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01.09.2026 | 05:10

Kupfer am Allzeithoch und kein Ende: Lundin Mining, Power Metallic Mines und Ivanhoe Mines profitieren!

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Bildquelle: Gemini

Kupfer ist der Top-Performer in diesem Jahr unter allen börsengehandelten Metallen und notiert auf Allzeithoch. Als Argument wird die starke Nachfrage angeführt: das globale Wachstum, KI-Rechenzentren oder die Erneuerung von Stromnetzen in den alten Industrieländern. Doch die Angebotsseite wird schnell vergessen, und sie ist der Flaschenhals. Als Kupfer noch billig war in den 2010ern, wurde kaum investiert. Über die Jahre wurden immer weniger Vorkommen entdeckt und die Pipeline an Entwicklungsprojekten ist klein. Die strukturellen Probleme gehen aber noch weiter. Viele große Minen sind alt, ihre Erzgrade sinken. Wenn dann wie im September 2025 ein Unglück wie auf der Grasberg-Mine geschieht, kippt das Angebot. Davon profitieren Kupferfirmen wie nie zuvor. Wer heute über produzierende Minen verfügt, wähnt sich im Rohstoff-Paradies. Doch auch jene, die in den kommenden Jahren in Produktion gehen wollen, dürften zu den Gewinnern zählen. Wir blicken heute deshalb auf die Aktien Lundin Mining, Power Metallic Mines und Ivanhoe Mines.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Tarik Dede
ISIN: IVANHOE MINES A | CA46579R1047 , POWER METALLIC MINES INC. | CA73929R1055 | TSXV: PNPN , OTCBB: PNPNF , LUNDIN MINING CORP. | CA5503721063

Inhaltsverzeichnis:


    Lundin Mining: Giga-Kupfer-Projekt im Visier!

    Lundin Mining gehört zu den Gewinnern dieser Entwicklung. Das kanadisch-schwedische Unternehmen mit der gleichnamigen Familie im Hintergrund hat sich im Kupfersektor breit gemacht. Dabei ist Candelaria in Chile der wichtigste Minenkomplex des Unternehmens im Tagebau- und Untertagebetrieb in der Region Atacama. Lundin hält 80 % der Mine, wo neben Kupfer auch Gold und Silber abgebaut wurden. An Caserones, ebenfalls in der Atacama Chiles, hält man eine Mehrheitsbeteiligung von 51 %, die man 2023 erworben hatte. Hier findet sich neben Kupfer auch das kritische Metall Molybdän. Nicht zuletzt wird in Brasilien der Tagebau Chapada betrieben, wo neben Kupfer auch Gold anfällt. Mit diesen drei Betrieben wurden im ersten Halbjahr insgesamt 156.811 Tonnen Kupfer gefördert. Im gesamten Jahr sollen es 300.000 bis 325.000 Tonnen Kupfer werden. Die Guidance musste man allerdings wegen der starken Winterstürme in Chile um 10.000 Tonnen reduzieren. Diese Korrektur könnte aber durch den Anstieg beim Kupferpreis ausgeglichen werden. Dieser Effekt war bereits im ersten Quartal bei einigen Bergbaukonzernen zu beobachten.
    Die Zukunft von Lundin Mining liegt in dem großen Entwicklungsprojekt Josemaria im Vicuña-Distrikt, im hochandinen Grenzgebiet zwischen der argentinischen Provinz San Juan und Chile. Es handelt sich um ein extrem großflächiges Kupfer-Gold-Silber-Vorkommen und gilt als eines der weltweit bedeutendsten unerschlossenen Rohstoffvorkommen für Kupfer, Gold und Silber. Lundin entwickelt es zusammen mit dem Mining-Giganten BHP im Rahmen eines 50/50 Joint-Ventures. Hier sollen in der Spitze 500.000 Tonnen Kupfer pro Jahr gefördert werden. In einer ersten Phase werden für den Bau des Tagebaus ca. 7,1 Mrd. USD veranschlagt. Das Projekt ist so gewaltig, dass man sogar eine eigene Meerwasser-Entsalzungsanlage plant. Schon dieses Jahr soll die finale Investitionsentscheidung für die erste Phase fallen.
    Die Aktie von Lundin Mining hat sich seit Anfang 2025 in etwa vervierfacht und befindet sich derzeit in einer Konsolidierungsphase. Mit dem Projekt Josemaria im Vicuña-Distrikt hält man Karten für die Zukunft in der Hand. Wer langfristig im Kupfermarkt investieren will, sollte Korrekturen zum Einstieg nutzen.

    Power Metallic Mines: Aktie im Bann der ersten Ressourcenstudie!

    Power Metallic Mines produziert noch kein Kupfer. Bei dem Unternehmen handelt es sich vielmehr um einen Kupfer-Explorer, der allerdings die ersten wichtigen Schritte bereits gemacht hat. Die Kanadier entwickeln das polymetallische Projekt NISK im Norden der rohstoffreichen Provinz Québec. Neben Kupfer finden sich auf der Liegenschaft auch Nickel, Kobalt, Palladium und Platin. Da sich viele westliche Länder unabhängiger von Rohstoff-Lieferungen aus China oder Russland machen wollen, kommt dem Projekt auch ein erheblicher strategischer Wert zu.
    Power Metallic Mines hat in den vergangenen Jahren massiv in die Exploration investiert. Allein in diesem Jahr sollen mehr als 100.000 Bohrmeter niedergebracht werden. Die gemeldeten Bohrergebnisse zeigen, wie groß das Potenzial des Projekts ist. So kam Bohrloch 26-116 beispielsweise auf Gehalte von 2,83 % Kupferäquivalent über eine stolze Länge von 36,42 Metern. Gute Grade mit hohen Längen sind die Währung, mit der in der Kupfer-Exploration bezahlt wird.
    Nun steht der wohl erste Meilenstein in der Geschichte des Unternehmens an. Im Spätsommer will das Unternehmen die erste Ressourcenschätzung für das Projekt vorlegen. Die Studie wird die Basis dafür bilden, um dann auch zügig eine erste, vorläufige Wirtschaftlichkeitsstudie (PEA) für NISK zu erstellen. Mit dieser PEA-Studie erhalten Investoren einen ersten Eindruck von dem wirtschaftlichen Potenzial. Dazu zählen Angaben zu den Investitionskosten, Produktionszahlen zu einer möglichen Dauer des Minenbetriebs und den Produktionskosten.
    Analysten sehen heute schon viel Potenzial für Power Metallic Mines. Das Research-Haus GBC hat ein Kursziel von 3 CAD ausgegeben, aktuell steht die Aktie bei 1,33 CAD.

    Ivanhoe Mines: Kupfer im Kongo!

    Noch vor wenigen Jahren dominierten die Andenstaaten Chile und Peru den globalen Kupfermarkt. An diesen beiden Staaten ging nichts vorbei. Doch die Landkarte für das braunrote Metall verändert sich wie überhaupt im gesamten Rohstoffsektor. In Industrieländern wie in Europa finden sich kaum noch neue Rohstoffvorkommen. Hier wurde über 200 Jahre Industriegeschichte vieles schon abgebaut und verbraucht. Ähnlich ist die Situation in Teilen Nordamerikas und den etablierten Bergbaumächten an den Anden. Vieles verschiebt sich nach Afrika. Hier finden sich unendliche Weiten und hochgradige Vorkommen.
    Anleger sollten sich also daran gewöhnen, dass langfristig immer mehr Minen in Afrika betrieben werden. Zu den Aufsteigern im Kupfermarkt zählt die Demokratische Republik Kongo. Mit 116 Mio. Einwohnern ist das Land inzwischen die Nummer zwei in Afrika. Und das gilt auch auf dem globalen Kupfermarkt. Mit einer Kupferproduktion von rund 3,3 Mio. Tonnen und einem Weltmarktanteil von etwa 14 % ist die DR Kongo inzwischen der zweitgrößte Kupferproduzent der Welt.
    Hier finden sich hochgradige Vorkommen, die es anderswo nicht mehr gibt. Mit dem Betriebsstart 2021 auf dem Kamoa-Kakula-Minenkomplex in der Demokratischen Republik Kongo startete auch der Aufstieg von Ivanhoe Mines, das den Komplex zusammen mit der chinesischen Zijin Mining betreibt. Auf der Mine wurde inzwischen die dritte Phase des Ausbaus eingeläutet. Die jährliche Produktionskapazität bewegt sich damit in Richtung 600.000 Tonnen Kupfer, womit Kamoa-Kakula zu den fünf größten Kupferminen der Welt gehört. Die hohen Kupfergrade ermöglichen umgekehrt sehr niedrige Produktionskosten. Diese lagen im ersten Halbjahr bei 2,70 USD je Pfund. Aktuell steht der Kupferpreis bei über 6 USD je Pfund.
    Die Aktie von Ivanhoe entwickelt sich nicht parallel zum Kupferpreis. In den vergangenen Jahren zeigte sie volatile Berg- und Talfahrten. Wer hier investiert, muss also gute Nerven mitbringen und bereit sein, in einer Jurisdiktion wie der Demokratischen Republik Kongo zu investieren.


    Fazit: Mit Lundin Mining können Anleger auf einen der wachstumsstärksten Kupferproduzenten der Welt setzen. Bei Power Metallic Mines steht nun die erste Ressourcenschätzung an, die den Aktienkurs bewegen dürfte. Mit Ivanhoe Mines setzt man auf eine der größten Kupferminen der Welt. Allerdings ist hier das Landesrisiko größer.


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    Der Autor

    Tarik Dede

    Schon als Primaner in Norddeutschland entwickelte sich seine Begeisterung für den Neuen Markt. Small- und Midcaps standen dabei von Beginn an im Mittelpunkt. Der gelernte Bankkaufmann vertiefte sein Wirtschaftswissen später im Volkswirtschaftsstudium und in verschiedenen Stationen der Frankfurter Finanzbranche. Heute ist er seit über 25 Jahren privat wie beruflich an der Börse aktiv.

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