgeschäft schossen die Auftragseingänge um 32 % auf ein gigantisches Volumen von 3,1 GW nach oben. Dank eines freien Cashflows von knapp 165 Mio. EUR steht die Bilanz der Windschmiede auf einem felsenfesten Fundament und zementiert das Erreichen der ambitionierten Jahresziele ab. Für Anleger ist damit klar: Die Zeiten der reinen Subventionsjagd sind vorbei – hier bricht gerade die Ära echter, operativer Cashflows an. Nach einer gesunden Marktkorrektur bietet der Titel im Vergleich zu den Höchstständen aktuell eine rund 30 % günstigere Einstiegsbasis. Auf der Plattform LSEG Refinitiv untermauern Analysten diese glänzenden Aussichten mit einem sportlichen Kursziel von bis zu 47,70 EUR auf die nächsten 12 Monate.

    NU E Power – Frisch finanziert und mit großen Zielen unterwegs

    Auch kanadische Firmen beherrschen die Energiewende aus dem Effeff. NU E Power (NUE) positioniert sich nicht als klassischer Stromerzeuger, sondern als Entwickler von Energieparks, die dort entstehen sollen, wo Rechenzentren, Industrie und andere Großverbraucher künftig dringend zusätzliche Leistung benötigen. Das Geschäftsmodell erinnert damit an einen Immobilienentwickler: Land wird gesichert, anschließend durch Zonierung, Genehmigungen, Netzanschluss und Abnahmeverträge aufgewertet und schließlich als Energie-Renditeprojekt verkauft oder gemeinsam mit einem finanzstarken Partner umgesetzt. NU E Power verfolgt dabei bewusst einen technologieoffenen Ansatz und kann abhängig von Region und regulatorischem Umfeld Solar, Wind, Wasserkraft, Gas, Batteriespeicher, Brennstoffzellen oder perspektivisch sogar Small Modular Reactors integrieren. Die Monetarisierung soll auf drei Säulen ruhen: Verkauf eines schlüsselfertigen beziehungsweise weitgehend genehmigten Projekts, Joint Ventures mit Kapitalpartnern sowie langfristige Beteiligungen beziehungsweise wiederkehrende Erlöse aus den Projekten. Gerade der dritte Weg könnte für Anleger strategisch interessant werden, da das Unternehmen eine Beteiligung an der langfristigen Projektökonomie verankern möchte und damit neben möglichen Verkaufserlösen einen wiederkehrenden Cashflow aufbauen kann. Operativ existiert mit der seit Dezember 2024 laufenden Solaranlage in Lethbridge bereits ein produktives Asset, das mit 25 % NUE-Anteil, was 2,19 MW entspricht, nun Cashflow generiert. Der eigentliche Hebel liegt jedoch in den größeren Entwicklungsprojekten: Die drei neuen Standorte Lethbridge Two, Lethbridge Three und Hanna kommen zusammen auf 503 MW, wobei NUE eine Nettobeteiligung von 251,75 MW hält. Für deren Entwicklung hat NU E Power rund 2,6 Mio. USD investiert, bei erfolgreicher Monetarisierung werden sie einen erheblichen Wertzufluss ermöglichen.

    Die jüngste Finanzierung konnte wegen der hohen Nachfrage schnell auf 3,86 Mio. CAD erhöht und am 12. August geschlossen werden. Noch aktueller ist die geplante Akquisition von rund 29,44 Acres im Raum Regina für 2,7 Mio. CAD, wobei die Transaktion zunächst über eine unverbindliche Absichtserklärung abgesichert wird und unter anderem Due Diligence, Finanzierung, Umwidmung und Grundstücksteilung voraussetzt. Spannend ist der Standort, weil NU E Power dort bereits seit August 2025 Entwicklungsrechte besitzt und die Region gezielt für großskalige Energie- beziehungsweise Rechenzentrumsanwendungen entwickelt. Parallel arbeitet das Unternehmen an neuen Projekten in Malaysia, womit aus einem kanadischen Entwickler schrittweise ein international diversifiziertes Energie-Infrastrukturmodell entstehen soll.

    Für die Aktie wird damit weniger die heutige Umsatzbasis als vielmehr die Fähigkeit entscheidend, aus Entwicklungsrechten verbindliche Abnahmeverträge und anschließend monetarisierbare Energieparks zu formen. Der jüngste Fortschritt bei Finanzierung und Standortentwicklung schafft dafür die Ausgangslage. Gelingt NU E Power die geplante Monetarisierung der ersten größeren Projekte und der Aufbau langfristiger Beteiligungserlöse, könnte aus dem bislang kleinen Entwickler mit einer Bewertung von 10 Mio. CAD inklusive der neuen Aktien ein skalierbarer Infrastrukturplayer werden, der vom strukturellen Energieengpass der KI-Ära überproportional profitiert.

    JinkoSolar – Das könnte der Turnaround sein

    Die Photovoltaik hat auf globaler Bühne wohl den Turbo gezündet und sich in weiten Teilen der Welt als die unangefochten günstigste Methode zur massenhaften Stromerzeugung durchgesetzt. Kein Wunder also, dass die Internationale Energieagentur (IEA) für die kommenden Jahre von einem regelrechten Boom und ungebrochen dynamischen Ausbautrends bei den weltweiten Solarkapazitäten ausgeht. Beim Branchenpionier JinkoSolar stehen die Zeichen nach einer langen Durststrecke jetzt wieder auf Sturm, denn das operative Tiefwasser scheint durchschifft! Zwar legten die Modulauslieferungen im Auftaktquartal saisonal bedingt eine kleine Atempause bei rund 20 Gigawatt ein, doch die Bruttomarge feierte ein fulminantes Comeback. Sie sprang im Vergleich zum Vorquartal von fast null auf beachtliche 8,3 % hoch. Jetzt steigt die Spannung, denn am 26. August lässt der Solargigant die Katze aus dem Sack und präsentiert die mit Spannung erwarteten Finanzdaten für das zweite Quartal. Investoren lecken sich angesichts des interessanten Charts bereits die Finger nach frischen Impulsen, ob die ehrgeizige Jahresprognose von satten 75 bis 85 Gigawatt Gesamtvolumen wie geplant ins Ziel fliegt. Angesichts dieser ersten technischen Stabilisierungssignale wittern optimistische Analysten auf der Plattform LSEG Refinitiv eine gewaltige Fehlbewertung an der Börse und bescheinigen den Papieren ein gigantisches Aufwärtspotenzial von bis zu 80 %. Spannend!

    Rückblickend auf 12 Monate können Nordex mit über 80 % und NU E Power mit immerhin knapp 10 % gute Renditen aufzeigen. Voll unter Wasser liegen allerdings noch Nel ASA mit knapp 11 % Miese oder JinkoSolar mit immerhin 23 % Abschlag. Die Sektor-Konsolidierung dürfte abgeschlossen sein. Quelle: LSEG vom 17.08.2026

    Der globale Energiesektor wandelt sich unaufhaltsam von einem subventionsgetriebenen Zukunftsversprechen zu einem hochrentablen, softwaregesteuerten Wachstumsmarkt. Die intelligente Verschmelzung von exponentiell steigendem Strombedarf und digitaler Netzinfrastruktur schafft ein hochkarätiges Ökosystem, das die gesamte Wertschöpfung von der Erzeugung bis zur Verteilung profitabel abdeckt. Nach gesunden Marktkorrekturen bieten sich für zukunftsorientierte Anleger aktuell wieder günstige Einstiegsgelegenheiten.


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    Der Autor

    André Will-Laudien

    Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

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