30.04.2026 | 05:15
Freudenfest für Stockpicker! Deutliches Upside bei Zefiro Methane und Mutares, was macht Infineon?
In den letzten Wochen haben KI-Aktien wieder deutlich zugelegt. Die laufende Berichtssaison hat mehrere positive Überraschungen hervorgebracht und die Kurse befeuert. Aber auch die kritischen Stimmen nehmen zu. Einerseits wird hinterfragt, ob sich die enormen Investitionen in KI auch rechnen. Andererseits wird KI nicht nur Gewinner hervorbringen, die Frage ist für welche Geschäftsmodelle die Künstliche Intelligenz eine zunehmende Bedrohung darstellt. Wer sich abseits des Hightech-Sektors umschaut, kann ebenso exzellente Unternehmen mit großem Upside entdecken. Mutares bietet nach der kürzlich durchgeführten Kapitalerhöhung auf erniedrigtem Niveau eine gute Einstiegschance. Analysten machen Verdopplungspotenzial aus. Noch größer ist die Chance bei Zefiro Methane. Die Kanadier haben eine starke Position in einem wachsenden Marktsegment mit einem Volumen von rund 600 Milliarden USD. Mit dem kürzlich vereinnahmten Kapital kann die Gesellschaft zügig wachsen, auch über Akquisitionen. Die Aktie wird dies bald honorieren.
Lesezeit: ca. 4 Min.
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Autor:
Carsten Mainitz
ISIN:
ZEFIRO METHANE CORP | CA98926D1069 | NEO: ZEFI , MUTARES KGAA NA O.N. | DE000A2NB650 , INFINEON TECH.AG NA O.N. | DE0006231004
Inhaltsverzeichnis:
Der Autor
Carsten Mainitz
Der gebürtige Rheinland-Pfälzer ist seit mehr als 25 Jahren leidenschaftlicher Börsianer. Nach seinem BWL-Studium in Mannheim arbeitete er als Journalist, im Equity Sales und viele Jahre im Aktienresearch.
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Zefiro Methane – Stark in Nische mit hohen Margen
Die Gesellschaft fokussiert sich auf die Reduzierung von Methan-Emissionen. Konkret dichten die Kanadier stillgelegte oder verlassene Öl- und Gasquellen ab und verhindern so den Austritt des starken Treibhausgases, welches wesentlich schädlicher als CO2 ist. Zudem generiert die Gesellschaft auf Basis der eingesparten Emissionen CO2-Zertifikate, welche Unternehmen erwerben, die ihre Netto-Null-Ziele erreichen wollen. Das ist der eigentliche Gewinnhebel, denn pro Loch winken Zusatzerträge von bis zu 1 Mio. USD, wodurch sich sehr hohe Margen erzielen lassen.
Über die Tochtergesellschaft Plants & Goodwin ist Zefiro in den USA tätig. Das Marktpotenzial ist beachtlich. Nach Expertenschätzungen existieren rund 2,2 Mio. verlassene Öl- und Gaslöcher in den Vereinigten Staaten. Daraus leitet sich durch Unternehmensaussagen ein Marktvolumen von rund 600 Mrd. USD ab. Rückenwind gewinnt das Geschäftsmodell in den USA durch einen Etat von 4,7 Mrd. USD, der über die Bundesstaaten bereitgestellt wird. Und die Erfolgsbilanz von Zefiro Methane ist hervorragend, die Gesellschaft gewinnt einen beachtlichen Teil der staatlich geförderten Projekte. In den vergangenen 12 Monaten hat die Gesellschaft 413 Bohrlöcher versiegelt.
Jüngst meldete die Gesellschaft alle Vorsteck-Bohrungen im US-Bundesstaat West Virginia abgeschlossen zu haben. Von Oktober 2025 bis April 2026 wurden Methan-Messarbeiten für 849 Bohrlöcher durchgeführt. Nun winken Einnahmen für Nachsteck-Messungen bzw. Überwachungen. Der entscheidende Punkt sind hier aber die Margen. Laut Unternehmensangaben fallen diese doppelt so hoch aus. Da die Gesellschaft plant das Methan-Überwachungsgeschäft auszubauen, werden für die Zukunft im Konzernverbund höhere Margen in Aussicht gestellt.
Rechnet man die Umsätze des letzten Quartals von 11 Mio. USD hoch, so sollte die Gesellschaft im laufenden Geschäftsjahr Erlöse von 44 Mio. USD generieren können. Den Break-even erwarten Analysten in der zweiten Jahreshälfte. Bei einem aktuellen Aktienkurs von 0,57 CAD ist Zefiro mit rund 52 Mio. CAD bzw. 39 Mio. USD bewertet. Mit weiterem Expansionskurs und dem Erreichen der Gewinnschwelle sollte das Unternehmen in Zukunft mit deutlich höheren Umsatzmultiplikatoren bewertet werden, die zwischen 2 und 3 liegen könnten. Daraus leitet sich ein fairer Unternehmenswert von rund 100 Mio. USD ab, was ein signifikantes Aufwärtspotenzial darstellt. Für das forcierte Wachstum samt potenzieller Akquisitionen haben zuletzt zwei strategische Investoren aus Europa 4,5 Mio. CAD im Rahmen einer Kapitalerhöhung bereitgestellt.
Mutares – USA im Fokus
Mutares hat jüngst die endgültigen Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr sowie einen Dividendenvorschlag veröffentlicht. Der handelsrechtliche Jahresüberschuss der Mutares-Holding legte 2025 um 20 % auf 130,4 Mio. EUR zu, getrieben von einer starken Exit-Aktivität, die insbesondere die Beteiligung an Steyr Motors umfasste. Dieses Ergebnis ist entscheidend für Ausschüttungen. Die Private Equity Holding verfolgt eine nachhaltige Mindest-Dividendenpolitik von 2 EUR je Aktie und schlägt der Hauptversammlung diese Ausschüttung vor.
Im vergangenen Jahr hat die Gesellschaft den Ausbau des Portfolios mit skalierbaren Plattform-Investments, Add-on-Akquisitionen und durch eine konsequente Internationalisierung maßgeblich in China und den USA vorangetrieben. In Summe kletterten die Umsatzerlöse auf Konzernebene von 5,3 Mrd. EUR auf 6,5 Mrd. EUR. Für das laufende Geschäftsjahr hat die Gesellschaft einen Anstieg zwischen 7,9 Mrd. EUR und 9,1 Mrd. EUR in Aussicht gestellt. Die Holding soll die Gewinne auf 165 Mio. EUR bis 200 Mio. EUR steigern.
Um die enormen Chancen in den USA zu nutzen, führte Mutares zuletzt eine Kapitalerhöhung im Volumen von 105 Mio. EUR durch und erweitert die Präsenz vor Ort. Nach Unternehmensaussagen umfasst die Transaktionspipeline in den USA aktuell ein Umsatzvolumen von rund 4,8 Mrd. EUR. Den mittelfristigen Ausblick hob die Gesellschaft an. Bis 2030 sollen Konzernumsatz und Gewinne der Holding jährlich um mindestens 25 % steigen. Die Analysten von Sphene Capital bekräftigen in ihrer aktuellen Studie ihre Kaufempfehlung und formulieren ein Kursziel von 49 EUR – Verdopplungspotenzial!
Infineon – Branchensentiment beflügelt
Seit rund zwei Wochen befeuern gute Zahlen die Kurse von Tech-Aktien. Der taiwanesische Halbleiterriese TSMC übertraf im ersten Quartal die Erwartungen beim Nettogewinn. Die starke KI-Nachfrage steht im Zentrum der Wachstumsstory. Auch die Zahlen von STmicro und Texas Instruments wurden von den Anlegern gefeiert. Insbesondere der Ausblick der US-Amerikaner begeisterte.
In diesem positiven Umfeld überwand der Aktienkurs von Infineon erstmals seit dem Jahr 2000 die Marke von 50 EUR. Derzeit notieren die Anteilsscheine bei 55 EUR, womit der Konzern mit knapp 70 Mrd. EUR bewertet ist. Analystenschätzungen zeigen deutliche Zuwächse der Gewinnreihen in der Zukunft. Dennoch liegen die Kursziele von fast allen Experten momentan unter dem aktuellen Kurs. Am 6. Mai veröffentlichen die Deutschen die Zahlen des zweiten Quartals. Dann wird sich zeigen, ob die Börse zu viel an Vorschusslorbeeren eingepreist hat.
Fazit
Mutares ist mit frischem Kapital gut aufgestellt, um die Wachstumschancen in den USA zu ergreifen. Zudem bietet die Gesellschaft eine attraktive Dividende. Aktionäre von Infineon könnten sich über eine gute Performance der Aktie freuen. Die Quartalszahlen am 6. Mai werden spannend. Zefiro Methane besitzt eine starke Marktposition in einer Nische mit hohen Margen. Das skalierbare Wachstum der Gesellschaft hat erst begonnen. Die Anteilsscheine dürften in Zukunft wesentlich höher notieren.
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