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21.08.2026 | 04:50

Fette Dividenden einfahren mit Mercedes, RE Royalties und British American Tobacco!

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Bildquelle: Gemini

Die Aktienmärkte kommen in eine schwierige Phase. Die Börsengeschichte zeigt, dass in Jahren mit Midterms in den USA die vorherigen Monate oft volatil und regelmäßig verlustreich verlaufen. Besonders der August und September zeigen dann eine große Schwäche. Dies muss sich nicht immer wiederholen, aber die jüngsten Wochen an den Märkten senden Signale. Der Optimismus ist sehr groß, was Indizes für Korrekturen anfällig macht. Die jüngste Fondsmanager-Umfrage der Bank of America machte es deutlich: Die Cash-Quote der Profi-Anleger liegt derzeit mit 3,5 % in einem historisch niedrigen Bereich. Sprich: Es gibt nur wenig Kapital, was die Fonds bei Rückschlägen für Käufe nutzen können. Eine Alternative in solchen Phasen sind dividendenstarke Aktien, die auch langfristig Chancen bieten. Wir blicken heute deshalb auf Mercedes, RE Royalties und British American Tobacco!

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Tarik Dede
ISIN: MERCEDES-BENZ GROUP AG | DE0007100000 , RE ROYALTIES LTD | CA75527Q1081 | TSXV: RE , OTCQX: RROYF

Inhaltsverzeichnis:


    British American Tobacco: Der zuverlässige Lieferant!

    „Es gibt immer weniger Raucher, wir sterben aus!“ Dieser Witz der Freunde des Qualmens birgt viel Wahrheit in sich. Weltweit sinkt die Zahl der Raucher rapide. Selbst in Glimmstängel-Traditionsländern wie Griechenland, der Türkei oder Teilen Ost- und Südasiens geht die Zahl der Raucher stark zurück. In Deutschland lebt die neue Generation nicht nur biertechnisch immer abstinenter, sondern auch bei der Zigarette. Der Gesundheitstrend und viel Aufklärung an Schulen dürften hier vieles bewirkt haben.
    Dennoch geht es großen Tabakkonzernen wie British American Tobacco (BAT) nicht schlecht. Die Londoner besitzen etablierte Marken wie Lucky Strike, Dunhill oder Rothmans. Dass BAT trotz sinkender Verkaufszahlen weiterhin hohe Gewinne erwirtschaftet, ist kein Widerspruch. Denn der Zigarettenmarkt weist bestimmte Merkmale auf, die nicht überall gelten. So haben die Unternehmen eine extrem hohe Preismacht. Als Faustregel in der Branche gilt: Wenn das Verkaufsvolumen sinkt, werden die Preise angehoben. Dazu kommen enorm hohe Margen und ein sehr niedriger Investitionsbedarf der Firmen. So liegen die Bruttomargen bei Tabakprodukten oft im Bereich von 80 %. Zudem muss kaum investiert werden. Die Fabriken sind bereits da. Und nicht zuletzt: Es wird kaum geworben, da es in vielen Ländern verboten ist. Somit fallen auch kaum Marketingkosten an.
    Immerhin setzen BAT & Co. auch auf rauchfreie Alternativen. So hofft BAT auf E-Zigaretten (Vuse) und Nikotinbeutel (Velo). Rauchfreie Produkte machen inzwischen rund 20 % des Konzernumsatzes aus. Da viele Investoren und ESG-Fonds Tabakaktien meiden, wird BAT wie der Wettbewerb an der Börse oft vergleichsweise niedrig bewertet. Für Dividendenfreunde stellt das aber eine Chance dar. So liegt die aktuelle Ausschüttungsrendite bei mehr als 5 %. BAT schüttet gewöhnlich rund 65 % bis 75 % des bereinigten Gewinns pro Aktie aus. Dazu kommt aktuell auch ein milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm.

    RE Royalties: 10 % Dividendenrendite und Übernahmechance!

    Hohe Dividendenrenditen sind an der Börse gefragt. Allerdings setzen Investoren dabei auf Firmen, die solide wirtschaften. Hierzu zählt auch RE Royalties. Die Kanadier schütten derzeit 0,04 CAD je Aktie pro Jahr aus. Beim aktuellen Aktienkurs entspricht das einer Rendite von mehr als 10 %.
    Dahinter steckt ein solides Business-Modell. In diesem Fall wurde vor einem Jahrzehnt das Prinzip der Royalties aus dem Öl- und Bergbausektor auf den Bereich der erneuerbaren Energien übertragen. RE Royalties hat inzwischen über 80 Mio. CAD in mehr als 130 Einzelprojekte investiert und dabei eine Rendite von 19 % auf das eingesetzte Kapital eingefahren. Das Unternehmen beteiligt sich an Solar- und Windparks, Batteriespeichern, erneuerbarem Erdgas und Wasserkraft sowie Infrastrukturprojekten, die die Energieeffizienz steigern sollen. Hier wird Kapital vorgeschossen, um langfristig an den Umsätzen beteiligt zu werden.
    Ein typisches Beispiel ist die jüngst verlängerte Partnerschaft mit Solaris. Die beiden Unternehmen haben eine unverbindliche Absichtserklärung (LOI) über bis zu 67,5 Mio. USD unterzeichnet. Davon wurden 4,8 Mio. USD bereits ausgezahlt. 13,7 Mio. USD sind schon für 13 vertraglich gebundene Solarprojekte vorgesehen. Die weiteren 49 Mio. USD werden für 83 weitere Solarprojekte in der Entwicklungsphase vorgehalten. RE Royalties stellt hier das Kapital bereit und bekommt einen Anteil an den künftigen Erträgen. Daneben ist man auch kurzfristig als Geber von Brückenfinanzierungen aktiv. Vor Kurzem meldete das Unternehmen die vollständige Rückzahlung eines Darlehens in Höhe von 2,4 Mio. CAD durch die Revolve Renewable Power Corp. Wichtig: Die Royalties auf diese Projekte laufen unter den bestehenden Verträgen unverändert weiter.
    Das Management, das etwa ein Viertel der Anteile hält, hatte bereits eine strategische Überprüfung mit den Beratern von PricewaterhouseCoopers begonnen. Denn die hohe Dividendenrendite stammt auch von der niedrigen Bewertung des Unternehmens. So sollen Möglichkeiten wie strategische Partnerschaften, Co-Investments oder die Optimierung der Kapitalstruktur durch Eigen- oder Fremdkapital geprüft werden. Auch den Verkauf des gesamten Unternehmens will man nicht ausschließen. Wie auch immer dieser Prozess ausgeht: Hier lockt eine hohe Dividendenrendite und im Übernahmefall sogar eine Prämie auf den aktuellen Aktienkurs.

    Mercedes: Viel Dividende, kein Kursgewinn!

    Es wird derzeit auch in den Massenmedien viel über den Stern aus Stuttgart diskutiert. Mercedes steht unter Druck, dennoch steht der Konzern besser da, als es viele Medien derzeit suggerieren. Im zweiten Quartal wurde das Konzern-EBIT von starken Ergebnissen bei Mercedes-Benz Financial Services und Mercedes-Benz Vans getragen. Auch wenn bei der Pkw-Sparte noch nicht alles toll ist: Das bereinigte Konzern-EBIT erreichte 2,3 Mrd. EUR und damit mehr als im Vorjahresquartal (2 Mrd. EUR).
    Im Fokus stehen vor allem Effizienzmaßnahmen. So brachte das Programm „Next Level Performance“ weitere Einsparungen. Laut Unternehmensangaben sanken die allgemeinen Verwaltungskosten auf Konzernebene um 14 %, die Forschungs- und Entwicklungsausgaben gingen nach dem Investitionshöhepunkt des Vorjahres um 12 % zurück. Bei Mercedes-Benz Cars sanken die Umsatzkosten um 7 %.
    CEO Ola Källenius betonte die derzeitigen Erfolge. So ist der Absatz der elektrischen Pkw um 51 % gestiegen. Der BEV-Auftragseingang in Europa hat sich im zweiten Quartal mehr als verdoppelt. Mercedes will diesen Rückenwind durch neue Modelle im zweiten Halbjahr nutzen. Dennoch ist noch lange nicht alles in Butter. Investoren sind anspruchsvoll und die Umsatzrendite der Pkw-Sparte lag (bereinigt) bei 4 %. Da kennen die Anteilseigner aus früheren Zeiten viel höhere Werte. Problematisch bleibt zudem das Geschäft in China. Die Absatzzahlen dort fielen um 30 %. Auf dem größten Pkw-Markt der Welt sind Verbrenner out.
    Die Aktie von Mercedes konnte nach Bekanntgabe der Q2-Daten zulegen, liegt aber seit Jahresbeginn klar im Minus. Im Mai gab es für das vergangene Jahr eine Dividende von 4,30 EUR je Aktie, für 2026 werden im Markt als Konsens 3,50 EUR je Aktie erwartet. Auf dem aktuellen Kursniveau entspricht dies einer Rendite von mehr als 7 %.


    Fazit: Mit Mercedes können Anleger auf eine deutsche Qualitäts-Aktie setzen, die offenbar sukzessive in die Erfolgsspur zurückfindet. Eine extrem hohe Dividendenrendite und ein solides Geschäftsmodell bietet RE Royalties. Ein möglicher Verkauf des Unternehmens könnte sich auch für Investoren lohnen. Die Raucher-Aktie BAT ist nicht jedermanns Sache, die hohe Dividendenrendite möglicherweise schon.


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    Der Autor

    Tarik Dede

    Schon als Primaner in Norddeutschland entwickelte sich seine Begeisterung für den Neuen Markt. Small- und Midcaps standen dabei von Beginn an im Mittelpunkt. Der gelernte Bankkaufmann vertiefte sein Wirtschaftswissen später im Volkswirtschaftsstudium und in verschiedenen Stationen der Frankfurter Finanzbranche. Heute ist er seit über 25 Jahren privat wie beruflich an der Börse aktiv.

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