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04.02.2026 | 05:00

Lösung für Milliarden-Dollar-Problem: MustGrow Biologics validiert Geschäftsmodell – revolutionäre Meldung auch für Bayer und Corteva Agriscience

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  • Agritech
Bildquelle: KI

Raps ist für Kanada fast das, was Erdöl für Saudi-Arabien ist: Ein wirtschaftlicher Motor von gigantischem Ausmaß. Mit einem geschätzten Produktionswert von rund 14 Mrd. CAD im Jahr 2025 ist die gelb blühende Pflanze das „grüne Gold“ der Prärie. Doch dieser Milliarden-Markt ist in Gefahr: Die sogenannte Kohlhernie (Clubroot), eine aggressive, bodenbürtige Krankheit, bedroht Ernten und verursacht schon heute jährliche Schäden von über 500 Mio. CAD. Bisherige Lösungen stießen an ihre biologischen Grenzen, doch jetzt meldet das kanadische AgriTech-Unternehmen MustGrow Biologics einen entscheidenden Erfolg. Wie das Unternehmen am Dienstag bekannt gab, konnte die eigene Technologie TerraMG™ in großangelegten Feldversuchen die Krankheit nicht nur unterdrücken, sondern die Erträge signifikant steigern. Für Agrar-Giganten wie Bayer und Corteva könnte das der entscheidende Hebel sein, um ihre Hochleistungssaatgüter langfristig zu schützen.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Nico Popp
ISIN: MUSTGROW BIOLOGICS CORP. | CA62822A1030 , BAYER AG NA O.N. | DE000BAY0017 , CORTEVA INC. DL -_01 | US22052L1044

Inhaltsverzeichnis:


    Die Bedrohung: Wenn Genetik allein nicht mehr reicht

    Um die Tragweite der MustGrow-News zu verstehen, muss man einen Blick auf die Situation in der Saatgut-Branche werfen: Marktführer wie Corteva Agriscience und Bayer haben Milliarden in die Zucht resistenter Raps-Sorten investiert. Diese genetischen "Schutzschilde" waren lange Zeit der Standard. Doch die Natur passt sich an: Wie aus Branchenanalysen hervorgeht, brechen immer mehr pathogene Varianten der Kohlhernie durch diese Resistenzen.

    Die Krankheit greift die Wurzeln an, die Pflanze kann keine Nährstoffe mehr aufnehmen und stirbt ab. Da es derzeit keine effektiv registrierten Produkte zur Unterdrückung der Kohlhernie gibt, droht den Landwirten ein Totalausfall. Genau hier positioniert sich MustGrow. Die biologische Lösung der Kanadier repariert nicht die Genetik, sie saniert den Boden nachhaltig – und macht die Felder so wieder bereit für das Saatgut der großen Konzerne.

    Durchbruch für MustGrow Biologics: Harte Daten aus dem Feldversuch

    Am Dienstag lieferte MustGrow den Beweis, dass ihre Theorie auch in der rauen Praxis der Landwirtschaft funktioniert. In einem über zwei Jahre angelegten Programm, das rund 40 Hektar (100 acres) in den kanadischen Provinzen umfasste, hat man das Produkt TerraMG™ unter realen Bedingungen getestet. Die Ergebnisse sind für die Landwirtschaft spektakulär und liefern die notwendige Validierung für eine kommerzielle Adaption.

    Die Feldversuchsreihen zeigten unterschiedliche Ergebnisse abhängig von den Witterungsbedingungen: Im feuchten Jahr 2024, mit höherem Krankheitsdruck, erreichte TerraMG™ Ertragssteigerungen von bis zu 7 Bushel/Acre – das sind 19 % Mehrertrag (im Vergleich zum kanadischen Schnitt von 36 Bushel/Acre). Für den Landwirt entsprach das einem Mehrwert von 91 CAD je Acre. Im trockeneren Jahr 2025 mit geringerem Kohlhernie-Druck zeigte TerraMG™ Steigerungen von 1-2 Bushel/Acre. Gleichzeitig reduzierte die Technologie die sichtbaren Symptome der Kohlhernie, wie etwa die typische Gallenbildung an den Wurzeln deutlich und förderte stattdessen die Entwicklung eines robusten, gesunden Wurzelsystems. Im feuchten Jahr 2024 sank die Konzentration an Sporen der Kohlhernie zudem um bis zu 95 %. Besonders relevant für Investoren ist der Aufbau des Feldversuchs: Die Tests fanden nicht isoliert im Labor statt, sondern im großen Stil auf landwirtschaftlichen Nutzflächen, was die industrielle Relevanz und Skalierbarkeit der Daten unterstreicht.

    TerraMG™ funktioniert mit der Kraft des Senfs

    Das technologische Herzstück von MustGrow ist gleichsam genial wie natürlich. TerraMG™ basiert auf Wirkstoffen, die aus der Senfpflanze gewonnen werden. Raps und Senf gehören zur gleichen Pflanzenfamilie, doch während Raps anfällig ist, besitzt Senf einen natürlichen Abwehrmechanismus gegen Bodenkrankheiten. MustGrow hat diesen Mechanismus isoliert und in eine anwendbare Form gebracht. Das Produkt wirkt als Bodenbegasungsmittel, das schädliche Pathogene und Nematoden abtötet, ohne die negativen ökologischen Folgen synthetischer Chemikalien zu hinterlassen. Für Investoren ist das der entscheidende Punkt: MustGrow liefert eine Lösung, die sich nahtlos in die bestehenden landwirtschaftlichen Abläufe einfügt und so ein großes Problem von Landwirten und Saatgut-Herstellern löst.

    MustGrow als ökologischer Problemlöser der Agrar-Industrie

    Die neuen Erkenntnisse aus dem Feldversuch ändern die Spielregeln. Bislang war MustGrow ein vielversprechendes Forschungsunternehmen - mit dem Abschluss des Testlaufs unter realen Bedingungen auf 40 Hektar ist der Proof of Concept im kommerziellen Maßstab erbracht. Für die Raps-Industrie, die laut dem Canola Council of Canada jährlich fast 30 Milliarden Dollar zur kanadischen Wirtschaft beiträgt, ist TerraMG™ ein Segen. Während Bayer und Corteva weiterhin exzellentes für maximalen Ertrag entwickeltes Saatgut liefern, bietet MustGrow den notwendigen Bodenschutz, damit dieses Saatgut sein Potenzial auch entfalten kann.

    Überzeugende Ergebnisse, starke Partner wie Bayer - MustGrow Biologics wirkt vielversprechend.

    Mit einer Ertragssteigerung von über 19 % im feuchten Jahr 2024 liefert MustGrow genau das Argument, das Landwirte und Saatgut-Hersteller wie Bayer, mit dem MustGrow bereits kooperiert, überzeugt. Das Unternehmen hat sich mit dem jüngsten Feldversuch eine vielversprechende Ausgangslage in einem der wichtigsten Agrarmärkte der Welt gesichert. Die Aktie von MustGrow hat kürzlich ihren Seitwärtstrend verlassen und zeigt sich dynamisch. Es scheint, als könne der Wert bald in neue Sphären vorstoßen. Einen ersten wichtigen operativen Schritt in diese Richtung hat das Unternehmen mit den neuen Erkenntnissen bereits gemacht. Aktuell arbeitet das Unternehmen an der Zulassung seines Produkts durch die kanadische Gesundheitsbehörde.


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    Der Autor

    Nico Popp

    In Süddeutschland zuhause, begleitet der leidenschaftliche Börsianer die Kapitalmärkte seit rund zwanzig Jahren. Mit einem Faible für kleinere Unternehmen ausgestattet, ist er ständig auf der Suche nach spannenden Investmentstorys

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