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11.03.2022 | 05:10

K+S, Edison Lithium, BASF – Sprengstoff für die Börsen

  • Elektromobilität
  • Inflation
  • Rohstoffe
Bildquelle: pixabay.com

Eine stark steigende Inflation und Unsicherheiten aufgrund der zunehmenden geopolitischen Spannungen mit Sanktionen, die eigentlich vor allem Russland treffen sollen, sich jedoch eins zu eins in unserem Geldbeutel bemerkbar machen. So steigen die Energiepreise enorm, Benzin verteuerte sich innerhalb weniger Tage um mehr als 50 Cent an der Tanksäule. Der Umstieg von fossilen Brennstoffen auf erneuerbare Energieträger wird dauern, jedoch mit großer Sicherheit nicht günstiger. Allein der Preis für Lithium, ein elementares Metall für die Elektromobilität, vervierfachte sich seit dem Sommer des vergangenen Jahres. Die Hauptprofiteure der ausufernden Teuerung sind zweifelsohne die Produzenten der nachgefragten Rohstoffe.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: Edison Lithium Corp | CA28103Q1090 , BASF SE NA O.N. | DE000BASF111 , K+S AG NA O.N. | DE000KSAG888

Inhaltsverzeichnis:


    Edison Lithium – Dem Trend gefolgt

    Der Umstieg vom Verbrenner zum mit Batterie betriebenen Elektroautomobil steckt quasi noch am Anfang des Zyklus. Jedoch ist bereits jetzt ersichtlich, dass die Lithium-Vorkommen bei weitem nicht ausreichen werden, um der Nachfrage Herr zu werden. Analysten warnen bereits davor, dass steigende Rohstoffpreise die Energiewende bremsen könnten, da sie den Rückgang der Batteriekosten verlangsamen. „Unternehmen in der gesamten Lithium-Ionen-Lieferkette sind in der besten Position", sagte Pedro Palandrani von „Global X Lithium & Battery Technology ETF“ gegenüber dem englischsprachigen Dienst von Reuters.

    Vom Superzyklus langfristig profitieren werden neben den größten Lithium-Produzenten wie Albemarle oder Standard Lithium auch Explorationsunternehmen, die erst in den nächsten Jahren in Produktion gehen werden, sich jedoch bereits jetzt aussichtsreiche Lagerstätten mit erwartet hohem Lithium-Gehalt sichern, um der drohenden Angebotsknappheit entgegen wirken zu können. Insgesamt werden mehr als drei Viertel der globalen Lithiumproduktion in Chile, Argentinien und Australien abgebaut. Seit Jahren tut sich hierbei besonders Argentinien hervor, mit dem Ziel, bis zum Ende des Jahrzehnts Chile als Platzhirschen vom Thron zu stoßen.

    Das Unternehmen Edison Lithium, bis Ende 2021 unter dem Namen Battery Metals bekannt, legt seinen Fokus sich auf die Exploration und Erschließung von Kobalt-, Lithium- und anderen Energiemetallvorkommen. 2021 akquirierte Edison die argentinische Resource Ventures S.A zu einem Preis von 1,85 Mio. USD. Damit konnten sich die Kanadier aussichtsreiche Lithium-Sole-Claims in der Provinz Catamarca, Argentinien, sichern. Das Gebiet umfasst 148.000 Hektar und ist in erster Linie in den beiden geologischen Becken Antofalla Salar und Pipanaco Salar im sogenannten „Lithium-Dreieck“ lokalisiert.

    Zudem besitzt das Unternehmen, das mit einem Börsenwert von lediglich 11,64 Mio. EUR auch in Frankfurt gehandelt wird, ein aussichtsreiches Kobalt-Projekt nahe Ontario in Kanada. Auf der historischen Lagerstätte liegen die Minen Thomas Edison, Shakt-Davis und Cobalt-Kittson sowie mehrere unexplorierte Gruben. Frühere Ressourcenschätzungen zeigten bei Shakt-Davis Gehalte von 1,5% Kobalt auf 1,37m und ausgewählte Schürfproben mit bis zu 4% Kobalt und 93,3 g/t Gold auf. Zudem wurden Vorkommen von Nickel und Kupfer ausgezeichnet. Edison Lithium steht am Anfang der Explorationsarbeiten, die Vorkommen vor allem in Südamerika versprechen dabei größeres Potenzial.

    K+S – Profiteur der Knappheit

    Noch in naher Vergangenheit galten Rohstoffunternehmen, vor allem aus deutschen Landen, als eher langweiliges und träges Investment. Dies änderte sich seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie, spätestens jedoch seit der Invasion Russlands wird die Knappheit an gewissen Rohstoffen wie zum Beispiel Düngemittel oder Salze zum Investmentthema. K+S konnte bereits seit dem Tief im März 2020 profitieren, der Aktienkurs stieg seither um 360% nach oben.

    Nun wurden die Geschäftsergebnisse des vergangenen Jahres vorgelegt, die aufgrund der gestiegenen Düngemittelpreises von 220 Mio. EUR auf 969 Mio. EUR explodierten. Trotz der aktuellen Ukraine-Krise und der Unsicherheit für die globalen Agrarmärkte wird auch an den Jahreszielen für 2022 festgehalten und rechnet mit einem Anstieg des operativen Gewinns auf 1,6 bis 1,9 Mrd. EUR, wie das Unternehmen mitteilt. "Mit der genannten Bandbreite würden wir das bisher beste Ergebnis unserer Firmengeschichte erwirtschaften", sagte Vorstandschef Burkhard Lohr. Die US-Bank JP Morgan dagegen sieht die Entwicklung in der Aktie zu weit fortgeschritten und wiederholte nach den Zahlen die Einstufung „underweight“ mit einem Kursziel von 12,50 EUR. Dies kommt einem Abschlag von rund 50% auf das aktuelle Niveau gleich.

    BASF – Unter Druck

    Mächtig unter die Räder kam in den vergangenen Wochen die Aktie von BASF. Nach einem mehrfach versuchten Ausbruch über den Bereich von 68,50 EUR fiel die Aktie auch aufgrund des schwachen Gesamtmarktes auf unter 48 EUR. Zwar folgte mit Anschluss eine kleine Gegenbewegung, eine Entspannung des negativen Chartbildes bei einem Kurs von 53,05 EUR ist jedoch noch nicht gegeben.

    Wenig optimistisch zeigten sich die Analysten beim Chemiekonzern aus Ludwigshafen. Den Analysten der Deutschen Bank fehlt für die Aktie in den nächsten Monaten der Impulsgeber und einen Katalysator für den Kurs. Das Kaufurteil mit einem Kursziel von 90,00 EUR wurde nun auf ein „Halten“ mit einem Kursziel von nur noch 64 EUR gesenkt. Dagegen wiederholte das Analysehaus Jefferies seine Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 80 EUR.


    Aufgrund der ausufernden Situation in der Ukraine ist die Gefahr von steigenden Inflationszahlen groß. In Hinblick auf die Energiewende befindet sich das wichtige Metall Lithium in einem weiter ansteigenden Trend, wodurch Explorationsunternehmen wie Edison Lithium profitieren dürften. Auch K+S profitiert von steigenden Düngemittelpreisen. Bei BASF fehlen laut Analysten im Moment die Impulse.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Stefan Feulner

    Stefan Feulner besitzt rund 30 Jahre Kapitalmarkterfahrung, war unter anderem als CEO eines börsennotierten VC-Unternehmens und im Beteiligungs- und Fondsmanagement tätig.

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