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02.02.2021 | 06:15

Marble Financial, PayPal, Palantir: Fintech, Payment und Data, Trio Infernale!

  • Big Data
Bildquelle: pixabay.com

Moderne Unternehmen im Umfeld von Datenanalyse und Konsum profitieren vom großen Online-Trend. Dazwischen bewegen sich die Zahlungs-Dienstleister, die ihrerseits bereits Zugänge in die Kryptowelt entwickeln und sich dynamisch an beiden Ecken engagieren. Durch ihre Zahlungsdaten kennen Sie die beliebtesten Shopping-Adressen ihrer Kunden, welche wiederum bares Geld für Werbetreibende und Social Media-Plattformen sind. Auf diesen sprechen die User oftmals sehr offen über ihre Vorlieben und geben sogar kostenlose Tipps für andere Käufer. So entsteht ein Netzwerk aus Gewohnheiten, Trends und treffsicheren Werbemöglichkeiten.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: André Will-Laudien
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Inhaltsverzeichnis:


    Marble Financial – Kreditwürdigkeit als Basis

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    Im Jahr 2006-2008 vollzog sich in den USA eine Kreditblase besonderen Ausmaßes. Millionen von Immobilien wurden an Subprime-Kunden verkauft. Die Kreditwürdigkeit war unter dem Radar vieler Banken, daher schnürten clevere Investmentbanker sogenannte Asset Backed Securities (ABS) mit der Hinterlegung von genau diesen Hypotheken, die sich aus den Käufen nicht gerade kreditwürdiger Hausinteressenten generierten. Die lokalen Banken traten die Kreditrisiken an die Investmentbanken ab, diese schnürten daraus AAA-Pakete und verkauften diese Subprime-Bonds an Großanleger und Versicherungen. Die Blase platze mit dem Zusammenbruch von Lehman Brothers am 14.09.2008.

    Marble Financial aus Kanada hat sich ebenfalls dem Segment unterer Kreditwürdigkeiten gewidmet und steht rund 12 Millionen Kanadiern mit seinem Serviceangebot zur Seite. In Deutschland gibt es private Ratingagenturen wie die SCHUFA, die die Bildung der Kredit-Scores für die Banken erleichtern. Marble hat Systeme entwickelt, die die Finanzierungsstruktur und Einkommensverhältnisse der Kunden analysieren und mittels Optimierungs-Tools einer Verbesserung zuführen. Dem Kunden werden hierbei wertvolle Hinweise für sein „Financial Behaviour“ gegeben. Die Datenanalyse der Banken im Hintergrund führt so zu einer besseren und oftmals auch gerechteren Einstufung des Kreditkunden. Hätte wir bereits in 2006-2008 über solche Systeme verfügen können, wäre eine fehlerhafte Kreditvergabe faktisch unmöglich gewesen.

    Marble hat aber noch weitere Tools in der Tasche. Ihren Kunden werden Lern-Angebote gemacht, wie Haushaltsbücher und Ausgaben geplant werden, um Fehler im Timing von Abbuchungen zu vermeiden. Was ein wirkliches Asset darstellt, sind die Flut an Daten, die umfangreich genutzt werden können. Marble Financial vermeldet soeben die Partnerschaft mit VoPay International Inc., um seine Open-Banking-Zahlungslösung für Tausende von neuen und bestehenden MyMarble-Kunden bereitzustellen. Diese Partnerschaft, die den Verbrauchern neue Zahlungsoptionen ermöglicht, vereinfacht den Prozess zur Bereitstellung einer einzigen API-Integration für Bankdienstleister.

    Mit der integrierten Single-Payment-API von VoPay ist Marble in der Lage, die Kundenbindung zu verbessern und gleichzeitig die Kosten zu senken, was zu einer schnellen Erweiterung und Vereinfachung der Zahlungsoptionen für die Nutzer von MyMarble führt und dem Unternehmen die Möglichkeit gibt, seine Top-End-Umsatzkanäle zu erweitern. Marble Financial ist nur mit 20 Mio. CAD bewertet und findet jüngst stärkere Beachtung im Umfeld von Big Data und Finanzdienstleistung.

    PayPal – Steigende Volumen und Spannung vor den Zahlen

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    PayPal kann sich immer größerer Transaktionsvolumen und Kundenzahlen erfreuen. Als First Mover im Bereich E-Mail-Banking hat man vor der Konkurrenz einen sehr soliden Vorsprung aufgebaut. Nun bringt PayPal in der laufenden Woche seine Zahlen für 2020. Die Erwartungen sind angesichts der neu eingeführten Krypto-Zahlungsmöglichkeiten sehr hoch, wird doch impliziert, dass immer mehr Menschen ihre stark gestiegenen Krypto-Bestände auch für den Konsum einsetzen.

    Für das vierte Quartal erwartet das Unternehmen eine Umsatzsteigerung von 20-25% gegenüber dem Vorjahr, sowohl auf Basis des aktuellen Stichtagskurses als auch mit der Verrechnung aller Währungseffekte. Analysten schätzen für den Umsatz 6,1 Mrd. USD, was eine Verbesserung von 22% gegenüber dem Vorjahresquartal bedeuten würde. Beim Gewinn erwartet man ein Wachstum von 17-18% für das Berichtsquartal, was ungefähr 1 USD pro Aktie bedeuten würde. Bei einem Ergebnis je Aktie von etwa 3,2 USD pro Aktie auf Jahresbasis steht das KGV bei etwa 75, das entspricht der doppelten aktuellen Wachstumsrate.

    Die Charttechnik verrät uns, wie es übermorgen weitergehen könnte. Denn bereits seit März bewegt sich die Paypal-Aktie in einem steilen Aufwärtstrend nach oben und markiert ein Rekordhoch nach dem anderen. Nach dem jüngsten Allzeithoch am 25. Januar bei rund 254 Dollar korrigierte der stark überhitzte Wert jedoch und setzte dabei innerhalb von zwei Handelstagen bis an die 50-Tage-Linie bei 225 Dollar zurück, die im Moment parallel zur langfristigen Trendlinie verläuft. Gestern wieder hoch auf 240 USD – die letzte Messe ist auch hier noch nicht gelesen! Vorsicht!

    Palantir Technologies – Der Lockup endet im Februar

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    Das Geschäftsmodell von Palantir Technologies macht immer mehr Schule. Nicht nur die amerikanische Heimatschutzbehörde nutzt deren Dienste, sondern auch die britische Regierung in Bezug auf die COVID 19-Bewegungsanalyse in Großbritannien. Mit dem Börsengang der SAP-Tochter Qualtrics tummeln sich neben Snowflake nun drei große 3 Datenanalyse-Experten mit ihren Tracking-Software-Technologien an der Nasdaq.

    Es gibt zwei Schlüsselfaktoren, auf die Investoren aktuell achten sollten. Erstens: Die Lockup-Periode für Palantir wird im Februar enden, die Aktie hat allein in diesem Jahr schon 50% Plus gemacht und liegt seit Börsengang satte 200% vorn. Da mit der wegfallenden Sperre wahrscheinlich viele Aktien auf den Markt kommen werden, könnte Palantir einen größeren Rückschlag erleben. In der Zwischenzeit bleibt aber auch abzuwarten, wie schnell Palantir von einer Biden-Administration profitieren wird. Denn die Pandemie wütet vor allem in den USA immer noch weiter.

    Palantir übt Beziehungen zu den beiden großen US-Parteien und hat mit ihnen schon gute Geschäfte gemacht. So sehr einige Leute das Unternehmen zu einem ideologischen Spiel machen möchten, die Sachlage unterstützt das bislang nicht. Palantir möchte im laufenden Jahr 1,4 Mrd. USD Umsatz machen, in 2019 waren es noch 742 Mio. USD. Ob das ein Kurs-Umsatz-Verhältnis von 35 rechtfertigt überlassen wir dem geneigten Investor, denn seit Monaten wird gutes Wachstum eben gekauft. Von Bewertungskennziffern spricht niemand, die Kurse steigen und steigen.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    André Will-Laudien

    Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

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    Weitere Kommentare zum Thema:

    Kommentar von André Will-Laudien vom 05.06.2026 | 04:15

    KI- und Quanten-Wunder gibt es immer wieder! TeamViewer, SAP und Aspermont im Steigflug, Palantir im Abseits

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    • Cloud-Dienste
    • Rechenzentren
    • Quanten-Computing

    Die Quantentechnologie gilt als eine der bedeutendsten Innovationswellen des 21. Jahrhunderts und könnte ganze Industriezweige auf den Kopf stellen. Gleichzeitig birgt derselbe technologische Fortschritt erhebliche Risiken für die digitale Sicherheit, da leistungsfähige Quantencomputer eines Tages etablierte Verschlüsselungsverfahren überwinden könnten. Software und Hardware-Unternehmen sind gleichermaßen gefordert. Doch während sich die Tech-Titanen aus dem Silicon Valley die physische und digitale Basis der KI-Ökonomie sichern, geraten Bewertungsfantasien einzelner Highflyer wie Palantir nach einer scharfen Korrektur zunehmend unter Realitätsdruck. Immerhin stabilisieren sich etablierte Softwarehäuser wie SAP und TeamViewer in ihrer neuen Rolle als KI-Integrations- und Automatisierungsplayer für Unternehmen. Abseits des Mainstreams entsteht mit Aspermont ein radikal anderer Ansatz: Daten werden dort nicht nur verarbeitet, sondern in einem rohstoffgetriebenen Marktumfeld zur eigentlichen Handelsware transformiert. Wer den Zugang zu relevanter Information kontrolliert, entscheidet künftig nicht mehr nur über Wettbewerbsvorteile – sondern über Marktpositionen selbst.

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    • HighTech

    Nach dem explosionsartigen Kursanstieg vieler klassischer Rüstungswerte mehren sich im Defense-Sektor die technischen Warnsignale. Aktien wie Rheinmetall, Renk oder TKMS handeln inzwischen teils deutlich unter ihren langfristigen Trendlinien, während Momentum-Indikatoren wie MACD, RSI und Stochastik weiterhin Korrekturbedarf indizieren. Gleichzeitig verschiebt sich der Fokus institutioneller Investoren zunehmend von schwerer Rüstung hin zu technologiebasierten Verteidigungslösungen rund um Drohnenabwehr, Aufklärung und autonome Systeme. Genau hier setzen Volatus Aerospace und DroneShield an, die mit skalierbaren Plattformen, KI-gestützter Sensorik und wachsender Nachfrage aus Militär- und Sicherheitskreisen in einen strukturellen Wachstumsmarkt hineinlaufen. Auf Drei-Monats-Sicht liegen beide Titel noch satt im Plus, während traditionelle Defense-Titel inzwischen an den hohen Erwartungen der Investoren scheitern und sich den fundamentalen Gegebenheiten stellen müssen. Der Kapitalmarkt beginnt also zunehmend zwischen zyklischer Rüstungsfantasie und langfristig disruptiver autonomer Systeme sowie intelligenter Verteidigungstechnologien zu unterscheiden, mit klaren Vorteilen für die Spezialisten der nächsten Sicherheitsgeneration.

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    Kommentar von André Will-Laudien vom 28.04.2026 | 04:15

    Schwerter zu Drohnen - von Big Data Analytics bis hin zur Militäranwendung! Volatus Aerospace erobert Zukunftsmarkt!

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    Als Investor heißt es heute, weit in die Zukunft zu blicken, denn die aktuelle Sicht nimmt uns manch Mut und Vision. Wie wird die Welt in 20 Jahren ticken? Gibt es noch mehr Konflikte oder wird sich alles wieder beruhigt haben? Wachstumsorientierte Unternehmen können sich diese Frage zwar auch stellen, doch primär ist der Erfolg an die aktuelle Zeit und die nächsten Jahre gebunden. Kann ein Management die Erfordernisse des Markts erkennen und entsprechend beliefern? CEO Glen Lynch von Volatus Aerospace hat sein Unternehmen in kurzer Zeit auf Links gedreht und die zahlreichen zivilen Innovationen sieht er heute in einem anderen Kontext. Mustererkennung, nächtliche Bewegungen, unbemannte Erkundung und datengestützte Validierung, das sind Themen, die in einer voll digitalisierten Kriegsführung immer wichtiger werden. Auch wenn ihm sicherlich der Frieden 100mal lieber ist – wer heute friedenssichernde Technologien liefern kann, steht ganz oben auf der Liste. Ein großer Weg ist bereits beschritten, nun sprintet Volatus Aerospace von der Pflicht zur Kür!

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